Sehr geehrter Herr Dr. Gagsteiger, Ich habe im letzten Zyklus (nach gescheiterter Stimulation mit 75 Einheiten Pergoveris) ab ZT 15 (Endometrium war bei 4,5 mm, E2 kleiner 5 ng/l) mit zwei Pflastern Estramon 75 ug/24 Stunden alle drei Tage begonnen. Am 9. Tag nach Östrogenbeginn wurde ein Ultraschall durchgeführt. Das Endometrium lag bei 13,4 mm und war leider nicht mehr dreilagig, E2 war 126 ng/l. Im kommenden Zyklus soll nun mit aufsteigender Dosierung (3 Tage 50-4 Tage 100- 4 Tage 150 ug/24 Stunden) versucht werden, die Dreilagigkeit zu erhalten. Ich hatte dieses Problem letztes Jahr bereits im natürlichen Zyklus. Bei noch niedrigem E2 um 80 ng/l und entsprechend kleinem Follikel sah die Schleimhaut sehr gut aus, 8 mm und schön dreilagig, doch einige Tage später, als der Follikel dann bereit war, war sie verdichtet und nicht mehr dreilagig. Nun wiederholt sich dies auch im künstlichen Zyklus, bei den Kontrollen bis ZT 15 war die Schleimhaut noch dreilagig gewesen. Ich würde Sie zu dem Ganzen gerne Folgendes fragen: 1.Falls die Schleimhaut auch bei aufsteigender Dosierung die Dreilagigkeit vorzeitig verliert (Kontrolle ist nach 11 Tagen Aufbau), wird überlegt, die erste Kontrolle bereits nach mindestens 6 Tagen durchzuführen und mit Progesteron zu beginnen, sobald die Schleimhaut bei 7-8 mm ist. Allerdings gäbe es hier Studien, denen zufolge die Wahrscheinlichkeit eine Fehlgeburt bei einer Östrogenapplikation unter 10 Tagen vor Progesteronbeginn sehr deutlich erhöht sei. Wie ist hier Ihre Einschätzung? 2. In einer Antwort von Ihnen auf eine frühere Frage habe ich dies gelesen: „Ein fehlendes trilaminares Muster ist selten wirklich limitierend und korreliert – laut mehreren Metaanalysen – nicht so stark mit der Schwangerschaftsrate wie früher angenommen.“ Über diese Aussage bin ich sehr froh! Könnten Sie mir diese Metaanalysen bitte nennen? Es würde mich zusätzlich beruhigen, diese selbst lesen zu können. 3. Hätten Sie ansonsten noch eine weitere Idee, wie man meinem Problem mit der verschwindenden Dreilagigkeit beikommen kann? Ich wäre für jegliche Anregung dankbar. Herzliche Grüße, Johanna