Mitglied inaktiv
Hallo Frau Dr. Czeromin, bevor ich Ihnen meine Fragen stelle, schildere ich Ihnen kurz meinen Fall: Im Oktober 2008 habe ich wegen Kinderwunsches einen Hormonspiegel machen lassen. Meine Frauenärztin hat mir geraten, mit einer Clomifentherapie zu beginnen, da die Follikelreserve reduziert sei. Ich habe um eine Kopie des Laborergebnisses gebeten, konnte die Abkürzungen damals aber noch nicht so recht entschlüsseln. Heute weiß ich, dass der AMH-Wert bei 0,37 lag.Wir verabredeten, in einigen Monaten mit der Therapie zu beginnen. Da ich mir nicht ganz sicher war und eine andere Meinung einholen wollte, ließ ich im März 2009 bei einer anderen Ärztin einen weiteren Hormonstatus machen. Dieses Mal wurden die Hormone in einem anderen Labor ermittelt. Die Ärztin ließ, wie Sie sagte, nachträglich den AMH-Wert ermitteln und teilte mir mit, dass ich einen AMH-Wert von 1,51 hätte und noch ein halbes Jahr "normal" üben könnte. Einen Monat später war ich schwanger. Leider hatten wir jedoch kein Glück und ich musste wegen einer Eileiterschwangerschaft ins Krankenhaus. Seit Frühjahr 2010 bin ich bei einer Frauenärztin in Behandlung, die auf naturheilpflanzlicher Ebene arbeitet. Leider hat sie nicht sofort einen Hormonspiegel machen lassen, sondern mir Agnucaston u. a. verschrieben. Nach dem Hormonstatus, der im August 2010 erstellt wurde, habe ich jetzt nur noch einen AMH-Wert von 0,23. Dieser wurde im selben Labor wie im März 2009 ermittelt. Ich habe jetzt folgende Fragen an Sie: 1. Kann es sein, dass es zu solchen Schwankungen des AMH-Wertes kommt (0,37- 1,51- 0,23)? 2. Der AMH-Wert von 1,51 (März 2009) ist im Laborbericht mit dem Datum vom 20. Zyklustag ausgewiesen. Kann es sein, dass dieser Wert erst bei der zweiten Blutprobe und nicht am 6. Zyklustag (also der ersten Blutprobe) ermittelt wurde und deshalb höher ist? 3. In Internetforen habe ich gelesen, dass der AMH-Wert auch wieder ansteigen kann. Ist dies möglich? 4. Sind Ihnen Fälle bekannt, in denen es trotz eines AMH-Wertes von 0,23 mit Clomifentherapie oder Ähnlichem zu einer Schwangerschaft gekommen ist? Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir meine Fragen beantworten können, weil ich meinen Termin in der KiWu-Klinik erst in 2 1/2 Wochen habe. Viele Grüße Cleo
AMH-Werte sind zyklusunabhängig! Es ist ein Maß für Eizellreserve (!), man kann natürlich auch mit geringerer Eizellreserve schwanger werden, allerdings ist die Chance nicht so groß und es besteht eher (also früher) die Gefahr, dass die Eizellreserve endgültig erschöpft ist und keine unreifen Eizellen mehr zur Verfügung stehen. Die Schwankungen von 0,37 und 0,23 sind eher normal, warum einmal 1,51 ng/ml bestimmt wurde, kann ich Ihnen nicht erklären. Unterschiedliche Labore benutzen unterschiedliche kits und geben oft aus diesem Grund auch unterschiedliche Referenzbereiche (also Normwerte) an, bei AMH ist mir das noch nicht aufgefallen. Gucken Sie einmal auf den Originalbefunden, in der Regel müssten die Normwerte hinter dem Meßwert angegeben sein. MFG Ute Czeromin
Mitglied inaktiv
Hallo Frau Dr. Czeromin, auf dem Originalbefund sind keine Normwerte angegeben. Außerdem handelt es sich um das gleiche Labor, das über ein Jahr später den Wert 0,23 ermittelt hat. Allerdings ist der AMH-Wert von 1,51 wie gesagt "nachträglich" ermittelt worden. Meine Heilpraktikerin meint, dass die Blutprobe vom 6. Zyklustag wahrscheinlich aufbewahrt und dann ca. 14 Tage später der AMH-Wert ermittelt worden ist. Ist es dadurch u. U. zu solchen Wertveränderungen gekommen? Viele Grüße Cleo
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