Hallo, eigentlich wende ich mich eher ungern an ein Forum, aber uns gehen die Ideen aus. Mein Sohn ist 4 Jahre alt und macht aktuell keine Anstalten trocken zu werden. Vom Charakter her ist er eher schüchtern und häufig ängstlich. Er benötigt viel Sicherheit um sich wohl zu fühlen auf aus sich heraus zu kommen. Im Kindergarten hat er Freunde und geht gerne hin. Mittlerweile traut er sich dort auch vieles zu. Bei uns Zuhause benimmt er sich häufig mehr als frech uns gegenüber und lässt jegliche Gefühle raus. Wenn wir mit ihm einen Ausflug machen ist er bei Anwesenheit fremder Kinder ängstlich und traut sich nicht zu sprechen. Hier steht ihm scheinbar häufig seine Unsicherheit und das für ihn Unberechenbare im Weg.  Nun aber wieder zum Trockenwerden. Wir haben schon einiges probiert. Als er 3 war, ist er regelmäßig und freiwillig zur Toilette oder aufs Töpfchen gegangen. In dieser Phase hat er sich auch einmal im Kindergarten getraut auf die Windel zu verzichten. Er hat sich nur gar nicht getraut , jemandem bescheid zu sagen, also war die Hose mehrmals an dem Tag nass. Ist auch alles gar kein Problem, leider war nur wohl eine Erzieherin deswegen sauer auf ihn (das haben wir erst nach einigen Monaten von ihm erfahren). Danach war das Toilettenthema verflogen. Nach einigen Monaten haben wir es nochmal versucht, aber es war ein reiner Machtkampf. Im Gespräch mit ihm habe ich dann erfahren, dass er im Kindergarten mal Ärger bekommen hat. Er möchte deshalb die Windel behalten. Wir haben das Thema dann komplett gelassen.  Nun wollten wir es aber nach der langen Pause Mal wieder in Angriff nehmen. Es ist leider auch weitergibt ein machtkampf. Ich habe ihm angeboten, dass er die Windel den Tag über anlässt und wir einfach nur Mal wieder zur Toilette gehen. Die Windel kann man ja runterziehen, aber er muss erstmal nicht darauf verzichten. Leider weigert er sich. Er fängt an zu weinen, sagt er möchte das nicht usw. Wenn wir mit ihm darüber sprechen wollen, was wir ändern können, was ihn stört, was ihm Angst macht etc dann reagiert er nicht. Er sagt dann nichts, schaut nur weg und wir kommen nicht an ihn ran.  Mit Belohnungen haben wir es auch schon versucht, aber das hat nur 3 Tage geklappt und dann nicht mehr. Andere könnten uns jetzt Inkonsequenz vorwerfen, da ich das schon öfter gehört habe, wenn Kinder in dem Alter noch nicht trocken sind... Aber es steckt scheinbar bei  ihm etwas dahinter, sodass wir keine Chance haben. Zwingen wollen wir ihn nicht, denn das bewirkt nur das Gegenteil. Ich weiß auch, dass wir ihm natürlich jetzt das letzte Stück Sicherheit in Form der Windel nehmen wollen, aber wir können ja nicht Mal mehr darüber mit ihm sprechen.  Er darf natürlich auch noch Zeit bekommen, wenn er diese benötigt. Darum geht es auch nicht. Gerade in punkto Ängste und co mussten wir bei ihm bei vielen Dingen schon viel Geduld aufbringen. Aktuell macht es uns eher Sorgen, dass sich da etwas festigt, was wir nicht mehr alleine lösen können. Uns gehen da wirklich die Ideen aus. Unser Kinderarzt schlug schon Erpressung vor und das ist eine Idee, der wir nicht nachkommen möchten.  Danke