Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Schlafprobleme

Frage: Schlafprobleme

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Hallo Dr. Busse, unsere Tochter ist jezt 9 Monate alt. Die Nächte in denen sie durchgeschlafen hat, kann ich an allen 10 Fingern abzählen. Bisher ist sie nachts 2x wach geworden. Ich habe sie nur kurz gestillt und sie hat wieder weiter geschlafen bis morgens zwischen 7.00 und 8.00 Uhr. Tagsüber schläft sie vormittags zwischen 10.00 und 11.00 Uhr eine halbe und manchmal auch 1 1/2 Stunden. Dafür braucht sie allerdings fast immer eine Einschlafhilfe, wie z. B. eine Fahrt im Kinderwagen/Auto oder wenn ich mich zu ihr lege. Wenn ich sie zu Hause um die Uhrzeit in ihr Bett lege, schreit sie wie am Spieß. Nachmittags wiederholt sich dann das Ganze noch einmal. Abends ist sie dann so kaputt, dass sie mir meistens während der Flasche einschläft. Eine halbe Stunde später (gegen 19.30 Uhr) wird sie dann wach und schreit. Ich nehme sie dann kurz auf und sie macht ein Bäuerchen. Danach schläft sie dann weiter. Die letzten Nächte haben wir mit unserer Maus nachts mehr Probleme. Ich habe inzwischen abgestillt. Um ihr die nächtlichen Mahlzeiten abzugewöhnen, habe ich die Milch immer mehr verdünnt. Sie wird aber jetzt stündlich wach und trinkt nicht mehr, sondern nuckelt nur noch an der Flasche. Wenn ich sie wieder in ihr Bett lege schreit sie und lässt sich nicht beruhigen. Den Schnuller schlägt sie mir aus der Hand. Letzte nacht habe ich sie im 10 Minuten Rhytmus schreien lassen und nach 40 Minuten ist sie eingeschlafen. Sie hat dann von 1.20 Uhr bis 5.40 Uhr heute morgen durchgeschlafen. Ist das der richtige Weg sie zum Durchschlafen zu bringen? Soll ich ihr die Flasche nachts gar nicht mehr anbieten? Kann ich sie damit auch tagsüber an feste Schlafzeiten in ihrem eigenen Bett gewöhnen? Ein gutes Gewissen habe ich ehrlich gesagt nicht dabei. Außerdem habe ich den Eindruck, dass sie noch lauter Schreit sobald ich in ihr Zimmer komme und es kurze Zeit später wieder verlasse. Können sie mir sagen ob ich auf dem richtigen Weg bin oder soll ich anders vorgehen. Gruß Patricia Klein


Dr. med. Andreas Busse

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Liebe Patricia, machen Sie sich einen PLan, wie sie vorgehen wollen und halten Sie sich dann auch daran. Das Vorgehen immer wieder zu ändern, ist verwirrend für beide. Langfristig sollten Sie Ihr Kind an das eigene Bett, zumindest in der Nacht, gewöhnen. Wenn sie gar nicht trinken sondern saugen will, gibt es auch nichts zu trinken mehr. Dieser Zeitraum von 8 bis 10 Monaten ist immer ein Umstellungszeitraum, liebevolle Konsequenz, jeden Tag gleich, das kann helfen ist aber sehr mühsam. Das Vorgehen letzte Nacht ist zwar hart aber erfolgversprechend. Viel Erfolg


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