Frage im Expertenforum Kinderarzt an Miriam Althoff:

Asbest Renovierung

Frage: Asbest Renovierung

anni19863010

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Sehr geehrte Frau Althoff,  ich bin verzweifelt und es fällt mir schwer Ihnen zu schreiben. Vorab muss ich sagen, ich bin ein recht ängstlicher Mensch, besonders wenn es um Krankheiten geht und um meine Kinder. In den letzten Jahren hat sich das aber deutlich gebessert gehabt.  Nun hat sich etwas ergeben, was mich wirklich sehr erschreckt. Wir wohnen seit 14 Jahren in einem Haus aus den 60ern und haben die Innenräume alle in der Zeit vor den Kindern saniert.  Als meine Kinder noch sehr klein waren, vor ca 8-9 Jahren hat mein Mann im Keller den Fußboden abends immer entfernt wenn die Kinder oben, zweit Etagen darüber, geschlafen haben. Das ging natürlich über mehrere Abende. Ich habe nun durch einen Beitrag erst erkannt, das es sich dabei um diese Asbest Platten gehandelt hat. Er hat die Platten entfernt, dabei ist natürlich einiges zerbrochen und den Klebstoff hat er abgekratzt. In mehreren Räumen. Anschließend fegen, saugen, was man halt so macht. Ein paar Tage oder Wochen später hat er dann die Räume und den Boden mit spezieller Kellerfarbe gestrichen.  Ich weiß es ist lange her aber in meiner Vorstellung ist quasi das ganze Haus verseucht. Ich stelle mir die hohe Belastung vor die damals geherrscht haben muss und habe wirklich Angst. Ich war ja in dieser Zeit mit den Kindern auch ständig im Haus, allerdings in der Etage darüber. Es belastet mich sehr und ich kann kaum mehr schlafen. Mein Mann hört sich die Sorgen von mir an aber er kann es nicht nachvollziehen.  Ich weiß nicht ob ich komplett übertreibe und diese ganzen Sorgen meiner Angst entspringen. Meine Kinder waren zum Glück als Kleinkinder im Grunde nie im Keller. Ich immer nur kurz zum Wäsche waschen. Die hat aber manchmal auch im Keller getrocknet.  Ich bitte Sie um Rat und eine Einschätzung, leider weiß ich gerade nicht wo oben und unten ist!


Miriam Althoff

Miriam Althoff

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Hallo Anni, aus meiner Sicht besteht kein Grund zur Sorge. Es war ein kurzer Zeitraum, der lange her ist. Die Kinder waren nie da unten, sie und ihr Mann auch nur kurzzeitig. Ja, Asbest sollte im besten Fall ausschließlich professionell bearbeitet und entsorgt werden, leider wusste/weiß man es ja aber manchmal nicht. Bei solch kurzen Episoden passiert zum Glück in der Regel nichts, da es normalerweise langfristigen Kontakt für Erkrankungen braucht und daher vor allem beruflich langfristig exponierte Menschen betroffen sind.  Bei zukünftigen Arbeiten am Haus im Zweifel Spezialisten dazuholen, da in Gebäuden, die vor 1993 erbaut wurden, eine potenzielle Gefährdung durch asbesthaltige Materialien anzunehmen ist.  Viele Grüße!


KielSprotte

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Du überteibst komplett - wenn, dann mache dir Gedanken um deinen Mann....und auch der hat nur ein paar Tage damit gearbeitet. Gefährdet sind die Menschen, die ein Berufsleben lang damit im Kontakt sind.


anni19863010

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Ich danke Ihnen für Ihre Antwort von Herzen. 


anni19863010

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Kielsprotte, auch dir ein Danke. Wie gesagt schwanke ich gerade zwischen - das ist schon tausenden Heimwerkern passiert und riesiger Panik. Ich bin gerade völlig drüber und kann es einfach nicht rational betrachten. 


Nananana1

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Hallo... selbes Problem wie du... dauertraurig, dachte, wie kann ich jemals wieder fröhlich sein, warum wusste ich es nicht besser... versuche es rational zu erfassen: eine berufsbedingte Asbestose wird erst nach 25 Faserjahren anerkannt. Und das sind, was sich so im Kopf habe, jeden Arbeitstag 8 Stunden lang Asbesrfasern ausgesetzt sein zu müssen. Denke an die ganzen Handwerker, die beruflich und privat an alten Häusern arbeiten... die wenigsten kümmern sich um das Thema Asbest. Hab mich damals intensiv damit beschäftigt. Bitte mach es dir nicht so schwer... Mir hat dann eine Mitarbeiterin vom Bundesministerium gesagt, dass sich Asbesrfasern nahezu gasförmig verhalten und gleich verflüchtigen... ein, zweimal lüften und die Fasern sind weg. Ich will Asbest nicht verharmlosen, aber ich wurde, so wie du nun von der Frau Dr., auch von allen Seiten beruhigt. Glg 


anni19863010

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Ich danke dir sehr. Ich bin wirklich geschockt und fühle mich einfach hilflos eben weil es ja lange her ist und dann kommen Gedanken wie hat er gelüftet, wieviel Staub war da, hat er anschließend geduscht? Zumal ich ja jetzt nichts davon mehr ändern kann. Man fühlt sich einfach überfordert. Die vielen Recherchen im Netz verschlimmern nur alles, das kann ich keinem Raten. Ich bin dankbar nun mit echten Menschen darüber sprechen zu können. Mein Umfeld würde das nicht verstehen. Ich mag kaum mehr in den Keller gehen, was mir ja selber nun nach all den unwissenden Jahren völlig albern erscheint. Gerade auch dieses Mesotheliom macht mir sehr Angst. (Und dann denke ich wenn man tatsächlich auch draußen Fasern jederzeit abbekommen kann hat dieses Risiko ja jeder?) Man merkt, ich habe echt einen Riesenschreck.


Nananana1

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Hallo, bitte verzeih meine späte Antwort... hab erst jetzt gelesen.  Ich habe an deinen anderen Beiträgen gesehen, dass dich das Thema noch immer nicht los lässt... und du Asbest nun überall siehst und ich verstehe dich soooo gut, da ich vor einem Jahr am selben Punkt war. Was hab ich für Geld für Asbest Tests rausgeschmissen und wenn du googlest, denkst du, dass du der einzige Trottel auf der Welt bist, der nicht solche Tests schon beim Einzug gemacht hast... aber wir sind bei weitem nicht die Einzigen :) Die wenigsten kümmern sich darum und vermuten Asbest nur in diesen alten Dächern;) Und man ist tatsächlich immer wieder einer gewissen Hintergrundbelastung ausgesetzt ... und im Internet steht: EINE FASER kann schon töten. Dann wären wir aber alle schon dem Asbesttod geweiht. Bitte hör auf, dir das Leben so schwer zu machen. Ich weiß, leichter gesagt als getan, aber die Ärzte haben schon alle recht. Und googlen bringt dir nichts... und schon garnet auf Gute Frage oder dieses Bauexpertnforum (hab ich alles durch ;) ), da wirst nur noch fertiger. Wir hatten keine langjährige Belastung und vielen (sehr vielen) anderen geht es auch so und es wird nichts passieren. Ich verstehe dich gut, sehr gut, aber es ist es nicht wert so traurig zu sein. Ich spreche wie gesagt aus Erfahrung. Glg N


anni19863010

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Liebe N., ich danke dir so so so sehr für deine liebe Antwort. Sie kommt zur richtigen Zeit. Dieses Wochenende sehe ich so langsam Licht am Horizont und deine Nachricht hat mir nochmal einen Schubs weiter in die richtige Richtung gegeben. Es hilft sehr solche Worte zu lesen und tröstet, daß man einfach nicht alleine ist. Ich arbeite nun an dieser Angst und hoffe, daß es Stück für Stück besser werden wird. Vielen Dank dir und alles Gute!


Nananana1

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Hallihallo, hoffe, es geht dir nun gut:)  Hab deinen Beitrag wieder erst jetzt gelesen und freue mich sehr, dass es dir besser geht. Zurecht!;) Bekomme keine Benachrichtigungen, wenn jemand geantwortet hat. Daher hab ich wieder länger gebraucht. Alles Liebe,  N!!! 


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