Ollah
Sehr geehrter Herr Dr., ich hätte gerne eine Einschätzung zu einer aktuellen Stresssituation. Gestern brannte ein Haus in der Nachbarschaft (Dorf, 500 Einwohner). Wir waren zu Besuch, Fenster standen teils offen. Wurden erst geschlossen als wir es mitbekommen haben, das dort Blaulicht war. Da wir auf der anderen Seite des Hauses saßen wissen wir nicht wie lange es schon gebrannt hat. Etwa eine Stunde nach Einsatzende der Feuerwehr bin ich mit meinen Kindern (6 und 15 Jahre) spazieren gegangen. Ich hatte da gar nicht mehr drüber nachgedacht. Erst wie es an einem Stück so 100 Meter vom Brandort noch eine ganze Strecke (die wir gegangen sind) stark verbrannt roch viel es mir wieder ein. Später erfuhren wir, dass in dem Haus/Dach Asbest verbaut war und die Feuerwehrleute sich speziell reinigen mussten. Meine Sorgen/Fragen dazu: Asbest/Rauch-Exposition: Wir waren nicht im direkten Qualm, aber draußen an der Luft. Könnten die Kinder durch den Wind/Staub gefährliche Mengen Asbestfasern aufgenommen haben? Können wir davon jetzt Schaden genommen haben/Spätfolgen Krebsgefahr? Es war trocken sonnig und windig. Können wir durch den Wind Partikel eingeatmet haben. Wir sind eine Runde um den Block gegangen der Ort ist nicht groß. Die Große hatte gestern Abend etwas Halsschmerzen, ich so einen trocken Hals als hätte ich Staub im Hals und die kleine hat diese Nacht 7 oder 8 mal gehustet. Sie hat wohl auch seit Freitag etwas Schnupfen. Impfung trotz Belastung? Ich wollte morgen meine Kinder gegen Meningokokken impfen (Men B für alle, ACWY zusätzlich für die 15-Jährige). Ist es sicher, morgen zu impfen, falls die Lungen durch den Rauch/Staub/Asbest gereizt sind? Oder besteht ein Risiko? Impf-Schema: Kann man Men B und ACWY bei der 15-Jährigen gleichzeitig geben oder sollte man das getrennt machen? (Ich bin aktuell sehr nervös). Alter: Die Stiko-Empfehlung für Men B ist ja primär für Säuglinge/Kleinkinder. Ist die Impfung für 6 und 15 jährige Kinder trotzdem uneingeschränkt sinnvoll? Eintrittspforte Nase: Meine 6-Jährige popelt viel, die Nasenschleimhaut ist oft offen und blutig (Eintrittspforte?). Wie hoch schätzen Sie hier das Risiko für eine Meningokokken-Infektion ein, solange der Impfschutz noch nicht besteht? Ich habe große Angst vor ImpfKomplikationen und sorge mich, dass das Immunsystem durch das Brandereignis gestern überfordert sein könnte. Oder kann ich impfen lassen? Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Liebe O., bitte entspannen Sie sich. Ihr Spaziergang im Ort, in dem ein Haus gebrannt hatte, war sicher keine ernsthafte Bedrohung. Wäre das möglich gewesen, dann hätte die Feuerwehr die Gegend abgesperrt. Und selbsverständlich dürfen und sollen die Kinder morgen geimpft werden. Alles Gute!
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