Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Ralf Brügel:

Noch einmal Asbest

Frage: Noch einmal Asbest

anni19863010

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Lieber Herr Dr. Brügel, es tut mir leid das ich SIe nochmals behelligen muss mit diesem leidigen Thema. Aber es treibt mich einfach um und ich kann mich an niemanden damit wenden. Ich hatte Ihnen ja bereits geschrieben wegen der Fensterbank und Ihre Antwort hat mich auch beruhigt. Auch die Episode mit unserem Keller konnte mir Frau Althoff etwas abmildern sag ich mal.  Ich fürchte aber das ich soviel dazu gelesen habe war ein Fehler und mein Kopf sucht nun irgendwie nach diesem Thema um meine Angst vielleicht zu füttern oder so. Bis ich von dem Ganzen hörte war alles so schön und nun hängt über mir diese dunkle Wolke, ich kann mich auch an meinem schönen Zuhause und Garten so gar nicht mehr erfreuen.  Bevor wir die Kinder bekommen haben wurde ja durch hauptsächlich Eigenleistung unser Haus renoviert. Dabei hat mein Mann in mehreren Räumen im Erdgeschoss Schlitze für die Kabel gestemmt. In der Zeit haben wir im 1. OG gewohnt. Es hat natürlich unendlich viel gestaubt, das war über Wochen so. Irgendwann wurden die Wände und Böden dann natürlich geschlossen und schön gemacht. Nun habe ich bei meiner Internetrecherche leider gelesen das auch im Putz und Spachtelmasse Asbest sein kann und auch in Fliesenkleber.  Ich bin froh das meine Kinder damals noch nicht auf der Welt waren, aber nun habe ich selbst schlimme Angst um mich. Ich war beim Stemmen ja nicht daneben aber grundsätzlich ja oben im Haus und hab natürlich auch unten immer mal was gemacht. Ich fühle mich allein damit und denke gleichzeitig, das muss doch vielen so gehen. Damals war das mit dem Testen irgendwie so gar kein Thema.  Vielleicht haben Sie einen Rat oder ein tröstendes Wort für mich oder so, ich weiß wirklich nicht ob ich mich vielleicht einfach da rein steigere oder es doch alles komplett berechtigt ist was ich fühle. Vielen Dank!


Dr. med. Ralf Brügel

Dr. med. Ralf Brügel

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Hallo Anni,  leider ist das heutzutage ja oft so: je mehr man sich im Internet in ein Thema reinliest, desto schlimmer wird es, weil man eben so viele Aussagen findet, die gar nicht mal wirklich falsch sein müssen, aber sehr sehr oft eben extrem wenig die "Realität" widerspiegeln bzw. einfach nicht mit dem übereinstimmen, was erfahrene Ärzte und Ärztinnen in 20 oder 30 Berufsjahren mitbekommen.  Ich bin Kinderarzt und kein Pneumologe und doch denke ich zu wissen, dass heutzutage eine Asbestose wirklich wirklich selten geworden ist und es auch früher doch eher Menschen betraf, die längere Zeit einer Belastung ausgesetzt waren. Hinzu kommt ja, dass selbst bei Kontakt eine Erkrankung ja gar nicht zwingend auftritt.  Mir gehen zwei Gedanken durch den Kopf für Sie:  Würde Ihnen ein Lungenfacharzt/Fachärztin Termin helfen um vielleicht aus quasi erster Hand nochmals informiert und entwarnt zu werden?  Oder würde es Ihnen helfen, mal mit einem Psychologen/ einer Psychologin zu sprechen, wenn die Sorgen um eine Ansteckung sonst nicht in den Griff zu bekommen sind.  Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende  Ralf Brügel 


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