Fall12345
Hallo Herr Dr. Busse / liebe Expertinnen, ich wende mich an Sie, weil mir aktuell ein paar Themen rund um meine Tochter (knapp 13 Wochen alt) keine Ruhe lassen. 1. Nächtliche Unruhe & Blähungen Sie hat nachts sehr stark mit Blähungen zu tun. Sie wird etwa alle 30 Minuten wach, windet sich, weint und überstreckt sich extrem im Rücken („Banane“). Manchmal entweicht etwas Luft, wenn ich die Beine anwinkle, manchmal auch einfach so beim Drücken. Sie stillt nachts etwa alle 2 bis 3 Stunden. Der Schnuller hilft in diesen Phasen leider kaum und auch Lefax bringt bisher nicht die erhoffte Linderung. Letzte Nacht hat sie am Ende auf meiner Brust geschlafen, weil ich sie sonst nicht beruhigen konnte. Seit Kurzem speichelt sie außerdem extrem viel. 2. Entwicklung & bisherige Befunde Ein verkürztes Zungenband wurde vom Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen bereits ausgeschlossen. Die Physiotherapeutin hat nur eine leichte, unbedenkliche Vorzugsseite festgestellt. Ein gezieltes Greifen klappt noch nicht. Wenn sie etwas sieht, fuchtelt sie eher aufgeregt mit den Armen. 3. Café-au-Lait-Flecken Ich habe bisher zwei ganz blasse Café-au-Lait-Flecken bei ihr gesehen (einen davon in der Achsel). Ich möchte ihren Körper jetzt aber bewusst nicht systematisch danach absuchen, um mich nicht selbst verrückt zu machen, sondern möchte das lieber ganz entspannt dem Kinderarzt bei der U4 überlassen. Meine Fragen an Sie: 1. Ist dieses nächtliche Krampfen und das viele Speicheln mit knapp 3 Monaten noch im Rahmen der normalen Magen-Darm-Reifung? 2. Ist es völlig okay, dass sie in dem Alter noch nicht gezielt greift? 3. Reicht es bei zwei Flecken wirklich aus, das einfach bei der U4 anzusprechen, ohne sich jetzt Sorgen zu machen? Vielen Dank für Ihre Hilfe und liebe Grüße!
Hallo Fall12345, 1. für mich klingt es aus der Ferne normal, ja. Krampfen ist der falsche Ausdruck, überstrecken trifft es wahrscheinlich eher. Kinder haben immer mal wieder vermehrte Unruhe-Phasen, tags oder nachts. Das kann bei Entwicklungsschüben sein, wenn Zähne einschießen, wenn viel vom Tag verarbeitet werden muss...manchmal kann es helfen, die Kinder leicht erhöht schlafen zu lassen, z.B. indem man einen Aktenordner unter die Matratze legt (wenn es z.B. an einem leichten Reflux oder Blähungen liegt). Manchmal brauchen sie aber auch einfach viel Nähe und Zuwendung. Oft sind diese Phasen von einem Tag auf den andern wieder vorbei. Solange Ihr Kind gut gedeiht, sehe ich aktuell keinen Grund zur Sorge. 2. und 3. beides ja, einfach entspannt die U4 abwarten, hier wird das Kind ja komplett untersucht und sich auch die Entwicklung angeschaut. Viele Grüße!
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