Frage im Expertenforum Kinderarzt / Kinderärztin an Dr. med. Andreas Busse:

Ambroxol 15 Saft Überempfindlichkeit

Frage: Ambroxol 15 Saft Überempfindlichkeit

WunderLicht59

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Sehr geehrter Herr Busse,  mein Sohn (22 Monate) hatte schon länger eine laufende Nase und etwas Husten. Zu Beginn der Erkrankung hatte er einen Tag Fieber bei 38,1°C. Das ist jetzt ca. 2 Wochen her und hatte sich auch ohne Medikamente verbessert. Am Wochenende hatte er aber wieder starken Husten und war sehr unzufrieden, sodass er von uns einen Löffel Ambroxol 15 Saft bekommen hat. Nach seinem Mittagsschlaf ist uns dann aufgefallen, dass er eine schnelle, flache Atmung hatte, sodass wir ins Krankenhaus gefahren sind. Dort wurde eine leichte Lungenentzündung diagnostiziert, wobei nach einer Inhalation im Krankenhaus schon eine Verbesserung festgestellt wurde. Daher durften wir mit unserem Sohn wieder nach Hause, sollten mit Salbutamol inhalieren und beobachten. Ihm ging es dann am Sonntag auch deutlich besser und er hatte keine Armenprobleme mehr. Zur Abklärung waren wir gestern beim Hausarzt und dieser konnte keine Anzeichen für eine Lungenentzündung feststellen. Auch im Krankenhaus war die Aussage, dass er relativ fit (kein Fieber, gut gegessen und getrunken) scheint, nur der linke Lungenflügel nicht gut belüftet klingt. Die Diagnose des Hausarztes war eine leichte Erkältung. Meine Frage lautet, ob es sein kann, dass mein Sohn eine Überempfindlichkeitsreaktion auf Ambroxol hatte und aufgrund dessen ein paar Stunden nach Einnahme Armenprobleme aufgetreten sind?  Wir haben die Einnahmen von Ambroxol sowohl im Krankenhaus als auch beim Hausarzt angegeben, jedoch hat dazu keiner was gesagt.  Vor einem Jahr hatte mein Sohn auch über Wochen Husten, sodass wir dort Ambroxol verschrieben bekommen haben. Dabei hat er einen Hausschlag am Brustkorb entwickelt, da er den Hustensaft zu dem Zeitpunkt immer wieder ausgespuckt hat.  Er hatte zu der Zeit aber auch Probleme mit Neurodermitis an den Oberarmen, sodass uns die Ursache für den Ausschlag am Brustkorb nicht ganz klar war. Durch die doch sehr unterschiedlichen Diagnosen sind wir etwas ratlos. Da wir leider auch keine Rückmeldung zum Hustensaft bekommen haben, wollte ich das hier nocheinmal abklären lassen.  Vielen Dank und liebe Grüße 


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe W., da muss man 2 Dinge auseinanderhalten: die Atemprobleme Ihres Sohnes und die Lungenentzündung haben nichts mit dem Medikament zu tun. Aufgrund dessen, dass sich sein Zustand mit der Inhalation von Salbutamol verbessert hat, handelt es sich wohl vor allem um eine obstruktive Bronchitis, die damit korrekt behandelt wird. Auch generell werden "Schleimlöser" wie Ambroxol in der Regel bei Luftwegsinfekten von Kindern nicht empfohlen und sind zumindest unnötig. Ob der Hautausschlag, den Sie in der Vergangenheit beobachtet haben, durch den Hustensaft mit Ambroxol ausgelöst wurde, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Ob es sich um eine allergische Reaktion gehandelt hat, könnte durch einen Prick-Test mit dem Hustensaft geklärt werden. Alles Gute!


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