Frage im Expertenforum Kinderarzt / Kinderärztin an Dr. med. Andreas Busse:

A-Streptokokken

Frage: A-Streptokokken

LP333

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Lieber Dr. Busse,   meine Tochter leidet seit einiger Zeit unter Entzündungen im Genitalbereich mit einem gelblich-grünlichen Ausfluss, teilweise extremen Schmerzen beim Stuhlgang und blutigen Hauteinrissen. Ein vaginaler Abstrich bestätigte dann den Verdacht einer Streptokokken A-Infektion. Der Notdienst hatte uns einmal bereits ein orales Antibiotikum verschrieben, was sofort, allerdings nur für ca. 1 Monat geholfen hat. Unser Kinderarzt nimmt das Problem meiner Meinung nach nicht richtig ernst. Wir sollen mit Sitzbädern behandeln, das wäre ausreichend. Dies tun wir und die Symptomatik lässt sich so auch eindämmen, aber es flammt immer wieder auf. Ich habe nun selbst einen Abstrich bei mir durchführen lassen, weil ich vermute, dass wir uns vielleicht gegenseitig immer wieder anstecken und auch mein Befund zeigt eine Streptokokken A-Infektion, welche nun mit Zäpfchen behandelt werden soll. Ich würde gerne Ihre Meinung wissen. Wäre es nicht sinnvoll, wenn wir beide uns nun hoffentlich zum letzten Mal antibiotisch behandeln lassen? Ich bin sicherlich kein Fan von voreiliger Antibiotikagabe, aber die Tatsache, dass ein Kleinkind seit Monaten grünen Ausfluss hat und irgendwie "nichts getan wird", fühlt sich für mich auch falsch an. 


Dr. med. Andreas Busse

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Liebe L., eine Infektion mit Streptokokken der Gruppe A sollte egal, ob sie als Angina, Scharlach oder perianale Hautinfektion auftritt, in der Regel mit einem Antibiotikum zum Einnehmen behandelt werden. Ob und welche zusätzlichen lokalen Maßnahmen sinnvoll sind, sollte der Kinderarzt oder Hautarzt vor Ort beurteilen. Alles Gute!


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