Stephanie K.
Sehr geehrter Herr PD. Dr. med. Lars Hellmeyer, Ich bin 34 Jahre alt und habe mein erstes Kind am 29.06.2021 geboren. Für mich war die Geburt ein traumatisches Erlebnis welches ich bis jetzt nicht verkraftet habe und ich immer noch mit starken Problemen kämpfe. Um die Geburt besser zu verstehen habe ich den Geburtsbericht angefordert hierbei haben sich einige Fragen ergeben ich hoffe Sie können mir behilflich sein. Um 11.10 war der Muttermund 10cm, Schädel Lage, Höhenstand: -2cm Um 11.53 Höhenstand: 0cm, Syntocinontropf i.v, Wehensbstände werden größer Wäre zu diesem Zeitpunkt noch ein Kaiserschnitt möglich gewesen (Höhenstand 0cm)? Das Kind wurde um 13.11 uhr mittels einer Kiwi-Vakuum aus Beckenendlage mit meddioleteralen Epi geholt. Im Mutterkindpass steht protrahierte Austreibungsperiode (121min). Ab wann ist die Austreibungsphase protrahiert? Im Internet findet man im Bezug auf Schonung des Beckenbodens 60min, ist das korrekt? Ich hatte bis auf Lachgas keine Schmerzstillenden Medikamente. Danke für die Beantwortung meiner Fragen. LG Stephanie
Hallo Stephanie, Kiwi und Beckenendlage passt nicht. Das Kind lag doch sicherlich mit dem Kopf nach unten. 120 Minuten Austreibungsperiode ist vollkommen normal und nicht protrahiert. Wahrscheinlich kam der Kopf dann beim Pressen nicht tiefer, so dass dann die Saugglocke, hier Kiwi, gemacht wurde. Bei PDA darf die Austreibungsperiode 180 Minuten sein. Alles gut in Hinblick auf den Beckenboden, auch wenn Saugglocken natürlich eine höhere Schädigung machen können. Training hilft. LG und alles Gute
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