Maluna
Lieber Dr. Hellmeyer, Ich habe im Juni 2021 unsere Tochter per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Das war so nicht geplant. Als der MM vollständig geöffnet war, sagte die hebamme im Kreißsaal, dass das Kind nicht gut liegt und sie das Köpfchen zurückschieben könnte (?). Ich wollte keinen KS, man bat mir dann einen Wehentropf an. Das wurde mehrere Stunden versucht, leider ohne Erfolg. Ich lag bereits in den Presswehen als die ärzte sagten es geht jetzt nur noch per KS, MM sei schon zu lange offen. Mein Körper hat die Spinalanästhesie trotz Dosiserhöhung und zusätzlichem Versuch mit Propofol nicht angenommen, es endete in einem KS unter Vollnarkose. Für mich war das sehr traumatisierend. Nun bin ich erneut schwanger, in der 29. SSW. Ich habe mal gelesen dass so eine Verkantung im Geburtskanal anatomische Ursachen hat. Grundsätzlich ist mein Körperbau eher sportlich und kräftig, hätte da niemals Probleme erwartet. Muss ich erneut mit einem KS rechnen? Oder gibt es eine realistische Chance auf eine Spontangeburt? Wäre ein erneuter KS wieder unter Vollnarkose? Muss hinzufügen dass mein ET zwischen den Jahren liegt (wird da wegen wenig Personal schneller zum KS gegriffen?) Und das Kind einen Herzfehler hat, laut Pränataldiagnostiker allerdings kein Grund für einen KS. Allerdings habe ich Angst dass die Kombination der Umstände zu einem Vorschnellen KS führen könnten. Ist das berechtigt? Was kann ich tun um das möglichst zu verhindern?
Hallo Maluna, wenn beim ersten Mal der Muttermund ganz offen war und es eigentlich keine mechanisch anatomische Ursache gibt (sondern nur die falsche Einstellung des kindlichen Köpfchens), würde ich zur normalen Geburt raten. Da Sie wie eine Zweitgebärende sind, wird der Muttermund schnell aufgehen und man merkt dann relativ zügig, ob es passt oder nicht. Möglichst versucht man immer im Fall des Kaiserschnittes die Vollnarkose zu vermeiden. LG und alles Gute
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