Tini1707
Sehr geehrter Professor Heininger, ich befasse mich gerade mit der meningokokken-b-impfung. Ich bin sehr unentschlossen was diese Impfung betrifft. Ich habe mich belesen und nun sind ein paar Fragen aufgetaucht. Zum einen sollen ja ein guter Prozentsatz der Bevölkerung diese Keime im Nasenrachenraum tragen. Nun ist meine Frage wie groß ist denn die Ansteckungsgefahr die von diesen latenten Trägern ausgeht? Ist die Keimlast wirklich hoch genug um eine Infektion auszulösen? Des weiteren habe ich gelesen, dass man noch gar nicht weiß wie lange die Antikörpertiter tatsächlich anhalten, möglicherweise handelt es sich nur um etwa ein Jahr. Meine Tochter ist jetzt ein Jahr alt und somit ist die Hochrisiko Zeit ja schon vorbei und die nächste kritische Phase wäre erst in der Pubertät, deshalb sehe ich in diesem Fall die Impfung als möglicherweise unnötige Belastung? Zudem habe ich gelesen dass momentan und generell die B Meningokokken sehr rückläufig sind und das auch noch y dazu kommt. Wie häufig ist Y im Vergleich zu B und C? Ich tue mir einfach sehr schwer weil die STIKO die Impfung noch nicht empfiehlt und habe Angst das bei dieser Impfung doch irgend etwas wie ein Impfschaden entsteht. Könnten sie mich mal noch aufklären was man eigentlich unter einem Impfschaden genau versteht? Irgendwelche lokalen Reaktionen Fieber oder andere milden Reaktion sind ja kein Problem.Es geht mir wirklich um einen schweren Schaden des Kindes (Behinderung), gibt es das tatsächlich? Danke!
Hallo Tini Vielleicht das wichtigste zuerst: Impfschäden sind äusserst selten und bei keiner der in Deutschland zugelassenen Impfungen grundsätzlich auszuschliessen aber auch nicht zu befürchten. Anerkannte Impfschäden durch Meningokokken Impfstoffe sind mir keine bekannt. Ihre Fragen kann man nicht genau beantworten, was die Übertragung betrifft. Tatsache ist, wie Sie richtig sagen, dass die Bakterien bei manchen Menschen im Nasen Rachenraum sich befinden und unbemerkt übertragen werden. Dabei erkranken aber nur die aller wenigsten Träger. In manchen Fällen kennt man Risikofaktoren dafür, zum Beispiel fehlende Milz, in den meisten Fällen bleibt aber ungeklärt, warum der eine Mensch erkrankt und der andere nicht. Es ist richtig, dass aktuell so wenig Meningokokken Erkrankungen auftreten wie noch nie, was auf die Distanz heute Massnahmen im Rahmen der Pandemie zurückgeführt werden kann. Vor Ausbruch der Pandemie waren tatsächlich Infektionen durch Serogruppe W und Y am zunehmen, so dass die Stiko sich eigentlich mit diesem Thema auch befassen wollte. Das ist jetzt aber im Rahmen der Pandemie vorübergehend in den Hintergrund geraten. Ich persönlich rechne aber damit, dass in nicht allzu ferner Zukunft auch Deutschland von Impfung gegen C alleine auf ACWY wechseln wird. Alles Gute!
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