Mitglied inaktiv
Hallo, unser Sohn (8 Monate) ist ein liebes, fröhliches, freundliches und aufgewecktes Baby. Er hat das Glück, einen liebevollen und sich sehr intensiv kümmernden Vater zu haben, der darüber hinaus auch noch familienfreundliche Dienstzeiten hat. Der Kleine liebt seinen Papa über alles und strahlt über das ganze Gesicht, sobald er aufkreuzt. Er spielt mit ihm, trägt ihn, wickelt und wäscht ihn, füttert ihn - eigentlich macht er alles, außer stillen ;-) Er ist wirklich ein wunderbarer Vater... Bevor ich jetzt weiter schwärme, komme ich lieber auf den Punkt. Manchmal beobachten wir ein merkwürdiges Phänomen: Wenn ich mal eine kurze Zeit weg bin (z.B. 45 Minuten joggen oder 20 Min. im Bad oder mal eine Stunde einkaufen) und wieder komme, fängt unser Sohn aus heiterem Himmel an zu quaken und zu zetern (nicht weinen), obwohl die Welt vorher in Ordnung war. Das ist nicht immer der Fall, meist aber wenn er müde oder hungrig ist. Ist es, weil er mit mir die Befriedigung dieser beiden Bedürfnisse verbindet und sie sozusagen einfordert, sobald ich auf der Bildfläche erscheine? Wenn er müde ist, zeigt er auch eine deutliche Mama-Präferenz und will lieber auf meinen als auf Papas Arm. Was könnte sonst der Grund sein für diese Reaktion auf mein Erscheinen? Danke, Andrea
Liebe Andrea, Sie als die primäre Bezugsperson sind es, mit der ihr Sohn hauptsächliche seine Gefühlserlebnisse, aber auch seine Bedürfnisse verbindet. Solange sie nicht verfügbar sind und wenn Ihr Sohn sich in einer stabilen Phase befindet, wird er an nichts derartiges erinnert. so ist es ihm lieb, wenn sein Vater mit ihm "spielt" und für ihn da ist. Kaum sind Sie aber wieder da, erinnert er sich an Gefühle und Bedürfnisse, die er kindgemäß dann mehr oder weniger sofort befriedigt haben möchte. Also meckert er mit Ihnen und ist beim Vater scheinbar ganz zufrieden. Viele Grüße
Mitglied inaktiv
Meine beiden Töchter (3,75 und 11 M) zeigen beiden ein ähnliches Verhalten. Ich kann nur mutmaßen, aber ich denke, daß sie sich bei mir eher fallen lassen - während sie bei anderen (Nachbarn, Papa, etc.) sich entweder "zusammenreißen" bzw. alles so interessant ist, daß sie vergessen, daß sie müde/hungrig sind. Wenn ich komme fällt es Ihnen ein. Uns Erwachsenen geht es doch oft ähnlich. Wir sind weg zu Besuch bei Freunden und merken erst zu Hause wie müde und geschafft wir eigentlich sind. Und der Mann ist vielleicht irritiert warum man eben noch so gut gelaunt und fit war und kaum ist man mit ihm allein man vorm Fernseher einschläft. Mal sehen was Doc Posth dazu sagt. Servus Karin