Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Dreierkonstellation

Frage: Dreierkonstellation

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Hallo Herr Dr. Posth, mein Sohn (4) hat 2 Freunde. Im Kiga sind die drei sehr damit beschäftigt die Gruppe zu stören und ihr eigenes Programm durchzusetzen. Wenn er zuhause mit einem der Beiden spielt, klappt es recht gut, sobald sie zu dritt sind kann man aber nicht mehr von Spielen sprechen, sondern jeder versucht den anderen im Unsinn machen und andere zu provozieren zu übertreffen. Die Erzieherinnen im Kiga finden dieses Trio auch recht schwierig, lassen sie aber wohl gewähren. Ich bin einerseits froh, dass mein Sohn endlich Kontakt gefunden hat. Ist es normal, dass sich drei Jungs ständig aneinander messen müssen, andere nicht mitmachen lassen, die anderen im Spiel stören oder sogar mobben (wie andere Eltern erzählen). Wie kann man damit umgehen? Danke Ulli


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Ulli, Jungen wie Mädchen messen sich in der Gruppe permanent aneinander. Diese Tendenz, die mit Rivalität und später mit Konkurrenz zu tun hat, verläßt uns Menschen eigentlich nie, es sei denn kulturell- weltanschaulich überbaute Lehrmeinungen überstimmen eines Tages diese innere Tendenz. Eine Gruppe aus drei Menschen ist eigentlich immer etwas problematisch, auch schon im Kindesalter. Einer wird immer wollen, den anderen auf seine Seite zu ziehen, um sich damit aufzuwerten. Wahrscheinlich reagieren die Erzieherinnen richtig darauf und versuchen, nicht so sehr auf dieses Splittergruppenverhalten einzugehen. Sie sollten sich diesbzgl. mit den Erzieherinnen weitgehend abstimmen. Viele Grüße


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