Frage im Expertenforum Entwicklung des Babys in der Schwangerschaft an Dr. med. Helmut Mallmann:

Jod-Unterversorgung während der Schwangerschaft?

Frage: Jod-Unterversorgung während der Schwangerschaft?

Fragenstellerin123

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Sehr geehrter Herr Dr. Mallmann, vor zwei Wochen ist mein Baby geboren worden. Nach der Entbindung wurde ich im Krankenhaus darauf aufmerksam gemacht, dass ich unbedingt ein Jodid-Präparat einnehmen solle, was mich sehr irritiert hat. Der Grund für meine Irritation war, dass bei mir in meiner Jugend eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert wurde, die seit Langem mit Levothyroxin 75 Mikrogramm gut eingestellt ist. Bei der gynäkologischen und der hausärztlichen Beratung hinsichtlich der Schwangerschaft wurde stets nur auf die Einnahme von Folsäure hingewiesen, nicht aber darauf, dass ich zusätzlich Jod einnehme solle. Daher habe ich die gesamte Schwangerschaft über nur Folsäure und schließlich Femibion ohne Jod eingenommen. Zu allem Unglück ernähre ich mich auch noch vorwiegend vegetarisch, habe demnach fast keinen Fisch gegessen und fast ausschließlich Bio-Milchprodukte, deren Jodgehalt ja weitaus geringer sein soll als der in Nicht-Bioprodukten. Aufgrund der Schilddrüsenunterfunktion nehme ich auch kein jodiertes Speisesalz zu mir (auch nicht in gekauften Backwaren o.ä.). Während der Schwangerschaft wurde mein TSH-Wert zweimal kontrolliert, und lag in der Frühschwangerschaft bei 1.15 und in der 20. SSW bei 1.34. Ich habe jedoch inzwischen viel hinsichtlich der Wichtigkeit von Jod während der Schwangerschaft recherchiert und mache mir nun riesige Sorgen, dass mein Kind in der Schwangerschaft durchweg mit Jod unterversorgt war und ich ihm somit hinsichtlich seiner Gehirnentwicklung sehr geschadet habe. Daher wollte ich Sie fragen, wie Sie die Gefährdung für mein Kind einschätzen würden. Hätte sich eine Jod-Unterversorgung des Fötus in meinen TSH-Werten widergespiegelt, oder ist die Jodversorgung des Fötus völlig unabhängig von den Schilddrüsenhormonen der Mutter? Und kann ich jetzt noch etwas "retten", indem ich nun während der Stillphase zusätzliches Jod einnehme? Oder sollte ich mit dem Baby beim Kinderarzt vorstellig werden und es hinsichtlich seiner Schilddrüsenfunktion untersuchen lassen? Vielen Dank für Ihre Mühe und freundliche Grüße!


Dr. med. Helmut Mallmann

Dr. med. Helmut Mallmann

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Wichtig ist, dass Sie gut mit Schilddrüsenhormon eingestellt waren. Ein Jodmangel, der ja nicht auf jeden Fall gegeben ist, !!! kann !!! sich negativ auf psychomotorische und kognitive Entwicklung des Kindes auswirken. Vor ein paar Jahren haben wir uns nicht um Jod in der Schwangerschaft gekümmert und mir ist kein Fall bekannt, wo es zu nachhaltigen kognitiven oder psychomotorischen Entwicklungsstörungen gekommen ist, die mit Jodmangel begründet wurden. Wie auch immer, besser wäre es gewesen, wenn Sie Jod eingenommen hätten. Besprechen Sie es einmal mit dem Kinderarzt. Gruß Dr. Mallmann


Mamamaike

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Hallo, vielleicht kann ich Dich ein bisschen beruhigen. Ich habe auch wegen der Schilddrüse auf ärztliche Anordnung kein Extra-Jod in der SS zu mir genommen (ich esse aber "normal" plus Fleisch und Fisch) und habe auch in der Stillzeit kein Kind zu mir genommen. Mein Sohn ist vollkommen gesund zur Welt gekommen und auch weiterhin ein gesundes, normal entwickeltes Kind. Viele Grüße


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