Frage: Nächte sanft verändern

Talli

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Hallo Frau Hoehl,  Unser Sohn wird Ende des Monats 1 Jahr alt und schläft seit seiner Geburt sehr schlecht. Wir haben schon vieles versucht, tagsüber schläft er mittlerweile ohne Probleme mit einem Mini-Ritual (Geschichte lesen, dann Singen) im Bett neben mir ein. Abends klappt das mit einem größeren Ritual (Umziehen, Zähne putzen, Geschichte lesen, Singen) auch sehr gut. Ohne stillen im Beistellbett.  Nachts wird er allerdings i.d.R. alle 1-2h wach, er hat generell noch nie länger als drei Stunden am Stück geschlafen (also ist es auch keine Phase). Er lässt sich nur durch Stillen wieder zum schlafen bringen, obwohl ich vorher immer durch Handauflegen, Singen oder Schaukeln versuche ihn zu beruhigen. Manchmal schläft er dann für 1-2min ein, wird aber direkt wieder wach und schreit sich dann in Rage, bis ich ihn stille. Ich vermute, dass er hier die Schlafassoziation gebildet hat und nur so nachts wieder einschläft.  Können Sie mir eine Rat geben, wie ich das sanft ausschleichen können? So langsam komme ich wirklich an meine Grenzen was den Schlafmangel betrifft.  Liebe Grüße und vielen Dank, Natalie


M. Hoehl

M. Hoehl

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Guten Tag, wenn Ihr Kind sowohl am Tage als auch am Abend ohne Einschlafstillen schlafen kann, dann handelt es sich bei der Weiterschlafhilfe nicht zwingend um eine Schlafassoziation. Daher müsste man gut schauen, was die Ursache ist und wie viel Weiterschlafhilfe Ihr Kind wirklich benötigt. - Beobachten Sie daher gut, ob Sie erkennen können, warum Ihr Kind wach wird (Positionswechsel, frisch in die Windel gemacht, ausgetrocknete Schleimhäute durch Mundatmung, Schnarchen, evtl. Aufstoßen/Reflux=> saurer Mundgeruch, zu viele Eindrücke am Tage, zu spätes Schlafenlegen am Abend, dadurch bereits übergangener Schlafdruck, ungünstiger Zeitpunkt für den Tagschlaf, z.B. zu früh oder zu spät...) und was er wirklich benötigt: - evtl. kann es helfen, wenn Sie mit Ihrem Mann die Bettseiten tauschen, dass die verführerisch duftende Brust nicht direkt vor der Nase ist - klare Signale, wann das Kind an der Brust willkommen ist, z.B. besonderes Stilltuch nutzen - vielleicht benötigt er Unterstützung beim Positionswechsel, oder bei der Selbstwahrnehmung im Bett - evtl. hilft es ihm ein wenig Wasser aus einer Flasche zu trinken (falls die Schleimhäute ausgetrocknet) sind - sollte ein Verdacht auf Reflux, verlegte Atemwege o.a. im Raum stehen, wäre eine ärztliche Abklärung vor Planung der nächsten Schritte sinnvoll Sie merken schon für eine passgenaue Beratung wäre es gut, stärker ins Detail zu gehen, was das Forum hier sprengt. Sie können eine online-Beratung auf meiner Website buchen, oder falls Sie in meiner Nähe wohnen auch eine Vor-Ort-Beratung, oder Sie schreiben mich auf info@kindergesundheit-trier.de an, damit ich Ihnen ggf. qualifizierte Schlafberater in Ihrer Nähe nennen kann. Es gibt viele "auf dem Markt" - achten Sie auf eine gute Grundqualifikation im medizinisch-pflegerischen oder pädagogischen Bereich. Mit freundlichen Grüßen, Mechthild Hoehl


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