Sozialpädagogin Sylvia Ubbens

Kindererziehung

Sylvia Ubbens, Dipl.-Sozialpädagogin

   

 

Wie gehe ich mit der Situation richtig um

Hallo,
meine Tochter spielt super gerne mit dem Nachbarjungen (beide 6 Jahre alt). Der Freund ärgert sie jedoch öfter und rangelt auch hin und wieder, was ja wohl normal sein dürfte. Er kennt seine Grenzen manchmal nicht und geht ohne Erlaubnis an unseren Kühlschrank und unsere Schränke...auch damit kann ich Leben. Jetzt hat er jedoch eine Grenze bei mir überschritten und ich bin unsicher über den zukünftigen Umgang. Die Kinder haben sich gestritten, meine Tochter wollte, dass er geht. Er wollte nicht gehen und hat (als sie auf die Toilette ging) das große Brotmesser aus der Schublade geholt und ihr gedroht, dass er sie schneidet.. Meine Tochter hatte Angst und hat nach mir gerufen. Ich war jedoch im Garten und er hat ihr gesagt, dass ich nicht da bin. Er hat das Ganze zugegeben und gesagt, er hat es getan, weil er nicht gehen wollte und Sie ihn angeschrien hat. Mein Mann und ich haben ein Gespräch mit den Eltern geführt, die sehr vernünftig sind und wir haben zusammen überlegt was nun das Beste ist.. Die Unsicherheit ist jedoch bei mir geblieben und die Frage wie der nächste Streit enden könnte. Kann das einmalig gewesen sein und wie kommt man in dem Alter drauf in einer fremden Küche nach einem großen Messer zu suchen?
Viele Grüsse

von cmiezie am 14.05.2019, 11:42 Uhr

 

Antwort:

Wie gehe ich mit der Situation richtig um

Liebe cmieze,

leider kann ich Ihnen keinen abschließenden Rat geben. Eine Garantie wird Ihnen keiner geben können, dass so etwas nicht wieder passiert, auch, wenn es erst einmal unwahrscheinlich erscheint.
Erst einmal haben Sie das getan, was Sie tun konnten. Die Eltern des Jungen werden ausführlich mit ihrem Sohn darüber gesprochen haben. Dies wird ihn aufgerüttelt haben.

Sensibilisieren Sie Ihre Tochter und besprechen mit ihr, was sie tun soll, wenn sie noch einmal mit einem Messer bedroht wird. Ggf. ist ein Selbstverteidigungskurs für Ihre Tochter sinnvoll, um an Sicherheit zu gewinnen, wie sie mit bedrohlichen Situationen umgehen kann.

Vielleicht lassen Sie die Kinder in naher Zukunft erst einmal nur unter Aufsicht miteinander spielen. Beobachten Sie, wie die Beiden miteinander umgehen und ob Sie ein gutes Gefühl dabei haben.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 14.05.2019

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