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Sozialpädagogin Sylvia Ubbens

Kindererziehung

Sylvia Ubbens, Dipl.-Sozialpädagogin

   

 

Was kann ich tun um die situation zu entspannen?

Hallo, ich brauche einen Rat damit meine kinder keinen seelischen schaden erleiden. Mein sohn 3,5jahre ist sehr sensibel und hat leider schon viel durchleben müssen,er ist ein absolutes mamakind und wir waren/sind ein absolutes team. Seine schwester 1,5 jahre hat sich auch zum mamakind entwickelt, beide ringen um die mama. Zur zeit hat sie eine angina und bekommt natürlich die absolute aufmerksamkeit und darf auch noch bei mama und papa im bett schlafen. Mein sohn frisst es in sich hinein und man sieht es verletzt ihn ,er will auch nicht mehr zur kita da ich dann mit meiner tochter alleine bin. Er gibt dann vor krank zu sein. Zudem kommt noch das meine tochter ihn haut oder beißt wenn ihr was nicht passt und er wehrt sich wenn überhaupt nur dann wenn es keiner sieht/ schubsen. Was kann ich tun um die situation zu entspannen?
Danke schonmal.

von tigger2606 am 05.02.2019, 13:39 Uhr

 

Antwort:

Was kann ich tun um die situation zu entspannen?

Liebe tigger2606,

zum einen kann ich mich der Antwort meiner Vorrednerin anschließen und werde die Worte hier nicht wiederholen.

Zudem ist wichtig, Ihrem Sohn zu zeigen, dass das Verhalten Ihrer Tochter nicht immer in Ordnung ist und dass diese dafür auch eine Konsequenz erfährt. Genauso ist es natürlich auch wichtig, dass Ihre Tochter erlebt, dass das Beißen und Hauen nicht in Ordnung ist.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 06.02.2019

Antwort:

Was kann ich tun um die situation zu entspannen?

Was heißt denn "schon viel durchleben müssen"? Das wäre evt. eine wichtige Info, um sein Verhalten besser einschätzen zu können.
Aber davon ab: diese Geschwisterrivalität ist ja nun nichts ungewöhnliches. Da müsst ihr eurer Tochter klare Grenzen setzen - auch, um eurem Sohn zu zeigen, dass ihr ihn unterstützt und sozusagen "beschützt" gegen die Attacken der kleinen Schwester und diese eben nicht alles darf, weil sie noch kleiner ist.
Du schreibst, die Kleine bekommt nun die "absolute Aufmerksamkeit". Natürlich kümmert man sich um ein krankes Kind mehr als um das Gesunde - aber er ist eben auch noch klein und benötigt trotz allen Kümmerns um die Schwester eure Aufmerksamkeit. Kann der Papa sich evt. ein bisschen mehr kümmern? Mit ihm ganz exklusiv Zeit verbringen? Vielleicht kann ja auch einer von euch mit der kleinen Schwester schlafen und der andere mit ihm? Es ist ziemlich normal, dass er als auch noch Kleiner gerne die gleichen Privilegien wie seine Schwester haben möchte und dementsprechend vorgibt, auch krank zu sein.
Ich würde generell dazu raten - wenn möglich - den Papa mehr einzubinden, so dass nicht beide Kinder nur um dich buhlen müssen.
Alles ihn allem finde ich aber nicht so allzu Dramatisches in dem was du schilderst. Einen seelischen Schaden wird sicher keiner davon tragen. Es sind Geschwister - die konkurrieren eben auch miteinander und da muss man als Eltern schauen, dass die Balance an Aufmerksamkeit sich nicht zu stark in Richtung des jüngeren Kindes verschiebt.
Aber wie schon gefragt: evt. gibt es einen besonderen Hintergrund in dem "viel durchgemachten"

von cube am 05.02.2019

Antwort:

Was kann ich tun um die situation zu entspannen?

An CUBE,Viel durchgemacht heißt, krankenhausaufenthalt für ihn und beinahe verlust der mama durch die geburt der schwester,er hat miterlebt wie ich im blut lag, notarzt+ team sich um mich kümmern und ich mit der feuerwehrleiter runter in den notarztwagen kam, dazu langer krankenhausaufenthalt mit vielen sorgen. Das hat er nie vergessen obwohl er grade 2 jahre war. Alleine will er nichts machen, er sagt 'emi' soll mitkommen. Das mit dem schlafen aufteilen ist eine gute idee. Ich backe,bastle,kuschel etc. Viel mit ihm, aber leider selten ohne geschrei meiner tochter, sie will halt alles was der bruder macht auch mitmachen, was sie dann natürlich auch tut.

von tigger2606 am 05.02.2019

Antwort:

Was kann ich tun um die situation zu entspannen?

Ah ok - ja , das kann dann schon sein, dass er dadurch erst recht sehr an dir hängt. Angst hat, dir könnte etwas passieren. Aber auch da ist es so, dass Kinder zwar viel mehr mitbekommen, als wir so meinen - aber gleichzeitig auch sehr viel stärker sind, als wir oft denken.
Ich würde bei meinem vorher geschriebene als Tipp bleiben - also das Schlafen evt. aufteilen, so lange die Kleine noch krank ist und in meinen Augen ganz wichtig: den Papa - wenn es geht - etwas mehr einbeziehen. Also entweder er mit dem "Großen" etwas exklusiv machen und auch umgekehrt - Papa nimmt die Schwester und du machst ganz exklusiv etwas mit ihm, ohne das die kleine Schwester "dazwischen funkt".
Aber Frau Ubbens wird dir sicher auch noch antworten und hat auch noch den ein oder anderen Tipp auf Lager.

von cube am 05.02.2019

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