Baby liegt auf dem Bauch auf weißem Handtuch

© fotolia, Adam Borkowski


Babys Entwicklung
im 1. Lebensjahr
mit 1 bis 3 Monaten


Wachstum

Ihr Baby wächst und gedeiht

Ihr Kind ist nun ein bis drei Monate alt. Sicherlich werden Sie in diesen Wochen manches Mal staunend vor Ihrem Baby stehen: Es ist schier unglaublich, wie rasend schnell Ihr Kleines wächst!

Nachdem Ihr Baby direkt nach der Geburt erst einmal etwas Gewicht verloren hat, legt es seither umso mehr zu: im Schnitt um die 150 Gramm pro Woche. Bei jedem Vorsorgetermin wird der Arzt das Gewicht Ihres Kindes kontrollieren. Dabei wird er auch darauf achten, in welchem Verhältnis Längenwachstum und Gewichtszunahme stehen.

Außerdem ist es wichtig, wie sich die Gewichtskurve entwickelt: Leichte Veränderungen sind ganz normal; ein unerwartet starker Anstieg oder ein zu rascher Knick können jedoch besondere Aufmerksamkeit erfordern. Nimmt ein Baby plötzlich stark ab, kann es beispielsweise sein, dass sein Darm bestimmte Nährstoffe nicht aufnimmt. Ein zu starkes Plus auf der Waage kann unter anderem bedeuten, dass Sie es mit der Dosierung der Fläschchennahrung zu gut gemeint haben.

Wie schwer und wie groß Ihr Kleines ist, wird bei jeder Vorsorgeuntersuchung hinten im gelben Vorsorgeheft in ein so genanntes Somatogramm eingetragen. So kann der Arzt immer auf einen Blick sehen, wie die Entwicklung Ihres Kindes in diesem Bereich verläuft. Außerdem erleichtert das Somatogramm die Kontrolle, ob ein Kind sich im Vergleich zu Gleichaltrigen unauffällig entwickelt:

Wenn Sie sich das Somatogramm anschauen, werden Sie sehen, dass drei aufsteigende Linien eingezeichnet sind. Die mittlere gibt an, wie groß und schwer Kinder im Durchschnitt in einem bestimmten Alter (s. Angaben am unteren Rand des Somatogramms) sind. Die beiden äußeren Linien markieren die Grenzwerte nach unten bzw. oben. Das heißt: Ihr Kind kann einiges schwerer oder leichter sein als seine Altersgenossen. So lange seine Maße innerhalb der beiden äußeren Grenzlinien liegen, ist das in aller Regel kein Grund zur Sorge.

Außerdem gibt es neben dem reinen Wachstum ja eine ganze Reihe anderer Meilensteine, die zeigen, dass sich ein Kind gut entwickelt. So kann etwa ein Baby, das vom Typ her leicht und eher klein ist, stämmigeren Altersgenossen z. B. in den Reaktionen durchaus voraus sein.

Übrigens: Für Frühgeborene gelten eigene Regeln. Bitte erwarten Sie nicht, dass sich Ihr Kind ebenso entwickelt wie ein Baby, das die vollen 40 Wochen im Bauch seiner Mutter verbracht hat. Geben Sie Ihrem Kleinen etwas mehr Zeit, schließlich muss es erst noch ein paar Pfund aufholen.

Körpertemperatur

Ihr Kind kann seine Körpertemperatur immer noch nicht perfekt steuern. Die entsprechenden Regionen seines Gehirns sind nicht ausgereift. Es wird ihm leichter zu kalt oder zu warm als Ihnen. Ziehen Sie Ihr Baby daher am besten im Zwiebellook an. Das heißt, es kommen mehrere (dünne) Schichten übereinander, damit Sie ihm je nach Bedarf schnell ein Kleidungsstück aus- oder anziehen können. Das ist besonders unterwegs praktisch, etwa beim Einkaufen oder im Bus. Selbst bläulich aussehende Hände und Füße sind bei so jungen Kindern übrigens ein unzuverlässiger Temperaturanzeiger. Denn die Durchblutung der äußeren Extremitäten klappt noch nicht so ganz perfekt. Wollen Sie wissen, ob Ihr Kleines angenehm warm hat, prüfen Sie das am besten in seinem Nacken: Stecken Sie einfach Ihren Zeigefinger unter seine Kleidung. Dort sollte sich die Haut angenehm warm und trocken anfühlen.

Wann brauchen wir ärztlichen Rat?

Im ersten Vierteljahr steht die Vorsorgeuntersuchung U3 auf dem Programm. Spätestens dann wird der Kinderarzt aufmerksam werden, falls Ihr Kleines nicht genug zugelegt hat. Dennoch sollten Sie sich unbedingt auch schon vorher bzw. jederzeit an Ihren Arzt wenden, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind nicht oder nicht mehr zunimmt. Denn in seltenen Fällen kann dahinter auch etwas Ernstes stecken, etwa eine Infektion oder ein Stoffwechselproblem. Und wenn alles in Ordnung ist, wird es Sie sehr beruhigen, das zu wissen.

Was der Arzt vielleicht von Ihnen wissen will:

  • Wie viele Mahlzeiten bekommt Ihr Baby täglich?
  • Wie viel isst Ihr Kleines bei jeder Mahlzeit (bei Stillkindern ist das nur durch Wiegen vor und nach dem Stillen messbar)
  • Falls Sie stillen: Wie lange trinkt Ihr Baby an der Brust?
  • Wie oft hat Ihr Kind Stuhlgang und wie sieht der Windelinhalt aus?
  • Wie viele nasse Windeln produziert Ihr Kleines in 24 Stunden?

Sollte sich herausstellen, dass Ihr Baby andere oder mehr Nahrung braucht, wird Ihr Arzt Ihnen detaillierten Rat geben. Sollten Sie Hilfe beim Stillen benötigen, wenden Sie sich am besten an eine Hebamme oder Stillberaterin.

Gute Tipps bekommen Sie auch bei Biggi Welter, der Stillberaterin von Rund-ums-Baby.

Zuletzt überarbeitet: April 2019

1 - 3 Monate
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