Blume150
Hallo zusammen Ich mache mir etwas Gedanken über die weiterführende Schule. Wir wohnen in NRW. Die Empfehlung der Lehrer ist nicht bindend. Aber für mich nicht unwichtig. Unsere Tochter war und ist eine Einser Kandidatin. Da gab es nie irgendwelche Bedenken. War klar Gymnasium. Nun bei unseren Sohn ist das anders. Er ist in der dritten Klasse . Im ersten Zeugnis hatte er in jedem Fach eine zwei. Jetzt im zweiten Halbjahr denke ich, dass er überall wieder 2 hat außer in Mathe. Da steht er zwischen 2 und 3. Mündlich weiss ich nicht . Da die Lehrerin kaum kommuniziert und uns zum Elterngespräch nicht eingeladen hat.weil keine Probleme. Alle Mathe Themen versteht er prima nur bei Klassenarbeiten passieren dann viele dumme Fehler , wo er es besser weiss ,aber eben in dem Moment nicht abliefert. So jetzt überlege ich auf welche Schule er denn nun geht. Vom Gefühl her würde ich sagen Gymnasium, weil er wirklich schnell lernt und gerne. Aber es gibt ein Aber. Er ist hektisch und in der Hektik passieren Fehler. Er denkt ach das weiss ich und dann Zack Zack . Und er macht nicht unbedingt mehr als er muss. Also nicht gerade ordentlich und chaotisch. Er lernt aber eigentlich immer selbständig. Macht selber Hausaufgaben und macht kaum Fehler . Wenn wir für Mathe üben, kann er auch alles , aber bei den Klassenarbeiten hat er eine 2,3,3 geschrieben. Ist Gymnasium dann überhaupt empfehlenswert? Leider hat die Gesamtschule bei uns nicht den besten Ruf. Aber auf Biegen und Brechen aufs Gymnasium will ich ihn auch nicht schicken. Wie sind eure Erfahrungen? Ich bin durch unsere Tochter total durcheinander. Weil ich dann ein Vergleich habe, was aber vielleicht absurd ist weil sie eben nur Einser hat. Sie sagt auch bei ihr in der Klasse sind viele Kinder , die eben 3-4 stehen und locker weitermachen. Also ich versteh schon dass auf dem Gymnasium nicht nur Einser Kandidaten sind. Aber wenn man schon in der Grundschule eine drei hat, dann ist das vielleicht nicht empfehlenswert aufs Gymnasium zu gehen??????? Und was sagen eure Lehrer? Bei uns ist das mit der Lehrerin schwierig. Sie wird sicherlich eine Empfehlung aussprechen. Aber bisher war die Kommunikation sehr gering. Weil sie uns immer wieder sagt. Sie hat kein Bedarf mit uns zu sprechen und als ich einmal kam, fragte sie mich was ich denn möchte, sie wollte mich doch nicht sehen. Daher ist das Vertrauensverhältnis nicht so tolle :)
Kommt die schulempfelung nicht erst mit dem halbjahreszeugnis der 4. Klasse? Ich glaube ich würde trotzdem eher zum Gymnasium tendieren
Schon die 4. Klasse ist viel zu früh für eine verlässliche Empfehlung und du willst es noch ein Jahr früher haben? Warte noch ein halbes Jahr, bitte dann um eine Sprechstunde (wenn es die da nicht eh gibt) und höre dir an, was die Lehreein sagt. In dem Alter passiert so viel bei den Kindern... zudem seid ihr ja eh nicht an die Empfehlung gebunden... Zum Thema: Für Bayern (!) kann ich sagen, dass Mathe am Gymnasium erst in der 6. so richtig anzieht, d.h. Defizite aus der Grundschule können da noch wettgemacht werden.
Die Gesamtschulen hier (auch NRW) haben ein ziemlich niedriges Niveau. Die kann man nicht einmal einem Kind empfehlen, das eine wacklige Gymnasialempfehlung hat (früher wäre das wohl eine eingeschränkte Empfehlung gewesen). An Eurer Stelle würde ich das Gymnasium versuchen. Welches Kind ist denn schon perfekt? Euer Sohn ist zu hektisch, andere sind zu langsam, wieder andere sind nur manchmal motiviert, schnell abgelenkt, zu ruhig, was weiß ich was. Unser Sohn (9. Klasse) war früher ein Meister der Schusselfehler. Trotzdem war und ist er auf dem Gymnasium richtig. Euer Sohn ist motiviert, begreift schnell, ist selbstständig, lernt freiwillig und gerne. Das sind doch super Voraussetzungen. Diese Einser-Überflieger, wie Eure (und unsere) Tochter sind auch auf dem Gymnasium an der Spitze der Klassen und keine Durchschnittsschüler.
Hä, also das halte ich echt für Blödsinn! Ich habe gehört das Gesamtschulen heutzutage lieber Kinder mit Gymnasialempfehlung aufnehmen würden und es schwierig sei überhaupt einen Platz dort zu bekommen weil es zu viele Anmeldungen dafür gibt. Passt ja wohl eher nicht zu deiner Therorie....
Das ist wohl von Schule zu Schule und von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich. Ich kann dir nur sagen, dass es hier eine Gesamtschule gibt auf die ich mein Kind AUF KEINEN FALL schicken würde. Dann lieber zur Realschule (die es gsd noch gibt). Und gerade wegen dieser Gesamtschule melden Eltern hier ihre Kinder immer zum Gymnasium an in der Hoffung dass es klappt, damit die Kinder nicht die Gesamtschule besuchen müssen... Selbst die Lehrer dieser Schule schicken ihre Kinder nicht da hin. Auf der Gesamtschule bekommt man immer einen Platz... Kinder die das Gymnasium verlassen müssen, wechseln dann fast alle auch zur Realschule nicht an die Gesamtschule, obwohl die noch Plätze hätte...
Es ist noch ein Jahr Zeit bis zu einer Entscheidung. Kinder entwickeln sich bis dahin. Ich kann das Gymnasium in eurem BL nicht beurteilen. Hier in BaWü würde der Notenschnitt reichen, auch mit einer 3 in Mathe. Eventuell seid ihr durch die Tochter etwas übersensibel. Nein, man muss nicht nur 1er schreiben und bekommt auch einen guten Job/Ausbildung/Studiumsplatz ohne einen 1er-Schnitt nach Klasse 12. Ich persönlich tendiere immer von oben nach unten. Es fällt sich nämlich viel schwerer von unten nach oben. Ab einem gewissen Alter ist man eh raus. Da kommen die Noten wie sie kommen. Nach 2 Kindern am Gymnasium (die Jüngste macht (hoffentlich) nächstes Jahr Abitur) sehe ich Schule tatsächlich eher entspannt was Noten angeht. Es ergibt sich immer auch ein WegB.
Hallo, wir stehen vor der ähnlichen Frage. Doch, in NRW darf man sich da Ende der dritten Klasse leider schon verstärkt Gedanken drum machen... Nachdem unser Sohn in den beiden ersten Jahren auffällig langsam war, hat er sich total gut gemacht und schafft sein Pensum nun meistens. Jetzt, am Schuljahresende und nach den vielen Feiertagen ist die Luft raus, aber bis weit ins zweite Halbjahr hinein lief es wirklich gut. Er steht auch zwei überall. In Mathe und Sachkunde ist es eine gute zwei, in Deutsch eine schwächere wegen der Rechtschreibung, die noch nicht so prickelnd ist. Da arbeiten wir noch etwas dran. Er liest zum Glück sehr gut, denkt nur beim Schreiben noch zu wenig nach. Mein Kind macht grundsätzlich keinen Strich mehr als nötig und hat sich jetzt für die letzte Mathearbeit auch überhaupt nicht mehr motivieren können zu lernen. Am Ende habe ich ihn in Ruhe gelassen. Die Zeugnisnote stand eh fest. In der Arbeit ist es trotzdem eine zwei geworden, wegen drei, vier Schusselfehlern. Er hat 3,5 Punkte weniger als sein Freund, der sich völlig kirre macht vor jeder Arbeit und bei einer fast zwei weint, und er ist gleich gut wie der andere Freund, der wirklich getrieben wurde daheim, damit es vielleicht noch eine zwei wird auf dem Zeugnis. Soll ich da jetzt meckern? Hat er bei der nicht vorhandenen Vorbereitung doch gut gemacht! Fast hätte ich ihm eine schlechtere Note gewünscht, damit er so ganz vielleicht mal etwas tut nächstens... Ich tue mich mit seiner Arbeitshaltung tatsächlich sehr schwer, aber lernfaul wird er unabhängig von der Schulform ja überall sein, bis es vielleicht irgendwann Klick macht. Da er den Stoff jedoch offensichtlich gut begreift und auch umsetzen kann, sein Sozialverhalten gut ist und er ordentlich am Unterricht teilnimmt, nehme ich an, wir probieren es mit dem Gymnasium, sofern er sich nach den Sommerferien wieder besser motivieren kann. Die Realschule soll gut sein hier, ist aber nur zweizügig. Da würde ich ihm - als Schule - mit der zu erwartenden Gymnasialempfehlung keinen Platz geben. Dann hätten wir nur noch die Gesamtschule und deren Ruf ist wirklich nicht toll.Bei uns gehen die Kinder mit Gymnasialempfehlung nämlich wirklich aufs Gymnasium und bekommen auch einen Platz.Da ist kaum jemand auf der Gesamtschule mit Gymnasialempfehlung, was sich dann natürlich aufs Niveau auswirkt. Daher wird es - Stand jetzt - eines der beiden Gymnasien vor Ort werden, in Abhängigkeit davon, was die Freunde machen. Der Name der Schule ist mir egal, die tun sich nicht viel. Entfernung ist auch ähnlich, beides fußläufig maximal ein Kilometer. Es wäre uns nur wichtig, dass ein Freund mitgeht. Er musste alleine in der Grundschule starten und der Weg dahin war ein Drama. Klar, er hat sich dann schnell angefreundet, aber die Zeit vorher war hart für ihn und uns. Ich würde ihm wünschen, dieses Mal wenigstens einen guten Kumpel dabeizuhaben, wenn der Wechsel ansteht, auf den er momentan überhaupt keine Lust hat. Grundschule und die nette Klasse und Klassenlehrern forever am liebsten ... Grundsätzlich denke ich, ein Zweierschüler kann doch auch aufs Gymnasium, warum nicht. Es sind doch nicht nur Einserkandidaten da. Sie entwickeln sich (und ihr Arbeitsverhalten) doch hoffentlich wirklich noch weiter! Bei uns hat sich zwischen Klasse 2 und 3 so dermaßen viel getan, ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben ;-). Und bei Euch passt doch sogar das Lernverhalten schon. Mathe zwischen zwei und drei ist doch dann kein Hinderungsgrund, würde ich sagen. Da soll in der fünften Klasse viel wiederholt werden und Mathe braucht er nur für Mathe. Da nervt mich unsere Rechtschreibung eher, die kommt halt überall vor....
Ich wundere mich immer wieder über die Gedanken, die sich so viele hier darüber machen, ob ihr Kind aufs Gymnasium gehört oder nicht. Ich vermute, dass viele dieser Mütter selbst nicht auf dem Gymnasium waren und sich vielleicht deshalb so viele Gedanken darüber machen. Das unterstreichen ja auch aktuelle Schulstudien, die u.a. besagen, dass Kinder aus Nicht-Akademikerfamilien viel seltender aufs Gymnasium gehen als Akademikerkinder trotz gleicher Noten. Seit wann muss man denn lauter 1en haben, um aufs Gymnasium gehen zu können? Die Kinder entwickeln sich doch noch, viele sind in dem Alter noch total verspielt, klar machen da viele freiwillig noch nicht mehr, als sie müssen. Muss man an der Gesamtschule/Realschule denn nicht lernen, keine Hausaufgaben machen, keine Tests schreiben? Und nach unten wechseln können die Kinder doch notfalls immer noch, ist nur wesentlich einfacher als nach oben zu wechseln. Klar, wenn ein Kind leistungsmäßig auf glatter 3 oder schlechter steht, dann passt es weniger mit dem Gymnasium. Aber bis 2,5 Durchschnitt würde ich mir da gar keine Gedanken machen, insbesondere wenn das Kind selbst auf das Gymnasium möchte. Ich meine, das Gymnasium ist doch kein Elite-Club oder Harvard! Liebe Grüße Dezemberbaby
Deine Theorie stimmt hier nicht. Ich habe Abi und studiert, mein Mann Abi und Handwerkerausbildung. Deshalb muss mein Sohn trotzdem nicht aufs Gymasium, wenn er so null Eigenmotivation hat, etwas zu lernen, das ihm nicht grade so zufliegt. Wir könnten ihn in vielen Fächern noch lange unterstützen, aber will ich das, wo er das in der Regel schlecht annimmt? Wir brauchen so viele Abiturienten nicht. Ich sehe ihn eher in Richtung seines Papas und Handwerker werden sehr gefragt sein! Er wird alle Optionen offen haben mit der zu erwartenden Empfehlung, wir werden alle Schulen anschauen im Herbst und dann schauen, wo er sich wohl fühlen könnte. Eigentlich sehr komfortabel!
Ich bin kein Verfechter "um jeden Preis aufs Gym". Was möchte er denn?
Warte doch erstmal ab, wie das erste Halbjahr im nächsten Schuljahr läuft. Wenn du aber meinst, dein Sohn müsste sich in Mathe etwas verbessern, dann schick ihn doch zur Nachhilfe. Vielleicht braucht er einfach eine Dritte Person die ihm alles nochmal anders erklärt... Ansonsten (aus Erfahrung mit 2 Kindern am Gymnasium in NRW) würde ich auf jeden Fall erstmal das Gymnasium wählen... Mit einer 3 in Mathe und ansonsten guten Noten passt das bestimmt. Vor allem weil es jetzt ja auch wieder G9 ist, die Kinder also auch Zeit haben. Gerade Jungs entwickeln sich erst später als Mädchen und brauchen noch 1-2 Jahre länger (eben die Orientierungsstufe).. Und zumindest an unserem Gymnasium ist es so, dass gerade für die Kleinen viel Förderunterricht angeboten wird, da alle zu kämpfen haben wegen des ausgefallenen Unterrichts in der Corona-Zeit.. Was sagt denn dein Sohn? Wo sieht er sich?