Patsy1980
Hallo, ich bin neu hier und wusste nicht so recht in welches Forum ich diesen Text stellen soll. Ich fühle mich bei diesem Thema so einsam und unverstanden, deshalb suche ich hier Zuspruch. Angefangen hat es vor 1 Woche. Meine 9 jährige Tochter (in einem Monat 10) hat sich den ganzen Sonntag mit Freundinnen getroffen und ist nur zum Essen nach Hause gekommen, zu Beginn fand ich es nicht schlimm, habe es ihr ja auch erlaubt, aber als ich dann am Nachmittag alleine auf der Couch saß, bekam ich den "Zusammenbruch", ich wusste plötzlich nicht mehr was ich mit mir anfangen soll. Mein Mann hat im Schlafzimmer ferngesehen und ich im Wohnzimmer. Ich habe mich plötzlich so einsam gefühlt. Seit diesem Tag weine ich täglich, weil ich das Gefühl habe allein zu sein. Noch kuschelt meine Tochter gerne mit mir und verbringt auch die meiste Zeit mit mir, aber ich kann nur mehr daran denken, dass es bald nicht mehr so sein wird und das stimmt mich so traurig, dass ich seit einer Woche jeden Tag weine. Mein Mann versteht mich überhaupt nicht, für ihn ist das kein Problem, wenn das Kind flügge wird. Ich zerbreche förmlich daran. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern wie es vor meiner Tochter in unserer Beziehung war. Der Alltag war schon immer da, am Wochenende sind wir dann meistens zu der Familie aufs Land gefahren. Zu Weihnachten hat meine Tochter ihr erstes Handy geschenkt bekommen, seitdem schaut sie natürlich täglich darauf. Es hat mir bis jetzt nichts ausgemacht, bis vor einer Woche. Als hätte sich ein Schalter umgelegt. Hatte jemand ein ähnliches Empfinden wie ich? Ist es normal, dass ich schon jetzt solche Panik/Trauer in mir habe, obwohl meine Tochter erst 10 ist? Ich mag dieses Verlustgefühl nicht mehr spüren, vor einer Woche war alles noch in Ordnung. Es zerfrisst mich förmlich. Meine Freundinnen haben jüngere Kinder bzw. noch Geschwesterkinder, somit können sie meinen Schmerz nicht nachvollziehen. Ich freue mich über Tipps und Zuspruch. LG Patricia
Liebe Patricia , ich kann dich verstehen. Meine Kinder sind zwar schon erwachsen ( 22 und 20). Beide sind noch daheim . Sonntag war bei uns Familientag. Da machten wir immer was zusammen. Bestimmt bis sie ca 15 waren. Ihnen gefiel das auch .Freunde fanden unter der Woche oder Samstag statt. Ich genieße die Zeit so , wenn wir zusammen am Tisch sitzen oder gemeinsam Filmabende machen. Aber es wird halt seltener. Ich empfinde Wehmut , wenn ich daran denke , dass sie irgendwann bald ausziehen. Aber so ist der Lauf des Lebens. Ihr müsst wieder mehr als Paar unternehmen , wenn sie nicht da ist. Wir gingen Eis essen , machten Tagesausflüge und seit ein paar Jahren fahren wir für ein paar Tagen weg. Sohn 2 ist im Sommerurlaub immer noch dabei , wenn nichts anderes geplant war. Mach das was dir gut tut , für dich allein. Besuche Kurse oder vielleicht gibts ein neues Hobby. Deine Tochter ist noch klein. Sie braucht dich schon noch . Fang einfach langsam an an dich , und als Paar an euch zu denken. Liebe Grüße
Vielen Dank für deine aufmunternden Worte. Ich weiß, ein bisschen darf ich noch mitspielen :-), bevor ich auf die Ersatzbank komme. Ich wünschte halt, dass dieses Gefühl des "nicht mehr gebrauchtwerdens" jetzt noch nicht eingesetzt hätte. Vor 2 Wochen habe ich noch keinen Gedanken daran verschwendet, deswegen wirft es mich umso mehr aus den Socken. Momentan ist unsere Beziehung halt ziemlich in der Sackgasse, ich hoffe wir schaffen es da wieder hinaus. Liebe Grüße
Ich finde es wichtig für sowohl Partnerschaft als auch Kinder, daß die Mutter (bzw alle) auch ihre eigenen Interessen pflegen und dadurch mit neuen inputs zur Gemeinsamkeit beitragen. Es ist nachvollziehbar, daß das bei kleinen kindern schwer geht, aber jetzt ist Deine Tochter älter und verständiger. Sie braucht Dich noch, aber aber anders als vorher. Jetzt bist du nicht mehr die, die alles machen und zeigen muß, Du bist eher ein guide, ein Coach, um diese neudeutschen Wörter zu verwenden. Auch ein sparringpartner, an de: sie immer mehr ihre eigene Meinung und Handlungsweise erprobt. Versuch, alte Hobbys neu zu beleben oder neue zu finden, schließ neue Bekanntschaften oder gar Freundschaften und komm in Kontakt mit alten Freundinnen. Gönn Dir selbst wieder mehr, DU und nicht nur Mutter zu sein, das belebt die ehe, macht Dich zufrieden und damit ist letztendlich auch Deinem Kind gedient. Ein Kind , das der einzige Lebensinhalt der Mutter ist, trägt eine schwere Bürde. Du hast erkannt, daß loslassen jetzt immer mehr zur elterlichen Aufgabe wird. Es wird Dir leichter fallen, wenn Du mehr um die Ohren hast und der Fokus aufs Kind verschwindet. Loslassen heißt letztendlich, seiner Erziehung zu vertrauen und mehr noch: seinem kind etwas zuzutrauen. Und das spielt sich besser ein, wenn man als Mutter sein eigenes Leben hat. Meine Tochter hat mich sogar zum Chor geschickt, wenn ich selber glaubte, ich hätte keine Kraft , Lust oder Zeit dafür . Sie merkte, das tat mir gut. Und wie eine ältere kluge Freundin mir mal sagte, merkte me8n Kind auch: alles, was eine Mutter für sich (nicht) tut, tut auch der Familie (nicht) gut. Such dir einen Lebensinhalt, such dir neue Freude…das hilft Euch beiden auf dem Weg, der jetzt so langsam einsetzt und DeinKind in sein eigenes Leben. Und du kannst dein Kind nicht besser motivieren , seinem eigenen Leben schöne Inhalte zu geben, als wenn Du mit gutem Beispiel vorangehst. AllesGute!
Vielen Dank für deine lieben Worte. Das witzige an dem Ganzen ist: ich habe eigentlich soooo viele Hobbies, nur habe ich zu nichts Lust, ich versinke quasi in meiner "Trauer" und spinne alles bis zum Ende so weiter. Stelle gerade mein ganzes Leben in Frage. Ich dachte nicht, dass mich dieses Gefühl so erwischt, dachte ich bekomme es vlt., wenn meine Tochter mal auszieht. Ich hoffe ich komme bald mal aus meinem Tiefer hinaus, sonst kann ich ja die ganze schönes Zeit nicht ehr genießen. Liebe Grüße
Zuallererst: Ich würde mich freuen, wenn mein geliebtes Kind an Autonomie gewinnt und selbst weiß, was ihm gut tut! Das ist etwas sehr schönes und wahrscheinlich nicht unwesentlich Dein Verdienst. Sei stolz auf Dein Mädchen, zeige ihr, dass Du Dich für sie freust. Denn Du siehst die ganze Sache sehr negativ für Dich, Deine Beziehung scheint nicht ganz intakt - und am Ende hast Du womöglich auch noch das doofe Gefühl, alt zu werden. Raff Dich jetzt auf, such Dir jetzt Hilfe. Für mich klingt das nicht gut und geht in Richtung depressive Verstimmung. Da kann man am Anfang gut und rasch gegensteuern, manchmal reicht eine Verhaltenstherapie plus Johanniskraut um da zügig wieder raus zu kommen! Eine Mutter hat mehr verdient als Sonntagsabende allein vor der Glotze zu hocken! Du hast einen Partner, Du hast Hobbies - aber Du hast keinen Antrieb. Das ist schade, aber nicht unlösbar. Und vor allem überhaupt nicht von den Aktivitäten Deiner Tochter abhängig. Ich wünsche Dir alles Gute!
Du hast vollkommen recht. Auslöser war, dass mein Kind schön langsam flügge wird und dann hat mein Gehirn das Ganze weitergesponnen, bis zum Schluss. Vorangig ist zwar noch, dass meine Kleine jetzt langsam groß wird, das stimmt mich gleichermaßen traurig wie glücklich (für sie). Johanniskraut habe ich mir heute gekauft und sofort eine genommen. Mit dem Psychologen warte ich noch 2-3 Wochen, aber ich denke da werde ich dann auch hingehen. Danke!
Mit einer Dpression ist nicht zu spaßen, genau darum hüte ich mich vor vorschnellen Zordnungen dieser Atr.
Sich Ende eines Winters mit vielen schlechten Nachrichten UND dem privaten Gefühl, es verändert sich etwas, traurig oder niedergedrückt zu fühlen, muß noch lange keine wirkliche Depression sein.
Du bist ja auf einem guten Weg der Selbsterkenntnis nd kennst im Prinzip auch die Gegenmaßnahmen.
Du hast die richtige Überschrift gewühlt. Loslassen ist ja für die meisten ein großes Problem - teils, weils ie zu sehr aufs Kind fokussietr haben, tzeils, weil ein großes Loch entsteht.
Du hast Hobbies, Dir fehlt nur der Antrieb - nun ja, wie gesagt ist das oft um diese jahreszeit so - manchmal muß man dann den inneren Schweinehund überwunden (oder das Kind selbst schickt mich zum Chor ), um dann wieder zu merken, wie gut einem nach dieser Selbstüberwinndung das Hobby tut.
Und Dus chreibst im letzten Satz auch noch ein Erkenntnis: Daß nämlich Schönes passieren wird und Du es genießen möchtest - genau!
Wenn wir erstmal in einer negativen Schleife gelandet sind, muß diese durchbrochen werden. Mit Fokus auf die positiven Dinge fängt es an: mehr Zeit für sich selbst, Kind kommt gut in vielen Bereichen auch ohne Mutters Schutz klar (also: ein Erziehungsziel erreicht), die Gespräche werden anders, die Unternehmungen auch - es gibt viel neues auch noch mit der Tochter zu entdecken.
Manchmal fällt es einem schwer, überhaupt noch etwas Gutes in einer Position oder sonstwo zu sehen, wenn man in so einer negativen Schleife ist.
Wenn wirklich keine dieser Selbsthilfetips und -tricks helfen, ist in Gespräch mit dem Psychologen sicherauch nicht verkehrt.
Es schadet ja nie,sich seiner Situation bwußt zu werden und zu merken, wo und wie man Hebel ansetzen kann.
Alles GUte nochmal - Ursel, DK
Das kenne ich. Bei mir war es, als meine Tochter 16 war. Vorher war ich über jeden Schritt froh, der sie selbständiger gemacht hat. Und dann mit einem Mal gab es eine Situation, in der ich über die Zukunft nachgedacht hatte - und es hat mich auch umgehauen. Da es vom Alter her passte und es auch andere ANzeichen gab, vermute ich, dass bei mir auch der Beginn der Wechseljahre eine Rolle spielte. Mir fiel es sehr schwer, mich zu irgendwas aufzuraffen. Wenn ich dann mal abgelenkt war, ging es, aber nach der Ablenkung war es wieder wie vorher. Selbst Sporttreiben fiel mir oft schwer, obwohl ich sonst eigentlich gar nicht ohne kann. Irgendwann wurde es besser. Das ist jetzt 6 Jahre her. Als meine Tochter eine Studentenbude hatte, fand ich es anfangs schon noch komisch, dass sie regelmäßig für ein paar Tage weg sein würde. Aber da es immer nur ein paar Tage waren, da sie am Wochenende ihre Freunde hier traf, und sie in vorlesungsfreien Zeiten hier vor Oert arbeiten musste, hatte ich mich recht schnell dran gewöhnt. Und als dann Corona kam und sie nur noch hier rumhing (und ich sie mit jedem Geräusch beim Arbeiten oder Studieren störte), war ich schon oft recht genervt... Sie wohnt noch bei uns, zieht aber bald aus. Wird komisch werden, aber ich denke nicht, dass ich wieder in ein Loch fallen werde. Es hat sich inzwischen alles entsprechend entwickelt.
Ich sag´s mal ganz hart: deine Tochter ist nicht dafür zuständig, dein Leben mit Sinn zu erfüllen. Aufgabe der Eltern ist es, sein Kind auf ein selbstständiges leben vorzubereiten und dabei Stück für Stück in den Hintergrund zu treten. Natürlich stimmt es einen wehmütig, wenn man merkt, dass man (zumindest phasenweise) doch recht früh schon eine "Nebenrolle" spielt und nicht mehr die Hauptrolle. Aber bei dir hört sich das schon arg an. Deine Tochter ist den ganzen Tag mit Freundinnen unterwegs - toll! Du aber weißt nicht, was du mit dir anfangen sollst. Du weinst seitdem täglich. Nein, das ist nicht normale Wehmut. Ich würde auch sagen, du solltest darüber mit einem Psychologen sprechen. Zumindest, wenn du dich nicht selbst aufraffen kannst, deinen Hobbies nachzugehen, dich mit Freundinnen zu treffen. Man kann nämlich die neu gewonnene Freiheit auch genießen :-) Bzgl. deines Mannes: wenn eure Tochter so sehr dein Lebensinhalt war bzw. ist, wird er vermutlich schon lange eine Nebenrolle in deinem Leben spielen. Hier könntest du auch etwas tun - verbringt wieder gemeinsam Zeit! Schaut zusammen eine Serie auf dem Sofa. Auf jeden Fall aber solltest du nicht nach Menschen suchen, die dir zustimmen darin, wie schlimm es sich anfühlt, wenn Kinder erwachsen werden. Euer Kind hat nämlich auch ein Recht auf Eltern, die sich darüber freuen, wenn sie Freundinnen haben, mit denen sie ihren Tag verbringen möchten. Und eben nicht das Gefühl haben sollten, dass Mama jetzt traurig ist deswegen. Kinder haben sehr feine Antennen für solche Dinge. Und nein, im stillen Kämmerlein weinen wird nicht dafür sorgen, dass deine Tochter deine Gefühlslage nicht bemerkt. Im schlimmsten Fall wirst du sie damit auf Dauer eher noch weiter von dir entfernen. Also raff dich entweder selber auf oder such dir Hilfe dafür.
Hallo, danke für deine Rückmeldung. Wie schon erwähnt, es freut mich ja auch, dass sie unterwegs ist un ihre Flügel ausstreckt. Dennoch kann ich nichts für meine Gefühle. Ich wollte mal wissen, ob es jemanden ähnlich geht. Dass es früher oder später an der Zeit ist, dass sie ganz geht, ist mir zwar bewusst, nur dachte ich nicht, dass mich der Gedanken daran schon mit einem Alter von 10 so überrennt. Fakt ist, dass ich mir Hilfe suchen werde, denn der eine kommt damit besser, der andere damit schlechter klar. Liebe Grüße an dich!
Finde ich. Wobei Du es erst seit einer Woche verspürst? Da solltest Du aufpassen, dass es Dich nicht auffrisst. Du hast ja noch ein paar Jahre bis dein Kind sich abnabelt. Du solltest weder Dich noch dein Kind dabei behindern. Im Zweifel also externe Hilfe suchen. Eventuell stecken da noch ganz andere Probleme dahinter. Rund hört sich das bei Dir alles nicht so an. Es ist durchaus normal Verlustängste zu haben, auch traurig zu sein. Aber deine Schilderung wäre da des Guten bereits zu viel. Bevor es Dich vereinnahmt solltest Du Dir Hilfe suchen. Du kannst das mit Dir wuppen und Dich endlich aufraffen oder Du gehst zu einem Experten. Alles Gute.
Danke für deine Antwort. Da hast du vollkommen recht. Es ist nicht normal jetzt schon so zu reagieren. Und ja es steckt auch anscheinend noch mehr dahinter. Der "Fall" meiner Tochter war anscheinend nur der Auslöser. Liebe Grüße
Das klingt nach einer beginnenden Depression. Ich würde das ernst nehmen. LG
Hallo, fühl Dich erstmal gedrückt. Klar ist das auch traurig, wenn man sich nicht mehr ganz so gebraucht fühlt. Es hat was von kleiner Torschlußpanik. Meine Situation ist so ähnlich, die beiden sind 11 und 8 und versuchen, so viel Zeit wie möglich mit ihren Freundinnen zu verbringen, am Wochenende auch immer mal wieder über Nacht (natürlich nicht beide gleichzeitig, was unsere persönlichen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung leider einschränkt). Aber es ist auch für Dich schön. Denk zurück an die Nächte in Reihe mit wachsenden Zähnen, Magen-Darm, Alpträumen und den Ellbogen und Knien zwischen Rippen und Nieren, wo Du morgens aufgestanden bist und Dir mindestens 50h Schlaf fehlten. Oder das Gezicke wegen der Klamotten, Zimmeraufräumen, Familienwaldspaziergang. Vergiss nicht, daß Du auch mit Deiner Tochter auf ein neues Niveau gekommen bist. Klar, ich wasche die Wäsche, aber die Große hat ihren Koffer für die Schulfahrt, auf der sie sich gerade befindet, zu großen Teilen selbst gepackt. Vor einem Jahr habe ich ihr erzählt, was sie mithat, angucken wollte sie das nicht, war ihr egal. Die Zeit, die beim Kofferpacken frei wird, kann Es wird auch für Dich wieder leichter möglich, mal eine Stunde rauszugehen- es ist abends länger hell, schaffst Du auch nach der Arbeit. Bewegen an der frischen Luft hilft ungemein gegen depressive Verstimmung! Arbeitest Du außer Haus? Kannst/ willst Du Stunden aufstocken? Versuch, wenn Du aus dem tiefsten Loch wieder den Himmel siehst, an Eurer Beziehung zu arbeiten. Such einen Babysitter für einen Abend und überlege mit Deinem Mann, was Euch beiden Spaß macht. Ihr beide habt jetzt wieder Zeit und Kraft für Euch selbst übrig. Das hilft, wenn man sich vom Kind lösen muss auch. Hobbies, besonders welche, bei denen man andere Leute trifft, sind auch eine gute Sache. Chor, Sprache lernen etc. pp., Du weißt, was Dir Spaß macht. Als Ersatz für eine Psychotherapie bei fehlender passender Freundin und damit Du es nochmal analog hören kannst: Es gibt in Deutschland flächendeckend Erziehungsberatung. Da kannst Du (zumindest hier) bei Erziehungsproblemen auch allein hingehen. Ob sie das in Deinem Fall machen, kann ich natürlich nicht sagen, aber es ist ein niedrigschwelliges Angebot nicht nur für die "ganz schweren Fälle". Eine Freundin von mir hat da mit ihrer Tochter mit einem kleineren Problem gute Erfahrungen gemacht. Halt die Ohren steif und wachse als Frühblüher aus Deinem Loch! Ganz liebe Grüße, Jomol
VIELEN DANK für deine liebe Rückmeldung.
Ich werde mein bestest geben, mich aus dem Loch wieder rauszuziehen. Ich halte mir jetzt immer vor, dass ich noch ein bisschen Zeit mit ihr habe, vielleicht fällt mir dann später der radikale Schritt dann nicht mehr so schwer, wenn ich es jetzt in Häppchen habe .
Liebe Grüße
Meine Kleinste ist am Montag 10 Jahre alt geworden - ich freu mich :)
Sie hat auch Handy und Co., trifft sich gern mit ihrer Freundin ( die shoppen dann gern im 1€ Shop ).
Manchmal vermiss ich es auch, dieses enge Zusammensein - mein Sohn ist nicht so das Kuschelkind gewesen, außer wo er ganz klein war.
Aber meine Freiheit ist mir auch viel Wert und langsam kann ich echt alles wieder wie vor den Kindern machen. Das genieße ich auf jeden Fall :))
Mit 10 und dem Handy was es oft dann gibt ändert sich einiges.Da verabreden sie sich selbstständig und wir sind raus.
Sie kommen in die Pubertät und testen sich aus.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich es persönlich ziemlich cool finde das meine mit 12 auch mal unterwegs ist.Die bringt nur die Schultasche nach Hause und wenn sie keine HA auf hat geht sie halt ins Einkaufszentrum oder auf den Spielplatz.
Ich weiß immer wo sie ist und das lässt mich beruhigt sein.
Ich habe mich noch nie deshalb schlecht gefühlt,weil sie weg ist.
Ich genieße die Ruhe viel zu sehr
Gehe in deiner neu gewonnenen Freizeit deinen Hobbys nach oder spring mit deinem Mann in die Kiste statt in getrennten Zimmern fernzusehen.Wird sonst auch nicht besser.
Einfach vornehmen und umsetzen.
Du wirst ihr Leben lang die besonderste Rolle in ihrem Leben haben, ihre einzige und unersetzbare Mama zu sein. Je mehr sie alleine rausgeht, und sich im Internet bewegt, desto mehr wird sie ein zu Hause, Rückzugsort brauchen, sie will und wird dich nicht mit der Außenwelt eintauschen, sondern die Vorzüge einer gesprächsbereiten, empathischen, unterstützenden, stabilen und auch kuscheligen Mutter zum in den Arm nehmen schätzen lernen können. Das kannst du in der Entwicklung gut fördern, oder auch entgegenwirken, wenn du ihr das Gefühl vermittelst, sie müsse für deine Bedürfnisse unverhältnismäßig da sein, wie Lebensinhalt bei dir füllen, aber scheint mir nicht so als würdest du das tun. „Tiefe“ zu erfahren bedeutet auch neuen „Boden“ der Tatsachen zu ergründen, in welchen dann auch neue Sachen keimen und erblühen werden. Wenn dabei Tränen fließen, man sich baff fühlt und man auch mal „gute alte Zeit“ beweint bevor man einen neuen Kurs formuliert, ist doch in Ordnung, muss man sich auch mal ein wenig Krise zugestehen und den negativen Nebel abziehen lassen. Vieles Schöne geht nicht verloren, sondern nimmt einfach andere Relationen an.