Elternforum Trennung vom Partner

Wechselmodell / Abholung aus dem Hort

Wechselmodell / Abholung aus dem Hort

HRO79

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Hallo zusammen, aktuell beschäftigt mich ein Thema sehr und ich hoffe, hier ein paar Tipps zu bekommen um die Situation evtl. zukünftig anders zu sehen. Meinen Sohn (7Jahre) betreue ich im Wechselmodell. Ich arbeite Vollzeit. In der Woche wo er bei mir ist, arbeite ich 7h täglich und in der anderen Woche 9h. Er ist bis 11:30 Uhr in der Schule und anschliessend im Hort, wo ich ihn in der Regel um 15:30 Uhr abhole. Soweit alles gut. Er und ich sind ein super Team und alles klappt reibungslos. Seit Dezember 2025 ist die Mama von ihm arbeitslos. Somit hat sie viel Zeit und holt ihn meist direkt nach der Schule ab. Nun fragt mein Sohn auch schon, warum ich ihn nicht früher abholen kann. Natürlich habe ich ihm das erklärt bzgl Arbeit und Geld verdienen aber dennoch schwingt da immer ein Gefühl mit, das ich zu wenig Zeit für meinen Sohn habe, bzw. mich schlecht fühle wenn ich ihn "erst" 15:30 Uhr abhole. Habt ihr da Erfahrungswerte? Wie würdet ihr das angehen? Würdet ihr überhaupt das Thema angehen?


Bonnie

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Antwort auf Beitrag von HRO79

Nur kurz zum besseren Verständnis meinerseits: Ich durchblicke die Situation noch nicht ganz. Du schreibst: "Die Mama von ihm ist arbeitslos." Bist du denn nicht seine Mutter? Falls du seine Stiefmutter meinst (die er ja hoffentlich nicht Mama nennt), würde ich überlegen, ob du vielleicht mehr schöne Erlebnisse mit ihm haben könntest, sozusagen mehr Quality Time. Dass ihr also schöne Dinge gemeinsam macht oder unternehmt. Am besten geht das natürlich am Wochenende, aber hier und da auch einfach abends. Was bei einem Kind später in Erinnerung bleibt, ist nicht, ob man es zwei Stunden früher oder später im Hort abgeholt hat. Sondern ob das Kind schöne Gefühle beim Zusammensein mit seiner Mutter hat. Und besondere Mutter-Sohn-Erlebnisse hinterlassen eher solche schönen Erinnerungen, als nur Alltagsroutine.  Achte darauf, vielleicht einmal pro Woche etwas Unerwartetes oder Besonderes zu machen: eine gemeinsame Radtour, eine Nachtwanderung spätabends mit der Taschenlampe, ein Spieleabend zu zweit, in eine Eissporthalle zum Schlittschuhlaufen gehen, gemeinsam das Lieblingsessen deines Sohnes kochen usw. So schaffst du wertvolle Augenblicke, was eine starke Bindung erzeugt und vor allem warme Erinnerungen. Auch für dich ist das eine Bereicherung, denn auch von Stress im Job erholt man sich erstaunlicherweise besser, wenn man gemeinsam Ungewohntes unternimmt, als wenn man nur geschafft auf dem Sofa hockt. Ich würde mir da eine Sache pro Woche vornehmen, es muss ja nichts immer etwas Aufregendes oder Großes sein. Auch kleine Dinge zählen (wie gemeinsam kochen oder backen). LG


WonderWoman

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Antwort auf Beitrag von Bonnie

ach, bonnie, ich finde da nichts verwirrend. das ist ein vater oder das kind hat 2 mütter.


Sue_Ellen

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Antwort auf Beitrag von WonderWoman

Verstehe auch nicht, was man da nicht verstehen kann.... Ich denke, man kann einem 7jährigen schon verklickern, dass gelderwerb zum leben notwendig ist. Hoffentlich findet die mutter bald wieder einen job.


die_ente_macht_nagnag

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Antwort auf Beitrag von HRO79

Wenn er bei Mama ist, hat er keine Zeit im Hort ... für seine Freunde, zum Spielen, zum Hausaufgaben machen ... Da musst du kein schlechtes Gewissen haben. Du musst dich auch nicht rechtfertigen; du musst Arbeiten und du holst ihn so früh wie möglich ab. Mehr muss nicht erklärt werden. Frag ihn doch mal, warum er früher abgeholt werden möchte. Erinnere ihn, das er in eurer Woche beides haben kann: Eine schöne Zeit zusammen und im Hort.


JoMiNa

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Antwort auf Beitrag von HRO79

Ich finde, es klingt doch alles prima - du kannst deine Arbeitszeiten etwas auf deinen Sohn abstimmen und hast eine zuverlässige Betreuung organisiert, während du arbeitest. Was willst du da jetzt angehen und wie? Ich bin verheiratet und wir wohnen alle zusammen und trotzdem beschweren sich meine Kinder mal, dass ich sie zu spät und mal dass ich sie zu früh von Kindergarten/Schule abhole. Die Abholzeit ist einfach etwas, das man als Elternteil bestimmt, und dabei nicht immer die Wünsche des Kindes berücksichtigen kann. Klar, dein Kind erlebt jede 2. Woche die Vorteile, direkt nach der Schule nach Hause zu können. Aber du musst das nicht persönlich nehmen, und dich da nicht mit der Mutter vergleichen. Wenn es bei euch das Wechelmodell nicht gäbe, würde dein Kind vielleicht sagen, ich will so wie Freund XY früher abgeholt werden. Oder weil es ausnahmsweise mal früher abgeholt werden konnte oder musste. An deiner Stelle würde ich mir einfach eine Standardantwort zurecht legen, wenn dein Kind sagt, dass er den Punkt bei der Mutter besser findet: "Dafür hast du immer schon die Hausaufgaben erledigt, wenn ich dich abhole" oder "Dafür kannst du noch mit deinen Freunden spielen". Außerdem wird der "Vorteil" vermutlich wieder weg sein, sobald die Mutter wieder Arbeit hat. Kindern äußern ja immer wieder Vergleiche, sei es zwischen den Elternteilen oder mit anderen Familien: "Bei Papa darf ich aber XY", "Die Eltern von Z machen das so und so" ... Ich finde, da muss man lernen drüberzustehen 😉