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Geld anlegen

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Zwergenalarm

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Ich kriege heuer eine Lebensversicherung ausbezahlt. Das Geld brauche ich akut nicht. Rücklagen für kurzfristige Anschaffungen und Urlaub etc. sind vorhanden. Schulden habe ich keine. Was würdet ihr machen? Dürften so etwa um die 50.000€ werden. Also nicht ganz wenig, aber auch kein "Eckhaus". Ich würde es gern gewinnbringend für's Alter anlegen, bloss in was? Für Tipps wäre ich dankbar. Ich hatte da an ETF's gedacht, bin da aber völlig überfragt und höre da völlig Unterschiedliches.


Nurmalsoeben

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Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Vorweg: Ich bin keine Anlage-Expertin und finde, bei der Investition größerer Summen sollte frau sich unbedingt selbst bilden, um zu wissen, was sie mit ihrem Geld tut, um im Zweifelsfall unabhängig zu sein und sicher reagieren zu können. Einen guten Einstieg bietet da "Das einzige Buch, das du über Finanzen lesen solltest" von Thomas Kehl von Finanzfluss, der hat auch einen YouTube-Kanal. Von deiner Idee mit den ETFs bin ich in deiner Konstellation nicht überzeugt. ETFs bieten vor allem bei regelmäßigem Investieren/Besparen Vorteile, weil du dann von Kursschwankungen profitierst. Wenn der Kurs unten ist, bekommst du ja mehr für dein Geld, was dir Rendite bringt, wenn die Kurse wieder oben sind. Wenn du einen hohen Einmalbeitrag investierst, bist du darauf angewiesen, dass die Kurse kontinuierlich steigen - das tun sie aber nicht. ETFs sind zwar durch die breite Streuung in viele Aktien sicherer als Einzelaktien, aber eine sichere Anlage sind sie trotzdem nicht. In den rund 15 Jahren, in denen ich meine ETFs bespare, hatte ich auch schon Zeiten, in denen sie um 20% gefallen waren. Und im Moment sind die Kurse hoch, du würdest also genau zu einem Zeitpunkt investieren, wo eher die Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie sich wieder nach unten korrigieren. Wenn du das Geld für deine Altersvorsorge nutzen willst, sprechen wir wahrscheinlich von 5 bis 10 Jahren? Das ist als Anlagehorizont für ETFs auch nicht so wahnsinnig lang. Wenn du das Geld sicher nicht brauchst, würde ich mir Festgeld-Angebote anschauen, und zwar bei Online-Banken wie Raisin mit Angeboten von finanzstabilen EU-Banken (z. B. aus Schweden). Da sind sicher 2-3% jährlich drin, und bei einer längeren Laufzeit profitierst du ja auch vom Zinseszinseffekt. Falls du doch in die Anlage mit ETFs hineinschnuppern möchtest, könntest du auch 40.000 auf ein Festgeldkonto über eine längere Dauer packen und 10.000 auf ein Tagesgeldkonto, von dem aus du monatlich einen bestimmten Beitrag in einen ETF-Sparplan investierst. Aber, wie gesagt: Belies dich am besten selbst, damit du selbst souverän genug im Umgang mit deiner Geldanlage bist.  


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Danke mal für die Einschätzung. Ich werde wohl nicht drumherum kommen, mich da genau einzulesen. Es interessiert mich nur so gar nicht *maulmaulmau* Smiley nr131.gif


Silvia3

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Noch eine Stimme für den Beitrag von Nurmalebenso. Bei einem Anlagehorizont von unter 15 Jahren, den derzeit schon recht hohen Kursen und der unsicheren Weltlage würde ich jetzt auch keinen großen Batzen auf einmal in ETFs stecken. Höchstens einen kleinen Sparplan, in den monatlich etwas Geld gehen kann, das du dann bei passender Gelegenheit (sprich steigenden Kursen) rausholst, das du aber nicht unbedingt benötigst, um eine ggf. bestehende Rentenlücke zu schließen. Achte aber auf die Kosten, die können je nach Bank und ETF sehr unterschiedlich sein. Ich habe letzte Woche genau das getan, was Nurmalebenso vorgeschlagen hat, nämlich eine Anlage über Raisin bei der schwedischen Collector-Bank gemacht. Die Zinsen sind zwar nicht übermäßig hoch, aber das Geld ist relativ sicher. Ich hatte jetzt 2 Jahre lang eine hochverzinste Anlage bei einer italienischen Bank, aber da hat mich aufgrund der Weltlage nun der Mut verlassen.  Weißt du, ob du auf die Lebensversicherung Krankenkassenbeiträge zahlen musst? Manchmal hält die Krankenkasse ganz überraschend die Hand auf.


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von Silvia3

Dir auch danke für den Input. Nein, Krankenkasse fällt Gott sei Dank weg. Aber bei der Steuer bin ich mir noch nicht ganz sicher. Ich hab mir jedenfalls mal das Buch von Nurmalsoeben gekauft und einen Banktermin bei meiner Hausbank ausgemacht. Und ich werde mir einen coolen Urlaub gönnen.


Silvia3

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Sei vorsichtig mit der Hausbank, die werden versuchen, dir ein eigenes Produkt anzuschwatzen, denn daran verdient der Berater mit. Egal, was die Bank dir erzählt, schließe nichts an Ort und Stelle ab, sondern erbitte dir Bedenkzeit und prüfe dann gründlich. Viel Spaß im coolen Urlaub.


Caot

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Antwort auf Beitrag von Silvia3

Man bekommt bei vielen Online-Banken 2%. Aber das können nur kurzfristige Anlagen sein, denn das frist die Inflation. Und bei 3% bekomme ich ja nur 1% raus, auch zu wenig. Nie im Leben würde ich Geld hier längerfristig halten. Ich würde tatsächlich das Angebot der Bank nutzen. Einfach um mal zu hören was die machen und machen wenn man alles g'schmeidig haben möchte. Klar verlangen die Geld, aber man bekommt den Service. Letzten Ende ist es immer eine Frage des Getrauens. Es bedarf tatsächlich der eigenen Anstrengung sich da zu belesen.  Will ich alles selbst im Blick haben ist da ja die große Frage.  Viel Geld zu haben und zu verwalten ist Arbeit. Ohne Arbeit geht man zur Bank. 😉


Zwergenalarm

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Nun ja, das ist ja meine Hausbank, und meinen Berater kenne ich tatsächlich schon fast mein ganzes Leben. Ja, er wird mir was verkaufen wollen, aber er kennt mich lange genug und zeigt mir auch z.B. die Performances seiner eigenen Fonds inkl. Abstürzen in welchem Zeitraum. Also ein Grundvertrauen ist da schon da. Das was ich bis jetzt habe ist eigentlich nicht so schlecht. Da hat er mich auch nicht ganz schlecht beraten. Ich möchte einfach nichts von dem Geld unnötig "verlieren" weil es ungenutzt irgendwo rumgammelt und im besten Fall kann ich es ein wenig vermehren. Deshalb interessiert mich halt auch, was andere so tun mit ihren Euronen. Und es ist ein guter Grund sich ein wenig mehr mit Finanzen zu befassen. Das kann ja letzten Endes auch keine Raketenwissenschaft sein, wenn man sich an ein paar Grundregeln hält. Ich lese gerade sehr viel. Deswegen sind eure Inputs schon sehr hilfreich. Danke dafür


Silvia3

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"Nun ja, das ist ja meine Hausbank, und meinen Berater kenne ich tatsächlich schon fast mein ganzes Leben". Du vertraust ihm also, damit bist du ein leichtes Opfer. Die Performance der Fonds in der Vergangenheit ist irrelevant und die zukünftige Performance ist über einen längeren Zeitraum nicht seriös prognostiziertbar. Der kritische Punkt sind übrigens die Kosten bei aktiv gemanagten Fonds. Die jährlichen Verwaltungsgebühren fressen überproportional viel von deiner Rendite auf.  Immer daran denken: Dein Berater will nur dein Bestes - und das ist dein Geld. Lies dich erst gründlich schlau und gehe dann in das Gespräch mit dem Berater, nur dann kannst du die richtigen Fragen stellen und seine Antworten richtig einordnen.


Silvia3

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"Und bei 3% bekomme ich ja nur 1% raus, auch zu wenig. Nie im Leben würde ich Geld hier längerfristig halten." So pauschal kann man das nicht sagen. Es kommt immer darauf an, was man mit dem Geld machen will und was das Sparziel ist. Außerdem wäre es ein schwerer Fehler, alles auf eine Karte zu setzen. Man braucht ein gut diversifiziertes Portfolio. Tagesgeld für Notfälle, risikoarme mittelfristige Festgeldanlagen, ETFs zum längerfristigen Sparen, je nach Risikoneigung ein paar Dividenden-Aktien, ein bisschen Gold für schwere Krisen und im Idealfall noch Immobilien, aus denen man Miete erhält. Ich bin über 60 Jahre alt, ich will mich in absehbarer Zeit zur Ruhe setzen und werde, da ich kaum staatliche Rente bekomme, dann anfangen müssen, Geld aus meinen Ersparnissen zu entnehmen. Da kann ich nicht nur auf ETFs und Aktien setzen, denn was weiß ich, wie die Kurse in 2 oder 3 Jahren aussehen? Bei meinen niedrigeverzinsten Festgeldanlagen weiß ich genau, was ich am Tag X bekomme.


Caot

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"Deshalb interessiert mich halt auch, was andere so tun mit ihren Euronen. " Wir haben verwaltete Fonds, aber auch eigene verwaltete. Wir investieren in grüne Energie. Dazu haben wir natürlich auch Festgeld. Parallel sparen wir Rentenfonds an. Im Prinzip eine Mischung aus sofort verfügbar, mittelfristig und langfristig. Wir nutzen da auch die Leistungen von Online-Brokern und auch eine Vor-Ort-Bank für die Rentenanlage.  Einen Teil lassen wir anlegen, einen Teil managen wir selbst. Zwischen Sicherheit und ein bisschen "spielen".  Fie Verbraucherzentralen haben gute Infos im www stehen. Als erster Input.  Nein, es ist keine Raketenwissenschaft. Viel hängt aber vom Typ ab. Sicherheit vs Risiko. Wobei wir noch nie eine Anlage wählten deren Versprechungen schon im Votfeld utopisch sind. 


Caot

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Antwort auf Beitrag von Silvia3

 "So pauschal kann man das nicht sagen." Natürlich nicht. Was ist schon einfach. Aber hier geht es doch um Geld zum "spielen". Das würde ich eben nicht für 1% anlegen. Die Anlage die Du ansprichst ist etwas anderes. Da sie auch einem anderen Zweck dient. Da bin ich vollkommen bei Deinen Ausführungen. 


Zwergenalarm

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Vielleicht noch mal zur Erläuterung. Ich habe mehrere ganz gut laufende Fonds, ein bisschen was am Sparbuch, einen liegengelassenen Bausparer, mein Tagesgeldkonto und eine 2. Lebensversicherung. Gold hab ich keins. In Summe immer noch kein Eckhaus, aber ich fühle mich finanziell eigentlich schon einigermaßen sicher für später. Und jetzt weiß ich eben nicht, was ich mit dem Betrag sinnvollerweise anfangen soll, damit er sich im besten Fall in 10-15 Jahren sogar wertangepasst vermehrt hat. Bei diesem Horizont sollte sich eine etwas "riskantere" Weiterveranlagung eigentlich rentieren. Es bestünde auch die Möglichkeit statt Einmalauszahlung eine monatliche Rente bis zum Ableben zu erhalten. Davon halte ich allerdings am allerwenigsten. Wer weiß, ob sich das rechnet. Vor allem läge diese monatliche Rente bei irgendwas mit € 200 +irgendwas. Das "verschwindet dann irgendwie im Alltag. Arbeiten muß ich noch mindestens 10 Jahre (dann bin ich 65), ich persönlich gehe danach noch etwa von 5 Jahren zusätzlich, aber halt zeitreduziert, aus. Das gibt meine berufliche Situation her, sofern nichts Gravierendes dazwischenkommt. Ich lese inzwischen übrigens das empfohlene Buch. Der Autor steht den ETF´s wiederum nicht ganz so skeptisch gegenüber. Da gehen die Meinungen offensichtlich, je nach Erfahrung deutlich auseinander.


Caot

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"Und jetzt weiß ich eben nicht, was ich mit dem Betrag sinnvollerweise anfangen soll, damit er sich im besten Fall in 10-15 Jahren sogar wertangepasst vermehrt hat." Also ich, aber ich bin ja nicht Du 😉, würde in ETF langfristige Anlage investieren. Das kann man betreut machen, natürlich gegen Gebühren, oder selber bei Online Brokern.  Bis Du Dir aber klar bist, ließ weiter dein Buch, stöbere im www, geh zu deiner Bank und lass die mal erzählen und leg das Geld auf Zwischenanlage bei einer Onlinebank, wie oben schon genannt, für 2% Zinsen.


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von Caot

Das klingt nach einem guten Vorschlag. So werde ich es machen.


Zwergenalarm

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Nachtrag: Heute war mein Banktermin, und ich fühle mich nach, wie vor gut betreut. Der Guteste hat mir einfach 1h lang die Basics des Anlagesektors erklärt. Ganz ohne "einmalige" Angebote. Aber ich bin euch dankbar für eure Tipps und Sichtweisen. Je tiefer ich mich in die Materie einlese, desto spannender ist es. Ich denke es werden € 5.000,-- für eine Reise, € 5.000,-- Spielgeld für den Finanzmarkt (um ihn zu verstehen und das Kapital hoffentlich nicht komplett in den Sand zu setzen) und die restlichen € 40.000,-- parke ich irgendwo möglichst risikoarm und ohne Verluste, bis mir was Besseres einfällt. Ich habe die ETF'S ja immer noch nicht ganz abgeschrieben.


Nurmalsoeben

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Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

"Der Autor steht den ETF´s wiederum nicht ganz so skeptisch gegenüber. Da gehen die Meinungen offensichtlich, je nach Erfahrung deutlich auseinander." Um das noch mal deutlich zu machen: Ich rate dir nicht von ETFs ab. Ich halte es nur nicht für sinnvoll, die komplette Auszahlung der Lebensversicherung in einem Batzen als ETF anzulegen. Wenn du sonst gut abgesichert bist und gerne mehr Rendite haben möchtest, kannst du auch die kompletten 50.000 auf ein schwedisches Tagesgeldkonto packen und das als Referenzkonto für einen ETF-Sparplan verwenden, also monatlich ETFs erwerben. Es ging mir nur um die Einmalanlage. Mit Festgeld meinte ich übrigens kein Tagesgeldkonto (da habe ich auch eins bei der Collectorbank), sondern eine Anlage, bei der man z. B. fünf Jahre gar nicht an das Geld herankommt. Da sind eben höhere Zinssätze drin, die besten Raten habe ich aber auch nicht im Kopf. Aufs Tagesgeld solltest du momentan so 1,8 bis 1,9% bekommen.


Zwergenalarm

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Wenn ich mir die jüngsten Entwicklungen auf der Welt so ansehe bin ich fast geneigt auch über Gold nachzudenken......


Nurmalsoeben

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Mir macht die geopolitische Entwicklung auch im Hinblick auf meine Geldanlagen Sorge, obwohl die schon im Verhältnis 1 Drittel Risiko zu 2 Drittel Sicherheit angelegt sind. Aber ausgerechnet Gold ist schon seit einigen Jahren ja schon sehr teuer, wenn du in physischem Gold (also Barren) anlegst, hast du keinen Ertrag, sondern den Gewinn durch steigenden Goldwert, und Gold wird außerdem in US-Dollar gehandelt, ein Währungsrisiko hast du also auch. Im Moment gerade auf den Dollar zu setzen, erscheint mir nicht sinnvoll. Und auch Aktien stehen ja für Werte in Form von Firmenanteilen. Es gibt aber (ich kenne mich da aber gar nicht aus) auch Gold-ETFs, da kannst du dich ja vielleicht mal beraten lassen. Was mir übrigens noch eingefallen ist: Eine unabhängige Finanzberatung bei Maiwerk (musst du mal schauen, ob es die auch bei euch gibt) wäre vielleicht noch eine Idee. Das kostet natürlich Geld, ist aber vielleicht gut investiert. Ich habe jedenfalls bisher nur Gutes davon gehört.


Silvia3

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Wenn du reines Tagesgeld willst (also Geld, an das du jeden Tag dran kannst, falls du es anderweitig anlegen/verwenden möchtest), würde ich jetzt mal bei der VW-Bank schauen, die bieten im Moment 2,9 % garantiert für 6 Monate. Ich meine, ich habe auch schon 3 % gesehen (Commerzbank?). Aber dann muss man sich nach 6 Monaten wieder damit beschäftigen, das ist ja nicht jedersmans Sache.


Nurmalsoeben

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Antwort auf Beitrag von Silvia3

Das mit den "bis zu 3%" war die Comdirect. Bei den Bankentipps (das gilt natürlich auch für die Plattform Raisin und die Finanzberatung von Maiwerk) muss ZA aber natürlich gucken, ob das als Österreicherin überhaupt geht. Ich war früher bei der Comdirect und meine mich dunkel zu erinnern, dass die Kontoeröffnung für Österreicher irgendwann nicht mehr möglich war. Aber es gibt ja auch für Österreich Vergleichsportale, welche Banken, Plattformen oder Beratungsfirmen sich eignen.


Nurmalsoeben

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Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Noch mal ein Nachtrag zur Hausbank: Nett beraten tun die natürlich, ich möchte dir aber trotzdem davon abraten, dass du so einfach zu managende Anlagen wie Tagesgeld- oder Festgeldkonten oder gar ETF-Sparpläne über die Hausbank abwickelst. Denn sich da einen eigenen Überblick zu verschaffen, ist kein Hexenwerk. Bankberater machen das natürlich nie uneigennützig und wollen vor allem Produkte verkaufen, an denen sie selbst verdienen - das tun sie an einer Anlagestrategie, die du selbst steuern kannst, eben nicht. Deshalb verkaufen sie gerne Mogelprodukte, die sich auch durchaus mal "ETF-Rentensparplan" nennen können, bei denen du aber übertrieben viel Gebühren und Provisionskosten bezahlst - so ähnlich wie bei einer Lebensversicherung. ETFs sind, was die Kosten angeht, gegenüber allen gemanagten Anlagen einfach unschlagbar und haben deshalb in der Vergangenheit immer mehr Rendite gebracht. In Bezug auf ETFs wichtig zu wissen ist vor allem, dass du die möglichst breit (also global) streuen und nicht auf Branchen-Hypes (es gibt auch Biotech- oder KI-ETFs) spekulieren solltest, weil das deutlich risikoreicher und weniger vorhersagbar ist. Aber das steht sicherlich auch in dem Buch. Was ich auch empfehlen kann, sind die "LazyInvestors", denen kann man auf Instagram oder YouTube folgen.


Caot

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Ich sehe das ähnlich wie @Nurmalsoeben. Du wirst um eine eigene Recherche nicht umhin kommen. Bis Du Dir klar bist, auf einem Festgeldkonto oder Depotkonto lagern.  Ergänzen möchte ich, bei der eigenen Bank mal zu schauen und/oder bei Verbraucherzentralen mal zu googeln.


RR

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Hallo wir bekommen auch im Mai eine Lebensversicherung raus. Allerdings wird mein Mann dieses Jahr 60 und wir wollen uns nach u. nach aus dem Arbeitsleben "ausklinken", noch nicht ganz aber eben weniger arbeiten. Von daher sind Aktien o. sowas eher "unsicheres u. auf lange Bahn" nichts für uns. Wir überlegen aber auch ob wir es anlegen oder ob wir noch mal ein Grundstück kaufen u. verpachten. Haben ein Grundstück seit Jahren verpachtet an einen Autohändler, da bleiben im Monat etwas mehr als 1000 € hängen für uns.... Bei den momentanen Zinsen also wesentlich mehr als bei einem Sparbrief. Sparbriefe etc. haben wir aber auch, ein paar auf Jahre angelegt, ein paar immer nur auf ein paar Monate, so dass man immer mal wieder "Geld in Sicht" hat - sollte ein neues Gerät gekauft werden müssen oder eine größere Reparatur an Haus o. Auto etc. anstehen. Mit splitten haben wir bisher immer die besten Erfahrungen gemacht, es kommt dann immer wieder was raus wenn die Zinsen gerade steigen o. man das Geld anderweitig braucht..... viele Grüße