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Panik vor der Zukunft - bekomme ich kalte Füße?

Panik vor der Zukunft - bekomme ich kalte Füße?

Anonym07

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Halli Hallo, ach ich fühl mich mega schlecht. Ich bin grad in der 29. SSW mit unserem Wunschkind und bekomm so langsam ein wenig Panik.  Kurz zu meiner Vorgeschichte: am Anfang der Schwangerschaft (ca. um die 7. SSW) hatte ich extreme Angst und Panikattaken, habe bereut, dass ich schwanger wurde und war nur noch am weinen. Das verflog aber recht schnell und seit der 9. SSW freue ich mich sehr auf unser kleines Würmchen.  Seit ein paar Tagen hab ich immer wieder ein mega flaues Gefühl im Magen, bin immer wieder sehr traurig bzw schleicht sich Angst immer wieder an. Angst davor, was kommt. Vielleicht hätten wir doch noch warten sollen? Bin ich zu jung um Mama zu werden? Bereue ich es sogar? Werde ich je glücklich sein als Mutter?  Ich fühl mich mega schlecht und hab dann auch total ein schlechtes Gewissen. Kann aber nichts gegen diese Gedanken machen.  In 2 Wochen darf ich in den Mutterschutz, aber ich fürchte mich irgendwie davor. Davor alleine zu sein und dass diese negativen Gedanken noch schlimmer werden.  Alles Liebe an euch. 😊


FräuleinMond

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Ich kenne das. Ich hab diese Zweifel gerade beim zweiten Kind. Ob das wirklich gut geht. Und es wird gut gehen. Ich bin seit Beginn der Schwangerschaft im BV. Also die ganze Zeit Zuhause. Man muss sich halt einen neuen Tagesablauf bauen. Und wenn das Baby da ist, dann such dir eine Krabbelgruppe oder ähnliches. Dann kommst du raus und hast andere Mamas. Manchmal gibt es auch Stillcafes. Oder über die Rückbildung. Du schaffst das schon. Ich drücke dir die Daumen 


Pinguina1

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Antwort auf Beitrag von Anonym07

Hallo, ein Kind ist immer eine Riesenumstellung, da kann man schon mal Panik bekommen. Sicherlich gibt es dafür ganz individuelle Gründe. Du hast ja aber hoffentlich noch eine viertel Schwangerschaft, um dich damit auseinander zu setzen. Du kannst dabei zum Beispiel eine Hebamme um Hilfe bitten. Oder in eine Familienberatungsstelle gehen. Auch eine Schwangerschaftskonfliktberatung kann helfen (die beraten nicht nur zur Abtreibung!). Sicherlich gibt es in deiner Gegend auch die so genannten frühen Hilfen. Dort kannst du auch Unterstützung finden. Vielleicht helfen auch Gespräche mit vertrauten Personen, Partner, Freunden? auf jeden Fall ist es nichts ungewöhnliches und zeigt dir vor allem, dass du deine neue Aufgabe sehr ernst nimmst. Alles Gute🍀


Bonnie

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Antwort auf Beitrag von Anonym07

Hallo, die Schwangerschafts-Hormone wirken stark aufs Gehirn. Denn alle Hormone sind zugleich auch Neurotransmitter und beeinflussen den Hirnstoffwechsel. Dadurch werden vorhandene psychische Probleme oft verschärft, das ist in der Schwangerschaft nichts Ungewöhnliches. Wenn du also vorher schon zu Ängsten oder depressiven Verstimmungen geneigt hast, wird das jetzt verstärkt. Wie das weitergeht, kann man nicht genau sagen. Manchmal wird es nach der Entbindung von selbst besser, aber nicht immer. Wer ein wenig zu psychischen Problemen neigt, kann eine Wochenbettdepression (postpartale Depression) entwickeln. Dies gilt (trotz des Begriffs) im ganzen ersten Jahr nach der Geburt.  Deshalb ist es wichtig, dass du in den Wochen und Monaten nach der Entbindung ehrlich schaust, wie es dir geht. Treten stärkere Ängste, Traurigkeit oder auch andere ungewöhnliche Gefühle auf (seltsames Desinteresse oder komische Gefühle gegenüber dem Baby), bitte mit dem Gyn oder dem Hausarzt sprechen. Nicht wenige Frauen brauchen dann eine Zeitlang ein sanftes Medikament. Meist wirklich nur kurz, wenn man es frühzeitig bemerkt.  Wie gesagt, das muss nicht so sein – einfach das Thema ein wenig im Auge behalten. Psychische Probleme im ersten Jahr nach der Geburt erledigen sich meist nicht von selbst, sondern hier braucht man vorübergehend etwas Hilfe. Je früher, desto kürzer dauert das Ganze. Was du jetzt im Moment tun kannst: das Gefühls-Chaos möglichst akzeptieren. Du kannst und musst die schlechten Gefühle nicht wegmachen. Die Schwangerschaft ist – anders als die Gesellschaft und die Werbung es oft vermitteln – keine Heiteitei-Zeit, in der man vor lauter unfassbarem Glück ständig grinsend über Blumenwiesen läuft. Sondern es ist eine sehr herausfordernde und oft auch beunruhigende Zeit. Und: Bitte beim nächsten Termin unbedingt auch offen mit dem Gyn über deine Gefühlslage sprechen. Er oder sie hat hier wirklich viel Erfahrung und kennt das Problem. LG