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meine tochter 2 jahre hat ringelröteln, ist es sehr schlimm für eine schwangere?

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hallo, meine mausi hatte im gesicht gestern einen komischen ausschlag , bin dann mit ihr zum arzt und er sagt es wären ringelröteln, er meinte sobald die krankheit ausbricht, also gestern, ist sie nicht mehr ansteckend. stimmt das denn? letzten sonntag aber war meine schwangere schwägerin da udn sie haben zusammen aus einem löffel gegessen. ist es jetzt schlimm?? wie lange dauert dieser ausschlag, es geht ihr sonst gut. dürfen wir schwimmen fahren (chlor), hab vergessen arzt zu fragen lg alex


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Hallo, ja, Ringelröteln sind für Ungeborene tatsächlich gefährlich, wenn ihre Mutter sich ansteckt. Das gilt vor allem für das erste und zweite Schwangerschafts-Drittel. Du musst also Deine Schwägerin bitten, sofort Anfang dieser Woche zum Arzt zu gehen. Er wird - falls sie noch nicht im letzten SS-Drittel ist, wahrscheinlich eine Blutuntersuchung machen. Ist sie nicht immun, wird abgewartet, ob sie sich angesteckt hat. In diesem Fall wird ihr Ungeborenes engmaschiger überwacht. Grüßle, BB


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Während der Schwangerschaft kann das Parvovirus B 19 in etwa einem Drittel der Fälle über den Mutterkuchen (Plazenta) auf das Ungeborene übertragen werden. Das Virus befällt beim Kind insbesondere die Zellen, die die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) bilden und zerstört diese schließlich. Besonders die blutbildenden Zellen in Leber und Knochenmark sind betroffen mit der Folge, dass es zu einer starken Verringerung leistungsfähiger roter Blutkörperchen und damit zu einer schweren Blutarmut (Anämie) beim Ungeborenen kommt (ca. 10 %). Häufige Begleiterscheinungen sind der Hydrops fetalis (ca. 10 %), Aszites, Abfall der Herzleistung (kardiale Dekompensation) und im schlimmsten Fall kommt es zur Fehlgeburt bzw. Totgeburt (ca. 9 %, besonders hohes Risiko bei Infektion im Zeitraum der 10.-22. Schwangerschaftswoche). Das Virus kann vorgeburtlich eventuell im kindlichen Blut oder im Fruchtwasser nachgewiesen werden, dies gelingt jedoch nicht immer. Gleiches gilt für den Nachweis von Antikörpern und selbst ein Nachweis ist zum Teil bei Ungeborenen nicht aussagekräftig. Die Kontrolle der Kindesentwicklung mittels Ultraschalluntersuchungen in relativ kurzen Abständen ist daher das Mittel der Wahl zur Dokumentation des Infektionsverlaufes. Insbesondere auf die Ausbildung eines Hydrops fetalis ist hier zu achten und ggf. sind andere Ursachen wie z.B. die Rhesus-Unverträglichkeit abzuklären, damit eine eingeleitete Therapie greifen kann. Bei fetaler Anämie besteht die Therapie in der Gabe einer Bluttransfusion über die Nabelschnur. Verläuft die Infektion ohne Komplikationen, ist in der Regel nicht mit negativen Folgen (Spätschäden) für das Kind zu rechnen, gegenwärtig gibt es keine Hinweise auf eine Parvovirus-B-19-assoziierte fehlbildungsverursachende Entwicklungsstörung des Kindes (Embryopathie). Deshalb ist die Parvovirus-B-19-Infektion in der Schwangerschaft auch keine hinreichende Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch.


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Hallo, ich will Dir ja keine Angst machen, aber schicke Deine Schwägerin bitte zum Arzt. Meine Freundin hat ihre Baby in der 11. SSW verloren, weil sie sich bei ihrem Kleinen mit Ringelröteln angesteckt hat. LG Sibs


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und sie ist heute noch gleich zum spezialisten gefahren, sie haben ihr gleich blut abgenommen und ergebnisse bekommt sie erst nächste woche , sie ist 14 ssw. danke euch für eure antworten.


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Laut meiner FÄ sind Ringelröteln bis zur 22. SSW gefährlich, danach nicht mehr.