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Mittagschlaf abschaffen – Übergang

Thema: Mittagschlaf abschaffen – Übergang

Hallo an Alle, ich schätze wir haben ein ganz typisches Problem: Unser Kind, etwas über 2 Jahre alt, verweigert seit einigen Wochen ganz oft den Mittagschlaf. Selbst wenn wir ihn dazu kriegen, sich hinzulegen, schläft er oft nicht ein. Gleichzeitig ist er eigentlich müde und dadurch schlecht gelaunt. Letzte Woche ist es ihm dann zwei Mal passiert, dass er zwischen 16:00 und 17:00 doch nicht mehr konnte und fast im Sitzen eingeschlafen ist. Ich habe ihn dann jedes Mal 30-45Minuten schlafen lassen, und stattdessen später (gegen 20:00) ins Bett gelegt. Außerdem macht er etwa einmal die Woche doch einen langen Mittagschlaf, bei dem ich ihn auch nach 2 Stunden kaum geweckt kriege, so als ob er den fehlenden Schlaf nachholt. Vorher hatte er einen recht verlässlichen Rhythmus: Schlaf von 19:00 bis 6:00 (er ist in der Nacht aber öfter aufgewacht und war teilweise auch länger wach) und mittags von 12:30-14:00. Jetzt schläft er an guten Tagen von 19:00 bis 6:30 durch (! das ist echt toll) wenn er den Tag ohne Mittagschlaf aushält. Aber wenn er es doch nicht schafft oder mittags doch mal lange schläft wird er in der Nacht wieder wach und findet dann auch oft für Stunden nicht in den Schlaf zurück. Kurz, unser Rhythmus ist gerade total durcheinander und unvorhersehbar. Am einfachsten fände ich es ja, wenn er weiterhin einen Mittagschlaf macht, nur halt kürzer (bzw. mit wecken) nach 30-45Min. Dann wäre die Stimmung und der Tag und der Nachtschlaf gerettet. Aber egal was ich tue (daneben legen, Hörspiele anhören, Geschichten erzählen, mich selbst schlafend stellen), es hilft nichts, ich kriege ihn oft nicht mehr zum Schlafen. Eine Bekannte meinte, wir müssten das jetzt ohne Schlafen durchziehen und nach 2 Wochen hat er sich umgewöhnt. Aber das hieße für uns, dass er ab 15:30 oder so sich nicht mehr hinsetzen dürfte, spätestens zum Essen im Hochstuhl schläft er nämlich ein (was zusätzlich zur Folge hat, dass er abends zu wenig isst und in der Nacht vor Hunger aufwacht). Mich würde interessieren wie die Übergänge bei euch waren und was geholfen hat? Da ich abends oft noch arbeiten muss wäre ich dankbar, wenn er nicht erst um 21:00 ins Bett geht….

von Luna2408 am 27.01.2020, 09:48



Antwort auf Beitrag von Luna2408

Die Zeit der Übergänge ist immer anstrengend. Mein Kleiner, 1,5 Jahre alt, ist gerade im Übergang zwischen zweimal und einmal am Tag schlafengehen. Er schläft auch sehr schlecht nachts und wird sehr oft wach, teilweise auch längere Wachphasen und viel mehr als 3 Stunden am Stück zu schlafen schafft er nahezu nie. Wenn er vor 6 Uhr aufsteht, muss er zweimal schlafen gehen, denn dann schafft er es mit einem Schlaf am Tag nicht über den Tag. Wenn er nach 6 Uhr aufsteht, schafft er es teilweise auch mit nur einem Schlaf am Tag. Abends ist er sowieso streichfähig, vorallem wenn er nur einmal schläft. Da geht es dann ab 18:00 Uhr schon ins Bett. Das Einschlafen abends dauert aber oft trotzdem total lange, mir kommt vor, je weniger er tagsüber geschlafen hat und je länger er schon wach ist, desto länger dauert das Einschlafen. Er findet dann ganz schlecht zur Ruhe und ist irgendwie zu übermüdet schon. Aber wir hangeln uns jetzt weiter von Tag zu Tag und machen es im Moment eben immer ein bisschen verschieden. Mag sein, dass eine rasche Umstellung helfen kann, aber ich halte nichts davon, dass ich ihn an Tagen, an denen er sein zweites Schläfchen einfach noch braucht, mit Müh und Not wach halte und er dann nur mehr vor Übermüdung brüllt. Da leg ich ihn lieber zweimal hin. Wenn es nicht klappt und er nicht einschläft, dann muss er eh aufbleiben, aber ich hab es dann versucht. Wir hatten bis vor kurzem auch einen totalen Rhythmus (Vormittagsschlaf so gegen 09:00 Uhr und Nachmittagsschlaf zwischen 13:00 und 14:00 Uhr, abends ins Bett gegen 18:00/18:30 Uhr), aber nun stellt er sich eben um und ich schaue halt, wie es am besten geht. Manchmal schläft er noch zu seinen alten Zeiten und wenn er nur einmal schläft, ist es unterschiedlich, manchmal schläft er dann gegen 11:00 Uhr schon, manchmal aber auch erst gegen 13:00 Uhr. Der Große hat übrigens lange Mittagsschlaf gemacht. Er hat erst knapp vor seinem 4. Geburstag aufgehört mittags schlafen zu gehen. Er hat auch nachts erst mit 4 bis 4,5 Jahren angefangen verlässlich durchzuschlafen. Davor ging es nicht und den Mittagsschlaf weglassen ging davor auch nicht. Das haben wir probiert und er war dann nur müde und am Nachmittag dann vor Müdigkeit nur hysterisch und ständig am Heulen und abends, wenn es ins Bett ging, dann überdreht und ewig nicht am Einschlafen. Und da hab ich es dann auch gelassen, wie es für ihn am besten gepasst hat und eben so gemacht, dass es eben über einige Monate so ging, dass er manchmal tagsüber noch geschlafen hat und manchmal nicht. Je nachdem wie müde er war und wie der Tag war. Beim Schaukeln im Garten ist er ohnehin noch oft eingeschlafen (Schaukeln liebt er nämlich) oder beim Autofahren. Beim Autofahren schläft er heute noch mit seinen knapp 6 Jahren oft ein. Es wirkt sich zum Glück aber nicht auf seinen Nachtschlaf aus. Also ich würde es nach deinem Gefühl machen und so, wie du es jetzt machst. An manchen Tagen schläft er dann eben noch und an anderen Tagen nicht. Ich weiß, es ist anstrengend, aber ich glaube, dass es sich von alleine dann einpendelt, dass sie es dann einfach irgendwann aushalten, ohne dass man da groß eingreift.

von sunnydani am 27.01.2020, 14:25



Antwort auf Beitrag von sunnydani

Ach ja und an vielen Tagen, an denen er sehr früh aufsteht (meistens stehen meine Kinder nämlich schon sehr früh auf), schläft er dann morgens oft schon im Kinderwagen ein, wenn ich den Großen zu Fuß in den Kindergarten bringe. Da schläft er dann morgens und geht dann meistens mittags noch einmal schlafen. Aber grundsätzlich haben wir seit einigen Wochen tagsüber keinen festen Rhythmus mehr beim Schlafen. Es ist einfach nicht immer ganz gleich. Aber irgendwann wird es sich schon wieder einpendeln ;-) Ich wünsche dir alles Gute!

von sunnydani am 30.01.2020, 09:05