Schlafen, einschlafen, durchschlafen

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Alleine einschlafen im Bettchen

Thema: Alleine einschlafen im Bettchen

Hallo Ihr Lieben, hoffentlich könnt Ihr uns bei unserem Schlafproblem weiterhelfen: Unser Sohn (18 Monate) schläft seit Geburt bei uns im Elternschlafzimmer. Leider findet er alleine nicht in den Schlaf und schläft daher bei uns im Familienbett ein, um dann in sein Gitterbettchen rübergetragen zu werden. Weil wir im Juli unser zweites Kind erwarten, haben wir ihm ein Hausbett für sein Kinderzimmer gekauft, in dem er direkt einschlafen soll - damit er nach der Geburt auch weiterhin einen erholsamen Schlaf hat. Seit 4 Tagen versuche ich das „neue Einschlafen“ jetzt schon: ich habe eine Matratze neben sein Bett gelegt. Aber es ist die reinste Katastrophe. Der arme Kerl schreit / weint sich total in Rage. Nach 1-1,5h breche ich ab, weil das für uns beide eine richtige Qual ist. Ich erkläre ihm jedes Mal, dass wir das Einschlafen im eigenen Bettchen üben, er nicht alleine ist und es ok ist, traurig bzw. wütend zu sein. Sich anfassen uns trösten lassen, will er nicht. Er weint dann sogar noch mehr. Habt Ihr Tipps, was ich anders machen kann / soll? Soll ich „hart“ bleiben und ihn weiter weinen lassen? Wie kann ich ihm nur helfen?

von Beffi1980 am 10.05.2021, 20:50



Antwort auf Beitrag von Beffi1980

Hallo Beffi1980, Ich kann nicht genau die gleiche Erfahrung teilen, aber ich möchte dennoch dazu etwas schreiben. Mein Sohn ist fast 12 Monate alt und wir hatten Schwierigkeiten den Mittagsschlaf ins Bettchen zu verlagern. Ich habe zuerst mit Ihm „geübt“ im Bettchen zu liegen. Einfach, dass er sich daran gewöhnt. Vielleicht kann man daraus ein Spiel während des Tages machen, denn dein Kind ist ja schon sehr viel älter. Als mein Sohn dann gut im Bettchen liegen blieb habe ich den Mittagsschlaf im Bettchen begonnen. Es gibt immer noch Protest, den Protest ignoriere ich. Ich bleibe da, aber das Verhalten wird von mir nicht beachtet. Es wird weniger und das Einschlafen klappt sehr viel besser. Mir bzw ihm hat geholfen, dass ich verschiedene „Methoden“ gefunden haben, um ihm beim einschlafen zu helfen. Er mag es, wenn ich mit den Fingerkuppen über seinen Körper gehe, dann bleibt er ganz ruhig liegen und beruhigt sich auch, wenn er sich aufgeregt hat. Wenn das nicht funktioniert, dann versuche ich das shhhhhh in Verbindung mit Streicheln. Das klappt meistens am besten, wenn er Bauchschmerzen hat, dann genießt er das. Ich mach auch immer Meditationsmusik an, das hilft auch mir beim entspannen und ruhig bleiben. Als ich verstanden hatte, dass ich „Methoden“ finden sollte, um ihn zu helfen einzuschlafen wurde es sehr viel einfacher und es ging sehr viel einfacher. Kinder bzw Babys können eventuell nicht selbst in den Schlaf finden und brauchen unsere Anleitung und unsere Unterstützung. Ich war sehr mit dieser Situation überfordert, nicht nur damit, aber… Ich habe auch das Gefühl, dass wir uns wieder näher kamen und wir eine bessere Beziehung aufbauen. Es baut vertrauen auf und schafft ein sicheres Umfeld. Ach, und wovon ich mich auch verabschiedet habe, Erwartungen, dass er innerhalb von 10 Minuten einschläft (ich übertreibe nun). Ich merke, ich wurde oft ungeduldig und genervt, wenn es lange dauerte und dann wurde es nur schlimmer. Ich finde 1 bis 1,5 Stunden schon sehr lange, kein Wunder, dass man dann nicht mehr kann. Ich würde dir nicht empfehlen abzubrechen, aber die Rahmenbedingungen zu verbessern. Eben z. B. das auf dem Rücken oder Seite oder Bauch liegen zu üben und eine „Methode“, eine Hilfe finden, um deinem Sohn Entspannung zu vermitteln. Das wird bestimmt etwas dauern bis man da mehrere Hilfen findet, die man anwenden kann. Wenn er sich so in Rage geschienen hat wird er eher schlecht einschlafen. Er sollte sich entspannen und dann in den Schlaf finden. Wahrscheinlich weißt du das ja alles… Ich hoffe dennoch, dass du etwas mitnehmen konntest aus meinen vielen Worten. Durchhaltevermögen und Kraft Liebe Grüße JaDo

von JaDo am 10.05.2021, 21:17