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Männer in meinem Leben...

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Hallo Zusammen, kurz etwas vorneweg, eigentlich habe ich bei rub einen anderen Nick, aber unter dem möchte ich dies alles nicht schreiben, Ihr werdet bald verstehen warum :-) Sollte mich jemand "erkennen": behaltet es einfach für Euch :-) Und eigentlich habe ich /(zumindest jetzt) noch keine so konkrete Frage, ich glaube, ich muß einfach vor "Zuleserschaft" meine Gedanken sortieren und vielleicht bekomme ich ja doch auch wertvolle Gedanken dazu Also los: Ich bin seit gut 10 Jahren mit meinem "Mann" (nicht verheiratet) zusammen, wir haben zwei Kinder, wir leben zusammen; ich bin aber nicht finanziel abhängig, arbeite selbst voll. Unser Beziehung wurde nach einigen Jahren immer schwieriger, die Kinder nervten meinen Mann, ich nervte meinen Mann, wirklich Kompromisse in der Beziehung fallen ihm schwer. Er ist der Typ der erst mal seine Bedingungen erfüllt sehen will, DANN kann er einen Schritt tun. Ist so, stört mich nicht wirklich, ich habe den Mechanismus ja erkannt :-) Seine Liebe und sein respekt mir gegenüber nahmen über die jahre immer mehr ab. Grundsäzlich bedauerte ich das zwar, ich bin aber ein mensch, der (eigentlich....) nicht zwingend die Liebe (... was ist das...? ...) braucht, ich weiß was ich selbst wert bin. Ich habe immer gesagt:"solange sein Verhalten die Kinder nicht (zu) negativ beeinflußt, kann ich so trotzdem ganz gut leben, auch wenn es nicht das Ideal ist". Nunja, irgendwann war es aber eben auch hier soweit daß die Beziehung zerbrach, weil es eben auf unserer (schiefen) Basis nicht mehr ging. Ich trennte mich. Diese Trennung warf nun menen Mann total aus der Bahn, er wurde sehr sehr krank. Allerdings hat er diese Zeit auch wirklich als Chance genutzt und er dachte massiv über sich und seine Art zu sein nach, arbeitet an sich und nach über einem halben Jahr Trennung sah ich genug Basis, daß wir wieder gut miteinander Leben können. Wir sind jetzt wieder seit fast 2 Jahren im Rahmen des Normalen ein gutes Team, die Basis unserer Beziehung ist eine andere als vorher, er kann vieles anders sehen und klar, auch ich habe mich verändert. Es "läuft" also wieder. Es läuft normal, nicht supergut und himmelbau, aber ich kann mit dem Status quo durchaus gut leben. ..... Aber jetzt... Ich habe seit 8 Jahren einen Kollegen mit dem ich mich immer sehr gut verstanden habe. Seine Kinder sind so alt wie meine, er ist so alt wie ich. Vor einigen Jahren hat er mir mal vorsichtig angedeutet, daß es in seiner Ehe nicht besonders gut läuft (Lieblosigkeit, sexuelles Desinteresse, Auseinanderleben...). Ich habe ihm immer gut zugeprochen und er ist auch ein sehr angagierter Vater. Wir leben über 160 km auseinander snd aber beide beruflich viel unterwegs. 2006 bin ich von unserem gemeinsamen Arbeitsgeber weggegangen und merkte kurz darauf, wie sehr mir unsere Gespräche (zu 90% geschäftlich, 10% nur privat) fehten, der Austausch, das "Stimmige". Genau in diese Zeit fiel auch die Trennung von meinem Mann. Und es kam, was kommen mußte: :-) Der Exkollege und ich kamen uns näher :-) Das ging soweit, daß er (und auch ich) begann, gemeinsame Zukunftspläne zu schmieden. Allerdings wußte außer uns niemand "von uns". Wir wollten das eben auch für uns haben, unser Ding. Nunja um es kurz zu machen: er kam mit seiner Trennung Zuhause nicht in die Pötte, denn dann häte er seine Kinder "verloren" (im täglichen Umgang). Das habe ich gut verstanden. Er hat immer den Willen bekundet, die Trennung zu vollziehen, es aber nie in Angriff genommen. Und mit den Monaten (wir sahen uns nicht wirklich oft.. Entfernung... verschiedene Jobs....) habe ich eben auch gesehen, daß auch er nur "mit Wasser kocht", ein netter toller Mann ist... aber irgendwie nicht mehr. Und ich bezweifelte, daß es gut geht, ihn von seinen Kindern wegzuholen. Ich beendete die Beziehung dann auch (als sich abzeichnete daß mein Mann und ich wieder nach einer gemeinsamen Basis suchen wollen) und er (der Kollege) nahm es einfach hin. Trotzdem: wir telefonieren jede Woche 1-2 mal, wir verstehen uns weiterhin supergut und.... sehen uns 1x pro Jahr für ca. 2 tage (mit anderen Kollegen zusammen). Über die Kinder reden wir viel, über berufliches, aber unsere Beziehungen klammern wir zu 99% aus :-) Ich wußte auch die letzten 2 Jahre nicht wirklich, ob es für ihn OK war, daß unsere "Liebe" so im Sande verlief (er wohnt immer noch mit seiner Frau zusammen, aber sie schlafen schon seit Jahren getrennt). Ihn Fragen?.... geht nicht... Ob da noch was für mich da ist.... Tja... und nun war unser jährliches Treffen die letzten Tage und es beschäftigt mich sehr. Ich habe an Blicken und einer kleinen Geste gemerkt, wieviel da noch bei uns da ist...keiner von uns beiden hat es gesagt, gezeigt, wir waren beide sehr vorsichtig mit uns. Ich denke, es reicht nicht, um unsere beidern Leben völlig aus den Bahnen zu werfen, Kindern die funktionierenden Familien wegzunehmen, stabile finanzielle Verhältnisse völlig auszuhölen. Aber... ich möchte diesem Mann gerne einen besonderen Platz in meinem Leben geben.... Und machnmal denke ich, daß für diesen Man JETZT nicht die Zeit ist, daß die vielleicht (!) später einfach noch kommt, wenn die Kinder größer sind, selbst aus dem Haus gehen... (Mein Mann hat Pläne für sein Alter, die ICH nicht mittragen möchte, das weiß er auch). Kann man so denken/fühlen? Darf man das? Geht das, daß man das alles so vorneinander "trennt"? Daß man evtl. jetzt schon "Pläne" (eher: Vorstellungen, Gedankenreisen) für ein Leben später macht? Wie weit verrate ich da meinen Mann? Alles nicht grad so einfach momentan :-) Ich schicke das jetzt mal ab, mal sehen... Alles Gute Iris


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Hallo Iris, irgendwie hat mich das, was du geschrieben hast sehr berührt. Es gab auch in meinem Leben einen Mann für den ich so gefühlt habe und eigentlich auch immer noch fühle. Allerdings war ich damals Single. Er wollte sich nicht fest binden und ich habe dann vor 6 Jahren meinen jetzigen Mann kennengelernt und habe geheiratet und habe einen Sohn. Es ist alles ok, wir vertrauen uns unsere Partnerschaft wächst und doch habe ich diesen anderen Mann nie so ganz "vergessen". Wir telefonieren höchstens 2x im Jahr und das wars. Über Gefühle reden wir nicht, aber sie sind da. Ich frage mich wie du, ob man so denken und fühlen darf. Ich lasse es zu, zwar noch mit einem schlechten Gewissen, aber er ist keine Gefahr für die Beziehung zwischen meinem Mann und mir, aber loslassen kann ich ihn noch nicht. LG Manu


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Kann man so denken/fühlen? - ja, offenbar kann man das. Darf man das? - natürlich darfst du so denken und fühlen. die gedanken sind frei. Geht das, daß man das alles so vorneinander "trennt"? - offenbar Daß man evtl. jetzt schon "Pläne" (eher: Vorstellungen, Gedankenreisen) für ein Leben später macht? - gehen tut es offenbar. die frage ist, ob es dir guttut und wie dein mann dazu steht. wenn BEIDE zu einer gewissen zweckbeziehung bereit sind und so pragmatisch zu sehen, dass ihre beziehung überwiegend durch die kinder zusammengehalten wird und dass die beziehung mit ihrem auszug den boden verlieren könnte - warum nicht? meine lebensvariante wäre das nicht, aber wenn beide beteiligten zufrieden sind ist m.e. erlaubt, was niemandem schadet. Wie weit verrate ich da meinen Mann? - solange du ihm nichts sagst und in dem glauben lässt, "alles ist gut" ist das m.e. schon ein verrat; ein "ich halt ihn mir noch warm aber wenn die kinder raus sind will ich ihn nicht mehr". ich habe den eindruck, du stehst nicht zu deinem mann und er erfüllt halt für dich mehr das bedürfnis, ein halbwegs intaktes familienleben vorweisen zu können. wieso bist du denn mit deinem mann zusammen?? liebst du ihn? wenn du ihn liebst, wieso geht ihr dann nicht in eine gemeinsame auseinandersetzung mit dem ziel, eine GEMEINSAME mögliche lebensplanung für die nach-den-kinder-phase zu finden? es klingt nicht so, als würdest du ihn lieben und auch nicht so, als würdest du selbst dich mit deinem anteilen auseinandersetzen, die eure beziehung funktionierend, aber nicht schön machen. habt ihr überhaupt eine emotionale basis?


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Klar geht das, manchmal sogar sehr gut... Ich wöllte nur nicht jetzt auf Sparflamme leben (und lieben) für ein Leben, das evtl. in 5?10? Jahren kommt oder auch nicht... Dinge verändern sich, für manche ist die Zeit im Leben reif, für manche kommt sie erst noch, manche hat man verpasst, für manche Dinge kommt die Zeit nie. So ist das Leben. Planen kann man das wohl nie so genau. Wenn Du damit zufrieden (glücklich ist ja was anderes) bist, warum nicht?! Ich könnte das nicht. Dazu bin ich zu emotional (einer meiner zahlreichen Fehler). Bei mir gilt: Alles oder Nichts. Aber danach fragtest du ja nicht... Inwieweit du deinen Mann verrätst, hängt auch von seinen Erwartungen und Vorstellungen in Hinblick auf eure Beziehung ab. Du schreibst, er hat spezielle Vorstellungen für später, die du nicht mittragen willst/ kannst. Wenn er das weiss, kann er sich ja sicher ausrechnen, dass eure Beziehung das evtl. nicht mitmacht (weiss jetzt ja nicht, wie krass die Unterschiede sind). Wieviel Potential noch bei euch drinsteckt, musst du selbst beurteilen. Viel Glück Jana


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Danke zuerst Mal :-) Ob mein Mann sich verraten fühlen würde... ... das kann ich beim besten Willen (jetzt noch) nicht sagen. Die Planung seines Lebensabends findet in einem anderen Land statt. Ich will hier nicht weg, nicht dort hin wo er hinwill. Definitivhaben beide in meonem Herzen einen großen Platz. Mein Mann sicher einen größeren, oder besser: konkreteren und täglich geforderten als der andere. Danke erst mal für die ersten Antworten, Iris