Mitglied inaktiv
Ihr werdet euch erinnern, wie sehr ich mich über Delfin4 aufgeregt habe. Kaum vorstellbar, aber wahr, dass mir in diesem Zusammenhang nicht ein Ereignis eingefallen ist, das mich im letzten Jahr im höchsten Maße erstaunt hat. Ihr wisst ja vielleicht, dass ich aus Dortmund komme. Wie die meisten anderen Städte hat auch Dortmund soziale Brennpunkte. Einer davon ist der „Dortmunder Norden“. Es gibt dort u.a. eine Grundschule mit einem Ausländeranteil von 83% (!). Wenn wir dem Tenor von Delfin4 folgen wollen, ist ja einer der Hauptgründe für das schlechte Abschneiden der deutschen Schulen bzw. Schüler im internationalen Vergleich, dass vielen Kindern bei der Einschulung die sprachliche Kompetenz fehlt. Das Unglaubliche ist nun, dass genau DIESE Schule im Dortmunder Norden im letzten Jahr als beste Grundschule Deutschlands ausgezeichnet wurde!!! Ich hab euch mal 3 Links rausgesucht. Für alle, die noch Kinder im Vorschulalter haben, sollte das Pflichtlektüre sein. http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,453740,00.html http://www.stern.de/politik/deutschland/578259.html?nv=cb http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/9517.asp Ich finde es absolut unglaublich, was eine engagierte, empathische Rektorin mit motiviertem Lehrstab und interessierten Eltern bei den sicher oft unterprivilegierten Kindern erreichen. Und sie brauchen nur eine „Vorlaufzeit“ von 8 Monaten statt wie bei Delfin4 2 Jahren, um die Schwächen der Kinder zu erkennen und regulierend zu handeln. Wenn diese Schule es unter den denkbar schlechtesten Voraussetzungen schafft, die beste Grundschule Deutschlands zu werden, was wäre dann erst machbar an einer „normalen“ Schule? Aber dazu muss man mal raus aus den ausgelatschten Pfaden und neue Wege beschreiten. Wäre ich heute jung und aktiver Erzieher, wäre genau dies mein Ansatzpunkt, zu versuchen, zusammen mit Erziehern und anderen Eltern das Ruder für die Kinder rumzureissen. LG Marion
Mein Traum wäre es, wenn engagierte Menschen aus den entsprechenden Berufen nach ihrer offiziellen Arbeitszeit sich ehrenamtlich und gegen geringes Honorar an sog. Problemschulen oder aber auch an allen Schulen betätigen würden. so könnte bspw. "Das offene Ohr" nicht mehr ein Briefkasten sein, sondern eine Person von außen, bei der die Schüler keine Sanktionen befürchten müssen. Was bei den Erwachsenen geht, nämlich ein Schiedsrichter, das sollte doch an Schulen nicht ausgeschlossen sein?! Ich kann mich an meine eigene Schulzeit erinnern. Der sog. Vertrauenslehrer war so derart parteiisch und zwar für seine eigene Partei, dass alsbald niemand mehr hinging...es ändert sich ja doch nichts... Ich unterstütze voll und ganz die Grauen Panther in ihrem Anliegen, dass es kein altes Eisen gibt, dass jedes Eisen geschmiedet werden kann, solange es noch in der Nähe des Feuers liegt, sprich im Leben steht. Wir sollten so etwas einmal per Petition in die GraueAnzügeFraktionOhneBodenhaftung bringen?! LG, AyLe P.S. Habe Marta geschrieben...