Mitglied inaktiv
Hallo Ich hoffe das mir hier ein paar hilfreiche Tipps gegeben werden. Denn ich weiß nicht was ich tun soll und mein Mann meint ich übertreibe. Nun zu meinem Problem Meine Schwiegermutter 59 bereitet mir Sorgen. Ich denke das sie Depressiv ist und weiß nicht wie ich ihr helfen kann. Ihre Geschichte Sie hat sehr jung geheiratet lebt noch immer mit ihm zusammen gibt aber nur noch krach. Sie hatte 1 Totgeburt Zwei tolle gesunde Söhne Sie war die meiste Zeit mit den Kindern allein, liebte aber die entscheidungsfreiheit und hatte immer hilfe von ihren Geschwistern. Sie war früher in Vereinen und nahm am Dorf gescehen Teil und hat Getuppert. Sie ging immer arbeiten. Heute hör ich sie nur jammern Sie ist nie über den tot des Kindes gekommen... Die Mutter starb zu früh... Sie hatte die böse Schwiegermutter... Die kollegen sind alle doof... Arbeiten ist ist ne qual... Im Dorf wird nur getratscht... Ihre Geschwister wohnen so weit weg... Der eine Sohn wohnt so weit weg... Ihr mann ist kaum da... Läd man sie ein (Bekannte)geht sie nicht hin ist ja eh alles so erzwungen... Sie ist ja immer sooo allein will aber keienen Besuch von Bekannten oder Verwanten (Kinder und Geschwister ist Ok)... Will man was unternehmen ist es nix für sie (museum) oder zu anstrengend (zoo) Wald ist zu kalt usw.... Urlaub ist doof Venedig zb ist NUR dreckig Spanien zu Warm Norwegen zu einsam Paris ist nur ne schöne Fassade... Spontanität geht garnicht... Neues wird erst ewig schlecht geredet bis es schlecht ist... Anfangs hat sie sich um die Enkel gekümmert jetzt werden sie vorm Fernseher geparkt... Das war grad ein kleiner Auszug von dem was ich mir 2-3mal die Woche anhören muß. Alles ist schlecht oder falsch. Man kann ihr nichts recht machen.Sie ist nur am Jammern und meckern. Ich glaub ich hab sie noch nie (8Jahre kennen wir uns) richtig lachen sehen... Mich mach das echt fertig. Ich bin sehr lebensfroh und positiv eingestellt und zähl auch immer die schönen Dinge des lebens auf aber ich hab bald keine Kraft mehr. Die frau macht mich fertig. Ich werd selbst noch depressiv wenndas so weiter geht. Ich habe keine Lust mehr sie zubesuchen aber mein schlechtes gewissen treibt mich hin. Ich denke so hat sie wenigstens mich zum reden und sieht ihre Enkel.Obwohl die Kinder auch bald keine Lust mehr haben weil es bei Oma langweilig ist. Wie sag ich ihr das sie vielleicht mal aus ihrem Loch raus kommen soll die Augen öffnen und die schönen Seiten des lebens suchen soll. Sie vermiest sich ihr leben selbst. Ich mache mir ernsthafte gedanken das sie anfängt zu trinken oder Tabletten zunehmen oder sonst für dummheiten macht. Ihre Söhne sehen sie nicht so oft wie ich und sehen auch die ernsthaftigkeit nicht was zu unternehmen. aber ich bin echt in Sorge. Wie sag ich ihr das sie hilfe graucht und evtl einen Arzt aufsuchen sollte?
Ich finde es zwar unheimlich lieb, dass du dir so Sorgen um deine Schwiegermutter machst, sitze aber trotzdem gerade grinsend vor deinem Beitrag. Du hast sie so wunderbar beschrieben, so detailliert, und ich glaube, viele von uns kennen einen Menschen wie deine Schwiegermutter. Es wundert mich übrigens nicht, dass ihre Söhne sich kaum oder gar keine Gedanken um sie machen, denn sie kennen sie wohl nicht anders. Anscheinend gehört sie zu den Menschen, denen man rein gar nichts recht machen kann und für die das Jammern der Lebenszweck ist. Da kannst du überhaupt nichts dran machen, und ich finde es sehr, sehr schade, wenn du dich von ihrem Verhalten runterziehen läßt. Mach dich mal frei von dem Gedanken, du könntest oder müsstest sogar etwas gegen ihre Unzufriedenheit tun. Da ist schon jeder selbst für verantwortlich. Weißt du, was ich richtig Klasse fände? Wenn du dein Posting mal ausdrucken und ihr zu lesen geben würdest. Vielleicht hätte sie dann mal einen Lichtblick und würde feststellen, dass sie sich selbst im Wege steht. Die Tatsache allein, gesund zu sein, gesunde Söhne und gesunde Enkel und dazu noch Arbeit zu haben - und als Sahnetüpfelchen eine liebevolle Schwiegertochter, die sich echt einen Kopf macht: Mann, die Frau ist ein Glückskind! Dass eine Totgeburt einen ein Leben lang nicht losläßt, kann ich weiß Gott gut verstehen. Man kann aber nicht alles Gute im Leben verleugnen, weil man einmal etwas Furchtbares erlebt hat. Wer es nicht schafft, ein so traumatisches Erlebnis zu verarbeiten, sollte sich professionelel Hilfe holen. Das ist man sich selbst und seiner Umwelt schuldig, finde ich... Hör also auf, über Dinge nachzudenken, die du eh nicht ändern kannst und konzentrier dich auf dein eigenes Leben. Es gibt einen Spruch von Friedrich Oetinger, der mich mein Leben lang begleitet. Den solltest du verinnerlichen: Gott gebe mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden... LG Marion
Hallo Ratsuchende ich kann mich nur an den Worten von Marion anschließen, sie ist so und wird sich nicht ändern, es gibt so Menschen tatsächlich die nur nörgeln können, und jammern.. Es gibt bei euch sicher auch Bus unternehmen die 1 Tagesausflug machen Wäre eine Idee Ihr ein Gutschein zu schenken, dann kann sie sich dort anmelden.. lass dich nicht mitreißen und Pass auf dich auf.. alles Liebe silvia
Hallo erst mal danke für die ersten antworten. Ich weiß wohl das sie nie wirklich glücklich sein will/kann aber das problem ist halt das es erst seit zwei Jahren so ist und immer schlimmer wird. Sie geht nicht mal mehr auf den Friedhof damit niemand mit ihr smalltalk hält... Im letzten halben Jahr ist es mir auch erst richtig arg aufgefallen. Es gab Zeiten da haben wir abends alle zusammen gesessen und hatten spass. Ichvermiss das auch ein wenig. Meinen Schwiegervater hat sie auch schon "vergiftet"
Du hast in deinem Eingangsposting aber geschrieben, dass du sie in 8 Jahren noch nie richtig hast lachen sehen... Spielt aber im Grunde keine Rolle. Du bist nicht ihre Therapeutin. Wenn ihr Leidensdruck groß genug ist, wird sie schon in die Hufe kommen. Aber vielleicht gefällt sie sich auch in der Rolle der ewig zu-kurz-Gekommenen, der Unverstandenen, der Benachteiligten, der von Gott und der Welt Verlassenen und was weiß ich. Wem ist denn geholfen, wenn du, wie du schreibst, selbst bald depressiv wirst wegen ihr? Vielleicht hast du ja ein Helfersyndrom ;o). Aber du verschwendest deine Energien. LG Marion
Hallo, ich senf auch mal mit... die Ursachen für solche Veränderungen können vielfältig sein, dafür müsste sie zum Arzt gehen. Die beschriebenen Veränderungen kenne ich z.B. von meiner Mutter, und die wiederum hatte diese Symptome schon am Anfang ihrer Parkinson-Erkrankung. Das wurde dann, nachdem die Krankheit erkannt und behandelt wurde, auch nicht besser. Aber es können auch Depressionen sein, die durch Medikamente gut in den Griff zu kriegen sind. Ein Arztbesuch wäre dringend zu empfehlen! LG und dir alles Gute - und meine Achtung dafür, dass du das alles mitmachst und ihr nicht einfach den Rücken zukehrst! M.
da ist aber dann Professionelle Hilfe angesagt, hatte meine Oma auch, Nachbarin hätte Geld geklaut und der Postbote hat Ihr Wäsche geklaut,das ist eine Krankheit, wie Putzneurose, und all diese Krankeheiten, wie Waschneurose etc etc.. das schaffst du nicht ohne Ärzte... silvia