kleinvenzi
Habe vorhin in den Nachrichten gehört, dass die Anzahl der Jugendlichen, welche sich ins Koma trinken zunimmt. Sehr erschreckend ist zudem, dass schon 12-15jährige dabei sind. Da frage ich mich: "Was ist dort im Elternhaus los?"
Hallo Katharina,
und weißt du was, das fragst du dich zu Recht. auf der anderen Seite, wenn ich sehe, wie so manches Kind in meinem Umfeld tickt, kann ich nur den Kopf schütteln. Ich habe meinen Mann schon so oft gefragt, ob ich eigentlich unser Kind zu konservativ erziehe. Er meinte, manchmal könnte ich schon etwas lockerer reagieren, aber auf der anderen Seite meint er auch, dass ich das schon recht mache, wenn er so die anderen sieht. Ich habe nur ab und an den Verdacht, dass sie sich manchmal zu wenig wehrt. Am Mittwoch kam sie nach der Schule nach Hause und meinte, dass ihre Lehrerin sie noch mal zurück gerufen hätte. Ich fragte natürlich sofort, was sie ausgefressen hat. Sie meinte nur "nichts Mama, die Frau S... hat gesagt, Amelie du bist ein tolles Mädchen".
. Ich habe ihr angemerkt, wie stolz sie war, aber wenn man sie nicht kennt, hätte man meinen können, sie hat gerade gesagt, schönes Wtter draußen. Das bestärkt mich dann wieder in meiner Erziehung. Natürlich ist es sehr viel anstrengender, sich mit seinem Kind auseinander zu setzen, Konsequenzen einzuhalten und auch manches verbieten, als sein Kind einfach laufen zu lassen. An dem Tag, als wir unseren Casillas geholt haben, war der Nachbarsjunge da. Ich habe Amelie die Leine gegeben. Er hat ihr die Leine einfach aus der Hand genommen. Amelie sagte ihm, dass er die Leine wieder hergeben solle. Machte er nicht. Ich habe ihm gesagt, dass er Amelie die Leine geben soll, machte er nicht. Was ich das schlimme fand, die Mutter stand daneben und hat keinen Ton gesagt. Wäre es umgekehrt gewesen, hätte ich Amelie schon mal fragen müssen, ob sie eigentlich etwas an den Ohren hat, oder welchen Teil sie jetzt nicht verstanden hat an, sie solle die Leine zurück geben. Das ist eigentlich Pillepalle, aber da fängt es meiner Ansicht nach an. Vielleicht bin ich auch schon zu alt und kann mit der Einstellung der jungen Eltern nicht mehr mithalten.
Liebe Grüße
Sabine
Hallo Katharina, ja solche Nachrichten hört man immer öfter. Es ist wirklich erschreckend,zumal 12 jährige in meinen Augen noch Kinder sind. Ich bin mir nur nicht sicher,ob es immer am Elternhaus liegt. Sicherlich mag es viele Kinder oder jugendliche geben,die von ihrem Elternhaus bzw.der Familie nicht die nötige Aufmerksamkeit und Zuneigung erhalten. Doch ich denke,es hat noch einen anderen Grund. Mithalten können mit den Anderen,nicht ausgegrenzt werden von den Anderen,einfach experimentieren mit dem,was die Älteren schon dürfen. Wir hatten auch so einen Fall im Freundeskreis. Nette Familie,ein Kind.Alles lief gut,kurz vor dem Abitur lernte das Kind leider die falschen Freunde kennen und machte Bekanntschaft mit Drogen. Zum Studium in eine weiter entfernten Stadt. Kam dort auch wieder in "schlechte Gesellschaft" und wurde schwerst drogenabhängig.Studium geschmissen,keinen oder kaum Kontakt mehr zu den Eltern. Vor einiger Zeit,als es gar nicht mehr ging wurde das Kind von den Eltern in eine Landesklinik eingewiesen. Mittlerweile hat sich das Kind wieder etwas gefangen,lebt jetzt wieder bei den Eltern und hat massive körperliche Beschwerden. Die Eltern haben immer alles für ihr Kind getan und trotzdem mussten sie dieses Schicksal erleiden. Das Kind war aufgeweckt,gut erzogen und kein ja-Sager. Mir bzw.uns war es immer wichtig einen guten Draht zu den Kindern zu haben,ihnen zu vermitteln dass es nichts gibt,über das man nicht sprechen kann.wenn sie einen Fehler machen,versuchen wir gemeinsam,eine Lösung zu finden.ihnen einfach das Gefühl zu vermitteln,wir sind für euch da. Wir haben Glück gehabt,gott sei dank.
Erstmal danke, ich antworte noch ausführlicher L.G. Katharina
Du bist mit Sicherheit nicht zu alt, für die Erziehung. Es ist nicht falsch, sein Kind konserativ zu erziehen. Erziehung findet in der Familie statt und nicht wie viele Leute meinen, in der Schule oder im Kiga,. Auch kann man die Fehler nicht immer nur in der Gesellschaft suchen. Die Zeit der antiautoritären Erziehung gehört der Vergangenheit an. Kinder können nicht alle Entscheidungen alleine treffen. Deswegen muss man sein Kind nicht einengen. Es muss nur ein vernünftiges Maß gefunden werden. Sieh es nicht so sehr eng, mit dem Nachbarsjungen-ist ebend ein Junge und er fühlt sich überlegen. Was die Mutter betrifft, ärgere Dich nicht! Schönes WE wünscht Katharina ![]()
Naja, kurz vor dem Abi ist man kein Kind mehr. In dem Alter gehen sie ihre eigenen Wege . Aber mit 12 Jahren sollte man schon noch ein Auge darauf haben, mit wem das Kind die Freizeit verbringt. Auch wenn beide Eltern arbeiten muss Zeit für die Kinder sein. Der große Teil der Familien regelt es sehr gut. Es geht nicht von heute auf morgen, dass Kinder mit Alkohohl oder anderen Drogen anfangen. Solche Probleme sollten in dem Alter schon auffallen. Aber Du hast recht, wenn Du sagst, es gibt glückliche und weniger glückliche Familien. Auch Dir ein schönes WE -viele Grüße- Katharina. ![]()
Ich hab leider die Grüsse vergessen! Sorry!
Dir auch danke. bin jetzt bloß auf dem Sprung Gruß Katharina
Da kann ich dir aus Erfahrung sagen, das hat nicht immer was mit dem Elternhaus zu tun, meine eine Tochter kam mit 13 Nachts nicht nach Hause, hat auch alles ausprobiert, und wir haben unseren Kindern so was nie vorgelebt und auch nicht beigebracht !!! Ich frage mich bis heute ( inzwischen ist sie erwachsen ), warum hat sie das getan, das einzige was für mich da Sinn ergibt, sie ist in falsche Kreise geraten, und das wir das nicht schnell genug gemerkt haben, ist das einzige was wir uns vorwerfen können !!! LG Alex
Hallo Alex, wie gesagt ,ich glaube auch dass es ganz oft der falschen Freundeskreis ist. Aber muss man sich als Eltern vorwerfen dass evtl.nicht gemerkt zu haben? Hätten wir als Eltern überhaupt die Chance,das verhindern zu können? Man könnte an die Vernunft der Kinder appellieren aber sind die Kinder in der Lage zu verstehen, wie die Konsequenzen aussehen? Wollen sie das überhaupt? Nicht umsonst ist die Pubertät eine Zeit,In der sich die Jugendlichen selbst und ihren eigenen Weg finden müssen. Viele nehmen einen Umweg in Kauf,andere gehen den geraden Weg. Wichtig ist dass sie irgentwann ankommen! Lg Anja