Elternforum Für Omas

Mal eine Oma-Zeit-Frage ...

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Liebe Omas in diesem Forum, ich habe zwei Kids im Alter von 6 Jahren und 2 Jahren. Wie handhabt Ihr das mit Oma-Zeiten? Also speziell meine Frage: Ist es denn wirklich so unverschämt von mir, wenn ich einfach mal voraussetze, daß Oma mit meinen zwei Kids auch mal Zeit verbringt? Ich mein, was ist so schlimm daran? Ich bin mit Leib und Seele Mama, wer mich kennt, der kann das wirklich bestätigen, aber manchmal möchte ich auch mal Zeit mit meinem Mann z.B. allein haben, oder einfach auch mal allein für mich was machen. Wenn ich dann also meine Mutti anrufe und nachfrag, ob sie die Kinder vielleicht mal von der Kita bzw. Hort abholt, dann muß ich wirklich immer trifftige Gründe haben, wieso ich das nicht selbst machen kann. Und selbst da ist es dann oft so, daß sie es nicht macht aus irgendwelchen - für mich manchmal auch fadenscheinigen - Gründen. Es ist absolut nicht so, daß ich meine Kinder täglich oder aller 2 Tage zu ihr geben möchte, nein absolut nicht. Aber ist es denn wirklich fatal, wenn ich vielleicht 2 Tage die Woche für ein paar Stunden die Kinder zur Oma geben möchte? Sie wohnt 5 Minuten von hier entfernt - Fußminuten wohlbemerkt. Es ist also nicht so, daß sie erst ewig mit Bus oder Bahn fahren müsste. Auch wenn Elternabend in Kita oder Schule ansteht, dann klappt es meistens gar nicht. Mittlerweile ist es schon so, daß dann mein Mann früher von der Arbeit kommt, damit einer von uns Beiden zum Elternabend gehen kann. Verlange ich wirklich zuviel? Dazu muß ich noch erwähnen, daß mein mittlerweile 30-Jähriger Bruder noch immer bei Mama wohnt und es sich dort richtig gut gehen läßt. Er ist arbeitslos (seit seiner Ausbildung) und empfindet es als anstrengend und nervend, wenn er gebeten wird, seine Nichte zusammen mit der Oma aus dem Kiga abzuholen. Sobald er ca. 5 Mal gefahren ist, wird von seiten meiner Mutter nach Spritgeld gefragt oder es kommen Spitzen. Ich fühle mich zunehmends unverstanden und es will einfach nicht in meinen Kopf, daß meine Mutter sowenig Interesse an ihren Enkeln zeigt. Nach außen hin erzählt sie immer, was sie alles für ihre Enkel und für ihre Kinder macht. Dabei stimmt davon dann doch nur die Hälfte, zumindest was die Enkel und mich betrifft. Ehe jetzt der Eindruck entsteht: Nein ich bin keineswegs eifersüchtig auf meinen Bruder, denn uns geht es beiweitem besser d.h. ich hab einen lieben Ehemann, der uns jeden Wunsch erfüllt. Ich möchte doch einfach nur, daß meine Kinder auch regelmäßig Zeit mit ihrer Oma verbringen. Warum versteht sie das nicht und empfindet das ständig als Belastung??? Ich bin gespannt auf Eure Antworten. Bitte seid ehrlich, vielleicht stelle ich einfach auch nur zu hohe Ansprüche? LG Jacquie


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Hallo Jacquie, ich habe dein Posting gelesen und möchte dir sagen, dass es bei uns nicht anders ist. Ich habe einen älteren Bruder (46 Jahre) und der wohnt noch immer zu Hause bei meinen Eltern und habe zwei jüngere Schwestern (43 und 41 Jahre) die jeweils eine eigene Familie mit jeweils zwei Kindern haben. Für meine beiden Schwestern und ihre Familien machen meine Eltern alles. Meine Nichte und meine Neffen sind ständig bei meinen Eltern bzw. werden dort geparkt, wenn man in Ruhe einkaufen möchte oder schlafen regelmäßig bei meinen Eltern. Meine drei Kinder dagegen waren schon immer unerwünscht. Meine Große fragte einmal vor Jahren, da war sie gerade 7 Jahre alt, ob sie einmal bei Oma und Opa schlafen dürfe. Da hieß es dann, es ginge nicht, meiner Mutter würde es nicht so gut gehen. Als ich dann an dem Wochenende, als meine Tochter dort schlafen wollte bei meinen Eltern morgens anrief, hörte ich meinen kleinen Neffen im Hintergrund und erfuhr, dass er dort geschlafen hatte. Ich nehme meine Kinder überall mit hin, sei es zum einkaufen oder zum Arzt. Ich lege die Termine dann eben so, dass mein Mann zu Hause ist oder eben nach Feierabend. Wir haben auch nie einen Elternabend gemeinsam besucht, geschweige denn, dass wir (mein Mann und ich) alleine aus waren als die Kinder noch kleiner waren. Jetzt wo meine Große fast 15, die Mittlere 10 und der Kleine 7 Jahre alt sind, sind wir dieses Schuljahr zusammen zu den Elternabenden gegangen, da meine Große nun groß genug ist, auf die beiden Kleinen aufzupassen, zumal die dann bereits im Bett sind, wenn wir zum Elternabend gehen. Mich hat das Verhalten meiner Eltern, zu meinen Schwiegereltern haben wir keinen Kontakt, schon so oft aufgeregt aber ich sage mir auch, ich wollte schließlich meine Kinder und kann dann auch nicht erwarten, dass ein anderer sie mir mal abnimmt damit ich meinem Vergnügen nachgehen kann oder damit ich auch mal Zeit für mich habe. Es ist dann einfach so, dass man 24 Stunden, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr Mutter ist, so lange die Kinder klein sind. Sobald die Kinder älter werden, bekommt man dann automatisch wieder mehr Zeit für sich. Gruß Sylvia


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Hallo Jacquie so einen richtigen Rat kann ich dir leider nicht geben.Denn ich kann es nicht verstehen,warum einige Großeltern so reagieren. Mich könnte nichts und niemand von meinen Engelkindern fernhalten.Ich liebe sie wie meine eigenen Kinder,deshalb sind mir solche Großeltern ein Rätsel. Hast du sie schon mal direkt auf das Thema angesprochen? Auf die Antwort bin ich gespannt. LG Gabi


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Liebe Gabi, ich hab unten ausführlich geantwortet, aber ja, ich hab sie schon oft darauf angesprochen. Da hält sie mir dann immer all das vor, was sie schon alles für uns gemacht hat in all den Jahren. Mehr kommt bei nicht raus. Sie hält mir dann wirklich alles vor, dann kommt immer das Thema Geld, daß wir ja noch nicht mal mehr Spritgeld geben, wenn mein Bruder die Kleine aus der Kita holt und und und ... Den wahren Grund, warum sie sich so verändert hat, wieso sie die Kinder nicht bei sich haben möchte - ich werde ihn nie erfahren. Meine eigene Oma (ihre Mutter) versteht es auch nicht. Wie soll ich das dann verstehen? LG Jacquie


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Sei erstmal lieb gegrüßt! Ich verstehe Deinen Wunsch schon ...... aber ich frage Dich auch, warum das erst jetzt kommt?? Du schreibst, Deine Kids sind 6 und 2. Hast Du Deiner Mutter in den letzten (ich sag mal) 5 Jahren nie Gelegenheit gegeben, mit ihrem Enkel etwas zu unternehmen?? Oder die Oma gefragt, ob sie kommt etc. etc. So eine große Distanz zu den Enkeln ist doch ein langer Prozess, der nicht heute auf morgen passiert. Hast Du persönlich zu Deinem Bruder auch nicht so ein tolles Verhältnis? Ich frage nur deshalb, weil mein Sohn, 27, auch noch zuhause wohnend, immer, wenn es seine Zeit erlaubt, und er von seiner Schwester zum Sitten gebraucht wird, da ist! Und ganz vernarrt ist in seine kleine Nichte. Du meinst, Deine Kinder sind "Belastung" für sie?? Dieses Wort gefällt mir nicht - aber Rücksicht und Nachsicht und Umsicht ist schon von uns Omas gefordert, wenn die Enkel da sind. Vielleicht ist sie nicht bereit, das zu geben?? Wenn Du keine befriedigende Lösung findest, dann denk: Die arme Oma wohnt so viele 1000 km von hier entfernt. Wie schade, was sie alles nicht mit ihren Enkeln erleben kann.... (ist sehr spitzfindig, aber ich hoffe, Du weißt, was ich damit sagen will.) und mach Deinen Kram alleine. Ich selber hatte 2 unter 2 und keine Oma in der Nähe. Mit Schrecken erinnere ich mich an z.B. Friseurbesuche.... aber es geht dann doch irgendwie alles. Auf alle Fälle wünsche ich Dir alles Gute und grüße Dich inge


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Liebe Inge, ich danke Dir für Deine liebe Antwort. Doch, als mein Großer geboren wurde, da hab ich sie schon ab und an gefragt, ob sie mit ihm vielleicht mal allein spazieren gehen mag, ob sie ihn vielleicht auch mal für 1 oder 2 Stunden allein zu sich nehmen möchte. Ich hab ihr wirklich die Gelegenheit gegeben. Ich muß noch dazu sagen, daß ich vor meinem Großen eine Frühgeburt in der 22. SSW hatte, es waren Zwillingsmädchen, die beide leider verstorben sind. Ich habe mich dann sehr an meinen Sohn geklammert und hätte ihn am liebsten rund um die Uhr nur bei mir gehabt. Da ich mir aber selbst gesagt habe, daß ich meinem Sohn damit keinen Gefallen tue, wenn ich ihn überbehüte, kam ich halt auch auf die Idee, die Oma mit einzubeziehen. Anfangs war das auch alles schön, sie hat ihn gern genommen und hat auch nie irgendwie gemurrt oder so. Als er dann ins Trotzalter kam, da hat sie schon öfter mal gesagt, daß sie ihn nicht mehr nimmt, weil er so laut ist, weil er sich so rüpelig benimmt. Da hab ich mit ihr ganz offen drüber gesprochen, daß Kinder nun nicht immer nur lieb und nett und still sein können. Da ging es wieder eine Zeitlang. Und dann hat sie sich von ihrem Partner getrennt und seitdem wurde dann die Distanz zu ihrem Enkelsohn immer größer. Sie toleriert nicht (bis heute nicht), daß es der Opa bleibt, ob sie nun noch mit ihm zusammen ist oder nicht. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Ich meine, daß wir noch Kontakt zu ihrem Expartner haben hat doch nichts damit zu tun, daß wir sie nicht auch gern haben. Als sie erfuhr, daß wir ein weiteres Kind planen, wollte sie mir das schon ausreden "In der heutigen Zeit ist ein Kind schon Luxus, was willst du mit zwei Kindern?" Das tat mir schon recht weh. Aber das hat uns nicht von unserer Entscheidung abgebracht. Wir haben unser nächstes Kind bekommen. Als meine Tochter geboren war, hat sie auch sehr gern auf die Lütte aufgepaßt, während ich meinen Großen aus der Kita abholte. Das war für mich wirklich eine große Erleichterung, da ich diese Zeit allein mit meinem Großen hatte, der sehr unter Eifersucht litt. Solange unsere Kleine so klein war, kamen auch nie wirklich Beschwerden. Den Großen hat sie allerdings nicht mehr allein genommen, das ging gar nicht, sie wollte es nicht, es kamen ständig Ausreden, weshalb es nicht geht. Dann gab es eine Zeit, in der mein Großer sehr massiv unter der Eifersucht litt und ich mit ihm schlußendlich eine Kinderpsychologin aufsuchte. Die gab mir super Tipps, wie ich damit umgehen kann und es meinem Großen erleichtern könnte. Als ich meiner Mutti dies erzählte, meinte sie nur unwirsch, daß ich nicht auf alles hören solle, was die Studierten da erzählen. Früher ging es auch ohne solchen Kram und wenn man zwei Kinder hat, dann muß man das irgendwie regeln. Ich befolgte die Ratschläge der Psychologin und es ging super, meine Mutti jedoch machte genau das Gegenteil und mein Sohn wußte dann eigentlich gar nicht mehr, was er machen soll und was nicht. Ich konnte allerdings darüber nie mehr mit meiner Mutti reden, sie ließ einfach nicht von ihrer Meinung ab und beharrte darauf, daß es einfach die beste Lösung sei, wenn man einem Kind auch mal nen Klaps auf den Po gibt, wenn es nicht hört. Das war dann wieder so ein Streitthema, denn das geht gar nicht. Dann wurde meiner Tochter älter und mobiler, entdeckte ihren eigenen Willen und seitdem geht gar nichts mehr. Sie weigert sich wirklich, die Kinder zu nehmen. Noch nicht mal einen allein. Die Gründe, die sie nennt, sind teils akzeptabel - wenn sie selbst Termine hat, ist es klar, daß es nicht geht. Aber abzusagen, weil sie dann ihre Fernsehserie nicht in Ruhe schauen kann oder weil die Lütte die Katze ärgert??? Ich weiß nicht, das ist immer alles so - eigenartig - ... Nein, das Verhältnis zu meinem Bruder ist nicht gut. Wenn er sich wenigstens mal im Haushalt bemühen würde, aber so läßt er sich von vorn bis hinten bedienen, es muß nach seinem Kopf gehen (Fernsehprogramm abends bestimmt permanent er - hat zwar ein eigenes Zimmer mit TV, aber dort ist es nur ein kleiner, im WZ steht der Große), er schafft es nicht, den Müll zu entsorgen, mal die Hausordnung zu machen oder abzuwaschen oder mal den Geschirrspüler ein- oder auszuräumen. Er fährt grad mal mit Hängen und Würgen mit ihr einkaufen, auch das ist ihm zuviel. Um Arbeit kümmern - oh nein, arbeitslos ist doch super! Und dann im Vergleich mein Mann, gleiches Alter und er ist Abteilungsleiter, hat eine Familie, ist Alleinverdiener, hilft im Haushalt, ermöglicht soviele Dinge. Dann muß ich mir von meiner Mutti und Bruder anhören, daß mein Mann ja auch mal mehr im Haushalt machen könnte, daß er ja wohl am WE mehr mit seinen Kindern machen kann ... Hallo???? Vielleicht verstehst Du nun ein bißchen meine Situation? Ich selbst bin auf der Suche nach einem Job und hab bis jetzt nur Absagen bekommen, weil meine Kleine einfach noch so klein ist. Kann ich ja auch verstehen. Ich möchte meine Kinder nicht zur Oma geben, um mich allein zu amüsieren, nein! Meist geht es dabei wirklich nur darum, daß ich meinen Großputz schnell noch fertig machen möchte, daß ich einfach mal den Papierkram erledigt haben will oder einfach auch mal um einen Termin, den ich nicht auf den Vormittag legen konnte. Und da geht es nicht? Wenn sie absagen würde, weil ich permanent in Discos oder auf Parties rennen würde, dann würde ich das verstehen, aber so? LG Jacquie