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Ich verhalte mich falsch.....vorsicht länger

Ich verhalte mich falsch.....vorsicht länger

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schon jetz danke fürs lesen und sorry für die länge. Ich heule mich normal nie irgendwo aus aber heute morgen kann ich einfach nicht mehr vor schlechtem Gewissen. Im November06 ist mein Vater gestorben (49) 3 Wochen Später hatte meine Mama (44) eine schwere Hirnblutung in der ganzen Zeit und in dem ganzen Stress habe ich meine Pille vergessen hatte Sex und wurde schwanger. (wie soll es auch anders sein!) Ich hab mich aber für das Baby entschieden weil alles andere gar net in frage kommt. Ich hatte in der ersten SS schon voll die Probleme und nun wieder mein Sohn ist nun 2. Mein Mann geht ab Montag wieder arbeiten meiner Mama geht es wieder gut, sie ist nur unterwegs kaum zu hause. Wir (mein Mann u ich wohnen erst seid September 06 wieder in meiner Heimat). mein erstes Gewissen ist das ich merke das mein Mann sich in meiner Heimat nicht wirklich wohl fühlt (er ist aus Berlin) und mit das sehr leid tut. Mein 2. Gewissen ist das meine Mama kaum zu hause ist und sie sich oft unbewusst übernimmt ich aber nicht wirklich was sagen kann da sie mehr auf meine Schwester hält. (Klare rollenverteilung Mama und Schwester Papa und ich) Seid dem Tod von meinem papa bin ich außen vor und trotzdem versuche ich alles erdenklich um ihr zu helfen und den Rücken frei zu halten. ;eine Schwester ist 20 und wohnt noch zu hause sieht alles als selbstverständlich und naja Mamas Liebling eben. Mein 3. Gewissen ist mein Sohn oft bin ich einfach nur gereizt (obwohl mein Mann mir viel abnimmt) und der kleinste Patzer von ihm bringt mich auf die Palme. Er Bockt im mom. wahnsinnig viel ist halt ein richtig kleiner Junge aber nicht ungezogen oder so. Für sein alter finde ich persönlich ist er sehr selbstständig er spielt viel alleine und oft tut es mir so leid weil ich mal wieder auf dem Sofa liege weil mir mal wieder Übel oder der Bauch weh tut (nehme Medis wegen vorzeitigen wehen) und manchmal weiß ich auch einfach nicht wie ich mich mit ihm beschäftigen soll. (was ich mit ihm noch spielen soll). Ab Montag geht mein mann wieder arbeiten und ich habe das gefühl das ich einfach eine total unfähige Mutter Hausfrau Tochter Schwester bin. Ich komme mir vor als hätte ich einfach auf ganzer linie versagt, ich werde meinem Sohn nicht gerecht und nun bekomme ich noch ein 2. wie soll ich dem gerecht werden wenn ich dem ersten schon nicht gerecht werde?. Bin ich einfach nur unfähig oder mute ich mir zu viel zu? Ist das im mom so was wo man sagt die Akkus sind leer? Das hatte ich nämlich noch nie. Noch 11 Wochen dann soll das 2 da sein und ich habe jetz schon angst davor. Sorry nochmal das es so lang wurde und danke danke fürs lesen. ich hoffe ihr habt ein Tip für mich wie ich mich besser oder anders verhalten kann.


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man kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen, will sagen, Du wirst nicht ALLEN gerecht werden können. Vorrangig ist Deine Familie (Mann, Kind und das Ungeborene) wichtig. Und Du natürlich auch. Wenn Deine Mutter sich so abnabelt und -Deine Schwester im Hause ist und sowieso alles besser macht, schalte hier einen Gang zurück. Offensichtlich kommen sie ja zurecht. Wenn Dein Mann sich nicht wohlfühlt (wo wohnst Du denn jetzt) muss hierüber gesprochen werden. Es muss ja Gründe für den Umzug gegeben habe, oder hast Du es ihm ein wenig "aufdiktiert", sodass er gegen seinen Willen umgezogen ist ?? Dein Sohn ist natürlich in einem schwierigen Alter und spürt die Unruhe und Zerrissenheit, die Du unbewusst nach außen dringen lässt. Vielleicht hat er auch noch Eingewöhnungsprobleme. Und Du: Dass Dir jetzt "kurz vor Schluss" alles zuviel wird, ist nachzuvollziehen. Lass doch mal Fünfe gerade sein und lege Dich mittags hin, wenn Dein Sohn seinen Mittagsschlaf macht. Du wirst sehen, es setzt neue Kräfte frei. Da Du offensichtlich auf Deine Mutter und Schwester nicht zählen kannst, musst Du Dich auf Deine Person und Deine Familie konzentrieren. Ich hoffe, ich habe ein klein wenig helfen können. LG Ingrid


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Eigentlich hat Ingrid schon alles Wesentliche gesagt. Ich würde es nur noch etwas drastischer ausdrücken: Was immer deine Mutter aus ihrem Leben macht, ist ihre Sache. Da trägst du überhaupt keinen Funken Verantwortung für. Und belaste dich nicht mit Eifersucht auf deine Schwester(n). Du bist ein großes Mädchen *ggg* und stehst über solchem Kinderkram. Dein Mann braucht ganz sicher noch Zeit, um anzukommen. Anscheinend ist in den ca. 8 Monaten seit eurem Umzug einiges passiert: Der Tod deines Vaters, die Krankheit deiner Mutter, eine neue, nicht geplante Schwangerschaft und wahrscheinlich noch ein Jobwechseln. Das alles zusätzlich zum Umzug. Das muss erst mal alles verdaut werden. Der Kleine kann weder für den einen noch den anderen Umstand etwas, und er ist auch noch zu klein, um Verständnis für deine Probleme zu haben. Nach diesen aufreibenden Monaten sich sicher deine Akkus leer. Da darf man sich dann auch mal einen Tag hängen lassen und sich bedauern. Aber dann muss man den Popo zusammenkneifen und sich aufraffen, wenn da ein Zwerg ist, der voll und ganz von einem abhängig ist. Setz jetzt einfach Prioritäten. Deine Mutter und ihr Leben sind völlig außen vor. Im Haushalt mach nur das Nötigste. Konzentrier dich auf dich und deinen Kleinen und das neue Leben in dir. Und mach dir nicht schon Gedanken darüber, wie es mit 2 Kindern sein wird. Das haben Milliarden anderer Frauen vor dir geschafft, das wirst auch du schaffen. Schau dir deinen Kleinen an, dieses wunderbare kleine Wesen, das ein Teil von dir und deinem Mann ist. Genieße seine bedingungslose Liebe und sein grenzenloses Vertrauen in dich. Gibt es etwas Schöneres? Seine Bockigkeit oder Trotzphasen sind wichtige Entwicklungsschritte, die alle Kinder mitmachen. Meist weiß man doch auch, in welchen Situationen es zum Bocken kommt und kann da wunderbar vorbeugen. Einfaches Beispiel: Angenommen, es gibt morgens Theater, weil er nicht anziehen will, was du ihm hinlegst. Da habe ich es früher so gemacht, dass ich ihm zwei Hosen und 3 Shirts hingelegt habe, die alle irgendwie kombinierbar waren, und er durfte sich selbst davon aussuchen. Macht eine Minute Arbeit und spart ganz viel Stress. Oder das rechtzeitige Ankündigen, wenn man weg will und das Kind sein Spiel unterbrechen muss. Da ist z.B. eine Sanduhr eine wunderbare Hilfe, wenn das Kind verstanden hat, du darfst noch solange spielen, wie die Sanduhr läuft. Oder eine Eieruhr, wenn ihn das Geräusch nicht erschreckt *ggg*. Wenn er beim Einkaufen Terror macht, weil er Süßes will, wird eben schon vor dem Einkaufen geklärt, ob es heut etwas gibt oder nicht. Natürlich wird er trotzdem versuchen, sich durchzusetzen. Wenn du ein paar Mal konsequent gewesen bist, hat er es verstanden. Es liegt an den Eltern, die Schärfe aus einer Situation herauszunehmen. Auch dann, wenn es ihnen gerade nicht gut geht. Sich selbst bekriegen ist der schwerste Krieg. Sie selbst besiegen ist der größte Sieg. Alles Liebe Marion


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Danke für eure Worte, wenn ich das alles so lese dann kommt es mir so vor wie wenn ich mir eigentlich nur selbst im Wege stehe und alles gar net so wild ist. Ich bin glaube ich auch ein wenig überpeniebel was den Haushalt angeht. Und zu der Frage wir wohnen nun in der Nähe von Ludwigshafen/Mannheim. Meine alten Freunde sind alle ausgeflogen und Soziale Kontakte knüpfen fällt mir nicht gerade leicht, ich glaube das auch das an meinem Mann und mir Nagt. Ich danke euch für eure lieben Worte es tut gut wenn man von anderen auch mal ein Lob bekommt und aufgebaut wird. Danke..


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das, was marion und ingrid schon geschrieben haben, muss ich nicht nochmal aufgreifen - aber ich möchte dir ein paar kleine ratschläge geben, die dir vielleicht noch helfen könnten: 1. wenn du vorzeitige wehen hast, dann spich deinen arzt mal an ob er dir eine haushaltshilfe "verordnet" ich hatte zum ende der zweiten schwangerschaft auch eine, es lief alles super reibungslos ab und die krankenkasse war da sehr entgegenkommend - wenn man ein bissel hinterhertelefoniert, kann man die zusage der kasse recht schnell bekommen (erstmal mündlich, dann schonmal nach ner passenden hilfe suchen). ich hab halt damals für unser erstes kind auch niemanden gehabt und konnte mich aber auch nicht so um ihn kümmern, wie ich es gerne getan hätte. also hat die dame von der diakonie mir den kleinen ein paar stunden pro tag abgenommen. die hätte aber auch den haushalt geschmissen, aber das haben wir selbst hinbekommen. das läuft dann eben nach absprache. übrigens hab ich auch schon von einigen gehört, die dann auch im wochenbett eine haushaltshilfe hatten, wenn sie mit beiden kindern dann allein da standen. 2. wenn dein mann dir so viel abnimmt, dann nimm dir abends mal ne auszeit - geh zum beispiel ein bis zweimal pro woche zum schwimmen. musst ja nicht durchs wasser toben, ein paar runden gehen oder sich einfach treiben lassen, allein das körpergewicht mal ne weile nicht tragen müssen, wenn man im schwimmbad ist, tut wahnsinnig gut. oder wenn dir das nicht liegt, such dir was anderes, dass du mal raus kommst, nicht ständig mit geschrei und trotzen des kindes rechnen musst, einfach mal richtig abschalten. so kannst du deinen akku wieder etwas auffüllen und dich wieder mehr auf dein kind einlassen. 3. mach dinge mit deinem kind, die dir auch spaß machen - im moment bist du arg eingeschränkt, das ist klar. lies ihm zum beispiel etwas vor, dabei kannst du dich gemütlich mit ihm ins bett legen und kuscheln - unser sohn liebt das. aber wenn es jetzt so warm ist - habt ihr einen balkon oder garten / terasse? lass ihn ein bisschen im wasser plantschen, spritzt euch gegenseitig ein bisschen nass (erfrischt auch mamas bei heißem wetter ;-)). es gibt viele möglichkeiten, lass dich drauf ein, dann findest du wieder den spaß an deinem kind und es ist nicht immer NUR stressig. dass es anstrengend ist und an die nerven geht, wenn die kinder trotzen, weiß ich, aber verliere nicht die schönen dinge aus den augen. manchmal muss man sich das ganz bewusst sagen, sonst ist es eben wirklich NUR NOCH stressig und nervig. so und nun noch eine kleine aufmunterung: deine angst davor, wie es nach der geburt des zweiten kindes ist, kann ich verstehen. es ist manches mal echt anstrengend und man gerät auch immer wieder an seine grenzen. ABER es ist auch soooo schön! dein mann unterstützt dich, damit hast du sehr viel gewonnen. und wenn die erste eingewöhnung vorbei ist, dann wirst du manchmal einfach nur dasitzen, freudentränen in den augen, wenn dein großer einen schritt auf das kleine zumacht. anfangs wird das vielleicht noch recht selten sein, aber es wird immer mehr. unsere beiden sind ein jahr auseinander, die kleine fängt nun an zu krabbeln. je mehr sie kann, desto mehr kann unser großer mit ihr anfangen und es ist einfach nur schön! anfangs hat er ihr seine kekse hingehalten, die sie da noch gar nich nehmen konnte, dann bekam sie plötzlich das erste küsschen usw. gestern haben die beiden so eine art kissenschlacht gemacht: der große hat seinen schlafsack zu packen bekommen und ihn der kleinen immer wieder übergeworfen. die beiden hatten einen mordsspaß. solche situationen wird es bei euch auch geben und dann wirst du wissen, dass sich der ganze stress, die ganze arbeit und alles andere doch lohnt! viele grüße! petra