Baby2023!
Hallo, wir haben für unsere Tochter einen Adrenalin pen verschrieben bekommen. Wie schafft ihr diesen jetzt im Sommer bei höchstens 25 grad zulagern vorallem auch wenn ihr unterwegs seid ? Wir haben es mit einer Kühltasche versucht jedoch ist es dort laut Thermometer auch immer wieder mal über 25 grad. Wie soll das in der Realität funktionieren, wisst ihr irgendeine Lösung ? Danke und Grüße Lou
Hat mich jetzt auch mal interessiert...Hier wird ein Trick mit einer Thermoskanne in der Kühlbox beschrieben: https://www.daab.de/2025/07/wie-bewahre-ich-an-heissen-tagen-meinen-adrenalin-autoinjektor-auf Das klingt eigentlich ganz gut. Aber es steht da auch was zu Schwankungen und wie man die Wirksamkeit testen kann... Ansonsten mal die Apotheke um Rat fragen oder den Hersteller direkt.
Hallo, wir sind in derselben Situation. Eine kleine Kühltasche benutzen wir im Sommer immer. Diese ist im Rucksack, zusätzlich achten wir darauf, dass der Rucksack möglichst wenig Sonneneinstrahlung abbekommt. Also immer sofort in den Schatten bei Pausen. Wenn wir an heißen Tagen geplant lange draußen sind, lege ich zusätzlich einen kühlschrankkalten Coolpack in die Tasche (aufpassen, sehr kalt oder gar unter 0 darf der Pen nicht werden). Thermoskanne habe ich auch als Tipp gehört, da muss man etwas suchen mit einer passenden Größe. Zusätzlich sollten die anderen Medikamente auch nicht zu großer Hitze ausgesetzt werden. Temperatur gemessen haben wir noch nie. Bei ist es bisher gut gegangen, mussten vor kurzem den Pen das erste Mal benutzen, und er hat sofort gewirkt. Obwohl wir ihn ständig dabei hatten diesen Sommer und er sogar unbemerkt 3 Monate abgelaufen war. (Das ist natürlich nicht empfehlenswert, aber nur als Beispiel zur Beruhigung.) Also im Zweifel immer mitnehmen und so gut vor Hitze schützen wie es geht. Für solche und viele weitere Tipps kann ich euch eine Anaphylaxie-Schulung sehr ans Herz legen. Übrigens kommt bald ein Adrenalin-Spray auf den Markt, das für Kleinkinder zugelassen ist. Ich habe noch nicht im Detail informiert, vielleicht ist da aber die Lagerung weniger kritisch.
Hallo, vielen Dank für deine Antwort. Darf ich fragen wie alt dein kind ist ? Hat das gut geklappt mit dem pen und habt ihr schnell gemerkt wann ihr den anwenden müsst ? Hab immer Sorgen das ich ihn zu früh oder zu spät anwende. Liebe Grüße Lou
Ja klar, kann die Unsicherheit komplett nachvollziehen. Kind ist 5, die Allergie ist seit dem ersten Lebensjahr beksnnt. Gut geklappt, in dem Sinne, dass es gewirkt hat, ja. Kind war aber verständlicherweise in Panik und hat sich gewehrt. Zum Glück waren wir zu zweit, so dass wir es trotzdem gut festhalten können. Lasst euch zeigen, wo genau der Pen angesetzt werden soll (seitlich Oberschenkel, habe es beim ersten Mal auch nicht perfekt gemacht aber gut genug) und wie du das Kind festhalten kannst (zugegeben, alleine habe ich da auch großen Respekt vor). Uns haben sie immer wieder gesagt, keine Angst vor dem Pen und das kann ich nur bestätigen. Der Pen ist für die Anwendung von Laien ausgelegt, für das Kind nicht besonders schlimm (kurzer Pieks ähnlich Impfung) und wirkt sofort. Zum Zeitpunkt der Anwendung wurde in der Schulung gesagt, sobald Atmung oder mehr als ein Organ betroffen sind. Zum Beispiel Quaddeln (= Haut) und Erbrechen (Magen-Darm-Trakt). Es geht also nicht um den perfekten Zeitpunkt, sondern darum, in welchem Zustand sich das Kind befindet. Nutzt wie gesagt die Schulungsangebote, die ihr finden könnt (online, vor Ort, daab, Krankenkasse...). Wir hatten eine von einem privaten Anbieter, wurde sogar von der gesetzlichen KK übernommen, aber leider nicht die Regel. Ich weiß, wie überwältigend sich die Diagnose anfühlen kann. Aber Stück für Stück lernt man dazu und gewinnt an Strategien, mit der Allergie umzugehen.
Vielen Dank für deine Antwort. Zum Glück hat es gleich geholfen. Hoffe deinem Kind geht's wieder gut. Die Diagnose ist zurzeit wirklich sehr schwer für mich und ich weiß noch garnicht, wie ich das alles hinbekommen soll. Wie ist es bei euch im Kindergarten klappt es da wegen Brozeit etc. Hoffe es ist okay das ich so viele Fragen stelle.
Man bekommt für sein Kind so einiges hin, was man vorher nicht geglaubt hat 😉 Kindergarten ist bei uns nussfrei (sind mehrere Kinder betroffen), aber z.B. bei Buffets funktioniert es nicht wirklich, also gut aufpassen müssen alle trotzdem. Am besten von Anfang an offen mit dem Thema umgehen, sich Zeit für ein Gespräch nehmen und im Austausch bleiben. Im Zweifel immer fragen, Dinge ansprechen und auf euer Bauchgefühl hören. Vom Personal sollten idealerweise mehrere eine Schulung machen, damit sicherstellt ist, dass mindestens eine Person im Notfall handeln kann. Falls Schulung keine Option oder zu lange dauert, würde ich zunächst selbst die wichtigsten Dinge dem Team erklären. Da gibt es bestimmt beim Facharzt oder daab Infomaterialien. Noch ein Tipp: Sucht euch unbedingt einen erfahrenen Facharzt. Wir hatten das Glück, dass der Oberarzt bei uns im Krankenhaus sehr engagiert ist und auch die neuesten Entwicklungen verfolgt. Sind ca. 2 mal im Jahr in der Sprechstunde, und das finde ich jedes Mal sehr hilfreich. Der normale Kinderarzt kann das Thema meist nicht in der Tiefe abdecken, außer er hat sich darauf spezialisiert. Die Allergie wird vermutlich nicht so schnell verschwinden und sich ggf. verändern. Da lohnt es sich, einen Spezialisten zu haben, der das begleitet. Auch wenn man ihn erst nach mehreren Anläufen findet.
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