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Abwarten oder volle Pulle?

Abwarten oder volle Pulle?

Mitglied inaktiv

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Hallo, nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe, ertappe ich mich dabei, ob es nicht jetzt mit Gewalt ein Baby erzwingen will. Die FÄ gestern sagte, daß sich das SG durchaus in ein paar Monaten wieder verbessern kann, wenn der Druck auf meinen Mann auch etwas nachgelassen hat. Sollen wir jetzt einfach noch ein paar Monate abwarten? Und dann noch die letzte IUI versuchen? Oder doch gleich die ICSI machen??? Ich weiß es nicht. Ich habe ihr gesagt, daß ich mittlerweile etwas angefressen bin. Da bei mir schon seit 5-6 Jahren der KiWu besteht (wir üben zwar "erst" seit 2 Jahren, da wir vorher den KiWu aus finanziellen Gründen, Haus gebaut usw., etwas zurückgestellt haben. Aber der KiWu war trotzdem da) meinte sie, eine ICSI sei durchaus vertretbar. Sie hat mir aber letztendlich die Entscheidung überlassen, abzuwarten oder sofort im Januar zu starten. Will ich denn jetzt mit dem Kopf durch die Wand? Wäre es vernünftiger, abzuwarten? Obwohl sie mir Recht gegeben hat, daß die Chance, daß es auf normalem Wege klappt, gering ist. Einerseits möchte ich am liebsten sofort die ICSI starten. Andererseits will ich nicht auf Kosten meiner oder Babys Gesundheit irgendwas erzwingen. Wie seht Ihr das? Liebe Grüße, Marion


Mitglied inaktiv

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Hallo liebe Marion, wenn ich deine Texte so lese, dann erkenn ich mich in einigem wieder. Gerade was du weiter unten geschreiben hast. Wir sind ja jetzt auch schon über 1 1/2 Jahre am basteln und müssen uns von allen Seiten anhören wie einfach das doch ist und und und, du kennst die leier. Als wir angefangen haben zu üben hatte ich auch gleich solche Hintergedanken, das es bei uns länger dauern könnte und das wir vielleicht einiges anstellen und über uns ergehen lassen müssen bis es soweit ist. Warum ich so gedacht hab, weiß ich auch nicht, damals wusste ich ja nicht das es an meinem Mann liegen könnte. Aber siehe da, ich hab auch noch recht behalten, son Mist. Jetzt stehen wir bereits vor der ersten IUI und ich denk zurück und höre meinen Mann noch sagen : also künstliche Befruchtung kommt nicht in Frage , soweit gehen wir nicht.....naja 1.kommt alles anders und 2. als man denkt Einerseits bin ich ja froh das es endlich einen Schritt weiter geht, andererseits hab ich auch rießen bammel davor. Das SG von meinem Mann war von Anfang an schlecht und bei uns wirds auch mit der IUI nicht einfach, also wahrscheinlich genauso wie bei euch. Nur jetzt kommt auch noch dazu das mein Mann wieder so denkt wie am Anfang (ich muss dazu sagen er wechselt schnell mal seine Meinung wenns um sowas geht :-)) . Da er im März eine neue Stelle anfängt und wir wahrscheinlich erst mal ein 1/2 Jahr nur eine Wochenendbeziehung führen werden, meint er wir könnten den Kiwu auch nochmal zurückstellen, bis alles in trockenen Tüchern ist. Super!! Ehrlich gesagt mich kotzt das an, jawohl. Die ganzen untersuchungen umsonst und wir warten erst mal 2 Jahre?? Nein, jetzt bin ich auch mal ein bißchen egoistisch. Wer sagt denn das wir in 2 Jahren besser dastehen oder er mehr Zeit für sein Kind hätte oder oder oder. Also du siehst , auch bei mir ist die Verwirrung groß. Ich weiß nicht was ich dir raten soll, weiter machen oder eine Pause? Ich denke da solltest du ganz allein auf das hören was dir dein Herz sagt. Was sagt dein Mann denn überhaupt dazu? Ich hoffe das du keine weiteren Behandlungen mehr brauchst und dieser Versuch zum Glückstreffer wird, sodas dir die weiteren Überlegungen erspart bleiben. LG und dickes bussi, knudi


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Hallo Marion - es reißt einem schon den Boden unter den Füßen weg wenn man so etwas gesagt bekommt, aber... ... ich möchte Dir nicht unnötig Hoffnung machen - das tut hinterher mehr weh - aber wenn Du Dich erinnerst hatte ich Dir schon mal geschrieben, dass unser IUI-SG eine Katastrophe war und der FA die IUI nur deshalb trotzdem gemacht hat, "weil ich nun mal gerade da lag". Und trotzdem hat es geklappt... Aber zu Deiner eigentlich Frage: es ist nicht leicht so etwas zu entscheiden und ich selbst bin gerade auch wieder auf dem Weg der Geduld, dass ich mir also sage, es wird schon irgendwann. Allerdings ist bei uns alles in Ordnung. Wenn das SG wirklich nicht so dolle ist, dann würde ich - glaube ich - keine Zeit verschwenden wollen. Denn auch der Weg der ICSI kann länger dauern, was wir Dir alle nicht wünschen wollen - aber man muß es zumindest auch im Hinterkopf haben. Allerdings finde ich die Idee es Deinen Schwiegereltern zu sagen richtig und gut. Manchmal muß man halt auch mal Klartext reden, gerade wenn einige Leute so unsensibel sind. Und wenn es hinterher anders kommt muß Du Dir dann wahrscheinlich trotzdem sagen lassen: "Siehst Du - mit Ruhe und Geduld bla, bla, bla...." Aber dann ist es auch egal. Das soll die dummen Sprüche wohl wert sein *ggg*. Ich drücke Dich, liebe Grüße, rebeca


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was kann ich Dir noch sagen, was nicht bereits geschrieben wurde, was Du nicht bereits selber weisst und was vielleicht auch andere Menschen ausserhalb dieses Forums Dir bereits gesagt haben? Vielmehr als Dich in den Arm nehmen, bleibt mir wohl kaum... :-( Trotzdem, ein paar Gedanken habe ich mir aufgrund Deiner Postings auch noch mal gemacht. Hier sind sie: Ich kann mich auch noch an die ersten Gespräche bzgl. KiWu mit meinem Mann erinnern ; im Gegensatz zu den meisten hier waren wir, aus welchen Gründen auch immer, davon ausgegangen, dass es SOFORT klappt. Ich hatte in meinem Umfeld schon von einigen Frauen gehört, bei denen es etwas länger dauerte. Eine liebe damalige Kollegin von mir hat ihre beiden Kinder per IVF bekommen, nachdem sie 4 Jahre aufs erste Baby warten musste und auch 2 Fehlgeburten hatte. Aber ich hatte mir das so zurecht gelegt wie mit all den schlimmen Krankheiten: betroffen sind doch immer nur die anderen. Umso grösser der Schock, als sich die Schwangerschaft nicht einstellen wollte. Tja, und dann der Schlag ins Gesicht. Meine Mutter hatte schon sehr früh damit begonnen, mich als "Schwer-Schwanger-Werdende" abzustempeln. So auf die Art "bei Bertelsmann gibt's da so ein Buch für Paare, die Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden, möchtest Du das haben?". Das hat sie mich schon nach 4, 5 Monaten des "übens" gefragt. Ich muss aber dazu sagen, dass ich auch sehr schnell angefangen habe, darüber in meinem Umfeld zu reden. Anfangs dachte ich, dass mich das erleichtert. Meine Freunde, meine Familie, sogar die Nachbarn (!) wissen, dass wir seit 2 Jahren erfolglos üben. Klar, die dummen Fragen, ob wir denn gar keine Kinder haben wollen, bleiben aus. Sogar die dummen Tipps des "ausspannens", "in Urlaub fahren" usw. bleiben mir im allgemeinen erspart. Die Leute wissen, dass wir uns auf eine "härtere Tour" eingelassen haben. Und ich habe nur noch wenige Leute in meinem Umfeld (u. a. die Schwägerin, die gerade ihr 1. Baby bekommen hat), die meines Erachtens etwas zu häufig nachfragen, ob's denn jetzt endlich geklappt hat. Natürlich muss jedes Paar für sich selber entscheiden, wie es mit der "Öffentlichkeitsarbeit" umgeht. Ich denke aber wie Becky, dass Eure Familien auf jeden Fall auf dem laufenden gehalten werden sollten. Es kann doch nicht angehen, dass Ihr vor Weihnachten Reissaus nehmen wollt aus Angst vor den dummen Bemerkungen! Und dass Dein Mann sich nun so unter Druck setzt, ist bestimmt auch eine logische Folge des "Nicht-Gesagten". Marion, Du weisst, dass ich immer fürs "weitermachen" plädiere. Wir alle haben uns doch schon viel zu viel Zeit "gelassen" (als ob wir das freiwillig machen würden...). Will heissen: bleibt am Ball und lasst Euch nicht unterkriegen! Ich drück Dich ganz doll! Bettina