Mitglied inaktiv
Hallo zusammen, weiß nicht so recht wohin mit der Frage. Betrifft auch nicht meinen Haushalt sondern den meiner Mutter. Sie wohnt in einer "Seniorenwohnanlage" wenn man so will. Ein paar Türen weiter wohnt eine alleinstehende Rentnerin, die immer wieder vergisst, den Herd auszumachen oder auch mit noch glühenden Zigaretten einschläft usw. Da sie in ihrer Wohnung raucht, hat sie alle installierten Feuermelder ausgemacht. Sie nimmt heftige Medikamente, die sie teilweise müde machen, ist aber auch einfach tüddelig. Legt Holzbrettchen oder Zeitungen auf die Platten und schaltet den "Backofen" ein, verwechselt aber die Schalter und stellt die Platten an. Es fängt an zu glühen und stinken, teilweise hat es wohl auch schon richtig gebrannt und sie wurde von Nachbarinnen aus dem Qualm gezogen (sie war eingeschlafen und wohl nur schwer wieder richtig wach zu bekommen). Die Feuerwehr wollten die älteren Anwohner nicht rufen, aus Angst den Einsatz dann zahlen zu müssen, weil der Brand ja schon gelöscht war, einen Krankenwagen lehnte die Frau wohl heftig ab. Diverse Briefe an die Frau, die Hausverwaltung etc gingen schon raus. Sie lässt aber niemanden in die Wohnung. Nun haben die Anwohner zurecht Angst, dass es irgendwann richtig brennt. Hat hier jemand Erfahrung bzw eine Idee, wie der nächste Schritt aussehen könnte bzw muss? Danke schon mal. VG Anna
Es gibt einen sozialpsychiatrischen Dienst, an den kannst Du Dich wenden. Die kümmern sich dann.
Mh... sowas gibts tatsächlich in der Nähe. Danke, ich leite die Info mal weiter.
Da liegt Eigen- und Fremdgefährdung vor, wenn sie es selber nicht geregelt kriegt, muss eine gesetzliche Betreuung eingerichtet werden und Strom zum Herd abschalten. Eblt. über die Betreuung Einweisung ins Heim.
Ja das denk ich auch, aber wie kann man eine gesetzliche Betreuung einrichten? Über den Sozialpsychiatrischen Dienst? Da bräuchte man doch auch Beweise, mehr als nur die Aussagen der Nachbarn, oder?
Dokumentiert jeden Vorfall. Der sozialpsychiatrische Dienst ist schon mal der richtige Ansprechpartner. Gesundheitsamt/Amtsarzt wäre sonst zuständig. Betreuung wird vom Gericht aufgrund eines Gutachtens bestellt. Bei Verdacht auf Rauchgasintoxikation (Rauchvergiftung) immer Rettungsdienst rufen. Dann können die entscheiden, ob sie selbst ihn der Lage ist, über eine Behandlung zu entscheiden und außerdem ist wieder der Einsatz dokumentiert. Und wenn der Hauseigentümer keinen "warmen Abriss" weil, sollten ihn abgeschaltete Rauchmelder interessieren. Er muss die Mieterin kontaktierten, wenn er sowas erfährt. Alles andere ist fahrlässig.
Ok, danke. Das mit dem Dokumentieren ist auf jeden Fall gut. Das mit dem Rettungsdienst/Feuerwehr seh ich auch so und hab ich so gesagt, aber die Hemmschwelle ist bei den alten Leutchen schon groß. Vor allem wohl auch die Angst, dass sie den Einsatz bezahlen, weil es ja gar kein sooo schlimmer Brand war. Aber bei der Isolierung des Hauses wäre ein echter Brand auch fatal. Es gibt keinen Hauseigentümer, es ist eine Eigentümergemeinschaft, wobei die Dame in Miete wohnt. Sowohl ihr Vermieter als auch die Eigentümergemeinschaft bekam jetzt einen Brief. Das mit dem sozialpsychiatrischen Dienst werde ich auch noch weitergeben. Danke Euch!
Ich würde auch am Vermieter dran bleiben und ihm Angst machen. Wenn es einen Brand gibt und ihm kann nachgewiesen werden, dass er wusste, dass die Rauchmelder deaktiviert sind (wenn in eurem Bundesland Rauchmelder in Mietwohnungen Pflicht sind), zahlt seine Versicherung nicht. Dann hat er einen riesigen Schaden. Silvia
Auf jeden Fall die alten Leute informieren dass sie sehr wohl die Feuerwehr rufen dürfen wenn sie Gefahr sehen,selbst wenn der Brand bis zum Eintreffen gelöscht ist,das kann ja auch schnell außer Kontrolle geraten, niemand der nicht Grade Feuerwehr Mann gelernt hat kann unbedingt abschätzen ob so ein Brand wirklich noch selbst zu löschen geht,ruft man die Feuerwehr erst wenn man feststellt dass man es nicht mehr schafft dann kann man direkt Wohnungsanzeigen studieren. Sie aber nochmal genau ob es noch glutnester gibt und ob der Rauch eine Gefährdung darstellt,einen Einsatz muss niemand zahlen der ernsthafte Gefahr vermutet,selbst wenn es sich hinterher als harmlos herausstellt. Ich weiß leider auch nicht wer das dieser Generation eingeimpft hat,wir haben Mal einen Rettungswagen gerufen da ein betrunkener im Winter völlig unzureichend bekleidet mehr oder weniger nicht mehr ansprechbar im Park lag,da kam auch ein Herr wir sollten ihn einfach liegen lassen,wenn die Rettu g käme und er wäre bis dahin weggelaufen müssten wir den Einsatz zahlen-mein Mann hat darauf erwiedert ob der Herr ihm bitte seinen Namen nennen möchte damit er ihn wegen unterlassener Hilfeleistung anzeigen kann,und ob er gern morgen in der Zeitung lesen möchte dass der Junge Mann erfroren ist,da hat er sich ganz schnell getrollt. Sämtliche Vorkommnisse dokumentieren und eben sehr wohl die Feuerwehr oder Polizei rufen,sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt informieren, eventuell auch das Ordnungsamt,die wissen zumindest wer bei euch zuständig ist.
Neugierig vin
Der Brief ging ja an den Vermieter und eine Info an die Eigentümergemeinschaft (was auch immer das bringen soll....) Aber nein, es wird jetzt klein geredet ... ist ja nicht so schlimm. Arme Frau. Hat wohl geweint, weil sie Angst hat, in ein Pflegeheim o.ä. zu müssen. Ja, toll... Hauptsache, sie lässt die Feuermelder oben und an . Weniger rauchen oder nur auf dem Balkon rauchen würde ihr nicht schaden... dafür motzt dann die Nachbarin mit dem Balkon nebenan. Die einzigen Eigentümer mit "Mum in den Knochen" , die auch den Schriftkram erledige , sind jetzt für 3 Monate in den Süden wie üblich um diese Jahreszeit. Dann sind gerade ein paar erkrankt. Es ist nicht einfach in einem Haus mit lautet Rentnern.... Die Tipps von oben hab ich weitergegeben. Und natürlich bleib ich dran!
Ganz wichtig ist, dass auch alle anderen im Haus wissen, was sie im Brandfall tun müssen / können und genügend Rauchmelder installiert haben und ggf. auch nachts sofort geweckt werden, falls es wo anders brennt. "3 Atemzüge trennen den Lebenden vom Tod," heißt es nicht umsonst. Wohnt deine Mutter über oder unter der Dame?