Lara75
Hallo liebe Alle, tue mich extrem schwer mir meine Gebärmutter entfernen zu lassen, obwohl mir jetzt schon 2 Kliniken dazu geraten haben. Ich (51) möchte keine Kinder mehr, habe auch generell keine Angst vor OPs, aber ein ganzes Organ zu entfernen ist halt doch eine andere Nummer. Unklar welche Konsequenzen das auf Langzeit hat, auf potentielle Inkontinenzerscheinungen. Und die Risiken für Blasen/Darmverletzung und eventuell Verschiebungen der Innereien beunruhigen mich schon sehr. Ich frage mich warum gehen nicht andere Methoden, wenn in der Klinik und im Internet mit Videos von Sonataverfahren und anderen Möglichkeiten geworben/aufgeklärt wird. Wer kann mir eine Klinik empfehlen, die sich auf Gebärmuttererhalt spezialisiert hat und nicht zum CUT OUT des Organs rät, weil die OP unkomplizierter ist. Vielleicht ist es auch eine bürokratische oder Budgetsache eher die Gebärmutter ganz rauszumachen, als das Myom an sich zu behandeln? Falls jemand Erfahrungen hat mit Myomentfernung in dieser Größe oder Kliniken die hier eher auf Organerhalt spezialisiert sind, würde ich mich freuen. Pauschal zu sagen " Das Organ benötigt man doch nicht - raus damit!" hilft mir nicht weiter. Meine Beschwerden halten sich in Grenzen, d.h. ich habe täglich Unterleibsbeschwerden/ Bauchweh - aber nicht so stark dass ich zu Schmerzmitteln greifen müsste. Die Frage ist - lasse ich das Myom wo es ist und weiter wachsen, da es mittlerweile wächst?! Oder finde ich einen Arzt der das Myom rausoperiert und die Gebärmutter drinlässt? Oder alles raus (mit Erhalt des Gebärmutterhalses versteht sich). LG Lara
Hmm, vielleicht https://www.mrgfus.de/
Meine Mutter, meine Schwägerin und eine Freundin haben keine Gebärmutter mehr, keine hat/hatte irgendwelche Probleme.
Hallo, ich verstehe Dich total! Ich stand vor ein paar Jahren vor genau der gleichen Frage. Da es wohl keine andere Möglichkeit gab, als die Gebärmutter zu entfernen, habe ich nach längerer Zeit und zunehmendem darunter leiden ( massivste Mens- Blutungen, ständiger Eisenmangel, Druck auf die Blase) irgendwann zugestimmt. Mir wurde versichert, dass ich dadurch nicht in die Wechseljahre katapultiert werde. Zudem sah kein Arzt eine andere Option als die komplette Entfernung der Gebärmutter. Das Myom ist in wenigen Jahren von 3 auf 9 Zentimeter gewachsen. vor 4 Jahren wurde ich operiert. Was man nur beiläufig erwähnt hat war, dass man mir auch beide Eileiter entfernt hat. Tja, was soll ich sagen? Noch im Krankenhaus ging es los mit Hitzewallungen. Die begleiten mich nun seitdem fast ständig- stündlich bis alle 10 Mintuen. Zuerst war auch bei Blase und Darm alles ok. In der Zwischenzeit hat sich die Blase abgesenkt und der Darm macht auch manchmal Probleme. Meine Lebensqualität hatte sich nach der OP deutlich verbessert, denn ich konnte endlich mal wieder was planen, ohne immer denken zu müssen, ob ich denn drei Ersatzgarnituren mitnehmen muss, da ich so heftig blute. Aber zum einen finde ich, dass vor allem ein männlicher Gyn nicht verstehen kann, was es emotional für eine Frau bedeutet, dieses Nestchen hergeben zu müssen, in dem meine Kinder gewachsen sind. Ich hatte damals gefragt, ob man nur das Myom entfernen kann, aber das war laut Ärzten nicht möglich. Heute würde ich jeder Frau raten, die den Eingriff machen lassen muss, sich vorab über die Hormomersatztherapie zu informieren. Ich habe davon erst vor einem Jahr gehört und leider ist mein leicht erhöhter Blutdruck dadurch so gestiegen, dass ich die Hormone absetzen musste. Vielleicht findest Du einen Arzt oder eine Klinik, die Alternativen anbieten. Aus heutiger Sicht würde ich in jedem Fall nach Alternativen suchen. LG Muts
Hallo, genau zu deinem Fall kann ich nichts sagen, ich habe aber schon zweimal kleinere Myome entfernen lassen müssen. Ich kann nur vermuten, dass dein Myom doch recht groß ist oder ungünstig liegt, so dass es den Kliniken nicht nur um die OP-Pauschale, also ums Geld geht, sondern auch ums Risiko. Das Ding ist, dass sich in der Gebärmutterwand fingerdicke Adern befinden, die schnell stark bluten, wenn sie verletzt (durchschnitten) werden, das wird rasch haarig. Es könnte daher sein, dass eine Entfernung der Gebärmutter hier tatsächlich weniger riskant ist. Natürlich wäre es ideal gewesen, du hättest gleich in den Kliniken den zuständigen Doc gefragt, was genau gegen eine OP spricht, bei der nur das Myom aus der Gebärmutterwand entfernt wird. Sie oder er hätte dir das sicher noch besser erklären können als ich. Was deine Online-Recherche zu den Methoden angeht: Man muss natürlich auch sagen, dass nicht jede gynäkologische Klinik jede OP-Methode anwendet. Manche sind zurückhaltender mit neuen Verfahren, manche schon weiter. Das hängt immer auch sehr von der Klinik ab, wie du ja selbst in deinem Posting schon vermutest. Es kann aber auch sein, dass die Lokalisation oder Größe deines Myoms ungünstig ist, so dass auch eine moderne Methode nicht infrage kommt oder risikoreich wäre. Kliniken gehen keinerlei Risiken ein, weil sie wissen, dass Ärzte immer mit einem Fuß im Gerichtssaal stehen, sollte etwas schiefgehen. Daher wird in Deutschland eine starke Sicherheitsmedizin betrieben. Was sagt denn dein normaler Gyn zu dem Thema? LG
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