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Verlag finden als NeuautorIn - Erfahrungen?

Verlag finden als NeuautorIn - Erfahrungen?

PapaMitPlan

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Hallo zusammen, ich hoffe, es ist okay, hier mal keine Bücherempfehlung zu suchen, sondern eher eine Frage rund ums Veröffentlichen zu stellen. Meine Frau schreibt seit Jahren nebenbei Geschichten und Texte und hat inzwischen tatsächlich ein fertiges Manuskript zuhause liegen. Vieles davon dreht sich um Alltag, Familie, Beziehungen und Beobachtungen aus dem normalen Leben. In letzter Zeit reden wir öfter darüber, ob man das nicht einmal professionell veröffentlichen versuchen sollte. Allerdings merkt man beim Einlesen extrem schnell, wie kompliziert das Thema eigentlich ist. Klassische Verlage, Selfpublishing, Dienstleistungsverlage, Marketing, Lektorat usw. Gefühlt erzählt im Internet jeder etwas anderes. Manche sagen, man soll einfach alles selbst machen, andere wiederum meinen, dass man als kompletter Anfänger ohne Unterstützung ziemlich schnell den Überblick verliert. Mich würden einfach echte Erfahrungen interessieren, vor allem von Leuten, die vielleicht selbst schon veröffentlicht haben oder jemanden im Umfeld hatten. Wie seid ihr das angegangen? Und worauf sollte man als Anfänger eurer Meinung nach besonders achten? Wir haben uns bisher unter anderem BoD und Novum angesehen, aber ehrlich gesagt fehlt uns komplett die Erfahrung, um einschätzen zu können, was davon seriös bzw. sinnvoll ist.


hummelmum

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Antwort auf Beitrag von PapaMitPlan

erst mal glückwunsch an deine Frau, finde das ganz toll, wenn man sowas neben dem normalen Leben hinbekommt und durchzieht, auch wenn man im Vorhinein nie wissen kann, ob das ganze mal ein Erfolg wird. Ist schon mal ein riesiger persönlicher Erfolg, Hut ab!  Das Manuskript ist ganz fertig? Also die Geschichte fertig, aber ich nehme mal an ohne Lektorat bisher, oder? Ich glaube nämlich, dass auch da die Anforderungen je nach Verlag ganz unterschiedlich sind. Bei manchen Verlagen kommt man noch nicht zwingen mit einem fertigen Manuskript sondern mit einer Idee und Auszügen, soweit ich weiß, und bekommt dann bestenfallls einen Vorschuss, mit dem man quasi die Zeit über bezahlt wird, in der man das Buch fertigschreibt. Aber ich glaube auch da gibt es große Unterschiede.  Was ist es denn für eine Art von Buch? Also vom Genre her :) Das ist auch ein wesentlicher Punkt, je nach Genre sind ja ganz andere Verlage für einen interessant. 


PapaMitPlan

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Antwort auf Beitrag von hummelmum

Danke dir! Und ja, ich bin ganz stolz auf sie :) Selbst wenn am Ende nichts Großes daraus wird, ist es schon eine Leistung, so ein Projekt neben dem "ganz normalen Wahnsinn", der sich tagtäglich abspielt, durchzuziehen. Das Manuskript selbst ist tatsächlich fertig, aber ein professionelles Lektorat hatte sie bisher noch nicht. Genau bei solchen Themen merken wir gerade erst, wie viele Unterschiede es offenbar zwischen den verschiedenen Wegen und Verlagen gibt. Vom Genre her würde ich es wahrscheinlich am ehesten als ruhigen Gegenwarts- bzw. Familienroman beschreiben. Viel Alltag, Beziehungen, Beobachtungen aus dem normalen Leben, also eher etwas Bodenständiges ohne Fantasy oder Thriller-Elemente. Hast du denn selbst irgendwelche Erfahrungen mit dem veröffentlichen von Büchern? 


hummelmum

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Antwort auf Beitrag von PapaMitPlan

Absolut, also Hut ab, was auch immer noch kommen möge!  Ich glaube dann musst du dich ab jetzt informieren, was die Anforderungen bei verschiedenen Verlagen sind, die für dein Genre in Frage kommen. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob man zu allen Verlagen schon mit einem fertigen Manuskript kommt, oder erst mal nur mit einem Exposé, einer Idee oder einer Leseprobe. Das kann man aber mit googeln sicher gut herausfinden, wie da die Kriterien und Voraussetzungen sind. Vielleicht auch einfach mal anrufen.  Ich hab selbst keine Erfahrung damit, hab aber eine Freundin, die mal ein Buch veröffentlicht hat. Allerdings ist das vielleicht nicht ganz so aussagekräftig, weil sie Journalistin ist und somit schon ganz gute Kontakte hatte in die Branche. Da sind die Wege einfach so unterschiedlich, ist dann schwer zu vergleichen. 


PapaMitPlan

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Antwort auf Beitrag von hummelmum

Das mit den Kontakten ist natürlich ein großer Vorteil. Als kompletter Außenstehender muss man sich das alles erst selbst zusammensuchen. Wir haben inzwischen jedenfalls angefangen, uns verschiedene Verlage und Anbieter genauer anzusehen. Bei Novum fand meine Frau zum Beispiel sehr interessant, dass dort offenbar viel mit Neuautoren gearbeitet wird. Gerade wenn man noch keine Erfahrungen oder Kontakte in der Branche hat, ist das schon ein sehr guter Ansatz. Meine Frau hat inzwischen auch schon die ersten Anfragen verschickt und Kontakt zu ein paar Stellen aufgenommen. Jetzt sind wir natürlich gespannt, welche Rückmeldungen kommen und wie unterschiedlich die Abläufe tatsächlich sind :)


hummelmum

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Antwort auf Beitrag von PapaMitPlan

ich bin begeistert wie schnell das alles geht, ich bin in allem so viel zögerlicher und bewundere Leute, die einfach durchziehen und mal machen und probieren, das liegt mir ein bisschen fern :D aber es ist sicher der richtige Weg, man muss ja selbst auf jemanden zugehen und aktiv werden, sonst wird wahrscheinlich nie was draus werden. Also auch dafür Hut ab vor deiner Frau, ich glaube ich könnte einiges lernen von ihr!  Also sie kontaktiert einfach verschiedene Anlaufstellen und schuat dann, wie die Anforderungen sind und ob man da vorankommt? Kann mir vorstellen, dass man da von vielen Verlagen vielleicht nur schwer Rpckmeldungen bekommt leider... grade die größeren, die sehr viele Anfragen bekommen. 


PapaMitPlan

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Antwort auf Beitrag von hummelmum

Ja, genau so machen wir es momentan. Sie versucht gerade, möglichst viele Informationen und Rückmeldungen zu sammeln, bevor sie sich festlegt. Und du hast wahrscheinlich recht, bei manchen größeren Verlagen wird man vermutlich viel Geduld brauchen. Umso spannender wird es sein zu sehen, wie unterschiedlich die Rückmeldungen ausfallen. Danke jedenfalls für den netten Austausch!


Nurmalsoeben

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Antwort auf Beitrag von PapaMitPlan

Selbst veröffentlicht habe ich außer Artikeln in Fachzeitschriften oder Übersetzungen noch nichts, aber ich habe Kolleginnen, die eigene Verlage gegründet oder irgendwann mit dem Schreiben angefangen haben. Einen tut diese Frauen, dass sie schon vorher Erfahrung im Verlagswesen, eine Zielgruppe und - im Fall der Autorin - auch einen Verlag hatten, der eine konkrete Buchidee für sein Programm hatte. Verlage haben ja Programme und Sparten, die sie bedienen, weil sie wissen, da finden sie ein Zielpublikum. Was ich damit sagen will: Ich denke, Selfpublishing ist für sie niederschwelliger, aber auch da sollte sie vorher bei anderen Autorinnen nachlesen, was die für Erfahrungen mit Selfpublishing gemacht haben, da gibt es ja etliche Anbieter außer Amazon und Google. BoD ist in Deutschland groß, aber es muss ja nicht zwingend ein deutscher Anbieter sein. Und eine Frage stellt sich mir außerdem: Wenn das ihr Manuskript ist, wieso fragt dann nicht die Mama-mit-Plan hier? Mich als Autorin würde es extrem irritieren, wenn sich mein Partner in mein persönliches "Baby", also die Veröffentlichung eines Manuskripts, einmischen würde. Aus dem einfachen Grund, weil ich dann selbst genau wüsste, was ich mir für eine Zielgruppe vorgestellt habe, als ich das schrieb, dass ich diejenige bin, die genau weiß, was ich mit meinem Manuskript kommunizieren möchte, und ich auch diejenige bin, die entscheiden will, ob ich das kommerzialisieren möchte und auch bereit bin, den nötigen Aufwand dafür zu betreiben. Ein veröffentlichtes Buch muss ja beworben werden, muss (potenziellen) Leser*innen vorgestellt werden, es muss geplant werden, wie viel Zeit- und Geldaufwand frau da hineinstecken kann und will und wie viel am Ende dabei herumkommen soll.... Sie sollte als Autorin deshalb die Expertin sein. Es ist nett, wenn du sie dabei unterstützen willst, aber du bist dabei maximal die zweite Geige. 


PapaMitPlan

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Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Hallo, hier ist tatsächlich die „MamaMitPlan“ ^^ Ich habe hier kein eigenes Profil, weshalb ich mit seinem schreibe. Mein Mann hat den Thread zum einen für mich erstellt, weil es eben sein Profil und er immer wieder online ist. Zum anderen, weil wir ein Team sind und er mich unterstützen will. Und ehrlich gesagt: Wir sind hier ja immer noch in einem Elternforum und nicht in irgendeiner streng professionellen Verlagsrunde. Es geht doch letztendlich einfach um Erfahrungsaustausch und darum, sich ein bisschen umzuhören. Er schreibt ja nicht für mich Verlage an oder entscheidet über mein Manuskript, sondern interessiert sich einfach für das Thema und recherchiert mit mir gemeinsam. Gerade wenn man den Alltag und so ein großes Projekt unter einen Hut bringen will, finde ich das eigentlich ziemlich schön. Ich danke dir aber für deinen ausführlichen Beitrag und das Teilen deiner Erfahrung! Gerade der Punkt mit Zielgruppen und Verlagsprogrammen war mir vorher ehrlich gesagt gar nicht so bewusst. Beim Schreiben selbst ich viel mehr an die Geschichte und die Figuren als daran, wo das Ganze später überhaupt hineinpasst. Das mit den unterschiedlichen Selfpublishing-Anbietern finde ich auch spannend. Man landet bei der Recherche halt sehr schnell bei den bekannten Namen wie Amazon oder BoD, aber wahrscheinlich gibt es da tatsächlich viel mehr Möglichkeiten, als man am Anfang denkt. Genau deshalb lesen wir uns momentan auch so viel durch und versuchen herauszufinden, welche Wege für Anfänger überhaupt realistisch und sinnvoll sind.


Nurmalsoeben

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Antwort auf Beitrag von PapaMitPlan

Okay, das wusste ich natürlich nicht, dass ihr euch ein Profil teilt. Ich hatte bisher nur den PapaMitPlan als Diskussionspartner. ;-) Es war auch weniger ruppig gemeint, als es vielleicht klang, aber ich finde es sehr wichtig für dich als Autorin, dir darüber klar zu werden, wo du hinwillst und dafür die volle Verantwortung zu tragen. Aufgaben kann man sich  zwar als Team teilen, aber du als Autorin solltest da schon die Richtung vorgeben. Was das Selfpublishing angeht: Hast du schon mal bei Google nach den Stichworten Selfpublishing - Anbieter - Erfahrungen gesucht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es im Netz keine Autor*innen gibt, die darüber noch nicht geschrieben haben, da gibt es sicher Seiten mit Vergleichen.


PapaMitPlan

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Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Danke, jetzt verstehe ich auch besser, wie du das gemeint hast 😊 Und keine Sorge, die Richtung gebe tatsächlich ich vor, mein Mann unterstützt mich einfach bei der Recherche und beim Sortieren der vielen Informationen. Nach Erfahrungsberichten und Vergleichen habe ich inzwischen tatsächlich schon gesucht. Selfpublishing wirkt auf den ersten Blick zwar interessant, aber je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr merke ich, wie viele Themen da dranhängen. Es geht ja nicht nur darum, das Buch hochzuladen, sondern auch um Lektorat, Cover, Layout und später sogar um Sichtbarkeit und Vermarktung. Gerade als Anfängerin finde ich deshalb Modelle interessant, bei denen man bei diesen Schritten nicht komplett auf sich allein gestellt ist.  Du kennst ja einige Frauen, die später veröffentlicht haben. Gab es bei denen etwas, das sie im Nachhinein gerne früher gewusst hätten?


Nurmalsoeben

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Antwort auf Beitrag von PapaMitPlan

Hallo MamaMitPlan, zu deiner Frage kann ich nichts sagen. Ich kenne diese Frauen als Übersetzerkolleginnen und weiß nur von Netzwerktreffen aus dem persönlichen Gespräch oder wenn wieder eine Publikation oder Lesung ansteht, an welchen Projekten sie gerade arbeiten. Unser Austausch über ihren Job als Verlagsleiterin oder Autorin ist nicht so detailliert gewesen, dass ich solche Fragen gestellt hätte. Wenn du direkt mit Autorinnen Austausch haben und solche Fragen stellen möchtest, wende dich doch an die Bücherfrauen, die haben verschiedene Regionalgruppen - guck mal, ob da auch etwas in deiner Nähe dabei ist. Wenn du alles bei der Publikation über eine (Online-)Agentur laufen lässt, ist die Gefahr halt relativ groß, viel Geld auszugeben, das du mit Buchverkäufen nicht ansatzweise wieder hereinholst. Gleichzeitig teilst du natürlich das Schicksal anderer Autor*innen, dass Verlage mit Manuskripten überschüttet werden und es selten vorkommt, dass das eigene Werk dabei einmal so heraussticht, dass das Lektorat spontan begeistert ist und es unbedingt veröffentlichen will. Der Buchmarkt ist einfach schwierig. Was nicht heißt, dass du es gar nicht versuchen sollst, es ist toll, so ein eigenes "Baby" zu haben. Aber ich würde mir im Vorfeld (auch wenn du dich nicht auskennst und dich durch sehr viele Infos im Internet, bei Netzwerktreffen wie Buchmessen oder besagten Bücherfrauen wühlen musst) auf jeden Fall eigenes Wissen aneignen, auch um beurteilen zu können, was eine (dann evtl. beauftragte) Agentur wirklich wert ist und worauf du achten musst. Du solltest dabei bedenken, dass das Erfolgsmodell einer Agentur nicht darin besteht, dein Buch möglichst erfolgreich zu promoten und für hohe Auflagen zu sorgen, sondern dir eine Dienstleistung zu verkaufen und damit für sich einen Gewinn zu erwirtschaften. Das solltest du immer im Hinterkopf behalten.


PapaMitPlan

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Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Die Bücherfrauen schaue ich mir auf jeden Fall einmal an. Und du hast recht: Ganz ohne eigenes Einlesen wird es wahrscheinlich nicht gehen, egal welchen Weg man am Ende wählt. Danke dir recht herzlich für die ausführliche Einschätzung und all die Tipps! :)