Jayjay
Ha, dieses Mal bin ich schnell :-) Obwohl ich grad tatsächlich nichts zu lesen habe. Im Juni habe ich meine Bücher durchgelesen, u. a. "Sörensen geht aufs Haus". Den fand ich richtig gut, besser als die Bücher davor. Das einzige, was mich mittlerweile ein wenig an den Sörensen-Büchern stört, sind die Wetterbeschreibungen. Mag man gar nicht in den echten Norden fahren, wenn es dort doch typischerweise immer nur regnet :-) Klar, soll bestimmt ein Stilmittel sein, aber ich finde es inzwischen ein bisschen zu viel... Gelesen habe ich auch "Ungelöst" von Strobel. Fand ich enttäuschend, vor allem der Schreibstil gefiel mir nicht. Ich müsste mir noch mal andere Strobel-Bücher anschauen, um zu schauen, ob der immer schon so geschrieben hat. Denn die vorherigen Bücher hatten mir gut gefallen. Also, aktuell liegt bei mir nichts rum. Aber ich habe vor, bald mal wieder eine Buchhandlung aufzusuchen. Vielleicht bekomme ich ja ein bisschen Input von euch. Also, was lest ihr im Juli?
Habe gerade mit " Alt genug " von Idiko von Kürthy angefangen. Dieses und 2 weitere Bücher werde ich mitnehmen in die Ferien. "Apfelstrudelalibi" von Rita Falk und von Angelika Schwarzhuber ein Doppelband: " Liebesschmarrn und Erdbeerblues " " Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück " Alles leichte Kost für den Urlaub.
Unerwünschte Töchter von Miriam Carbe.....fängt gut an und Das Flüstern der Feigenbäume, von Elif Shakif LG maxikid
Erzähl mal, wie die "Alt genug" fandest. Nach dem Verriss durch Dennis Scheck war ich fast versucht, das Buch aus Trotz zu kaufen. Ich mag ihre Kolumnen und sehe sie gern in Interviews, aber "Es wird Zeit", das ich vor einigen Jahren gelesen habe, fand ich nach der Hälfte einfach nur noch furchtbar platt und irgendwie "erzwungen" unterhaltsam. Das habe ich nicht fertig gelesen.
Ich habe gerade "In ewiger Schuld" von Harlan Coben angefangen. Dann liegt hier noch von ihm "Nur für dein Leben" . Bin aber im Moment immer noch lesefaul...😉... LG Sonnenblume50
Sonnenblume, Nur für Dein Leben, habe ich gerade als Mini Serie auf Netflix geguckt.....die Serie war mega gut...da kannst Du, denke ich, Dich aufs Buch freuen....LG maxikid
Hallo ich habe am verg. WE das Buch "der Duft nach Kuchen und Meer" beendet, war ein guter Familienroman bei dem die Oma ein Haus auf Amrum hat, das sie der alleinerziehenden Enkeln schenken möchte. Die Enkelin reist mit Kind nach Amrum und findet viel über das Leben der Oma VOR der Geburt Ihrer Mutter raus.... und dass Oma sich eig. ein anderes Leben vorgestellt hat... Danach habe ich angefangen "Kuss mit Soße" - lustigerweise auf Empfehlung meines Mannes, war das einzigste Buch das er jemals "wirklich" gelesen hat.... (und das beste meinte er) - mal schauen.... viele Grüße
Hallo das von meinem Mann empfohlene Buch "Kuss mit Soße" habe ich fertig, war tatsächlich ganz gut. Nun habe ich den Alpenkrimi "schwindelfrei ist nur der Tod" angefangen..... viele Grüße
Jayjay, dieses Mal warst du echt schnell 🙂 Ich wollte es schon posten, aber es war noch Juni. Mein Buchtipp ist "Alma" von Federica Manzon. Das Kernthema ist das Leben einer Frau, Jahrgang 1970, aufgewachsen im Spannungsfeld zwischen italienischem Großbürgertum und der entwurzelten jugoslawischen Seele, ähnlich der Rolle der Stadt Triest im endenden 20. Jhdt. Ein bisschen dunkel, also kein einfacher Sommerroman, eher wie ein Zafon, oder auch Haratischwili, aber ich habe es verschlungen, weil es auch den letzten Balkankrieg behandelt, dessen Mechanismen ich bis heute nicht ganz verstanden habe. Aber die dazu weiterführende Literatur erspare ich euch, die liegt bei mir jetzt für Juli (und vermutlich auch noch August) am Nachttisch und ist schon sehr speziell ("Geschichte Jugoslawiens" v. Marie-Janine Calic bzw. "Krieg in Europa - der Zerfall Jugoslawiens und der überforderte Kontinent" v. Norbert Mappes-Niediek, falls es doch wen interessiert) Für die Entspannung lese ich gerade "Espresso unter Sternen" v. Stefan Maiwald. Da kann ich mich so schön virtuell ans Meer beamen. Und da muß man nicht so viel mitdenken. Man kann sogar einfach querlesen.
DAs Flüstern unterm Feigenbaum handelt vom Bürgerkrieg auf Zypern....sehr spannend.. Und gestern dann noch ein Krimi angefangen Till Reather Sturmkaere....ich liebe diese Krimireihe aus Hamnburg....2 Bücher wurden schon verfilmt. U.a. Neunauge....ZDF Mediatheak....LG
Oh, das klingt auch noch sehr spannend. Auch der Bürgerkrieg auf Zypern ist bei mir so ein blinder Fleck auf meiner geistigen Landkarte. Ist notiert.....aber ich glaube für das Jugoslawien Thema brauche ich noch ein bissl 😅
Und Krimis gehen sowieso immer. Aber ich habe mittlerweile echt Probleme mir die Titel und Autoren zu merken, weil die bei mir so nebenher mitgehen. Ich schau grad nach.......derzeit liegt "Kälter als der Tod" v. Dario Correnti hier herum. Klingt auch spannend, weil ich so gruselige Alpendorf Krimis mag. Aber ich kann dazu noch gar nix sagen. Ist aus der Büchergrabbelkiste unten am Straßeneck.
An Joguslawien musste ich die Tage auch denken bzw. hatten am letzten WE den Kindern am Tisch erzählt, dass da in den 90germ in Europa ein Krieg war....sehr spannend, auf jeden Fall. Hatte mir danach dann erst einmal alles auf Wikipedia durchgelesen......mir schwirte der Kopf...Wer mit wem und gegen wem ...etc. Genauso interessant, der Krieg im Baskenland...Patria von Fernando Aramburu, tolles Buch. LG
dann mal viel Spaß....evtl. hast Du Dir ein Juwel geangelt...LG
Graz ist ja voll mit mittlerweile vollintegrierten bosnischen (vor allem muslimen) Flüchtlingen meiner Altersklasse, von daher hatte ich ja immer Kontakt mit Zeitzeugen aus erster Hand. Auch weil meine Kinder eine zweisprachige Grundschule besucht haben (=> kroatisch/deutsch). Ich muß aber gestehen, dass dieser Krieg mein damals frühzwanzigjähriges Hirn überfordert hat. Das versuche ich jetzt wettzumachen. Weil irgendwann kam es ja zu dem Punkt, wo eigentlich keiner mehr so richtig wusste, wer jetzt der eigentliche Feind ist. Und das sind Leute in meinem Alter, die furchtbare Kriegstraumata mitgenommen haben. Die wurden letztendlich auch nicht gefragt.
Haha, manchmal ist ein Bergkristall dabei
oh, interessant......ich war damals so gute 16 Jahre alt....In meiner Berufsschule/Kasse waren einige aus Serbien/Bosnien/Kosovo und Albanien....da war immer irgendwie jeder gegen jeden. Ein Durchblick war nicht möglich....und dann kam ein Mädel aus Kroation dazu...ja, ging laut daher....LG maxikid
Ich habe die Bücher noch nicht gelesen, liebe aber die Verfilmungen mit Mlan Peschel, den ich sowieso für einen der genialsten Schauspieler überhaupt halte. Till Raether hatte ich noch als Brigitte-Kolumnist im Kopf, ich hatte, bevor ich die Serie zufällig in der Mediathek entdeckt hatte, gar nicht gewusst, dass er heute Krimis schreibt.
"... weil es auch den letzten Balkankrieg behandelt, dessen Mechanismen ich bis heute nicht ganz verstanden habe. Aber die dazu weiterführende Literatur erspare ich euch, die liegt bei mir jetzt für Juli (und vermutlich auch noch August) am Nachttisch und ist schon sehr speziell ("Geschichte Jugoslawiens" v. Marie-Janine Calic bzw. "Krieg in Europa - der Zerfall Jugoslawiens und der überforderte Kontinent" v. Norbert Mappes-Niediek, falls es doch wen interessiert)" Ich habe vor über 30 Jahren, in meinen ersten Anfängen als AV-Übersetzerin und noch angestellt, an der deutschen Sprachfassung von "Bruderkrieg - der Kampf um Titos Erbe" mitgewirkt, das war eine sehr umfassende Doku über Krieg in Ex-Jugoslawien, die später mit Preisen ausgezeichnet wurde. Vielleicht gibt es die noch in Bibliotheken. Ich fand das damals sehr lehrreich, da wurden Wurzeln bis in die Tage der Kreuzzüge beschrieben. Im Detail erinnern kann ich mich aber natürlich nicht mehr.
Milan Peschel finde ich auch als Schauspieler genial... Reathers Krimis finde ich sehr gut....Schade das die Danowski Reihe jetzt beendet ist.....hoffe aber, auf noch ein paar Verfilmungen. LG maxikid
"Die Geschichte Jugoslawiens" setzt etwa um 1900 an, bzw. tlw. ab dem Berliner Kongress 1878. Ich glaube das reicht schon aus um die Entwicklung zum letzten Krieg ablesen zu können, auch wenn natürlich das Stammeswesen (ja, so haben die sich tatsächlich noch sehr lange selbst bezeichnet) seine archaischen Wurzeln schon im Mittelalter hatte und sich bis heute latent fortsetzt. Mir war es wichtig eine möglichst zeitgenössische Abhandlung zu lesen. Weil mittlerweile natürlich noch einige Erkenntnisse dazugekommen sind. Noch besser, dass die Autorin selbst jugoslawische (istrische) Wurzeln hat. Da ist der Blick dann vielleicht noch authentischer. Der rein westliche Blick ist m.E. auch nicht immer ganz klar und unverstellt. Die Person Tito ist dann ja noch einmal ein eigenes Kapitel. Den hätte es vermutlich ohne den 2.WK an der Position vermutlich gar nicht gegeben. Oder vielleicht doch....wir werden es nie erfahren. Es liest sich jedenfalls sehr angenehm. Die Hälfte hab ich schon durch und bin einmal mehr dankbar für den Ort und Zeitpunkt meiner Geburt. Witzig war das 20.Jhdt. für die Balkanbewohner nämlich wahrlich nicht. Von vorn bis hinten und quer durch alle Ethnien.
So, das letzte Buch aus der Danowski Reihe vob Till Raether durch...war super...aber nur zu empfehlen, wenn man die anderen Bücher gelesen hat bzw. einige davon .....ansonsten könnte es für einen "Neuling" langweilig sein. LG maxikid
Update zur "Geschichte Jugoslawiens". Ich hab´s schon durch. Falls das Thema jemand interessiert, dieses Buch ist wirklich empfehlenswert. Flüssig zu lesen und m.E. sehr objektiv und verständlich geschrieben. Die vielen Namen kann man ausblenden (ich merke mir sowas nämlich eh nie) und die wichtigsten hat man sowieso irgendwann schon einmal gehört. Jetzt kann ich wenigstens die Ethnien der Hauptakteure in der jüngsten Vergangenheit wieder sicherer zuordnen. Und auch deren Hauptantrieb zu tun, was sie eben getan haben. Auch "Krieg in Europa" liest sich ähnlich flüssig und verständlich und langsam blicke ich durch, wer gegen wen, wann und warum. Würde ich auch weiter empfehlen. Ich hatte ja im Obdachlosenheim mit einem Bewohner zu tun, der bis zu seinem Tod nicht verraten wollte woher er kommt (ganz offensichtlich war er aber als Kämpfer im Balkankrieg). Auch in seinen Unterlagen wurde nur sein Vorname geführt und dass er auf Kirchenasyl in dem Heim war. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass der je das Gelände (Kirchengrund) verlassen hat. Als Mensch war er wahnsinnig nett, sehr belesen und hilfsbereit und war einer der wenigen in der Einrichtung, der keinen Tropfen Alkohol oder sonstige Drogen angerührt hat. Ich vermisse den noch immer. Aber ehrlich gesagt beschäftigt mich seine Vergangenheit bis heute, weil man ja nicht umsonst so als U-Boot lebt. Nicht einmal ärztliche Hilfe hat er in Anspruch genommen, erst ganz zum Schluss. Da bleibt viel Raum für Spekulation. Das nur als Ergänzung, warum mich dieses Thema u.a. so beschäftigt. Rausfinden werde ich es nicht mehr. Muß ich auch nicht. Ich werde ihn immer als besonderen Menschen in Erinnerung behalten.
Am 11. Juli ist ja im Kosovo ein Gedenktag einer grossen Tragödie...1995 oder 96... musste ich erst mal wieder belesen...dann viel mit das alles wieder ein. Kam mir nur nicht so lange her vor...LG
Beim Krieg bin ich erst im Jahr 1991. Da war´s im Kosovo und in Bosnien ja noch "friedlich". Da ging´s dafür auf kroatischem Boden rund. Nur Slowenien hat alles nach 10 Tagen abgehakt. Ich kann mich aber noch gut an diese 10 Tage erinnern. Die slowenische Grenze ist ja nur 60km weg von Graz. Und damals waren meine Klassenkollegen gerade alle beim Bundesheer. Die wurden alle zur Grenzsicherung abkommandiert, und zwar mit scharfer Munition. Das war creepy.
Ich habe zuletzt ein Esel-Sachbuch gelesen, "Liebenswertes Langohr". Ich war überrascht, dass ich doch noch ein paar Sachen dazugelernt habe! Dann habe ich vor 4 Tagen " Die Einzige Geschichte" angefangen von Julian Barnes. Ich habe nun 40 Seiten geschafft und werde noch mal 20 lesen und wenn ich dann noch keinen Zugang finde, lese ich es nicht fertig.
Ja, manchmal ist es echt frustrierend, wenn einen die Geschichte einfach nicht abholt. Ich hab hier auch 2 so "Langweiler" rumliegen. Nach 100 Seiten ist dann auch bei mir vorbei.
Ich lese gerade "Windjammer" von Gisa Pauly.
Jetzt, wo der Buchclub Sommerpause macht, lese ich auch mal wieder was zur Entspannung. ;-) Ich habe den neuen Sörensen hier liegen, aber auch Ewald Arenz' "Der große Sommer". Kommt sicher in den nächsten Wochen noch das eine odere andere hinzu, deshalb freue ich mich auch über Anregungen.
Ich habe hier für den Juli zwei Re-Reads liegen, die ich beide sehr empfehlen kann. Zum einen "Persepolis" von Marjane Satrapi. Die Autorin ist ja im Juni gestorben. Diese Graphic Novel hat so viel Humor und illustriert wie kaum ein anderes Buch die iranische Gesellschaft nach der Revolution. Ist ein Klassiker, aber trotzdem hochaktuell. Und dann "The Art of Fielding" von Chad Harbach (auf deutsch "Die Kunst des Feldspiels"). Das ist eine manchmal etwas kitschige Geschichte rund um Baseball, amerikanisches College-Leben und Freundschaften. Ich brauche das einfach um mich daran zu erinnern, dass es eine USA vor diesem Trump-Wahnsinn gab. Wenn ich dann noch Zeit habe lese ich "Sanditz" von Lukas Rietzschel. Das Buch wird ja ziemlich gehypt.
Ich hatte nach Satrapis Tod versucht, an die französische Ausgabe zu kommen - leider vergeblich, die war überall vergriffen. Ich wollte sie nämlich schon lange mal gelesen haben. Aber vielleicht organisiere ich mir doch mal wenigstens die deutsche Ausgabe. Für französischsprachige Leser*innen ist mit ihr DIE moderne Stimme des Iran verstummt.
Beim großen A* haben sie noch eins auf Lager 😀. Ich habe die englische Ausgabe, weil die deutsche damals noch nicht erschienen war. Expertin bin ich nicht, aber ich halte sie für gut übersetzt. Das Buch lebt ja auch maßgeblich von den Illustrationen. Sie wird sich nicht mehr zu aktuellen Entwicklungen äußern und dazu künstlerisch Stellung beziehen. Aber ihr Werk ist definitiv nicht verstummt. In Deutschland wird Persepolis als Schullektüre empfohlen und wenn man die Beileidsbekundungen unter ihrem Insta-Account liest, dann wird klar, wie viele Fans sie zumindest europaweit hatte.
Danke, das ist nett, aber bei A* möchte ich nicht bestellen. Ich zweifle nicht daran, dass das gut übersetzt ist, es geht mir mehr um mein eigenes Leseerlebnis, das ich lieber auf Französisch hätte. ;-)