Elternforum Bitte noch ein Baby

Schwanger werden nach HELLP/Präeklampsie

Schwanger werden nach HELLP/Präeklampsie

Miramar07

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Ein freundliches Hallo in die Runde, ich bin zwar noch nicht bereit für ein zweites Baby wüsste aber gerne wie ihr dir Sache angegangen seid. Meine Tochter musste in der 28+6 mit 865 Gramm geholt werden. Das Ganze ist jetzt 2 Jahre her. Durch die Gestose Frauen weiß ich zwar schon ein paar Tipps bezüglich Ursachen abklären lassen und Ernährung. Mir fehlt aber die Austauschebene bezüglich Sorgen und Ängste. Ich habe nun meine Akte (oder Auszüge den 372 Seiten sind dann doch etwas teuer) kopiert und werde diese von meinem Frauenarzt mit anschauen lassen. Ich wüsste gerne was genau ich hatte und wie hoch das Wiederholungsrisiko ist. Wurde euch ein persönliches Wiederholungsrisiko berechnet? Habt ihr vorher die SS und Geburt aufgearbeitet? Liebe Grüße


ClaudeMi

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Antwort auf Beitrag von Miramar07

Hey Miramar, ich hatte auch eine Präeklampsie. Das war aber nicht der Grund, weshalb meine Maus schließlich geholt werden musste. Ich hab diesbezüglich dann auch nicht mehr viel in Erfahrung gebracht. Ich weiß zwar, dass das Risiko einer Wiederholung etwas höher ist, aber mehr nicht. Ich dachte auch, dass man die Ursachen nicht abklären lassen kann. Vielleicht kannst du mir da noch ein paar Tipps (Ernährung?! oder was du noch weißt) geben? Aufarbeitung des Erlebten hat bei mir schon vor der Geburt begonnen, damals auch mit psychologischer Unterstützung. Ich hasse immer noch die KH-Besuche, zu denen wir hin und wieder gezwungen sind. Aber ansonsten haben die Zeit und die Fortschritte unserer Maus am besten bei der Bewältigung geholfen.


Miramar07

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Antwort auf Beitrag von ClaudeMi

Hallo, man sollte Gerinnungsstörungen abklären lassen. Ich habe zum Beispiel Faktor V heterozygot. Außerdem gibt es immunologische Ursachen, damit kenne ich mich aber nicht aus. Da kannst du dich auch an die Gestose-Frauen.de wenden. Dort kannst du auch kostenlos Ernährungspläne runter laden. Man sollte in der SS etwa 100 Gramm Eiweiß am Tag essen, sehr stark salzen, extra Vitamine B6 und B12, LgArginin nehmen. Außerdem ab Kinderwunsch täglich ASS 100... Es fühlt sich an wie ein einziger Ärzte und Medikamente Marathon.... Das macht mir Kopfzerbrechen und auf der anderen Seite will ich sagen können, das ich alles versucht habe. Welchen Altersabstand wird es denn bei euch geben? Ich peile so in etwa 4 Jahre an. Ich möchte einfach für den Fall einer neuen Frühchenintensivzeit wieder viel Zeit beim Baby verbringen können und meine "Große" für aufgehoben wissen bei Oma und Co. Je jünger sie ist umso schwerer wird mir das fallen. Liebe Grüße


ClaudeMi

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Mhmmm, jetzt stoß ich zum wiederholten Mal auf den Hinweis "Gerinnungsstörung". Vielleicht sollte ich da wirklich mal nachhaken. Wir haben uns einen Abstand von 2 Jahren gewünscht. ... tja, inzwischen ist unsere Tochter fast 2,5 Jahre alt und ich seit 10 Monaten in Behandlung in einem Kinderwunschzentrum. Ich gebe Sabsve recht, wenn es passiert, dann passiert es. Sollte nochmal ITS auf uns zukommen, kann es nicht so schlimm werden wie beim ersten Mal, so viele Zufälle können nicht noch einmal zusammentreffen! Ich wüsste aber im Fall der Fälle, dass sich mein Mann und die Familie sehr gut um unser Maus kümmern. Außerdem wäre es nur eine halbe Stunde bis zum KH, ich könnte also oft heim (war damals nicht möglich bei 1,5 Std einfache Fahrt). Ich glaube, dass jede Mama, die eine schlimme erste SS/Geburt hatte, ganz anders an die weitere Familienplanung herangeht. Aber wir haben uns mit diesen Erfahrungen auch Bewältigungsstrategien und Routinen erarbeitet, auf die wir in Zukunft zurückgreifen können. Ich glaube fest daran, dass mich das Schicksal diesbezüglich nie wieder so hart, ungeschützt und unvorbereitet erwischen kann.


Sabsve

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Antwort auf Beitrag von Miramar07

Hallo! Ich gehöre hier eigentlich nicht mehr rein, aber ich lese trotzdem noch immer manchmal mit... Ich hatte in der letzten Schwangerschaft auch ein HELLP und bin aktuell in der 11. SSW. Ich hatte allerdings großes Glück, denn ich bekam das HELLP erst in der 37. SSW. Allerdings ging es dann wirklich schlagartig und mir ging es von Stunde zu Stunde schlechter, weshalb meine Kleine dann per Kaiserschnitt geholt werden musste. Das war im September 2015. Danach war ich mir erstmal sicher, dass ich kein weiteres Kind mehr möchte... ABER ich habe sooo eine tolle Tochter, dass ich unbedingt noch ein Kind wollte und wir wollten den Abstand nicht so groß. Jetzt bin ich also wieder schwanger und habe auch ein bisschen Angst. Ich habe eine Freundin, die Gynäkologin ist. Sie hat mir gesagt, dass das Risiko erneut ein HELLP zu bekommen höher ist, wenn man es schonmal hatte. Wie hoch das Riskio ist hängt wohl mit den Blutwerten zusammen, die man beim HELLP hatte. Ich habe nach Rücksprache mit meinem Arzt keine Untersuchungen machen lassen, um die Ursache abklären zu lassen. Ich möchte auch nicht wissen wie hoch das Risiko ist, dass ich erneut ein HELLP bekomme. Ganz ehrlich - was bringt es mir? Angeblich ist das Risiko überhaupt HELLP zu bekommen bei 5% (wenn ich mich nicht täusche) - das ist verdammt wenig, und trotzdem habe ich es geschafft dabei zu sein - und du auch. Ich habe nach der Geburt auch lange gebraucht alles aufzuarbeiten, aber ich glaube wir (mein Mann und ich) haben es ganz gut geschafft. Jetzt vertraue ich einfach auf die Ärzte und auf mich. Jetzt weiß ich worauf ich achten muss und würde im Zweifel lieber einmal zu viel zum Arzt rennen als zu wenig. Ich versuche aber vor allem positiv an die ganze Sache ran zu gehen. Und wir waren uns beide einig, dass wir noch ein Kind möchten. Wie gesagt, anfangs wollten wir beide kein Kind mehr nach der Geburt. Aber dass wir dann doch noch eines möchten zeigt mir, dass wir die ganze Geschichte ganz gut verarbeitet haben. Ich bin mir sicher, dass du den für dich richtigen Zeitpunkt für ein weiteres Kind bemerkst. Ich wünsche dir auf alle Fälle alles Gute!


Miramar07

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Antwort auf Beitrag von Sabsve

Dankeschön! Ja das wir ein zweites sollen steht schon fest. Ich habe aber zwischendurch noch solche Gefühlseinbrüche, da ist ein Geruch und eine Nichtigkeit wie ein Eiskaffee und ich finde mich in der Zeit wieder und könnte direkt weinen bzw kommen mir die Tränen. Das sollte natürlich vorher weg sein.... Liebe Grüße


Sabsve

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Antwort auf Beitrag von Miramar07

Ja das stimmt. Ich bin auch monatelang einfach in Tränen ausgebrochen und konnte gar nicht genau sagen warum. Außer es hat mich jemand auf die Geburt angesprochen - da wusste ich dann warum ich sofort los geweint habe. Aber zum Glück war das irgendwann vorbei. Das einzige, wobei ich immer noch weinen muss, ist wenn eine andere Mutter was in die Richtung "den Moment, in dem man sein Kind das erste mal auf dem Arm hat vergisst man nie" sagt - aber dann weine ich, weil ich traurig bin, weil ich mich an den Moment gar nicht erinnern kann. (Ich heul schon beim Schreiben) Ich war damals so zugepumpt mit Medikamenten, ich weiß überhaupt nur von Fotos, dass ich meine Kleine nach der OP im Kreißsaal im Arm hatte. Jetzt in der Schwangerschaft bin ich allerdings wieder nah am Wasser gebaut, aber ich hoffe das sind nur die "normalen" Hormone. Hoffentlich läuft diese Schwangerschaft besser als die letzte.