Pity
So, bei mir ist es jetzt endgültig vorbei mit dem Kinderwunsch. Es macht mich sehr traurig, dass mein Sohn ein Einzelkind bleiben wird. Ich habe viele Jahre gebraucht, um überhaupt schwanger zu werden und habe das erste Kind dann verloren. Meinen Sohn habe ich dann mit 36 bekommen. Die Geburt war der Horror (Hellp-Syndrom, quasi in der letzten Minute doch noch erkannt) und danach durfte ich bis sich meine Leber erholt hatte, es nicht wieder versuchen. Nach zwei Jahren war es dann endlich wieder möglich. Und nun haben wir es wieder über ein Jahr versucht. Aufgrund meines Alters und der Vorgeschichte wurde mir auch geraten, es nun zu lassen. Ich weiß, dass ich irres Glück hatte: Erstens überhaupt ein gesundes Kind zu haben und zweitens die Geburt überlebt zu haben. Trotzdem kann ich dieses Glück im Moment nicht so spüren. Ich sehe überall Familien mit mehreren Kindern und habe das Gefühl, es nicht geschafft zu haben und dass mein Sohn keine Geschwister haben wird. Geht es hier jemandem ähnlich wie mir? Liebe Grüße Pity
hallo, hat dir nur dein FA geraten es zu lassen, oder hast du es von mehreren Seiten gesagt bekommen. Ich kann es nicht so ganz nachvollziehen, und ich würde mir immer mindestens eine Zweitmeinung einholen. Meine vorige FA fand mich mit 38 schon zu alt, meine jetzige, meint, wenn es jetzt nicht klappt dann vielleicht mit 47 oder 48... Die Meinungen gehen manchmal weit auseinander Lg und alles Gute!
Hi! So, jetzt klappt es und ich kann dir doch direkt antworten: Ich hab diese Antwort von einem Ärztekonzil. Die Begründung liegt darin, dass sich das Risiko für Komplikationen jenseits der 40 nochmals ordentlich erhöht. Prinzipiell ist es ja wahr, denn ich war nach der ersten Schwangerschaft und Geburt körperlich richtig lädiert und bin immer noch nicht wieder 100%ig fit. Da ist das Alter (jetzt 39,5) natürlich auch ein Faktor, der bei einer neuerlichen Schwangerschaft und Geburt meinen körperlichen Zustand sicher nicht verbessert. Und ich bin ja Mutter und sollte darauf schauen, dass es mir für meinen Sohn möglichst gut geht. Soweit meine Gedanken dazu. Mit meinen Gefühlen sieht es freilich anders aus... LG
Hey Pity! Mir gehts wie dir. Ich bin noch nicht so weit, dass ich endgültig aufgeben will. Aber ich denke immer wieder darüber nach. Meine SS hat ebenfalls sehr lange auf sich warten lassen, dann Schock: schwerer Herzfehler (zum Glück inzwischen so behoben, dass sie gut damit leben kann), es folgte ne schlimme SS, ne furchtbare Geburt (Not-KS unter abfallenden Herztönen und Präeklampsie). 1 Jahr Wartezeit wg KS, nun inzwischen 19 Monate üben, davon 10 mit KiWuZ. Das zehrt unheimlich an den Nerven, deshalb kann ich gut verstehen, wenn du dich traurig von deinem Wunsch verabschiedest. Fühl dich gedrückt!
@ ClaudeMi Hi! Na arg - deine Geschichte ist ein wirklich harter Weg gewesen! Ich finde es so schwierig loszulassen und den "richtigen" Zeitpunkt dafür zu finden - man denkt sich immer, ob man nicht zu früh aufgegeben hat und es nicht doch nochmal probieren sollte. Und dann ist wieder ein Monat um, das an den Nerven zehrt. Wie alt bist du, wenn ich fragen darf?
Ich bin 33. Ich weiß, dass ich noch Zeit hab, aber meine Tochter soll ja auch was von dem Geschwister haben und für mich ist es von der Lebensplanung her JETZT (bzw vor ein paar Jahren) richtig. Ich kann dich sooo verstehen mit dem Loslassen. Wir werden diesen Zyklus aussetzen, weil mir der Stress einfach zu viel geworden ist. Und ich find schon den einen Monat (oder 2) schwierig. Ständig hinterfragt man, ob nicht vielleicht doch genau jetzt der Zeitpunkt ist, wo es geklappt hätte. Ich denke, wenn du bei deinem Entschluss bleibst, wird es mit der Zeit einfacher. Am Anfang ist man ja noch voll im Kontrollmodus, wann der bester Zeitpunkt zum Herzen setzen ist und dann natürlich wieder die Hibbelzeit... Ist bestimmt nochmal schwieriger aufzugeben, wenn die Entscheidung nicht von einem selbst, sondern von außen kommt, quasi aufgezwungen. Trotzdem ist es zuletzt dein Entschluss, ob du sagst, mit 39,5 ist Schluss oder erst mit 41. Die paar Monate verändern nicht viel am Risiko. Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Kraft fürs Loslassen (oder Dabeibleiben).
@Susi1971 Ich hab diese Antwort von einem Ärztekonzil. Die Begründung liegt darin, dass sich das Risiko für Komplikationen jenseits der 40 nochmals ordentlich erhöht. Prinzipiell ist es ja wahr, denn ich war nach der ersten Schwangerschaft und Geburt körperlich richtig lädiert und bin immer noch nicht wieder 100%ig fit. Da ist das Alter (jetzt 39,5) natürlich auch ein Faktor, der bei einer neuerlichen Schwangerschaft und Geburt meinen körperlichen Zustand sicher nicht verbessert. Und ich bin ja Mutter und sollte darauf schauen, dass es mir für meinen Sohn möglichst gut geht. Soweit meine Gedanken dazu. Mit meinen Gefühlen sieht es freilich anders aus...