Herzmama2026
Hallo zusammen, ich bin neu hier und habe mich heute aus Verzweiflung hier angemeldet. Ich brauche mal euren Rat. ❤️ Ich bin seit ca. 10 Wochen Mama eines wundervollen kleinen Sohnes. Schon vor der Schwangerschaft und Geburt hatte ich in meinem Leben oft Probleme damit, mir Dinge sehr zu Herzen zu nehmen. Manche Aussagen beschäftigen mich dann noch lange und triggern mich teilweise auch sehr. Jetzt, mit einem Kind, kommen natürlich auch wieder von allen Seiten Ratschläge, Kommentare und tolle Erziehungstipps. 🙃 In den letzten Tagen sind ein paar Dinge „vorgefallen“, die mich einfach nicht mehr loslassen. 1. Situation: Schlafen, Stillen und Verwöhnen Aktuell fällt es meinem kleinen Schatz tagsüber und manchmal auch in den frühen Morgenstunden schwer, (wieder) in den Schlaf zu finden. Nachts klappt es meistens ganz gut. Da schläft er in seinem eigenen Beistellbett oft 4-6 Stunden am Stück. Nach dem Stillen lege ich ihn schlafend (wieder) hinein. Das klappt nicht immer, aber meistens. Manchmal brauche ich auch 2-3 Versuche. Tagsüber ist es allerdings so, dass er sofort wieder aufwacht, sobald ich ihn (schlafend nach dem Stillen) ablege. Er fängt dann nach ein paar Sekunden/Minuten laut an zu weinen. Deshalb mache ich es aktuell so, dass ich ihn, wenn er beim Stillen einschläft – was meistens der Fall ist –, einfach auf mir weiterschlafen lasse, bis er von selbst wieder aufwacht. Das sind manchmal 30 Minuten, manchmal eine Stunde. Alternativ schläft er im Kinderwagen beim Spaziergang oder in der Trage ein. Von meiner Mutter kam dazu schon öfter der Kommentar: „So, wie man die Kinder zieht, so hat man sie später halt auch.“ In den letzten Tagen hat sie mir außerdem mehrmals in ernsthaften Gesprächen gesagt, dass ich aufpassen und ihn nicht verwöhnen soll. Sonst hätte ich später nie wieder Zeit für mich, weil ich ihn dann auch nirgendwo anders zum Babysitten abgeben könnte. Dazu kommen noch ihre Kommentare zum Stillen. Wenn mein Kleiner sich nach einer Stunde „schon wieder“ meldet und trinken möchte, kommt von ihr, dass er doch nicht schon wieder trinken könne, mann nicht immer Essen kann, ich ihn überfüttern würde und ich ihm nicht ständig die Brust geben könne. Sorry, aber Muttermilch kann halt innerhalb von einer Stunde wieder verdaut sein!! Gerade bei so kleinen Babys ist es doch völlig normal, dass sie häufig trinken möchten. Ich stille nach Bedarf und möchte meinem Baby nicht das Gefühl geben, dass es nicht trinken darf, wenn es Hunger hat oder Nähe braucht. Heute waren wir wieder bei meinen Eltern. Ich habe auf dem Sofa gestillt und mein Kleiner hat auf mir dann weitergeschlafen, nachdem er beim Stillen eingeschlafen ist und zu dem Zeitpunkt auch schon min. 3-4 Stunden wach war... Meine Mama meinte dann, ich solle ihn doch in sein Bettchen legen (hat bei ihr auch ein Bett). Ich habe ihr erklärt, dass das wenig Sinn macht, weil er sonst wahrscheinlich gleich wieder aufwacht und weint. Dann lasse ich ihn lieber auf mir weiterschlafen, damit er wenigstens seinen Schlaf bekommt. Daraufhin kam wieder der Kommentar, dass das so nicht geht und ich ihn total verwöhne. Als Krönung hat mir heute auch noch mein Vater erklärt, dass ich ihn einfach ablegen und schreien lassen soll. Wenn ich immer sofort kommen würde, sobald er schreit, und ihn wieder hochnehme, würde er es nie lernen, tagsüber alleine zu schlafen. Ich solle ihn einfach schreien und weinen lassen. Nicht nur heute sondern generell als „Training“. Wenn ich immer renne, sobald er schreit, werde ich schon sehen, was ich irgenwann davon habe, wenn ich ihn so „verwöhne“. Ich habe dann nachgefragt, wie genau er das meint. Seine Antwort war sinngemäß, dass er irgendwann schon aufhören und einschlafen würde. Er würde ja schließlich nicht z.B. 2 Stunden am Stück durchschreien. Ich war einfach nur fassungslos und habe angefangen zu weinen. Warum sollte ich mein Baby schreien lassen, damit es lernt, dass ich nicht immer komme, wenn es mich braucht? Das hat doch nichts mit Verwöhnen zu tun! Weinen ist seine einzige Möglichkeit, mit mir zu kommunizieren. Für mich gibt es da einen klaren Unterschied: Wenn der Kleine aufwacht oder unzufrieden wird, wenn ich z.B. Duschen bin und ein paar Minuten weinen muss, bis ich wieder bei ihm bin, tut mir das schon weh. Aber manchmal lässt es sich einfach nicht vermeiden. Ihn aber bewusst schreien zu lassen, als Training ist für mich etwas völlig anderes. 1. Situation: Kinderwagen und Trage Wir hatten in letzter Zeit öfter das Problem, dass der Kleine im Kinderwagen völlig durchdreht hat und sich gar nicht mehr beruhigen ließ. Zum Glück haben wir immer die Trage dabei und können dann auf sie ausweichen. Darin ist sofort Ruhe und meistens schläft er dann auch gleich ein. Wenn wir auf dem Markt oder in der Stadt unterwegs sind, nehme ich inzwischen direkt die Trage, weil es einfach praktischer ist. Auch dazu kam von meiner Mama wieder der Kommentar, dass ich ihn verwöhnen würde und er sich an die Trage gewöhnen würde. Irgendwann wolle er dann gar nicht mehr im Kinderwagen liegen und sie könne mit ihm nicht mehr im Kinderwagen spazieren gehen. Die Alternative wäre also, ihn schreiend im Kinderwagen durch die Gegend zu schieben? Von den ganzen anderen Kommentaren, die ich in den vergangenen Wochen schon bekommen habe, möchte ich gar nicht erst anfangen... Meine Eltern sind eigentlich sehr liebevolle Eltern, unterstützen uns und machen viel für uns. Dafür bin ich auch wirklich dankbar. Aber solche Aussagen tun einfach unglaublich weh… das von den Menschen, die mich großgezogen haben… Ich gebe jeden Tag mein Bestes, möchte auf die Bedürfnisse meines Babys eingehen und ihm Geborgenheit geben. Und ganz ehrlich: Was wäre denn die Alternative? Ihn weinen lassen, obwohl ich ihn trösten könnte? Ihn wach halten oder immer wieder aus dem Schlaf reißen, nur damit er lernt, alleine zu schlafen? Ihm die Brust verweigern, obwohl er trinken möchte? Mich machen solche Kommentare mittlerweile richtig fertig. Deshalb meine Fragen an euch: Wird das irgendwann besser? Bekommt man mit der Zeit ein dickeres Fell? Wie lernt man, solche Kommentare nicht mehr so sehr an sich heranzulassen? Und vor allem: Was antwortet ihr in solchen Situationen? Ich bin noch ganz neu in diesem Mama-Game und manchmal verunsichern mich solche Aussagen einfach total. Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilt. ❤️