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Homeschooling

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Homeschooling

USmama

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Hallo allerseits! Ich wollte doch mal gerne Eure Meinung hoeren: Wenn unsere Schule im September wieder aufmacht dann haben wir zwei Moeglichkeiten. Entweder 100% online ode rein Hybrid-Model (2 Tage in der Schule pro Woche) und drei Tage Zuhause online. Ich kann mir weder das eine noch das Andere vorstellen. Im Fruehjahr habe ich jeden Morgen schon 20 Minuten gebraucht um einen Sohn in alle Online-Platformen einzuloggen. Dann musste ich dabeneben sitzen und sicherstellen das er auch tatsaechlich liest und alles durcharbeitet und nicht nur munter weiterklickt (mein Sohn ist 10, hat aber schweres ADHS, alleine vor dem Computer klappt to ueberhaupt nicht!). Da mein Sohn aber so nichts lernt musste ich dann nochmal eigene Resources finden und dann mit ihm arbeiten damit er ueberhaupt was lernt. Dazu fehlt die Zeit und Geduld und meinem Sohn einfach auch die Konzentrationsfaehigkeit. In Kuerze: Kann ich nicht, will ich nicht, mache ich nicht nochmal! Wir arbeiten beide 40 Stunden pro Woche (mittlerweile von Zuhause aus) und haben uns nun entschlossen unseren Sohn aus der Schule zu nehmen und ihn tatsaechlich zu “homeschoolen”. Also nicht die online Angebote von der Schule sondern wir machen da jetzt unser eigenes Ding. Schulbuecher und Materialien sind schon angekommen, die Abmeldung von der Schule ist abgeschickt….. und ich kriege kalte Fuesse! Ich muss dazu sagen das wir in den USA wohnen, hier darf man sein Kind selber unterrichten, aber ich war jetzt nie ein Fan davon. Viele Familien die homeschoolen sind sehr religioes und wollen einfach nicht das ihre Kinder anderem “Gedankengut” ausgesetzt sind und das finde ich doch sehr bedenklich. Fuer uns ist es im Moment wirklich nur eine Notloesung. Es wird ganz bestimmt stressig (wie gesagt wir muessen ja auch noch arbeiten) aber im Moment scheint es fuer uns doch die bessere Loesung. Wir koennen jetzt entscheiden was wir wann und wie lehren. Natuerlich versuchen wir alles durchzunehmen was er sonst auch im 5ten Schuljahr durch nehmen wuerde, aber wenn es sein muss und das Kind nicht lernen will, dann legen wir den Schwerpunkt eben auch Rechnen, Schreiben und Lesen. Es wird ihn nicht umbringen wenn er mal ein Jahr lang keine Amerikanische Geschichte oder Musik lernt. Sorgen macht mir das er dann natuerlich kaum noch soziale Kontakte hat. Gerade jetzt mit Corona wird natuerlich auch kaum etwas angeboten fuer homeschooler . Eine Frage an Euch habe ich nicht wirklich. Aber wenn ihr Ideen habt wie ich denn mein sehr “ablenktes” und Schule-hassendes Kind zum lernen become waere ich doch sehr dankbar . Seine Schule ging immer (auch als er noch 5 Jahre alt war) von 9 bis 3:30. Da sollte man doch meinen das 2 bis 3 Stunden Schule Zuhause auch fuer ihn besser sein sollten, aber bisher sieht er das noch gar nicht so. Mir geht gerade das "rear end" ein bisschen aufs Grundeis! Viele Gruesse aus den USA!


Kater Keks

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Antwort auf Beitrag von USmama

Du hast PN.


Feuerschweifin

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Antwort auf Beitrag von USmama

Wenn ihr voll arbeiten müsst und das Kind home beschoolt werden soll, dann stellt doch dafür eine/n Lehrer/in ein. Da gibt es doch einen Markt für in den USA.


misses-cat

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Antwort auf Beitrag von USmama

Naja aber euer Plan hingt, ich habe einen 11 Jahre alten Sohn mit ADHS und selbst wenn ich mich auf die Hauptfächer beschränke würde der nie in 2-3 Stunden fertig werden mit meiner Hilfe. Wobei Naturwissenschaften da noch zu kommen müssten, also mathe, Deutsch, Englisch, NW und ja Geschichte fände ich auch wichtig wenn man wenigstens einen vernünftigen mittleren Abschluss in Deutschland schaffen will


misses-cat

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Antwort auf Beitrag von misses-cat

Was man in den USA braucht weiß ich nicht genau, aberin den USA gibt es meines Wissens keine Lehrberufe wie in Deutschland, oder?


USmama

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Antwort auf Beitrag von misses-cat

Ja natuerlich hinkt der Plan gewaltig. Darum geht mir ja auch der A**** auf Grundeis. Aber was soll ich denn sonst machen? Ich habe nicht die Zeit das er die online Schule macht und dann auch noch mit mir arbeitet um tatsaechlich zu lernen. Nur online lernt er NICHTS (haben wir durchaus versucht, sogar wenn ich danaben sitzte behaelt er so einfach nichts). Da nehme ich die Zeit doch lieber und unterrichte in Dingen die er wirklich braucht. Seinen Highschool abschluss wird er vor 2028 nicht machen und mal ehrlich, ich glaube nicht das der sooo schwer ist wenn ich mir hier manche Absolventen so anschaue. Natuerlich koennte ich auch einfach seine online Aufgaben fuer ihn erledigen. Dann haetter er super Noten! Aber meine Hauptsorge ist das er lernt! Und sobald die Schulen tatsaechlich wieder offen sind sitzt das Kind wieder in der Schule.


Feuerschweifin

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Antwort auf Beitrag von USmama

Mmh, ich bin davon ausgegangen, dass bei zwei Vollberufstätigen in einem Bürojob in den USA das Geld dafür da wäre. Da habe ich jetzt von den Menschen, die ich in derselben Situation kenne, auf euch geschlossen.


USmama

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Antwort auf Beitrag von misses-cat

Nein, nicht wirklich. Selbst ein College degree ist hier nicht mehr viel wert. OK, ich arbeite an einer Uni, vielleicht sehe ich das ein bisschen zu eng. Von den Stunden die er in der Schule ist sind 5.5 Stunden reine Unterrichtszeit. Aber wenn ich sehe was die so im letzten Schuljahr durchgenommen haben weiss ich nicht was die die ganze Zeit gemacht haben. Und wie gesagt, der Plan bis jetzt geht durchaus ueber das hinaus was in der Schule unterrichted wird. Ich will das er Maschinenschreiben lernt, weil handschriftlich hapert es ganz gewaltig. Wir haben Musik (Klavier), Kunst, Gesundheit, Sex-Aufkaerung (kennt unsere Schule hier gar nicht!), Schreibschrift (wird auch nicht gelehrt) und Spelling (buchstabieren?, wird sowieso nicht unterrichtet), Geschichte, Mathe, Erdkunde, Science, etc. ABER, wenn das Kind so gar nicht will/kann. DANN beschraenken wir uns eben auch auf das Mindeste damit er da mithalten kann wenn er wieder zur Schule geht. Obwohl ich glaube das viele Kinder Defizite haben werden. Wir koennen ja wenigstens noch von zuhause arbeiten. Viele andere Eltern koennen das nicht.


misses-cat

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Antwort auf Beitrag von USmama

Könntet ihr euch mit zwei anderen Familien zusammen tun? Ich habe auch zwei befreundeten Familien versprochen beim erneuten lockdown deren Kinder mitzubetreuen( habe den Luxus das ich im Beschäftigungsverbot aktuell bin , vielleicht wenn ihr euch abwechselnd um die beschulung kümmert??? Ist nur ne Idee ich weiß nicht wie das in den USA realisierbar ist


USmama

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Antwort auf Beitrag von Feuerschweifin

Hmm, kommt drauf an. Wenn wir DAS Geld haetten wuerden ich einfach nicht arbeiten! Wir wohnen in einem Staat in dem von jetzt auf gleich gekuendigt werden kann, ohne jeden Grund. Da hat man schon gerne etwas gespart. Aber es ist ja nicht nur Geld. Mein Mann verdient doppelt so viel wie ich. Aber die Versicherungen (besonder Krankenversicherung) haben wir durch meine Arbeit. Wenn wir uns durch seinen Arbeit versichern wuerden muessten wir die ersten $10000 pro Jahr selbstbezahlen und die monatlichen Beitraege waeren 3mal so hoch wie ich sie im Moment zahle. Wenn er aufhoert zu arbeiten verlieren wir 2/3 unseres Einkommens, wenn ich aufhoere haben wir (praktisch) keine Krankenversicherung. Dank unserer guten Ausbildung duerfen wir ja auch noch reichlich Studentenkredite zurueckzahlen.


USmama

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Antwort auf Beitrag von misses-cat

Ich hatte die Hoffnung das vielleicht mit einer befreundeten Familie zu machen. Aber die Kinder gehen zu einer Privatschule und die oeffnet tatsaechlich :(. Ansonsten versuchen wir uns von den meisten Menschen verzuhalten solange die Zahl der Neuinfektionen so hoch ist.