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Zwischenfall am Cern: Physiker erzeugten Krankheitserreger
Genf – Die Experimente am Europäischen Zentrum für Teilchenphysik Cern in Genf haben zwar keine schwarzen Löcher induziert. Es ist aber doch zu einem unerwarteten Ereignis gekommen. Beim Aufeinanderprallen der Protonen im Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) wurden Viren erzeugt.
Mehrere Personen aus dem Reinigungspersonal sind an einem Singultus erkrankt, der offenbar ansteckend ist. Sie werden auf einer Isolierstation beobachtet, befinden sich aber, wie versichert wird, außer Lebensgefahr.
Die Mitarbeiter der privaten Reinigungsfirma ProtoClean erkrankten wenige Stunden nach Abschluss der Experimente an subfebrilen Temperaturen, an die sich ein hartnäckiger Singultus anschloss.
Zuerst wurden den Beschwerden nicht ernst genommen, berichtet Betriebsmediziner François Travailler. Man sei von einem plumpen Simulationsversuch der Mitarbeiter ausgegangen, vielleicht angeregt durch die Feierlichkeiten im Anschluss an den Cern-Experimente.
Als dann aber weitere Familienmitglieder die gleichen Beschwerden zeigten, wurden Infektiologen des Universitätsklinikums Genf eingeschaltet. Dort wurden dann gestern Abend in der Bronchiallavage eines Arbeiters virusartige Partikel gefunden.
Ihre Identität konnte bisher nicht geklärt werden, es scheint sich aber um die bisher kleinsten beobachteten Viren zu handeln. Sie bestehen aus einer torusförmigen Hülle und einem einzigen Gen im Zentrum. Der Erreger erhielt die provisorische Bezeichnung „Hicks-Virus“.
Die Virushülle zeigte Ähnlichkeit mit bekannten Nanopartikeln. Die Forscher vermuten, dass sie beim Aufprall der Elementarpartikel an die Wände des Beschleunigers entstanden sind. Bekannt ist, dass kleinste Nanopartikel sich spontan zu komplexen Gebilden zusammenfügen, die als Virushülle fungieren können.
Die Herkunft der Virus-RNA ist nicht bekannt. Eine Verunreinigung des Beschleunigers wurde von den Schweizer Behörden zunächst kategorisch ausgeschlossen. Es werde aber geprüft, ob sich die Firma bei früheren Reinigungsarbeiten Nachlässigkeiten habe zuschulden kommen lassen.
Denkbar ist aber auch, dass unter dem Beschuss mit den Protonen spontan organische Moleküle aus anorganischer Materie entstanden sind, wie dies auf der Erde vor etwa 4,6 Milliarden Jahren zu Beginn der chemischen Evolution der Fall war.
Es könnte sein, dass wir im LHC das „Ursuppen-Experiment“ reproduziert haben, freute sich ein Pressesprecher von Cern. Dass dabei Viren entstanden sind, bestätige die Hypothese zur abiotischen Bildung von Ribonukleotiden, die der britische Forscher John Sutherland erst 2009 aufgestellt habe. Man stehe bereits im Kontakt mit dem Forscher.
Dass bei den Experimenten potenzielle Krankheitserreger entstanden sind, wurde von Cern zunächst heruntergespielt. Die Öffentlichkeit wurde nicht informiert. Man wollte nicht von der wesentlichen Frage, der Suche nach den Higgs-Bosonen ablenken.
Außerdem sei kein Mitarbeiter des Reinigungsteams ernsthaft erkrankt. Beim Singultus handele sich ja um nicht mehr und nicht weniger als um einen schlichten Schluckauf.
Das sehen die Infektiologen an der Universität Genf ganz anders. Sie verweisen auf zahlreiche Berichte über einen Singultus epidemicus in der Literatur. Unter Medizinhistorikern ist ein Ausbruch in Petersburg aus den 20er Jahren ein Begriff (Klinische Wochenschrift 1923; S. 1648ff).
Damals erkrankten mehrere ansonsten gesunde Menschen an einem therapieresistenten Schluckauf, der häufig von leichtem Fieber begleitet war. Die meisten Patienten erholten sich nach 2 bis 3 Tagen wieder, vermutlich weil sich Antikörper gegen Viren gebildet haben – Vorläufer des jetzt entdeckten Hicks-Virus. Bei anderen Patienten kam es jedoch zu Rezidiven.
Die Infektiologen haben deshalb die ebenfalls in Genf ansässige Weltgesundheitsorganisation (WHO) benachrichtigt. Dort wird derzeit fieberhaft an einer Falldefinition gearbeitet. Sie soll am späten Nachmittag veröffentlicht werden.
Dem Vernehmen nach soll ein Anstieg der Temperatur auf mindestens 37,6°C dazu gehören, sowie ein Singultus von mindestens 3 Minuten Dauer, der auf alle bewährten Versuche, darunter die nasale Anwendung von Essig oder eine rektale Fingermassage nicht anspreche.
Arbeitsmediziner raten Büroangestellten, das Büro vorsorglich zu verlassen, wenn ein Mitarbeiter anfängt zu hicksen. Sie sollten an der Tür lauschen, ob der Singultus anhält. Arbeiter im Freien seien nicht gefährdet.
Das Ansteckungsrisiko wird von Experte als „nicht allzu groß“ eingeschätzt. Bekanntlich sind die wiederholten Spasmen des Zwerchfells von einem Verschluss der Stimmlippen im Kehlkopf begleitet, so dass während des Schluckaufs keine Viren ausgestoßen werden. Wie immer bei “emerging infections” sei die Kontagiosität schwer abzuschätzen.
Beim Robert-Koch-Institut in Berlin war man auf Nachfrage von aerzteblatt.de am Vormittag noch nicht über das Hicks-Virus und seine Bedeutung beim Singultus epidemicus informiert. Im Zeitalter pandemischer Infektionsängste hätte man sich eine etwas bessere Kommunikation der Gesundheitsbehörden gewünscht. © rme/aerzteblatt.de
Kam am 01. April in aerzteblatt.de
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/40692/Zwischenfall_am_Cern_Physiker_erzeugten_Krankheitserreger.htm
Also, ich wär fast drauf reingefallen ![]()
Hicks-Virus und Higgs-Bosonen- süße Idee...
... rektale Fingermassage .... .... nasale Anwednung von Essig.... ....Hicks - Virus .... Ansonsten hätte es fast geklappt.... LG
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