Mitglied inaktiv
Meinungen sind gefragt... viel laufen nur ein Standart-Programm ab. Für mich sind außergewöhnliche Fotos interessant.
Fotos machen, die Dir und Deinem Geschmack entsprechen.
Er sollte auf seinen Kunden eingehen und nach Deinen Wünschen und Vorstellungen fragen. Und ehrlich sein, wenn er was nicht umsetzen kann.
Ich würde mich per Internet informieren, sprich Homepages ansehen und mir persönlich Muster zeigen lassen. Und wenn Du irgendwelche tollen Bilder hast von denen Du denkst das Dir das gefallen würde, scheue Dich nicht sie dem Fotografen zu zeigen.
Und bitte gehe nicht nach dem Preis, schau nach der Qualität. Und wenn es möglich ist, gehe zu einem Berufsfotografen, der das gelernt hat. Es würde mir wirklich helfen, meinen Berufsstand zu erhalten
( Sorry, Nina
)
LG Ute
die noch den Meistertitel hat und kein Autodidakt ist
hmmm, ich kenne eine Frau, die so gar keine hübschen Qualitäten zu bieten hat. Da ist nix, noch nicht mal Nettigkeit.
Sie war bei einem "Star" Fotographen und hatte eine Mappe mit 15 Bildern. 1 davon war wirklich toll, zaubern konnte er nicht, aber mit dem einen Bild hat er in meinen Augen den Meisterbrief gemacht ![]()
tststs, Ute
Da Fotografen auch nur Menschen sind, wirst Du eine Vielzahl von Facetten finden, und heutezutage vorallem auch eine Vielzahl von Stilen, wo die Bildbearbeitung immer mehr ins Gewicht fällt. Das ist dann oft Geschmacksache. Ich glaube es ist heute schwieriger als Fotograf Kunden zu finden als als Kunde den passenden Fotografen. Ob es nun wichtig ist eine abgeschlossene Ausbildung in dem Bereich zu haben halt ich mal offen:-)). Ich glaube eher, es ist wichtig, daß der Mensch hinter der Kamera mit Leidenschaft dabei ist, offen für Kundenwünsche, offen für Neues, offen für neue Wege. Es gibt leider (muß ich hier nun sorry Ute schreiben
?) einige Fotografen, die in ihrem Studio auf Dauer versauern und heute noch die gleichen Bilder machen wie vor 20 Jahren, die können bei den Trends der vielen jungen Leuten nicht mehr mithalten. Es ist nunmal ein Bereich der sich rapide schnell verändert, wo man täglich neue Möglichkeiten findet.
Letztendlich entscheidet aber der Kunde was ihm gefällt, nicht jeder Fotograf kann alles, und manche Fotografen sehen sich einfach als Künstler, die ihr Motiv darstellen wollen, wie sie es für richtig halten, was nicht unbedingt den Geschmack des Kunden trifft:-). Also muß es auch menschlich passen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer, ein Vorgespräch ist also eigentlich unabdingbar.
Manchmal ist er erstaunlich mit wie wenig Ahnung von dem was man tut Leute tatächlich behaupten, sie können es, andere widerrum können aber trauen sich nicht:-). In diversen Fotoforen finden sich Rubriken vonwegen Jobbörse, wenn Du da reinschreibst, Du suchst einen Hochzeitsfotografen, dann kommen in kürzester Zeit zig Angebote von Leuten, die das machen wollen mit total unterschiedlichen Ergebnissen und Kentnissen:-). Manches ist phänomenal, anderes grauenhaft, aber wie gesagt, das ist Geschmackssache. Während die einen die typischen Kindergartenfotos lieben, wo jedes Kind im Minutentakt den gleichen Teddy in den Arm gedrückt bekommt, wollen andere was außergewöhnliches.
Weitere Überlegung, was soll fotografiert werden. Ob der Produktfotograf nun ein Stinktier ist, ist recht nebensächlich, wenn er seine Arbeit gut abliefert, bei einem Peopleshooting hat man sicher wenig Lust sich von einem unsympathischen Knilch knippsen zu lassen.
Glaube heutzutage ist vorallem Kreativität gefragt, aus dem (Bilder)rahmen fallen sozusagen, zumindest hab ich so das Gefühl, daß andersartige Bilder immer gefragter sind, und Bildbearbeiter immer mehr im Vorwärtstrend, wer sich den Möglichkeiten verschließt bleibt je nachdem auf der Strecke, auch wenn es weiterhin Bereiche geben wird wie z.B. Wildlife wo Natürlichkeit und Perfektionismus im technischen Bereich wichtig sind. Viele Fehlerchen, die hinter der Kamera begangen werden, werden bei den meisten Bereichen dann PC oft sogar ausgesprochen genial überarbeitet.
Photokina war vorletzte Woche, da traf man so manche gelernte Stars der Szene, ebenso wie Autodidakten, ich würde nicht behaupten, daß der eine oder andere besser wäre, nicht pauschal:-). Calvin Hollywood z.B. ein m.E. genialer Mensch hinter der Cam und vor dem PC ist ungelernt und muß sich sicher nicht verstecken auch ohne Meisterbrief:-). Hier mal sein Portfolio:
http://www.calvinhollywood-blog.de/portfolio/
Das ist halt anders aber gefragt und damit ist er ausgesprochen erfolgreich, außerdem schwäbelt er so niedlich *hust*.
Wer einen guten Fotografen sucht, nach seinem persönlichen Geschmack, da bleibt in der Tat vorallem die Internetrecherche, eigentlich hat derweil jeder Fotograf eine aussagekräftige HP....
LG
Nina
Deine ausführlichen Erläuterungen sind in weiten Teilen richtig. Das ich Dir bei der Tatsache zustimme, das es natürlich geniale Autodidakten gibt, genauso wie faule Eier unter den "Profis" weisst Du ja. Aber eines möchte ich zu bedenken geben: es gibt etliche Fotografen ( und das sind meistens nicht die Profis ), die aus schlechtem Bildmaterial erst durch Bildbearbeitung ein ansehnliches Foto machen. Und das nehme ich mir als Profi einfach heraus, das ich weiss, wie ich ein Foto belichten, gestalten muss ohne das ich nachher erst einmal eine aufwändige Bearbeitung am PC mache. Es sei denn natürlich, es ist demAuftrag entsprechend gewünscht. Aber gerade z.B. Portrait-Fotografie im Studio lebt davon, das man weiss wie man Licht setzt, wie man seinen Kunden "ins rechte Licht rückt". Achte mal drauf, wie viele Lichter Modelle teilweise in den Augen haben. Das ist manchmal echt heftig wenn man sieht, das das Handwerk in den Hintergrund tritt. Das ist das wo es mir dran liegt: gute, Handwerkliche Arbeit. Die braucht im Normalfall kein grosses Tuning am PC. Und das unterscheidet die einen und anderen Fotografen. LG Ute