Mitglied inaktiv
(d.h. ich mocht ihn eh noch nie!
)
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1045911
Was haltet Ihr so davon
«Die Gefahr droht, dass die Patienten auf erheblichen Mehrkosten sitzen bleiben.» genau so wird das laufen, sehe das jetzt schon bei der privaten Zusatzversicherung, das die eine Leistung oder die andere nicht mehr übernommen wird...und pff dann zahlt man es doch selbst. "Vor einem weiteren Ausbau der Kostenerstattung solle eine Großreform der Ärztehonorare kommen. " und das wird dann der Aufschrei der Ärtze werden !!! da bin ich mal gespannt was davon kommen wird
Tja das hat man davon wenn man von der Wirtschaft regiert wird...aber wir lassen uns ja alles gefallen... ![]()
Ich mein der Typ ist bei der FDP, was soll an so einem Schmierer den auch sympathisch sein??? ![]()
Und in Wirklichkeit ist er gar nicht von der FDP sondern von den Linken... Er demontiert die FDP so sehr, das sie nicht wählbar mehr sind (Umfragewerte von minus 3) und dann ists eh aus mit der Maus...
Die erste bis dritte Zeile der Antwort sind jetzt eine Ironie, gelle ;-) Ich schreibs lieber dazu, sonst nimmt das noch jemand ernst....
Als die Rede von - wir sollen uns doch vom Arzt ne Rechnung geben lassen - war mir das sofort klar, dass das kommen wird. Aber habe nicht damit gerechnet, dass es sooo schnell geht. Leute, das ist die Vorhut, von "alles selber zahlen".
ich wage mir gar nicht vorzustellen, welchen bürokratischen aufwand dieses *modell* dann nach sich zieht. das ist nicht machbar. aber auch so kann man kassenkosten sparen, denn wer kann schon so in vorkasse gehen..................... rösler ist eh nur eine marionette, die strippen ziehen andere.
3 Jahre? Was werden da noch für glorreiche Ideen kommen? Was machen in diesem Falle chronisch Kranke? Wozu bin ich eigentlich noch versichert?
deshalb ist sein neuer Vorschlag auch logisch (und ohne die CSU mit dem traditionellen Familienbild wären Mütter auch nicht mehr familienversichert in der gesetzl. KK, wenns nach Rösler geht) Die FDP hat mit sozialer Gerechtigkeit nichts am Hut. Jetzt will sie niemand gewählt haben, aber irgendwoher muss das letzte wahlergebnis ja gekommen sein ;-) 3 Jahre? ne, glaub ich nicht....
Dann muss es vorher nen Aufstand geben. Freiwillig wird da keiner gehen. Zumindest nicht bevor sie den Wagen vollends in die Sch**** gefahren haben und dann abhauen und keiner wills gewesen sein. Dann sind die anderen Schuld und überhaupt, möchte man noch eine Entschädigung, weil das doch voll die Arbeit war... Boah ich muss mich beruhigen....
Tröste Dich mit dem Gedanken, das wir überhaupt wählen dürfen.
Ja hast recht. gewählt hab ich die nicht... Mich trösten auch die aktuellen Umfragen. Zumindest ein wenig.
"Die Kassen lehnen die Pläne ab. «Vorkasse heißt, dass den Ärzten der direkte Griff in die Portemonnaies ihrer Patienten ermöglicht wird», sagte der Sprecher ihres Verbands, Florian Lanz. «Wenn kranke Menschen zum Arzt gehen, dann sollen sie sich nicht erst fragen müssen, ob ihr Geld reicht, um in Vorkasse gehen zu können.»"
Was ich nicht ganz kapiere - das ist doch bei Privatpatienten heute schon so, dass man eine Rechnung bekommt, in Vorkasse treten muss - und dann hoffen, dass das Geld reicht oder man die Erstattung von der Versicherung und/oder der Beihilfe möglichst schnell wieder bekommt... wobei beides kaum so schnell geht, wie die Rechnung gezahlt werden muss. Wo wäre denn da der Unterschied?
Und Privatpatienten sind ja schließlich nicht nur diejenigen, die freiwillig privat versichert sein können, weil sie genug verdienen, das sind ja z.B. auch der "kleine Beamte" aus dem einfachen oder dem mittleren Dienst, und wenn das dann noch Alleinverdiener sind, die Frau ist Hausfrau, dazu noch ein paar Kinderchen... dann ist der Arztbesuch doch genauso eine Geldfrage und muss oft genug verschoben werden, weil derzeit kein Geld da wäre, um die Rechnung zu bezahlen! Oder bestimmte Therapien, die bei Kassenpatienten gezahlt werden und die auch beihilfefähig sind, kommen für die Betroffenen schlicht nicht in Betracht, weil sie wissen, dass sie die Rechnung definitiv nicht vorstrecken könnten!
"Auch in der Union regte sich Widerstand. «Die Kostenerstattung bringt nichts», sagte ihr Experte Max Straubinger der «Welt» (Donnerstag). «Die Patienten zahlen im Extremfall immer nur drauf.» Der rheinland-pfälzische Vorsitzende der CDU-Sozialausschüsse CDA, Bardo Kraus, sagte: «Es schreckt Patienten vor allem mit geringem Einkommen vom Besuch einer Arztpraxis ab.»"
Genau das ist doch, z.B. bei Beamten mit geringem Einkommen, genau so heute schon der Fall - nur da regt sich niemand mehr auf...
"Aus Sicht des Verwaltungsratschefs der Barmer GEK, Holger Langkutsch, werden so Einkommensfantasien der Ärzte gefördert. «Die Gefahr droht, dass die Patienten auf erheblichen Mehrkosten sitzen bleiben.» Dies könnte nach Ansicht der Kritiker passieren, wenn ein Arzt mehr verlangt, als er für Kassenpatienten sonst bekommt - denn nur bis zu dieser Höhe sollen die Kosten erstattet werden."
Wobei man auch als Beamte in etlichen Fällen ein Gutteil der Kosten in vielen Bereichen selbst zahlen muss, wer regt sich da, bitte, auf?
Mal ein ganz blödes Beispiel - Logopädie für Kinder. Ärztlich verordnete Logopädie für Kinder ist - in gewissen Grenzen - grundsätzlich beihilfefähig, aber die Beihilfesätze, die da erstattet werden, sind offenbar seit Jahren nicht mehr angepasst worden und gehen von Beträgen aus, für die kein Logopäde überhaupt noch tätig werden würde. Also kann man sich das Ganze quasi in die Haare schmieren - oder man geht eben zu einem Logopäden mit "normalen" Sätzen und beißt in den sauren Apfel und zahlt pro Behandlung etc. kräftig drauf.
Genauso bei etlichen anderen Arztrechnungen, bei denen Ärzte mit hohen Aufschlagssätzen abrechnen, die von der Beihilfe in der Höhe so auch nicht übernommen werden...
Ich will ja gar nicht behaupten, dass ich Röslers "neue Idee" wunderbar und traumhaft fände - aber für viele Menschen ist genau diese Idee heute schon Realität, und da regt sich niemand nachhaltig darüber auf!
da beamte vor ihrer verbeamtung noch gesetzlich krankenversichert waren, müssen sie nicht zwangsläufig die PKV wählen... sie tun es aber nicht selten, da diese besonders bei unter 30-jährigen singles erheblich günstiger in den beiträgen liegen kann als die GKV! außerdem sind viele der leistungen besser als bei GKV...und btw: selbst die von dir so bezeichneten "kleinen beamten" haben ein höheres einkommen als die meisten... beamte liegen im durchschnitsseinkommen immer noch an erster stelle bei den arbeitnehmern. ich empfehle da eine blick auf die destatis-seite. ergo: für die allermeisten privat versicherten beamten ist die vorkasse bei der PKV ein selbst gewähltes leid... zu den überteuerten abrechnungen kann ich nur sagen: augen auf bei der arztwahl und den kostenvoranschlägen für größere behandlungen, denn als privatpatient hat man häufig noch die wahl. nun zu rösler: dieser vermeintliche vorschlag toppt wirklich allles dagewesene... Wenn er denn tatsächlich bestätigt wäre. so lange dieses gerücht nur kleckerweise verbreitet wird, halte ich diese meldung für eine ente... ich fange an, darüber nachzuidenken, wenn die faz darüber berichtet... Rösler selber liegt für mich inzwischen in der schublade " marionette mit lustigem gesichtsausdruck".
Man hat echt die Wahl, wenn man als Schüler bei den Eltern gesetzlich versichert war und mit 16 die Ausbildung im mittleren Dienst anfängt, weiterhin gesetzlich versichert zu sein? Davon habe ich noch nie gehört... und was ist mit denen, deren Eltern schon Beamte waren und die als Kinder mit in der PKV waren, haben / hatten die echt die Möglichkeit, bei Ausbildungsbeginn mit 16 in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln? Also zumindest wird man darüber nie aufgeklärt, im Gegenteil, beim Einstellungsgespräch bekommt man gesagt, dass man verpflichtet sei, sich privat krankenzuversichern, und dann sitzen die üblichen "Versicherungsfritzen" in den Startlöchern und fallen über die frischen Anwärter her... wie's vom rechtlichen tatsächlich aussieht, nach jetziger und früherer Rechtslage, weiß ich schlicht nicht. "selbst die von dir so bezeichneten "kleinen beamten" haben ein höheres einkommen als die meisten... beamte liegen im durchschnitsseinkommen immer noch an erster stelle bei den arbeitnehmern." Das erzähl mal einem Kollegen aus dem einfachen oder mittleren Dienst... viele davon werden Dich mit Tränen in den Augen anschauen, zumal, wenn man dann noch die "wahnsinnigen Gehaltssteigerungen" der letzten 10 - 15 Jahre berücksichtigt und die in dieser Zeit hinzugekommene Aufstockung der Arbeitszeit, von den zusätzlichen Aufgaben vorsichtshalber mal ganz zu schweigen...
eine aussterbende "kaste"... selbst die unteren gruppen des mittleren dienstes werden immer weniger besetzt. eigentlich betrifft diese thematilk fast nur noch die bundeswehr, oder? und da dürfen wir ja ohnehin weiter gespannt bleiben, was KT dort zusammen strickt...
die allermeisten beamten dürften sich doch derweil im bereich des gehobenen dienstes einordnen lassen und das ist durchaus großteils oberhalb des durchschnitts-einkommens zu sehen.
...bei "gehobenem Dienst" gebe ich Dir uneingeschränkt recht, aber wenn ich mir bei uns in der Finanzverwaltung so die Personalstruktur anschaue, haben wir durchaus noch etliche Kollegen, die im einfachen Dienst sind und auch erst Mitte 40 o.ä., und grob geschätzt etwa genauso viele Kollegen und Kolleginnen im mittleren wie im gehobenen Dienst. Gut, A 5 als Eingangsamt wurde vor grob geschätzt 15 Jahren abgeschafft - dafür wurden die üblichen Wartezeiten für Beförderungen aus finanziellen Gründen (ja, ich weiß, die offizielle Begründung ist natürlich eine andere!) so gestreckt, dass die meisten Kollegen mit Frau und (kleinen) Kindern im Vorschul- und Grundschulalter, eigentlich noch im Realschulalter maximal A 7 sind, und da sind wir dann definitiv nicht "oberhalb des Durchschnittseinkommens". Da kenne ich sehr wohl Kollegen, die z.B. eine eigentlich notwendige Leisten-OP immer wieder verschieben müssen, weil derzeit das Geld dafür nicht da ist... oder der Augenarzt-Besuch ist nicht drin o.ä. Für viele ist das das potentielle Horror-Szenario, über das sich hier bei den gesetzlich Versicherten viele aufregen, einfach wirklich schon längst Realität.
Also, so neu ist die Idee auch wieder nicht. Er hat sie halt wieder aufgegriffen. In der Süddeutschen steht: "Gesetzlich Versicherte sollen ihren Arzt künftig häufiger freiwillig selbst bezahlen und sich das Geld von der Krankenkassen erstatten lassen. Mit dem schnellen Abbau von Hürden bei entsprechenden Wahltarifen will Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) die Finanzierung gesetzlicher Kassen stärker am Vorbild privater Versicherungen ausrichten" Ich würde sagen, dass für die normal sterblich gesetzlich Versicherten noch kein Anlass zur Sorge besteht, zumindest momentan. Es ist von "häufiger freiwillig" und einem "Abbau von Hürden bei entsprechenden Wahltarifen" die Rede. Das impliziert für mich, dass man ein solches Modell aktiv wählen kann, und eben nicht das ganze Volk der gesetzlich Versicherten zur "Vorkasse" gebeten wird. Also, kein Grund zur Aufregung. Prinzipiell ist es sicherlich sinnvoll zu wissen, WAS und WIEVIEL der Arzt für seine Leistungen abgerechnet hat. Davon bekommt man ja nichts mit. Ich möchte nicht wissen, wieviele Rechnungen - bewusst oder unbewusst - falsch sind, Dinge enthalten, die nicht getan wurden etc. Ich konnte das schon mehrfach bei meinen privat versicherten Eltern erleben... Eine Transparenz fände ich schon sehr begrüßenswert. Allerdings, das gebe ich zu, bin ich nicht scharf darauf, die Rechnungen von fünf Personen wieder bei der KK einzureichen. Ich habe hier genug "Gschäft", so dass ich darauf gut und gerne verzichten kann. So ist es eben, alles hat seine zwei Seiten. Wie gesagt, im Moment mache ich mir darüber keine Gedanken. Wohin der Weg allerdings führen wird, wenn ein freiwilliger Probedurchlauf zur dauerhaften und verpflichtenden Einführung des Modell führt, weiß ich nicht. Hier werden die Warner sicherlich auch berechtigte Sorgen haben, z. B. dass nicht jeder seine Rechnungen problemlos einreichen kann, Bevorzugung der Selbstzahler gg. "Normalos" oder Mehrkosten für die Versicherten, weil die KK nicht zahlt. LG Schlaflos
naja, das Schlagwort der Transparenz hatten wir schonmal beim Zahnersatz. Damals war auch die FDP mit den Schwarzen am Ruder (jedoch stellten die damals glaube ich nicht den Gesundheitsminister). Das Ende vom Lied beim Zahnersatz war nicht mehr Transparenz, sondern schlicht und einfach höhere Kosten für den Versicherten, durchgeblickt hat keiner besser. Was hat ein Versicherter an Transparenz, wenn er eine seitenlage Auflistung von Gebühren-Nummern auf seiner Rechnung sieht, bei denen er doch gar nicht beurteilen kann, ob der Arzt das überhaupt mit abrechnen darf und ob die Gebührenziffern gleichzeitig abgerechnet werden dürfen. Ich sag mal so, bei richtig kranken Leuten, die blicken bei den Gebührensätzen, die seitenlang aufgeführt werden gar nicht mehr durch. Also das Geschwafel der Transparenz ist für mich immer deren Hauptargument, vordergründig die Versichertenrechte zu stärken, jedoch in eigentlicher Absicht die Honorarer der Ärzte- und Zahnärzteschaft wirkungsvoll zu erhöhen. Warum einer von der FDP den Gesundheitsminister stellen sollte, erschließt sich mir heute noch nicht. Ich habe in ahnungsvoller Befürchtung nur das Schlimmste erwartet. Dass nun die paritätische Krankenversicherung zum Teufel gejagt wird und gleichzeitig die Pharmalobby die Medikamentenpreise für neue Medikamente selbst bestimmen kann, kann man dem Herrn Rösler als seinen "Verdienst" durchaus zu Gute halten, gell?
Dass zunächst die Kosten entstehen und diese dann rückerstattet werden? Die fetten Jahre sind einfach vorbei, Deutschland wird sich zunehmend weniger Sozialleistungen leisten können. Es wird eine Basis-Krankenversicherung geben - wer mehr will, muss draufzahlen. Es wird auch die Basisrente kommen - wer mehr will, muss selber vorsorgen.