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"übers Kinderkriegen Geld verdienen"

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FDP will Hartz-IV-Regelsätze möglicherweise kürzen Martin Lindner Lindner: Nicht "übers Kinderkriegen Geld verdienen" In der FDP-Bundestagsfraktion gibt es Überlegungen, die Hartz-Regelsätze im Zuge der vom Verfassungsgericht geforderten Neuberechnung zu kürzen. Der FDP-Wirtschaftspolitiker Martin Lindner sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung": "Wir wollen Aufstockern ermöglichen, mehr hinzu zu verdienen. Dabei wird auch darüber zu sprechen sein, ob man nicht im Gegenzug die Regelsätze absenken muss, damit Vollbeschäftigte besser dastehen als Teilzeitjobber." Zur Forderung des Verfassungsgerichts, Kinder bei der Berechnung der Sozialleistungen nicht zu benachteiligen, sagte Lindner, als Vater von sechs Kindern trete er sehr für Teilhabe und Partizipation ein. Als Wirtschaftspolitiker dränge er aber darauf, "dass man das über gezielte Sachleistungen erreicht und nicht jetzt so viel Geld ins System gibt, dass es am Ende attraktiv wird, übers Kinderkriegen Geld zu verdienen man kann mit kinder kriegen geld verdienen? dieses zitat: man kann die messlatte für dummheit, noch so tief hängen, es passt noch immer einer, aufrecht gehend, unten durch. finde ich zu dieser aussage sowas* von zu treffend, und das auch noch von einem vater von 6 kindern und NEIN wir sind nicht arbeitslos, wir haben nur eine (erwachsene) tochter, aber so eine aussage regt mich auf! ich kenne einige verantwortungsvolle eltern, die von alg2 leben, für die eine solche aussage, ein schlag ins gesicht ist


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hab es eben auch schon gehört und mein Mittagessen verschoben auf Grund von aufkommender Übelkeit . Nun folgen den berschwenglichen Worten von Gut Guido die Möchtegerntaten:-(. Nun wird der Arbeitnehmer und vorallem Geringverdiener, für die keine Frage, was getan werden muß, in die Lobby geholt, allerdings auf Kosten derer, die oft noch weniger haben:-(. Noch dazu dieses Pauschalurteil, warum weshalb weswegen wer Kinder kriegt, dürfen Politiker mit solcher Dummheit hausieren gehen? Natürlich gibt es schwarze Schafe auch bei Hartz4 Empfängern, auch bei Familien, wo das Geld für sonstwas ausgegeben wird. Ebenso gibt es schwarze Schafe bei Geringverdienern, wo das Geld an gleicher Stelle landet, aber das ist ja dann was anderes, ist ja selbst verdientes Geld...(?), und welche die schwarz arbeiten gehen und den Staat bescheißen, die gibts in jeder Kaste (denke wir sollten das Kastenwesen hier einführen, sind doch schon nah dran). Ah nee, mehr mag ich gar nicht dazu sagen. Wer seine Kinder anständig ernährt, kleidet, erzieht etc. wird alles, nur nicht reich von Hartz4!!! Kann durchaus vorkommen, daß das voll angerechnete Kindergeld (was für alle da ist) mehr ist, als einem Hartz4 Kind zusteht, vorallem bei großen Familien, wo das Kindergeld nach 3 bzw. auch nach 4 Kindern höher wird, dann müssen die Eltern sogar noch von ihrem Satz was abzwacken um das "horrende" Kindergeld wieder auszugleichen! Denken ist echt manchmal Glückssache! LG Nina


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Was nicht sein darf (moralisch gesehen), kann nicht sein (politisch gesehen) und darf nicht ausgesprochen werden (vgl. Voldemort)? Armut ist ein verarbbarer Zustand. D'accord. Aber unterhalten wir uns doch einmal über die Voraussetzungen der Vererbbarkeit. Unter anderem über die soziale Bildung. Ich spreche nicht über die intellektuelle oder gar die schulische (aus)Bildung. Gemeint ist hier die Fähigkeit sich in Gesellschaft, in Beziehungen zu bewegen, sie zu leben und auszuleben. Sich zurechzufinden in der komplexen Welt fällt darunter. Wann ist Armut vererbbar? Wenn es an Vorbildern fehlt, sich mit den ggbn. Mitteln einzurichten. Wir haben in Dtl. eine relative Armut. D.h. gemessen an einem best. Mittel gelten Menschen als relativ arm. Dieser Begriff ist recht neu. Denn anfangs wurde Armut mit dem Betrag 1€ ausgedrückt. Und 1 €-Jobber sind nicht arm, sie sollen über diesen symbolischen Betrag an Arbeit herangeführt werden, an eine sozial produktive Tätigkeit. Armut vererbt sich, wenn Mutter und Vater ihren Kindern den Umgang mit sich, mit ihrer Umgebund, mit Geld und Waren nicht beibringen (Können). Der nutzvolle, sinnvolle Einsatz knapper REssourcen setzt voraus, dass man das gelernt hat. Wenn Eltern das aber nicht können, dann vererben sie Armut. Die Armut an Wissen, an Wertschätzung für sich und andere und Wissen. Es gibt (!) Eltern, die ihrer Aufgabe nicht nachkommen können, ihre Kinder auf das Leben vorzubereiten. Und die die ihnen zur Verfügung gestellten Ressourcen eben nicht für ihre Kinder einsetzen. Und auch hier müssen wir darüber sprechen. Mein Gott, nicht jedes systemkritische Wort ist gleich geistige Brandstiftung. Manchmal kann es auch dazu führen, dass die Gesellschaft das eigentlich Problem erkennt. Meine Idee wäre, in Härtefällen eine Art Unterrichtsfach einzurichten, wie Bspw. Sozialbildung oder Lebensführung. Aber, mit einem Schlagwort, mit einer Schlagzeile kann man gleich alles mit erschlagen... Ist auch so praktisch... Rundumschlag halt. In diesem Sinne. AyLe


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Ich selbst bin ja angestellt, aber vielleicht sollte man sich mal fragen WARUM soviele Menschen von Hartz4 leben und WARUM ein normaler Arbeiter nicht viel mehr bekommt als ein Hartz4 Empfänger. Mein Hauptgrund: Es sind einfach nicht genug Arbeitsplätze da. Wenig Arbeitsplätze, viele Bewerber....da ist wohl nicht viel drin mit hohen Gehaltsforderungen und der Arbeitgeber hat die freie Auswahl auch zu Dumpinglöhnen. Also anstatt sich so auf Hartz4 rumzureiten, lieber mal mehr dafür tun, dass es in Deutschland wieder genug Arbeitsplätze gibt und das uns unser Fachpersonal aufgrund der Arbeitsbedingungen hier nicht wegrennt, liebe Politiker!!!! Außerdem wäre ich dafür, dass Politiker nur noch in Ämter dürfen, die sie auch beherrschen (also GENAU DAS STUDIERT haben). Mir kommt das immer vor wie Lose ziehen wie die die Ämter besetzen und am Ende sitzen lauter Luftpumpen im falschen Büro und brauchen en masse Berater!


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...Du gibst quasi Ratschläge, wie man mit welchen Brechstangen die sozialen Barrieren und Panzertüren zwischen den sozialen Schichten durchbricht. Wäre es nicht besser, die Barrieren und Panzertüren von vorne herein nicht aufzubauen bzw. ein für alle Mal abzureissen?


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Es können nicht annähernd soviele Jobs geschaffen werden, wie es Arbeitslose gibt. Also sollten die Gedanken dahin gehen, dass wir eben nicht mehr alle Arbeiten oder eben viele Jobs in Teilzeitstellen umwandeln (ich weiß, dass das schwer wäre) Die Jobs, welche sich irgendwelche "Träger" ausdenken, ist doch nur zum Schein. Ich habe einige 1 Euro Jobs gemacht, und habe bei weitem keine 6 Stunden täglich gearbeitet. Die Träger erhalten für jeden 1 Eruo Jobber zusätzlich Geld, es wird einfach schon zu viel Geld ausgegeben für die Verwaltung von Arbeitslosen. Ist doch jetzt mit den Krankenkassen dasselbe, von den 8 Euro, die jetzt zusätzlich gezahlt werden sollen, 2 Euro für die Kranken und 6 Euro gehen für die Verwaltung drauf. Taram


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seit ein paar wochen stehen bei uns an einer ampel - in jede richtung einspurige straße, in der mitte zweispurig straßenbahn - drei bis vier verkehrshelfer in quietschgelben jacken deren gesamte tätigkeit darin besteht, die ampelknöpfe zu drücken. diese stinknormalen dinger die es an den meisten ampeln gibt udn die selbst ein dreijähirger allein drücken kann. das hat doch mit arbeit nichts mehr zu tun, das ist doch schon schikane.


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Gibt es im gesamten verdammten Universum auch nur ein einziges zweites verdammtes Land, in dem dauernd und so viel und vor allem so viel Quatsch über Kinder, ihre Anzahl, ihre Aufzucht und Hege gelabert wird? die fdp soll erst mal bei ihrer Klientel anfangen zu missionieren, da hat sie genug zu tun.


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Vielleicht sollten wir grundsätzlich mal mehr an die "Klientel", die Du wohl für die pauschale Klientel der FDP hältst, reden? Lustigerweise ist die Zahl der Leute, die ganz normal ihrer Arbeit nachgehen, eine ganz normale Anzahl an Kindern haben und sie tatsächlich (noch) ohne staatliche Hilfe großziehen weitaus größer, als die derer, die Hilfeempfänger sind oder Steuern im Ausland hinterziehen. Wir machen aber permanent Politik für Minderheiten und lassen den Großteil der Gesellschaft einfach mal außer acht, weil die, die am lautesten schreien, haben ja bekanntlich immer recht. Übrigens ist genau das die Politik der FDP: weniger von denen reden, von denen wenig zu erwarten ist, als über die, die die Party bezahlen. Ich kann's nicht mehr hören. Regelsätze hier, Armut da, tri-tra-trullala. An der Zahl der Hilfeempfänger wird sich wenig ändern und an dem Geld, das sie zum Leben brauchen auch nicht. Daran ist wenig zu schrauben. Viel mehr sollte man sich mal darüber Gedanken machen, wo das Geld für den Sozialstaat herkommen soll und zwar nicht nur in der aktuellen Legislaturperiode, sondern mal ein paar Jahrzehnte länger. Nein. Anstatt darüber zu reden, wie Arbeit sich lohnt, wird weiter Neid geschürt und über Leistungsempfänger palavert.


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Danke Moneypenny, langsam kriege ich nämlich Komplexe. Wer denkt eigentlich an die, die das ganze Hartz IV-Geld erwirtschaften. Die sich jeden Morgen aus dem Bett quälen, hart und lange arbeiten und dann noch richtig fett Steuern zahlen. Unserer Familie geht es wirtschaftlich sehr gut, aber das kommt nicht davon, weil wir das Geld ererbt hätten oder im Lotto gewonnen haben. Sowohl mein Mann als auch ich kommen aus sog. kleinen Verhältnissen, meine Schwiegereltern können kriegsbedingt kaum Lesen und Schreiben. Trotzdem haben alle ihre Kinder studiert. Mein Mann hat sogar zwei Studiengänge absolviert, allerdings ohne eine müde Mark dafür vom Staat zu kassieren. Auch ich habe studiert. Mein Mann schuftet von früh bis spät, keine Woche unter 60h, viele aber mehr und viel Verantwortung. Da ist manche schlaflose Nacht dabei. Selbstverständlich ist es auch am Wochenende oft im Büro, während andere vor der Glotze hängen, grillen oder im Fußballstadion sind. Dafür bekommt er aber auch gutes Geld und wir können uns einiges mehr leisten als der Durchschnitt. Inzwischen ist es nur leider soweit, dass man sich für diesen Wohlstand, der wirklich absolut selbst erarbeitet ist, schämen muss. Und zu allem Überfluss dann noch sieht, dass Leute subventioniert werden, die absolut keinen Bock auf Arbeit haben. Warum muss man als H4ler drei, vier oder fünf Kinder bekommen, möglichst noch in wechselnden Partnerschaften? Wieso hatten ALLE mir bekannten H4ler einen Flatscreen TV, lange, lange bevor wir einen hatten??? Sie haben alle, aber ohne Ausnahme, die neuesten Handies, meist mit teuren Verträgen, zuhause stehen, Festplattenrecorder, Wii, PSP und was weiß ich nicht noch alles rum und jedes Kind hat einen Nintendo. Ist ja schließlich ein Grundrecht, so wie Essen und Trinken. Mich kotzt das an. Geraucht wird natürlich auch, Hund(e) und Katze(n) werden zusätzlich durchgefüttert. Aber die 5 Euro für den Theaterbesuch mit der Klasse hat das Kind nicht. Da wird gejammert, das alles so teuer und die Sozialhilfe so wenig ist. Ich kenne gerade eine Familie, wo ich sagen würde, ja die haben es verdient. Der Vater ist sehr krank, braucht Pflege, die Mutter kann daher nicht arbeiten gehen. Bei allen anderen mir bekannten H4-Fällen ist es eher so, dass man sich ganz gut in der Situation eingerichtet hat. Jeden Tag um 6 Uhr aufstehen ist halt lästig, der Chef fordert Leistung, man kann die Lieblingssendungen im TV nicht regelmäßig verfolgen und der Staat schickt ja jeden Monat den Scheck. Warum soll man da den Hintern von der Couch hoch bekommen? Ihr könnt mich jetzt hier vierteilen, aber überlegt Euch doch mal, wie es aus der Perspektive der Leute wie uns aussieht, die sich täglich krum machen und immer nur hören, es ist schon wieder nicht genug. Dass der Abstand der Löhne zu H4 so gering ist, finde ich auch nicht gut. Es sollte jeder, der arbeitet auch einen Lohn bekommen, der ihm ein angemessenes Leben ermöglicht. Aber jemand, der nicht arbeitet sollte nicht die Forderung stellen, genau all das zu haben, was die arbeitende Bevölkerung auch hat. Da muss man sich halt einschränken. Denn eines ist sicher: auf Dauer wird unser Staat (=wir) das nicht finanzieren können, dann gibt's hier den ganz großen Knall. Oder wir machen auf DDR, wo alle ein bisschen was haben und eine Handvoll Bonzen richtig gut lebt. Und das geht dann auch langsam aber sicher den Bach runter, nur dass dann keine BRD mehr da ist, die erst Pakete mit Westkaffee und Schokolade schickt und hinterher den Laden auch noch saniert! Silvia


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Wunderbar formuliert!!!!


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silvia3. ich arbeite seit fast 24 jahren mit jeweils einem jahr elternzeit, jammere nicht, beschwere mich nicht, kenne auch keine h4ler ( huhu malwine! ) mit flatscreen und teurem handyvertrag und maße mir auch kein urteil an, wer h4 bekommen darf und wer nicht, denn abgerechnet wird zum schluß. und nu? penny schreibt übrigens was ganz was anderes....


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Ich kann deine Gedanken nachvollziehen, als Betroffene finde ich es aber wieder mal schrecklich wie hier scheinbar alle H4-Empfänger über einen Kamm geschert werden. Gleich mal zu Anfang, was für H4-Empfänger kennst du denn bitte? Wir haben hier keinen Flatscreen TV, Festplattenrecorder, Wii, PSP oder sonstiges. Mein Mann arbeitet, aber es reicht leider nicht für große Sprünge. Ich bin 10 Jahre arbeiten gegangen (nach dem Mutterschutz zu 65 %, wurde dann reduziert auf 400 € Basis, dann wieder aufgestockt - leider keine 12 Monate sozialvers.pfl. gearbeitet, Pech gehabt...) und dummerweise nun H4-Empfängerin. Ich habe mich beworben ohne Ende, leider ohne Erfolg. Gelernt bin ich Kauffr. f. Bürokommunikation also nichts, wo man nichts findet. Das "Problem" war nur meine Tochter. Wer betreut sie, wenn ich Vollzeit arbeite? Teilzeit (400 € Basis) wiederum hätte sich manches schon gar nicht gelohnt, da sind die Fahrtkosten fast genauso hoch, wie der Lohn den ich rausbekommen hätte. Jetzt haben wir "umgeplant", aufgrund der Wirtschaftslage die wir ja nicht beeinflussen können. Nicht gleich an die Decke gehen! Da wir noch ein zweites Kind wollten, bin ich nun mit meinem Sohn schwanger. Ich habe aber nach der Elternzeit vor wieder arbeiten zu gehen. Jetzt frage ich dich, warum darf meine Tochter nicht schwimmen lernen? Warum darf meine Tochter nicht wie andere Kinder auch Aktivitäten z.Bsp. mal in den Zoo oder ins Musuem gehen, erleben. Das ist mit dem Geld welches wir im Moment bekommen nicht möglich. Im Gegenteil ich muss gucken, das ich so günstig wie möglich Kleidung kaufen kann, denn dafür reicht das Geld auch nicht. Klar ... bei den Langzeitarbeitslosen die ihren A... nicht hochkriegen und gerne von dem Geld leben (ich habe den ALG 2-Antrag erst nach 9 Monaten abgegeben und vorher alles mögliche probiert, nicht davon leben zu müssen - d.h. in der Zeit nur von dem Gehalt meines Mannes gelebt, was nicht einfach war) würde ich auch einen Hals kriegen. Aber es sind eben nicht alle H4-Empfänger so, warum müssen dann alle leiden? Ich habe sozialversicherungspflichtig gearbeitet, bin jetzt in einer Notlage, warum um Gottes willen, darf ich dann von meinem Recht die Leistungen in Anspruch zu nehmen - nicht guten Gewissens - gebrauch machen. Hier wird man irgendwie immer gleich als schlecht gebrandmarkt - ob nun zu Recht oder zu Unrecht. Wie gesagt, ich habe nicht vor dauerhaft so zu leben, aber im Moment geht es wohl nicht anders. Ich fühl mich aber immer als Aussätzige, muss das sein? Ich bin mir ziemlich sicher das es viele gibt, die wie ich unverschuldet H4-Empfänger wurden - muss ich jetzt mich jeden Tag schlecht fühlen und vor den lieben Arbeitern/Angestellten (zu denen ich auch mal gehört habe) zu Kreuze kriechen? Wozu leben wir in einem Sozialstaat, wenn man in einer Notlage nicht darauf zurückgreifen darf? Ich will hier nur nochmal deutlich machen, das ich dieses Schubladendenken hasse und es sich viele einfach machen indem sie sagen H4-Empfänger sind IMMER die Leute die man zufällig bei RTL oder sonstwo im TV gesehen hat und man sich so richtig schön tierisch drüber aufregen könnte. Ich will mich nicht mit denen in eine Schublade stecken lassen, denn so bin ich nicht!


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Nun ja, aber Westerwelles Äußerungen von dem "anstrengungslosen Wohlstand" sind ja schon Hohn und Spott für Betroffene, oder? Und die Äußerung, dass die FDP die Schwachen vor den Starken und den Faulen schützen wolle - äh, bitte, wer genau sind die vielen Faulen, vor denen geschützt werden muss? (Wahrscheinlich sind das aber die, von denen Du "wenig zu erwarten" scheinst.) Sicherlich gibt es Fälle von Sozialhilfemissbrauch, und die Grundeinstellung von "was steht mir alles zu?" finde ich oft genug auch hinreichend daneben. Sicherlich hat Westerwelle insoweit recht, als es ein Problem darstellt, wenn man mit Vollzeit-Arbeit (in vielen Bereichen) nur weniger verdienen kann, als man mit Hartz IV bekommt. Aber ich glaube beim besten Willen nicht, dass man mit Hartz IV (im Normalfall) einen Lebensstandard hat, der auch nur ansatzweise mit "Wohlstand" zu tun haben könnte. Das Problem ist nicht, dass Sozialleistungen zu hoch wären (das sind sie definitiv nicht), sondern dass zu viele heutzutage in ihrem Beruf nicht mehr so viel verdienen können, um komplett selbst für sich und ihre Familie sorgen zu können. Das Lohngefälle ist mittlerweile viel zu hoch, und ein normaler "kleiner Angestellter" hat heute keine echte Chance mehr. Da läuft, meiner Meinung nach, gehörig viel schief. Aber das Dilemma, dass man mit Sozialleistungen mehr bekommt als man in vielen Berufen in Vollzeit verdienen kann, kann man natürlich auch dadurch lösen, dass man die Hartz-IV-Sätze freudig unter jedes Niveau absenkt... Wir haben übrigens durch die Steuerrechtsänderung zum 01.01.10 netto mehrere 100 Euro mehr im Monat - ehrlich gesagt, wir hätten das Geld nicht gebraucht und ich glaube auch nicht, dass wir jetzt postwendend entsprechend mehr pro Monat ausgeben, wir sind (derzeit jedenfalls) so durchaus zufrieden. Das Geld hätte man wesentlich sinnvoller umverteilen können! Auch wenn wir auch "für die Party zahlen" - irgendwelche derartige "Steuergeschenke" finde ich insoweit ziemlich dämlich, ehrlich gesagt. Ebenso die Kindergelderhöhung zum 01.01. - sicher, wir nehmen das zusätzliche Geld, aber bei uns geht es einfach nur unter und man hätte mit eben diesem Geld sehr viel sinnvoller umgehen können - beispielsweise durch eine höhere Kindergelderhöhung nur für Geringverdienen, die wirklich von einer Erhöhung profitiert hätten.


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Stimmt, ich schrieb etwas anderes. Nämlich, daß es müßig ist, über Regelsätze und Arbeitspflicht zu diskutieren, wenn es nun einmal weder mehr Geld noch mehr Arbeit zu verteilen gibt. Von Hartz IV wird man als anständiger Mensch nicht reich, sondern maximal satt, hat ein Dach über dem Kopf und "was" an, das war's dann aber auch. Da wir nie im Takkatukkaland der Vollbeschäftigung gelebt haben, gab es immer schon Sozialhilfeempfänger. Das "Problem" ist also kein neues. Warum "man", wenn man keine Kohle hat, auch noch Kinder zeugen, werfen und mit ins eigene Elend stürzen muß entzieht sich meines Verständnisses, aber einer der Nachteile einer Demokratie ist nun einmal, daß wir die Muschis nicht zutackern können, auch wenn es in vielen Fällen besser wäre. Also bleibt uns nur, für diese Kinder das beste rauszuholen, was rauszuholen ist und das besteht sich nicht darin, ihren Eltern mehr Kohle zu geben. Traurigerweise wurden Guido Westerwelle die Worte im Mund herumgedreht. Er wollte nichts anderes sagen, als daß wir aufhören sollten, permanent über Hartz IV-Empfänger und Umverteilungen zu sprechen, als darüber, den Leistungsträgern die Umstände zu erleichtern, damit sie a) mehr Leistungen erbringen KÖNNEN und b) auch BEREIT sind, diese Leistungen zu erbringen. Kein normal denkender Mensch spricht doch Menschen das Recht darauf ab, in einer Notsituation die Solidargemeinschaft in Anspruch nehmen zu können. Der Sozialstaat ist im Grundsatz etwas, auf das wir mehr als stolz sein können. Nur haben die Gründerväter unserer Republik sich das Endergebnis sicher anders vorgestellt. Der Sozialstaat frißt uns auf, er ist zu teuer, wir können ihn uns SO nicht leisten. Ein staatliches Konstrukt wie unseres LEBT von der Mittelschicht. Von bürgerlichen Arbeitnehmern und mittelständischen Unternehmen. DIE haben uns zu dem gemacht, was wir heute sind, nicht die "großen" Unternehmen. Aber genauso haben uns die "Hartzer" mit den "FlatScreens" und den 5 Kindern nicht das Genick gebrochen, das haben wir schon schön selbst hingekriegt. Wir schieben einen absolut unnötigen und völlig überteuerten Beamtenapparat vor uns her, ein Steuersystem, das keine Sau mehr versteht, für das wir noch mehr Beamte bezahlen müssen, die uns und sich selbst verwalten. Wir leisten und hunderte Krankenkassen, übertriebene Arbeitnehmerschutzgesetze, die letztlich dazu führen, daß der Standort Deutschland zunehmend weniger attraktiv für in- und ausländische Investoren ist. Wir sind, in allem, zu teuer. Wenn man Stolz, Ehrgeiz, Selbstachtung und Respekt am Empfang abgeben kann, dann lebt es sich von der Arge sicher sehr gut. Die Kunst beherrschen nur nicht viele. Wenn dann höchstens die, aus der Not eine Tugend zu machen. Kann man es einem Hartz IV-Empfänger verübeln, der Konsum-Verlockung eines tollen Fernsehers/Handys/Urlaubes o.ä. zu erliegen, wenn er dazu verdammt ist, NICHTS mehr vom Leben zu haben? Spaßig ist anders, tauschen möchte ich nicht. Ich würde höchstens noch darüber diskutieren, daß es definitiv zu einfach ist, Arbeit nicht anzunehmen/anzutreten oder für "nicht zumutbar" zu erklären, die Bereitschaft, den Arsch hochzukriegen ist durchaus da, nur ihn sich dann auch noch aufzuREISSEN, das muß dann nun auch wieder nicht sein. Aber wie dem auch sei. Der Staat finanziert sich nicht, in dem man Hilfeempfängern noch das Schwarze unter den Fingernägeln wegnimmt oder "Reichen" die Rolex vom Arm klaut. Er finanziert sich durch eine breite, motivierte und leistungsfähige Mittelschicht. Aber die wird ausgehöhlt. In der Breite, in der Leistungsfähigkeit und zunehmend in der Motivation.


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Wenn die Bild-Zeitung heute aufhetzt, "Kauft Euch diese Steuersünder", DANN ist das in Ordnung. Sagt ein Politiker "Kauft Euch die Sozialschmarotzer", DANN ist das böse? Zweierlei Maß.


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Die Steuersünder die nachweislich Steuern vorbei geschmuggelt haben, wird man durch Ermittlungen schon herausfiltern, ob da viele völlig unabsichtlich ihr Geld in Schweiz oder Lichtenstein deponieren, ohne zu wissen, daß sie durch ihre Handlungsweise den dt. Staat bescheißen, hab ich Zweifel, der ein oder andere war vielleicht falsch beraten, aber im Großen und Ganzen wußten die meisten bestimmt was sie taten. Hier geht es ja auch nicht darum "Kauft Euch die Sozialschmarotzer", sondern als Sozialschmarotzer wurden ja mehr oder weniger alle Hart4-ler in einen Topf geworfen, und genau das ist bedenklich! Ansonsten erinnert mich der Vergleich irgendwie daran, ob man dem einen den Ferrari weg nimmt und dem anderen die Klamotten vom Leib, so ohne Ferrari fühlt man sich bestimmt auch ganz nackig, wenn man ihn sich nicht mehr leisten kann. bestimmt genauso elend, wie wenn man 5 Tage die Woche von Toast mit Marmelade lebt und seinen Kindern sagen muß "Nein Schatz, frag nächsten Monat mal ob Du ne Zeitung für 2 Euro haben darfst, ist jetzt nicht drin". Von daher zweierlei Maß, Du kannst ja auch einen dicken Bierkrug nicht mit nem Pinchen vergleichen:-). LG Nina


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kannst du mir mal erklären, wie du nach deiner 2ten Schwangerschaft wieder arbeiten möchtest, wenn du jetzt schon keine zeit dafür hast, weil deine Tochter da ist. Du schreibst, dass dein tochter das Problem ist, weil keine betreung da ist. Sorry???? Wußtest du das nicht vorher, dass man ein Kind nicht 9 Stunden am Tag alleine lassen kann...sowas verstehe ich nicht. ich kann mir doch vorher ausrechnen, ob die Kohle mit 1 mal Vollzeit reicht oder nicht und ob im Notfall eine betreuung da ist? Auf der einen Seite schreibst du, dass du dich beworben hast und dich keiner nimmt, auf der andere Seite hast du keine betreung..was nun? Wie du in diese Situation jetzt auch noch ein zweites Kind setzen kannst, verstehe ich beim besten Willen nicht!!!!1 Aber klar..gibt fürs erste mehr Kohle und weiter wird nicht gedacht..wie vorher auch schon nicht!


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Wenn Ihr das Geld nicht gebrauchen könnt, dann freut mich das für Euch. Wir können es schon gebrauchen. Und ich wüßte nicht, warum es mehr Geld immer nur für andere geben sollte und nicht auch zur Abwechselung mal für die, die dieses Geld erwirtschaftet haben. "Wohlstand" ist kein feststehender Begriff. Was der eine für Wohlstand hält ist für den anderern Luxus. Für mich ist Wohlstand ein Dach über dem Kopf, etwas zu Essen, Bildung für meine Kinder... Alles das, was die Mindestleistungen sind, die unser Staat auch abdeckt. Wohlstand setze ich in den direkten Vergleich mit anderen Menschen auf dieser Welt, nicht in den mit Onassis. Alles was darüber hinausgeht ist Luxus. Schön, wenn man ihn hat, zu überleben, wenn man ihn nicht hat. Sozialleistungen sind nicht dazu da, den Hilfeempfängern ein schönes Leben zu ermöglich, sondern ihnen KURZFRISTIG die Existenz zu sichern. Nicht mehr und nicht weniger. Bei 130 Milliarden Euro, die wir jedes Jahr in Sozialleistungen stecken wage ich zu behaupten, daß es dann nun auch einmal gut ist. ALLE mußten in den letzten Jahren den Gürtel enger schnallen, daher wüßte ich nicht, warum Hilfeempfänger davon verschont bleiben sollten. Wir-sind-pleite. Mehr Geld können wir zwar drucken, bringt aber nichts. Seit 20 Jahren wird unser Staat systematisch von den jeweiligen Regierungen zugrunde gerichtet. Flickschusterei, Peanuts hier, keine klare Position. Jedem wird der Kopf getätschelt. Man kann es nicht allen recht machen, aber irgendwann muß sich eine Regierung mal überlegen, für wen sie Position beziehen will und dann aber auch mit den Folgen leben.


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Zum einen kaufe ich mir auch so gerne jeden Steuersünder (respektive: jeden MEINER Steuersünder, bei anderen bin ich toleranter), da brauche ich keine Bild-Zeitung dazu, die ich eh nicht lese. Außerdem finde ich es legitim, diejenigen, die sich - ohne Not - vor ihren vom Gesetz vorgegebenen Pflichten drücken wollen, zur Rechenschaft zu ziehen respektive das hinterzogene Geld von ihnen einzufordern (mehr ist es ja in aller Regel nun wirklich nicht). Zum anderen scheint es mir bei Westerwelle nicht um ein "kauft Euch die Sozialschmarotzer" zu gehen, denn dazu scheinen mir andere Maßnahmen geboten als über eine Herabsetzung der Sozialhilfesätze zu diskutieren und über "anstrengungslosen Wohlstand". Vielleicht sollte man dann darüber diskutieren, wie man den zahlreichen Anzeigen auf Sozialhilfemissbrauch effektiv nachgehen könnte, wie man die Anträge angemessen bearbeiten könnte, wie man die Arbeitsbedingungen für die in diesem Bereich tätigen Bediensteten (bei ARGE und co.), die Ausbildung etc. Aber das wäre eine komplett andere Diskussion als die, die Westerwelle derzeit angezettelt hat. Und das hat nichts mit "zweierlei Maß" zu tun - es sagt ja nun schließlich auch niemand "kauft Euch alle Steuerpflichtigen und zieht ihnen jedes Jahr noch 1.000 Euro mehr ab" oder so ähnlich.


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sehr schön. ich möchte nicht tauschen ( 10 monate abhängigkeit reichen ) und ich danke dem lieben gott jeden tag dafür, daß ich einen guten job habe und dadurch sogar zwei flatscreens und 80€ handyrechnung finanzieren kann ( und seit 2h auch einen urlaub ). ich beneide keine 4-6fach mutter mit h4, denn ich weiß wie entwürdigend das abläuft. stünde für mich auch niemals zur debatte, job zu schmeißen und "abzukassieren". wen es schön macht. dieses gehetze zielt auf einen ganz niederen sinn im menschen ab. und es hat erschreckenderweise erfolg. sollte man bei gstudierten gar nicht glauben....


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Warum Deine Tochter nicht schwimmen gehen darf? Das kann sie dann mal Dich fragen. Kann mich Reni nur anschließen. Wenn das Geld eh schon hinten und vorn nicht reicht, dann scheint es in Eurem Fall wohl immer noch zu viel Hartz IV zu geben, wenn die "Lösung" ein zweiter Wurf ist. Sorry, keine Absolution, null Verständnis. Wenn Du mit EINEM Kind schon keine Arbeit gefunden hast, dann findest Du mit zwei Kindern erst recht keine. Bedanken kann sich Deine Tochter dann bei Dir, daß sie einen Bruder statt einer Jahreskarte für's Schwimmbad bekommen hat.


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sie wird mich jetzt lynchen, aber das ist das leolu-syndrom..... nina, i love you!


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hätte ich Dir gerade keine nette PN geschrieben


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Falsch. Es ist Aufhetzung. Aber gegen Steuersünder aufzuhetzen ist chic, gegen Sozialschmarotzer unanständig. Nach wie vor bin ich allerdings der Ansicht, daß sowohl die einen als auch die anderen nicht unser Kernproblem, sondern lediglich Mittel zum Ablenkungszweck sind, daß man nämlich für genau das Kernproblem keine Lösung hat: das sicherer zusteuern auf den totalen Kollaps. Westerwelle hat gesagt, daß Hartz IV einen Wohlstand (wie gesagt, über dessen Definition läßt sich streiten) schafft, für den es keinerlei Anstrengung bedarf, während andere, dank hoher Sozialabgaben und Steuerleistungen, für das gleiche oder noch weniger doppelt bis dreifach 40 bis 60 Stunden pro Woche arbeiten müssen. Seine Aussage, daß jemand der arbeitet einfach mehr Geld zur Verfügung haben muß als jemand, der nicht arbeitet, kann ich nun einmal nur zustimmen. Bei der Beurteilung von Aussagen die Politikern sollte man sich von den medialen Interpretationen lösen und sich auf die Zitate beschränken. Der Interpretation der breiten Masse kann ich jedenfalls in diesem Fall, wie auch in vielen anderen Fällen, nicht folgen. Ist doch immer das gleiche: es kommt immer darauf an, wer es sagt.


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Ich liebe dich!!!!!! Danke für Jahreskarte!!!!!


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Eure Liebe werde ich brauchen. Nach dem Sandmännchen kommen die ganzen Sozialromantiker und ich kriege die Hammelbeine langgezogen, weil man "sowas ja nicht sagt". Der Klassiker: "Das kann man denken, aber doch nicht sagen". Wie war das noch in den Tagesthemen, als, mal wieder, die vor das Bundesverfassungsgericht gezogene Familie vorgestellt wurde. "Der Vater empfängt Hartz IV, die Mutter kümmert sich um die Kinder". Finde ich immer so süß. "Die Mutter kümmert sich um die Kinder", klingt eben einfach seriöser als "die Eltern sind arbeitslos". Schließlich könnte sich auch der Vater um die Kinder kümmern und die Mutter arbeiten gehen, damit keiner mehr Hartz IV empfängt. Nur scheint das Modell eben auch nicht zu ziehen, weil a) Mutter nicht vermittelbar oder b) Mutter nicht vermittelt werden will, weil "sie kümmert sich ja um die Kinder". Örks.


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Ich finde, die Ansprüche sind in den letzten Jahrzehnten einfach auch übermäßig gewachsen. Warum reicht es nicht, das Kind in einen günstigen örtlichen Sportverein zu stecken? Gibt es ein Recht auf Tennis- oder Reitstunden? Oder Skikurs? All das haben sich in meiner Kindheit viele Leute trotz Arbeit nicht leisten können, und da hat keiner einen riesen Aufstand gemacht. Ebenso wenig Klavierstunden oder andere private Unterrichte. Es gibt immer noch günstige und teure Freizeitangebote. Meine Tochter wird auch nur die günstigeren Angebote wahrnehmen, obwohl wir zum Glück nicht schlecht verdienen. Der Sportverein kostet für mich und das Kind zB 57 Euro im Jahr. Und mehr, als dort angeboten wird, braucht sie momentan nicht. Sicher kommt irgendwann ein Schwimmkurs dazu. Der kostet sogar im teuren Münchner Süden "nur" 8 Euro pro Stunde. Man kann aber auch locker das Fünffache dafür ausgeben, wenn man mag. Es muss nicht immer das Teuerste sein. Da fällt mir der Schlagzeug-Unterricht ein, den mein Neffe besuchen wollte. 450 Euro für 5 Stunden! Nachdem der Preis bekannt war, wurde er logischerweise wieder abgemeldet. Seine Freunde machen ihn trotzdem, aber seine Eltern, die trotz Arbeit (er voll, sie 25 Std.) nicht ohne Unterstützung auskommen, können und wollen da nicht mithalten. Damit muss er leben, und das verm. noch ziemlich lange, wenn man die derzeitige Lage so anschaut. Ich bin heilfroh, dass mein Mann und ich sichere Einkommen haben. Und am Beispiel meines Bruders sehe ich, wie schwierig es ist, aus dem Hartz-Sumpf wieder rauszukommen, auch mit Ausbildung und Fleiß.


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Du kennst unsere Situation nicht, maße dir nicht an über etwas zu Urteilen, was du nicht kennst. Das mache ich auch nicht! Meine Tochter ist halbtags betreut. Ich habe nie geschrieben, das ich halbtags keine Zeit gehabt hätte. Diese Halbtags-Jobs in denen ich ausreichend verdient hätte (also kein 400 € Job) gibt es/gab es aufgrund der Wirtschaftslage vermutlich nicht ausreichend. Ich habe jedenfalls keinen gefunden. Wir haben unsere Tochter nicht in diese Situation geboren, ich bin arbeiten gegangen, wie ich schon geschrieben habe (das sind 5 Jahre gewesen). Mein ehemaliger Chef war in der Hinsicht sehr entgegenkommend und hat mich mitunter auch am Wochenende arbeiten lassen - was für Büroangestellte nicht üblich ist. Leider hat er mich aufgrund der wirtschaftlichen Lage nicht mehr halten können. Das heißt wir hatten diese Situation überhaupt noch nicht, das nur ein Gehalt da war. Was ich mit der fehlenden Betreuung meinte ist folgendes: Ich kann keine Vollzeit-Stelle annehmen! Nenn es Leichtsinn jetzt zu denken, das es in 3 Jahren besser aussieht. Ich bin Optimist und hoffe es. Denn mein Sohn wird dann auch wieder halbtags, wenn nicht sogar mehr - betreut sein. Ob ich nun sinnlos zu Hause sitze und mich auf Krampf bewerbe oder die Zeit die ich gezwungen bin zu Hause zu sein, anders nutze... Ich finde es schade wenn man sich diktieren lassen muss, wieviele Kinder man haben darf. Ich bin kein Fall der von Erziehungsgeld zu Erziehungsgeld lebt. Ich habe auch keine Schwangerschaftskleidung/Säuglingskleidung beantragt. Meine Tochter ist jetzt 6 Jahre. Wir wollten noch ein Kind - mehr aber auch nicht. Der Kinderwunsch ist auch da gewesen, als ich noch Arbeit gehabt habe - das wäre wenn ich diese Arbeit noch hätte auch machbar gewesen - und es würde jetzt nicht mit dem Kopf geschüttelt werden. Wenn wir unser erstes Kind/meine Tochter uns nicht hätten leisten können, hätten wir das auch nicht gemacht. Unterstell mir nicht, ich hätte mir das nicht reiflich überlegt. Ist klar, das man eben gerne das liest, was man lesen möchte.


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"Wenn wir unser erstes Kind/meine Tochter uns nicht hätten leisten können, hätten wir das auch nicht gemacht." Hättet ihr aus finanziellen Gründen auf das erste Kind verzichtet, auf das zweite aber nicht? Hm, ich hätte es eher andersrum entschieden. Hast du einen 400-Euro-Job angenommen? Ist doch besser als gar nichts, oder? Auch wenn einem davon was abgezogen wird.


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Hetze ist Hetze, das nimmt sich nichts und ist immer daneben. Ansonsten finde ich es legitim, auch über Maßnahmen gegen Sozialhilfemissbrauch zu diskutieren, aber auf Stammtisch-Niveau Parolen zu kloppen finde ich in jedem Fall nicht hilfreich. Die Hartz-IV-Sätze als "Wohlstand" zu titulieren hat trotzdem in jedem Fall einen "Beigeschmack". Da wären wir beim Thema "absolute Armut" und "relative Armut", und "absolute Armut" für größere Bevölkerungsteile wäre in einem Staat wie dem unseren ja wohl ein absolutes Armutszeugnis für unsere Gesellschaft. Sicher bedeutet "relative Armut" hier einen Lebensstandard, der in anderen Ländern schon "Reichtum" bedeuten würde - aber man kann nun einmal nicht alles 1 : 1 übertragen. Der Aussage, dass jemand der arbeitet einfach mehr Geld zur Verfügung haben muß als jemand, der nicht arbeitet, kann ich übrigens nicht uneingeschränkt zustimmen - ich finde es legitim, wenn ein leitender Ingenieur von Anfang 50, der unverschuldet arbeitslos wurde und zuletzt 10.000 Euro pro Monat verdient hat, zunächst mehr ALGI bekommen hat als ein Verkäufer im Monat für seine Arbeit verdient. Ich denke, pauschalieren kann man da gar nichts. Bei Westerwelle ist es schlimm genug, gerade wenn man "sich auf die Zitate beschränkt".


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Macht für Euch die Kindergelderhöhung und die geänderten Steuertarife zum 01.01.10 im Alltag wirklich einen Unterschied? Sicher, "gebrauchen" können wir's schon, stören tut's uns auch nicht wirklich, aber "brauchen" tun wir's defintiv nicht. Für mich macht das Geld tagtäglich jedenfalls keinen Unterschied.


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da ich 2010 auf 5% gehalt verzichtet habe, bleibt alles beim alten, dank kindergeld und unterhaltserhöhung. ( da ich ja kind1 als geldanlage gebrauche ). schön, wenn du es nicht "brauchst", wir schon.


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für uns bedeutet es sehr viel, obwohl es *nur* 150€ im monat sind, von dem geld können wir jährlich das heitzöl kaufen, und von dem gespartem geld, ein paar dringend benötigte reparaturen am haus durchführen lassen


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Es war meine Absicht schwarz/weiß zu malen, denn um den heißen Brei wird ja nun oft genug herumgeredet. Überleg mal, ob unter den H4ler, die Du kennst nicht wirklich ein paar sind, die einen Flatscreen zuhause stehen haben und ein neues Handy ihr eigen nennen? Es ist leider so, dass es meist gerade die Familien, die das wenigste Geld haben, dieses Geld auch noch für Dinge ausgeben, die nicht wirklich zu den Grundbedürfnisse des Lebens gehören. Ich besitze ein ca. 6 Jahre altes Handy, es hat weder eine Kamera noch hat es MP3 o.ä. und meine Handyrechnung beläuft sich auf ca. 1 Euro pro Monat, letzten Monat konkret 0,59 cent. Eine mir gut bekannte H4-Empfängerin hat in dieser Zeit mindestens 3 neue Handys gehabt und klagt permanent darüber, dass ihr die Kosten davonlaufen. Sie steht im Moment bei Ihrem Provider mit 140 Euro in der Kreide. Eigenes Verschulden sieht sie nicht, es sind alles die bösen Umstände. Letzte Woche war bei uns mal wieder so ein Tränendrüsenbericht in der Zeitung, wo es darum ging, wie knapp das Leben mit H4 sei. Familie mit 2 Kindern saß im Wohnzimmer, im Hintergrund ein dicker, fetter Flatscreen TV. Ok, auch ein Sozialhilfeempfänger soll einen Fernseher haben, aber hätte es nicht vielleicht auch ein Röhrengerät für 200 Euro von Aldi getan? Eine Klassenkameradin meiner Kleinen hat nie das Geld für Ausflüge und Schulmaterialien. Beide Eltern (H4) rauchen, haben mehrere Haustiere und die Kinder alle einen Nintendo, im Wohnzimmer steht eine Playstation. Ich kann Dir hier reihenweise solche Beispiele aufzählen. Ich sehe es durchaus ein, dass Menschen, die unverschuldet in Not geraten, sei es durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit, Unterstützung durch die Solidargemeinschaft bekommen sollen. Es soll auch jeder, der regelmäßig arbeitet, von dieser Arbeit menschenwürdig leben können. Was ich aber absolut nicht akzeptieren kann, ist das Anspruchsdenken vieler. Es ist nunmal so, dass man sich in schlechten Zeiten einschränken und aus eigener Kraft versuchen muss, seine Situation zu verbessern. Wenn ich kein Geld habe, kann ich nunmal meinen Kindern keinen Nintendo kaufen aber gleichzeitig das Geld für einen Klassenausflug beim Förderverein einfordern. Und nein, die Kinder werden deshalb nicht totale Außenseiter, in den Klassen meiner Kinder sind es eher die Kinder aus den sozial schwächeren Familien, die so ein Teil besitzen, die Kinder aus dem Bildungsbürgertum müssen leider meistens ohne die elektronische Droge auskommen, obwohl die Eltern sich das locker leisten könnten. Ich spreche auch nicht der Familie das Recht ab, den Familienhund zu behalten, wenn die Familie in H4 kommt. Aber wenn der dann mal das zeitliche segnet, muss ich halt sagen, sorry, können wir uns momentan nicht leisten, es gibt keinen neuen Hund. Und schon gar nicht einen zweiten Hund plus drei Katzen, zwei Hamstern und Meerschweinchen. Das geht dann mit H4 einfach nicht und ich sehe nicht ein, solchen Luxus mit meinen Steuergeldern zu finanzieren. Silvia


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Wenn ich 400 € verdiene, davon aber 200 € für Fahrtkosten draufgehen? Ja, so teuer ist es hier - und ja, ich hätte mitunter 2 h Fahrzeit gehabt (also hin und zurück). Das lohnt sich? Wir haben uns das Erste leisten können. Das Zweite können wir uns mit Einsparungen auch leisten. Nur für so "Kleinigkeiten" haben wir im Moment kein Geld. Egal ob ich jetzt ein zweites Kind bekomme oder nicht. Ich könnte meiner Tochter keinen Schwimmkurs bezahlen. Arbeitslos wäre ich auch so. Sobald es mir möglich ist, werde ich aber wieder arbeiten gehen, um eben nicht dauerhaft diesen Zustand leben zu müssen. Tut mir leid aber irgendwie scheint hier mittlerweile alles gegen einen Sozialstaat zu sein. Ich hoffe wirklich für Euch das ihr nie in die Situation kommt, welche mir unverschuldet passiert ist. Glaubt nicht das es mir leicht gefallen ist zur ARGE zu gehen. Ich habe nicht umsonst 9 Monate alles mir mögliche probiert - ohne staatliche Hilfe. Ich kann nur überhaupt nicht nachvollziehen warum hier alles auf einen losgeht, wenn man diese Leistungen in Anspruch nehmen muss (für die ich ja auch gezahlt habe). Dann doch besser abschaffen und betteln gehen oder wie? (ich übertreib da jetzt, aber sorry - wozu haben wir dann die Arbeitslosenversicherung, wenn man sie nicht in Anspruch nehmen darf?) Mir haben lediglich 4 Monate gefehlt, die ich zu wenig sozialversicherungspflichtig gearbeitet habe, dann hätte ich ALG 1 bekommen. Und schon sieht die Welt wieder ganz anders aus?


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würde der staat dafür aber das geld anderen, ärmeren, wegnehmen, würde ich es NICHT wollen


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es stellt sich nur die frage: wird es mit einem weiteren kind leichter, einen job zu finden??? kommt ihr mit einem weiteren kind leichter aus h4?? tschulligung, daß du dir zwei kinder einbildest, dafür kann ich NICHTS. ich habe selbst schon 10 monate sozialhilfe bekommen, verschuldet....ja, denn ich habe den vater meiner tochter verlassen. arbeit lohnt sich immer. auch bei einer stunde weg und 200€ verdienst.


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nach meiner information mußt du 12 monate sozialversicherungspflichtig tätig sein, um 12 monate alg1 zu erhalten. ein jahr....das ist natürlich schon der volle wahn....


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So wie du es jetzt schreibst, bin ich 100 % auf deiner Seite. Ich würde dir gerne beschreiben wie wir leben: Mein Mann und ich sind beide Nichtraucher, wir haben keine Haustiere, wie bereits geschrieben - wir haben keine teuren Elektrogeräte, werden wir uns auch nicht kaufen - Das was da ist, war vor meiner Arbeitslosigkeit schon da. Ich kaufe Kleidung für meine Tochter bei ebay (gebraucht) oder bei KIK, Zeemann, weiß der Kuckuck. H&M und C&A ist mir zu teuer. Ich habe da auch kein Problem damit. Was mir für meine Tochter fehlt, ist eben das sie auch wie andere Kinder einen Schwimmkurs, oder solche "Kleinigkeiten" machen kann. Soviel kostet der an sich nicht. Wir haben unsere Ansprüche runtergeschraubt, würde ich mir auch nie erlauben, jetzt zu schreien - ich will das, ich will das. Nur generell gesprochen sind die Sätze die für Kinder berechnet sind - kam auch diese Woche ausführlich was im TV drüber - viel zu niedrig berechnet. Es würde das Urteil nicht geben, wenn es so nicht wäre. Meiner Meinung nach leben diese Leute die du da beschreibst über ihre Verhältnisse, das würden sie aber auch tun, wenn sie Arbeit hätten. Das du auf sowas wütend bist, kann ich absolut nachvollziehen, das geht mir auch nicht anders.


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daß du dir anmaßen magst, zu urteilen, wer berechtigt ist und wer nicht??? es gab mal zeiten, da wurde den h4lern vorgehalten, daß sie überhaupt einen pc hatten, mitsamt der flatrate!!! WAS genau gönnst du denn den hartzlern? weil DU nicht telefonierst, kein handy. weil DU nicht glotzt, keinen tv. btw: es GIBT keinen röhren tv mehr neu, habe selbst danach gesucht vor 10 monaten. dürfen h4ler nur gebraucht kucken??? ich finde das echt neidigst und missgünstigst. was du ankreidest, betrifft einen geringen prozentsatz, das was rtl und sat1 gern zeigt. kuckst DU das als akademikerin??? schande über dich. ich bin froh, daß ich mir alles leisten kann, was ich mir leiste und finde solche menschen wie dich einfach nur schäbig.


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"Dann doch besser abschaffen und betteln gehen oder wie?" bin mir jetzt nicht so ganz sicher Anschaffen wär natürlich ne Alternative, da findet fast jede einen Job, ob man nicht von den Billigarbeiterinnen aus dem "Ostblock" oder aus Übersee zu "Dumpingpreisen" gezwungen wird, ist allerdings fraglich. Hauptsache kein Hartz4, "anschaffen" kann man sogar mit Steuerkarte (oder eben nicht und mit der Kohle in die Schweiz, erwischt werden und anstatt klagen auf niedrigem dann auf hohem Niveau:-)). LG Nina


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Ob es leichter wird, einen Job zu finden... - Sind 2 Kinder ein Grund mehr mich nicht einzustellen? Letztlich kann ich es nicht sagen, das werde ich dann sehen. Ich bin aber der Meinung, wenn sich der Arbeitgeber sich scheut mich einzustellen, weil ich 2 Kinder habe, dann wird er es auch bei einem Kind. Mein Mann hat Arbeit, es betrifft nur mich. Leider ist er kein Vielverdiener - sonst würde ich wie andere Mütter eben nur "Hausfrau" sein und müsste die Leistungen gar nicht in Anspruch nehmen. Ich bin ja letztlich nur in das Dilemma gekommen, weil ich einen 400 € Job hatte. Der wurde zwar aufgestockt, aber ich habe nicht lange genug soz.ver.pfl. gearbeitet. Bei 2 h Fahrtzeit + 4-5 h Arbeitszeit hätte ich es aber nicht mehr geschafft meine Tochter rechtzeitig aus dem Kindergarten abzuholen. Auch wenn ich es nicht gerne sage, aber in dem Fall ist es finanziell wirklich besser für uns, das ich zu Hause bin. 200 € im Monat sind zu wenig für 3 Personen. Da ist der Regelsatz von H4 höher. Daher habe ich gefragt, ob sich das lohnt...


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Wie ich schon geschrieben habe, das war übertrieben gemeint. Ich seh das jetzt einfach mal als Scherz, was du hier schreibst. Mit Niveau hat es jedenfalls nichts mehr zu tun. Für mich war das einfach nur eine Frage, ob hier jetzt alle gegen einen Sozialstaat sind. Schade das es keine Volksabstimmung gibt, könnte man ja mal in Angriff nehmen. Da würden dann alle H4 abschaffen und wenn man dann in einer Notlage ist - selbst schuld.


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türlich war das ein Scherz, mit ner Portion Sarkasmus, weil es Menschen gibt, die tatsächlich sagen, egal was hauptsache "ARBEITE".


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wenn ICH ag wäre: ja. zwei kinder sind doppelt so oft krank. das wirst du dann sehen....hehe, wie weitsichtig geplant.... mein mann war auch nicht grad ein vielverdiener. wir haben wohngeld bekommen, als ich zuhause war. dann bin ich halt arbeiten gegangen. daß einer alleine reicht heutzutage ist relativ selten und wäre von mir auch nicht gewünscht.


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du hast es spätestens mit dem 2.kind so gewählt.


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Wer hat den etwas "gegen" den Sozialstaat geschrieben oder für die Abschaffung von ALGI oder ALGII plädiert? Ist natürlich schön einfach, sich zum Opfer zu machen. Du wirst mit zwei Kindern übrigens definitiv (noch) weniger bis gar keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Erst recht nicht in Deiner Branche. Der Markt ist überschwämmt mit Bürofritzen, die entweder mehr Berufserfahrung oder keine Kinder oder noch besser: BEIDES mitbringen. Mit zwei Kindern gibt es noch ein Risiko mehr, daß Du wegen Krankheit oder anderer Kinkerlitzchen ausfällst. Und das sage ich Dir aus eigener Erfahrung. Jobangebote nach Bewerbung mit 0 Kindern: 150 % (3 Jobwechsel und nur eine Bewerbung, der Rest ging über Abwerbung). Jobangebote mit 2 Kindern und 6 Jahren aus dem Job: 1 nach 60 erfolglosen Bewerbungen. Endergebnis: 50% weniger Gehalt als vor den Kindern und mehr als ein demütigendes Bewerbungsgespräch. Manchmal sollte man seine persönlichen Wünsche den Gegebenheiten anpassen und auf die Bedürfnisse anderer Familienmitglieder Rücksicht nehmen.


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Anders als Stammtisch geht doch nicht. 1. Weil die "Sender" selbst nur ein Stück weit weg vom Stammtisch des "Deutschland-Eck" sitzen. Wir reden hier schließlich von Politikern: könnten sie was, wären sie keine Politiker, sondern würden für mehr Geld in ihren Berufen, die sie irgendwann mal mehr schlecht als recht gelernt haben, arbeiten. Das sie das nicht tun spricht Bände. 2. Weil der Großteil der "Empfänger" eine einfache Sprache braucht. Nicht umsonst hat "DSDS" eine höhere Einschaltquote, als das Abendprogramm von arte. Red' als Politiker mal halbwegs intelligent, da gucken die dich alle an wie ein Auto. Wir dürfen uns nicht beschweren. Wir haben Böcke als Gärtner und eine Ziege ist die Vorarbeiterin. Weder die Böcke noch die Ziegen sind Botaniker, aber in der Not frisst der Teufel Ziegen... äh... Fliegen.


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Ich bin nicht gegen einen Sozialstaat. Ich finde es sehr gut, dass man bei uns zumindest nicht verhungern muss. Allerdings finde ich, dass das bißchen Geld, das ein 400-Euro-Job (und das kann auch an der Tanke oder bei Kik sein, nicht unbedingt dem erlernten Beruf entsprechend) bringt, einer Familie schon weiterhelfen kann. Da ist dann evtl. der Schwimmkurs oder der Besuch im Zoo schon wieder eher realisierbar. Und das sehen sehr viele, auch betroffene, Leute so.


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Ich bin eine von denen, die der Meinung ist, dass man nicht jedes Jahr das neueste Handymodell benötigt und dass man schon gar nicht alle 5 Minuten eine sinnlos-SMS in die Welt setzen muss. Ich telefoniere auch nicht wegen jedem Mist mit dem Handy, sondern warte auch mal, bis ich wieder zuhause bin und meinen Festnetzanschluss mit Flatrate nutzen kann. Aber das ist wohl schon wieder eine ungebührliche Forderung, da wird die freie Entfaltung des Menschen ja doch arg behindert. Wenn man aber ein vernünftiges Telefonieverhalten an den Tag legt, kommen nicht mehr als 1 Euro im Monat zusammen und ich habe trotzdem alle Gespräche getätigt, die ich tätigen muss bzw. möchte. Nein SAT 1 und RTL gucke (gucken mit g und nicht mit k!) ich selten, meistens gucke ich gar kein Fernsehen. Solche Beispiele sehe ich bei uns im Ort genug, da brauche ich keinen Fernseher. Wenn es keinen neuen Röhren-TV mehr geben sollte, was ich bezweifele, dann kann man sich doch auch einen gebrauchten zulegen, oder spricht da etwas dagegen? Es muss kein neuer Flatscreen sein, wenn ich gleichzeitig nicht genug Geld habe, um meinen Kindern neue Winterschuhe zu kaufen. Die sind nämlich wichtiger als ein Flatscreen. Aber Du hast genau die Haltung, die ich vielen - beileibe nicht allen - H4lern ankreide, nämlich: Warum soll ICH auf den Flatscreen verzichten, wenn ALLE ANDEREN einen haben? Ja warum wohl? Weil ich ihn mir nicht wirklich leisten kann, so einfach ist das. Besonders wenn es um so banale Dinge wie die Frage geht: gebrauchter, unmoderner TV oder neuer, moderner TV. Das Programm ist in beiden gleich. Außerdem sage ich es jetzt zum 3. Mal, auch wenn Du es immer großzügig ignorierst. Es ist richtig, dass Menschen in schwierigen Lebenslagen geholfen wird. Aber in einem vernünftigen Rahmen, denn jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden und wir bürden unseren Kindern eine unglaubliche Last auf. Ist Dir eigentlich klar, dass rund 10% der Steuerzahler rund 80% des Steueraufkommens erwirtschaften? Wenn diese dünnen 10% wegbrechen, dann hat unser Land ein echtes Problem. Ganz besonders aber die, denen es heute eh schon schlecht geht. Silvia


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das sind sat1 und rtl plattitüden, um nicht zu sagen, stammtischparolen. die alg2empfänger, die ich kenne, persönlich kenne, jammern auch nicht. wenn es nach dir ginge, dürften sie nur ein altes billiges röhrengerät bei ebay erwerben, das dann möglicherweise noch zwei monate hält.... ich bin ähnlich wie du, mein handy ist 3 jahre alt, bis dezember hat es meine röhre noch getan, ich smse nun mal gerne, deswegen die 80€. mein gatte und ich sind fernsehtechnisch nicht kompatibel, wenn ich also was anschauen will, dann brauche ich einen eigenen. aber ich darf ja, denn ich arbeite, deswegen habe ich auch keine h4haltung. ich finde neid aber nicht schön. ist dir klar, daß es nur 10% der h4ler sind, die so leben und sich so verhalten, wie du es beschreibst? warst du schon mal bei der arge oder beim sozialamt? ich glaube nicht, daß es für einen "normal" denkenden, etwas stolz besitzenden menschen so schick ist, sich nackig zu machen. das ist den flatscreentv nicht wert.


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Meine Frage, ob sie das zusätzliche Geld (durch Kindergelderhöhung und Änderung der Steuertarife) bräuchte bzw. die Erhöhung sich irgendwie im Alltag bemerkbar mache, ging eigentlich an Moneypenny... Ich glaube ja sofort, dass VIELE das Geld wirklich gut gebrauchen können, und ich kann mich auch noch an Zeiten erinnern, als für mich 50 DM mehr oder weniger im Monat einen Riesenunterschied gemacht haben, als ich noch alleinerziehend war, TZ 50% und dafür ging mein halbes Gehalt für die Tagesmutter drauf. Das meine ich ja alles gar nicht. Aber jetzt brauchen wir das zusätzliche Geld definitiv nicht wirklich, und trotzdem bekommen wir es, und - gerade durch die Änderung am Steuertarif - macht es bei uns mehr als 150 Euro aus. Zumindest die Änderung am Steuertarif hätte man irgendwie "sozialverträglicher" gestalten sollen, so dass nicht die, die eh schon gut dastehen, dann noch ein deutlich größeres "Mehr" haben als die, die nicht so gut da stehen - darum ging es mir eigentlich.