Butterflocke
Wie ja inzwischen allgemein bekannt ist, waren/sind meine Kinder leider recht oft krank. Das mit der Betreuung im Krankheitsfall ist schwierig, auch wenn einige anderer Ansicht sind.... Nun möchte mein Chef gerne, dass ich im Falle "Kind krank" von zu Hause aus arbeite. Ich wäre damit sehr einverstanden, obwohl ich noch nicht weiß, ob es so einfach realisierbar ist. Aber es würde auch für mich den Druck aus der ganzen Sache nehmen. Ich hätte keine Panik mehr, dass die Kinder "schon wieder" krank sind. Ich hätte meinen Kollegen gegenüber kein schlechtes Gewissen mehr....., da ein großer Teil der Arbeit trotzdem erledigt werden könnte.....usw. Nur weiß mein Chef leider nicht, wie es hier rechtlich aussieht. Hat jemand Erfahrungen, wann so eine Regelung im ö.D. gestattet wird bzw. ob es bestimmte Voraussetzungen gibt, die erfüllt werden müssen? Immerhin bräuchte ich Zugriff auf das städtische Netz und alle Programme, mit denen ich arbeiten muss.... LG
Nur noch zur Erklärung: Natürlich wird sich mein Chef über die Sache informieren. Wir haben HEUTE erst darüber gesprochen, so dass ich jetzt ein wenig euphorisch, aber dennoch "dumm" dastehe.... Daher die Hoffnung, jemand von Euch könnte wissen, wie und ob und wann es funktioniert.... Werde aber gleich noch Google bemühen! LG
Hallo, das hängt natürlich von eurem städtischen Netz ab, aber kurz gesagt: Du brauchst neben einem guten Internet-Zugang die Möglichkeit eine VPN-Verbindung zum Stadt-Netz aufzubauen. Dies kann je nach Sicherheitsanforderungen und Wünschen der IT-Abteilung mit einem Softwareclient oder hardwareseitig geschehen. Gute Lösungen gibt es zum Beispiel von NetScreen, die auch in mir bekannten Kreisverwaltungen eingesetzt werden. Damit kannst du auf alle Systeme zugreifen. Evtl. wird auch eine Remote-Desktop Verbindung eingerichtet, damit arbeitet du dann eigentlich direkt auf deinem Rechner im Büro. Das kommt auf die vorhandene IT-Infrastruktur an. Warte mal ab, was die IT-Abteilung sagt... LG, bobcat
Danke bobcat:-) Das wären also die technischen Möglichkeiten, die nötog wären. Wie siehts aber rein rechtlich aus? Das Ganze birgt ja auch ein gewisses Risiko für den Arbeitgeber...(?). Mich würde interessieren, ob es da Vorschriften gibt....? Lieben Dank
Hallo, im TVÖD ist dort auch dieser Bereich geregelt. In unserem Hause musst du ein separates Arbeitszimmer haben, verschließbaren Schrank (Datenschutz) und es gibt noch besondere Regeln zum Datenschutz wg. Fremden. In der Regel gibt es eine zusätzliche Internetleitung, Kosten dafür und die Hardwarekosten trägt der Arbeitgeber. LG Hätt ich auch gerne :-)
Hhmm ... Ich arbeite selbst im ö.D. und nutze die Möglichkeit der Telearbeit ... aber leider komme ich aus Ö, was dir wahrscheinlich nicht unbedingt weiterhilft - aber ich kann dir ein paar Denkanstöße per PN geben. lG, Alexa
Stell' Dich aber bitte darauf ein, dass es nicht einfach ist, mit kranken Kindern nebenher zu Hause zu arbeiten, besonders, wenn es sich um eine Tätigkeit handelt, die Konzentration erfordert.
Hallo, ich mache das jetzt seit zwei Wochen, allerdings ohne Internetverbindung in den Dienst (dazu sind unsere Daten zu vertraulich), allerdings findet bei mir die Hauptarbeit ohnehin in den Akten statt, so daß ich nicht unbedingt auf den Rechner angewiesen bin. Ich bin zwei halbe Tage fest im Büro und einen weiteren halben, wie es sich eben einrichten läßt, entweder nachmittags, wenn mein Mann da ist oder am Wochenende. Das Ganze ist bei uns ein Experiment, ich bin die erste, die das in unserer Behörde macht, aber da wir solchen Personalmangel haben und ich ein sehr spezielles Dezernat bearbeite, haben die Herren sich darauf eingelassen gg. Wir haben eine Dienstvereinbarung getroffen, wie es so grob läuft, und mein Abteilungsleiter kontrolliert meine Ergebnisse ein wenig mehr als bei den anderen. Außerdem habe ich mein Telefon auf mein Handy umgeleitet, so daß ich quasi rund um die Uhr zu erreichen bin, ob das von Vorteil ist, weiß ich noch nicht ;-)). Weiteres gerne per PN. Viele Grüße, Katrin
Hallo Butterflocke, ich arbeite seit August 2010 in Home-Office und zwar aus ähnlichem Grund (Kind hat keinerlei Mittagsbetreuung mehr). Dies leider nicht im ö.D. aber in einem ziemlich großen Konzern. Ich verstehe nicht so ganz, was du meinst mit "rechtliche Voraussetzungen" und Risiko für den AG? Ich habe mit meinem AG einen extra Vertrag darüber abgeschlossen, der alles Wichtige regelt. Gerne per PN.
Diese Frage, wie es hier rechtlich aussieht, hat sich mein Chef selbst gestellt. Ich denke schon, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Bei uns gibt es im Rahmen des Gender Mainstreaming wohl auch irgendeine Richtlinie oder Vereinbarung bezügl. dieser Home Office-Geschichte. Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist zum Glück doch (irgendwo) eine Diskussion. Mein Chef möchte sich darauf berufen, da hier angeblich bestimmte "Notsituationen" festgelegt wurden, in denen er mich (und sich natürlich auch) seit geraumer Zeit sieht....*räusper* Wie gesagt....ich wäre SEHR einverstanden. Natürlich wird es nicht leicht sein, mit zwei Kindern zu arbeiten. Aber ich würde es sicher hinkriegen, doch doch da bin ich optimistisch. Ich würde mich übrigens auch über Erfahrungen per PN freuen!!! Danke:-)
Also der erste Satz in diesem Vertrag, das Wichtigste also lautet ungefähr so: Das ganze beruht auf gegenseitiges Vertrauen. Es gibt wahrscheinlich in jedem Betrieb eigene Vorgaben, welche Bedingungen erfüllt sein müssen usw. aber ich bin sicher, das unsere Rechtsabteilung das Ganze mehr als zehnmal geprüft hat, sonst machen die bei uns nichts. Gibt es denn auch im öD so etwas wie einen Betriebsrat an den du dich wenden könntest? Bei uns waren die Voraussetzungen, das man das machen konnte: Ein geeignetes Arbeitszimmer zu besitzen und dass dein Chef das auch möchte, also er musste das beantragen. Also, mehr als einen Rechner, einen VPN-Zugang und das Vertrauen deines Chefs brauchst du nicht. Noch etwas: Es ist wunderbar wenn man den Rechner im Schlafanzug anmachen kann und loslegen kann aber es ist auch wirklich nicht immer einfach!