Mitglied inaktiv
Müßt auch Ihr Euch dem Umstand stellen, daß in der Familie groß Ostern gefeiert wird (incl. großer Geschenke), sich hingebungsvoll "Frohe Ostern" gewünscht wird etc. - während Ihr selbst damit überhaupt nichts zu tun habt? Bevor ich mein Kind bekommen habe, habe ich mich aus sowas einfach rausgehalten. Jetzt aber ist das schwierig - die Familie meines Lebensgefährten (also des Kindsvaters) lädt ein, schenkt - und ich möchte sie ja auch nicht vor den Kopf stoßen. Gleichzeitig finde ich es aber für mich schwierig, die "Kreuzigung und Auferstehung Jesu" zu begehen, während ich all das für Erfindung halte. Wie findet Ihr da ein Gleichgewicht, mit dem Ihr gut leben könnt?
gar nichts! wie äußert sich denn bei der familie deines lg das feiern der auferstehung jesu? wenn sie in die kirche gehen, stört dich das doch nicht. ich bin der meinung, dass mind. 75 % ostern feiern, weil es halt "ist". der christliche ursprung wird immer mehr vergessen, der kaufrausch kommt dem von weihnachten schon sehr nahe. ich bin zwar nicht mehr mitglied der katholischen kirche, aber diese schenkerei finde ich zum k... claudia
hier feiern sogar die Türken Ostern. für ich bedeutet ostern schon Auferstehung, auch wenn ich nur noch passives mitglied in der katholischen kirche bin. aber ostern ist bei mir kein geschenke-fest wie weihnachten. bei uns gibts traditionell nur ein kleines osternest mit süssigkeiten und gefärbten eiern. mehr nicht. diesen kaufwahn und geschenkewahn an ostern find ich abnormal. nach den ferien erzählen dann die kinder, was sie alles bekommen haben. das geht los mit fahrrädern, nintendos, computern usw. wenn mein kind dann sagt, er bekam ein osternest, dann wird er ausgelacht. sind aber nicht die kinder schuld, sondern die eltern
Bei uns gibt es aber auch immer nur ein paar bunte, hartgekochte Eier, ein paar Schoko-Osterhasen und für jedes Kind ein kleines Geschenk, dieses Jahr so ein Playmobil-Osterei mit kleinem Inhalt bzw. für die Erwachsenen jeweils einen Luxus-Schoko-Hasen. "Geschenkewahn" an Ostern finde ich auch restlos überflüssig.
Ehm... Ostern hat was mit Christentum zu tun. Die daraus erwachsene Tradition (Eier, Osterhase, etc.) ist für mich damit verbunden. Mein Sohn weiß auch, warum wir Ostern feiern. Wenn auch natürlich mit 3 noch nicht en Detail... Ich feiere kein Zuckerfest. Nicht meine Religion, nicht meine Feier. Ich kenne noch nicht einmal das diesjährige Datum. Die türkische Familie gegenüber feiert kein Ostern. Für mich nur konsequent! Bei uns gibt es keinen Geschenkewahn. Erwachsene bekommen nichts. Die Kinder ein paar Süßigkeiten, bunte Eier und eine Kleinigkeit (Outdoor-Spielzeug). Insgesamt gebe ich für Ostergeschenke nicht über 15 Euro aus. Gruß Corinna
... genau darum geht es.
Also Ihr feiert Ostern, einfach "weil halt Ostern ist"? Habe ich das richtig verstanden? Also das finde ich (für mich als Nichtgläubige) absurd! Ich kann doch nicht etwas feiern, an das ich gar nicht glaube - bloß weil die meisten anderen etwas feiern. Ich fange ja auch nicht an, Geburtstag zu feiern, bloß weil im Nachbarhaus gerade 3 Leute Geburtstag haben und große Party machen. Versteht Ihr? Ich brauche doch einen für mich relevanten Grund, um etwas zu feiern. Meine Frage zielte eher darauf ab: Wie umgehen mit ("Schwieger"-) Verwandten, die aus Ostern so ein Riesending machen?
Ich weiß nicht, ich brauche nicht unbedingt einen für mich relevanten Grund, um etwas zu feiern, ich kann bei manchen Dingen auch einfach "mitfeiern". Meine "Schwiegerfamilie" ist (für meinen Geschmack, ich komme aber auch aus einer sehr protestantisch geprägten Pfarrersfamilie) extrem und praktizierend katholisch, und allein z.B. mit den ganzen Ritualen rund um einen Todesfall fühle ich mich schon etwas "überfordert" und in einer sehr fremden Welt gelandet. Allein an das "Jahresamt" oder "einjähriges Seelenamt" oder wie auch immer das heißt, daran würde ich von mir aus niemals denken oder die Konsequenz daraus ziehen, dass ich dann irgendetwas tun müsste etc. Andererseits bin ich der Meinung - wenn ich eine Beziehung mit jemandem eingehen und mir damit auch dessen Familie, deren Traditionen etc. "einhandele", dann gehört es sich für mich auch, an diesen Traditionen so weit es geht "teilzunehmen". Es ist dann nicht wichtig, ob ICH daran glaube, sondern mir ist es dann wichtig, dass es meinem Partner bzw. den Menschen, die ihm wichtig sind, wichtig ist. So gesehen - doch, ich kann sehr wohl etwas feiern, an das ich nicht glaube - oder vielmehr: etwas mitfeiern, an das ich nicht glaube.
... genau das sind halt meine Überlegungen - ob ich da zu krass bin, zu einseitig, zu intolerant, zu egoistisch oder was... Wahrscheinlich ist es so. Aber ich komme mir schon sehr komisch vor, wenn ich da mittun soll, obwohl ich das alles für sinnentleerte Folklore halte (zumal ja die Schwiegerfamilie selbst nicht mal christlich ist! Ich kann dann halt nicht anders, als mich zu fragen, warum in aller Welt die Ostern feiern...)
du moserst nur rum, DASS gefeiert wird, aber was genau stört dich? im endeffekt müsstest du ostern ganz abschaffen, scheint mir. claudia
ostern wie weihnachten, immer der gleiche mist. ich schenke, weil ich gerne schenke. ich feier ostern, weil ostern ist und wie ich das auslege ist doch völligst wurscht. alle heidnischen feste wurden irgendwie zu christlichen umfunktioniert, christbäume haben auch nichts mit jesus geburt zu tun (sondern eher mit mir -muahaha, weihnachten hat daher für mich seit neusten eine ganz andere bedeutung) meine kinder haben sich auf jeden fall gefreut heute morgen.
Ich finde, vorsichtig gesagt, schon, dass Du da ein bisschen "zu krass" bzw. eher zu dogmatisch bist. Mir geht es bei solchen Dingen um meinen Partner und unsere Kinder - mein Mann hängt nun mal an (auch wenn er nicht blind ist) an seinen Eltern, und unsere Kinder hängen an ihren Großeltern, und da mir mein Mann und unsere Kinder wichtig sind, sind mir auch die zugehörigen Eltern / Großeltern wichtig und ich achte die Dinge, die ihnen wichtig sind. Und da ist es mir absolut schnurz egal, wie ich selbst zu irgendwelchen Inhalten stehe. Glaub mir, ich kam mir bei einer ultra-katholischen Beerdigung inklusive massivem Auftritt aller Heimat- und Schützenvereine und jeder Redner mit mind. drei Vaterunser und einem Gebenedeit-seiest-du-Maria auch mehr als "komisch" vor, und bei der Rede des Pasters hat sich mir mehrmals der kalte Schweiß am ganzen Körper gebildet - es war so absolut nicht meine Welt, ich kam mir vor, als sei ich in einem 50er-Jahre-Heimatfilm notgelandet - aber egal. Ein Erlebnis war's allemal! :-)
Wir freuen uns auf Weihnachten und Ostern gerade wegen der Geschenke.
Unsere aufgeregten Kinder die abzählen wie oft sie noch schlafen müssen.
Die Vorfreude und Freude unserer Kinder an den Tagen machen diese Feste für uns schön.
Also kurz und knapp, wir feier das weil wir schenken dürfen
Im Prinzip nur wegen der Geschenke für die Kinder.
Ich und die Kinder sind evangelisch mein Mann katholisch aber Christlich werden unsere Kinder nicht erzogen.
Es gehört zur Allgemeinbildung ein paar Religionen und Bräuche zu kennen.
Aus der Kirche werd ich austretten sobald die Kinder größer sind.
Es ist doch jedem klar das es Quatsch ist was in der Bibel und anderen religiösen Büchern steht.
Die Menschen haben sich nur das unerklärbare erklärt,geschrieben was sie glauben.
Nur sind wir heute viel schlauer und vieles ist erklärbar.
Und für den kleinen Rest der weiterhin unerklärbar ist, bleibt der Glaube.
Jeder hat seinen eigenen.
Eine Kirche braucht man dafür aber nicht und Bräuche was ja auch pure Erfindung ist braucht man auch nicht.
Unsere Kinder bekommen von allem etwas mit ,damit sie halt wissen das es das gibt.
Aber sie lernen auch das Glaube nur Glaube ist und rein garnichts mit Wissen zu tun hat.
Und ich glaube auch das die meisten hier die Feste nur wegen der Geschenke feiern.
Sobald ein Fred über das Thema aufgemacht wird schnell googeln um den moralischen Finger heben zu können.
Gelebtes Christentum gibts in Europa doch so gut wie gar nicht mehr und ist stark rückläufig.
Das weiß sogar der Papst drum macht er sich auch gar keine Mühe wegen der paar Schäfchen.
Den immer mehr ausufernden Geschenkewahn zu Ostern(!?!?) finde ich auch (oder gerade) als Christin völlig abartig. Als ob der Konsumrausch zu Weihnachten noch nicht reicht... Es ist absurd, was Bekenntnislose und Scheinchristen aus den christlichen Jahresfesten machen. Vielleicht könntest du deiner Verwandtschaft so begegnen, indem du dich über die Ursprünge des Osterfestes beliest und die Leute mal aufklärst, dass Ostern nichts mit Geschenkewahn zu tun hat und du dich deswegen auch weigerst, dabei mitzumachen. Bei uns gibts zu Ostern für die Kinder nur ein im Garten verstecktes Nestchen mit einem Ei und ein paar Süßigkeiten. Sonst nichts.
Ja, so war das bei uns früher auch. Uns Kindern wurde je ein Osternest im Garten versteckt mit allerhand Süßigkeiten drin. Das war aufregend, und wir Kinder haben das sehr genossen! Aber meine Eltern waren auch christlich, womit es einen Sinn hatte, daß sie mit ihren Kindern das Osterfest begingen. Irgendwann habe ich aber für mich beschlossen, diese Feste nicht mehr zu feiern - weil ich nicht hinter dem stehe, was gefeiert wird. Und jetzt, mit dem Kind, stoße ich plötzlich an Grenzen dieser (wie ich finde doch eigentlich recht ehrlichen oder authentischen) Einstellung und werde angefeindet, wenn ich das alles nicht mitmachen will. Hm....
weißt du, du hast m. e. gar keine ahnung, warum ostern gefeiert wird und warum z. b. eier verschenkt werden.
ich kann dich beruhigen: das verschenken von gefärbten eiern geht auf einen heidnischen brauch zurück, damit feierst du also nichts christliches.
und wenn es dir nur ums schenken geht (das dich abstößt): dann lass es doch. niemand zwingt uns, diesem konsumrausch zu folgen.
claudia
Wir leben in einem freien Land. Niemand darf hier aufgrund seiner Weltanschauung angefeindet werden, so lange sie nicht verfassungsfeindlich ist.
Wenn du als Atheistin (ich nehme an, dass du das bist) die christlich-jüdischen Feste nicht feiern willst und das auch deinem Kind so vermitteln willst, dann ist das dein gutes Recht. Allerdings ist es kein Nachteil, über Sinn und Ursprung dieser Feste, die ja seit Jahrtausenden unseren Kulturkreis nicht wenig prägen, ganz nüchtern Bescheid zu wissen und auch das Kind darüber aufzuklären, warum die Verwandtschaft an gewissen Tagen so ausflippt. Gleichzeitig solltest du deinem Kind aber auch deine Beweggründe erklären können, warum _du_ dem Ganzen aber nichts abgewinnen kannst und dir die Festtage nichts bedeuten. Konsequenterweise müsstest du dann z.B. auch an Sonn- und Feiertagen arbeiten gehen. Aber ich gehe mal davon aus, dass du so konsequent dann doch nicht bist.
Wie sehr du deine Meinung gegenüber der Verwandtschaft verteidigst, hängt letztendlich davon ab, wie konsequent du deine Einstellung durchziehen willst. Vielleicht hilft aber auch ein bisschen augenzwinkernde Toleranz gegenüber den Schenkwütigen
"Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire
du solltest auch daran denken, daß viele christliche Feste mit heidnischen zusammengelegt wurden, damit die heiden die neue religion akzeptierten. soweit ich weiß, gab es auch so etwas wie einfrühlingsfest bei den alten germanen... ich bin auch atheist bzw agnostiker und feiere mit meinem sohn ostern... großartig geschenke gibt es allerdings nicht...etwas süßes und eine kleinigkeit zum spielen...
...ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Sicher liegen einige Termine eng beieinander, aber nicht deshalb, weil die einen von den anderen kopiert hätten, sondern aus dem Grunde, weil alles irgendwo miteinander zusammenhängt. Ostern: Der Gründonnerstag, an dem Jesus am Abend seiner Auslieferung mit seinen Jüngern das Abendmahl feierte, fand statt am Fest des jüdischen Passahmahl (Pessach, Fest der ungesäuerten Brote). Hierbei feierten die Juden die Nacht des Auszugs aus der ägyptischen Sklaverei, dieses Datum (15.-22. Nisan) ist also seit der Zeit Mose (mehrere Jahrtausende vor Christus) festgelegt. Also nichts mit von den Heiden geklaut oder zusammengelegt. Fastnacht: 40 Tage (biblisch bedeutsamer Zeitraum) vor Ostern, Datum nur in Abhängigkeit von Ostern zu ermitteln. Pfingsten: Biblisches Ereignis 50 Tage nach der Auferstehung, Datum ebenfalls abhängig von Ostern. Bei Weihnachten schaut es da schon anders aus. Das Datum von Christi Geburt ist tatsächlich weder durch Erzählungen noch durch Dokumente überliefert und wurde erst in den ersten Jahrhunderten nach Christus scheinbar willkürlich auf die Zeit der Wintersonnenwende festgelegt. Der Termin der Christgeburt ist somit symbolisch zu verstehen. Es ist jedoch zu beachten, dass es sich nicht genau auf den Tag der Wintersonnenwende (21.-22.12) handelt, sondern um eine Verschiebung von 2-3 Tage. Natürlich wussten auch die Christen um die Bedeutung der Sonnenwende: die tiefste Nacht des Jahres, der scheinbare Untergang des Lichtes. Warum nun diese Verschiebung von 2-3 Tagen? Was macht die Quintessenz des Christentums aus? Natürlich die Auferstehung nach der Vernichtung. Und wie wählt man dann den Geburtstermin des Heilands? Natürlich in Anlehnung an den Zeitraum vom Tod bis zur Auferstehung Christi. Ergo am 24./25.12. Man hat sich als Christ also schon ein bisschen was dabei gedacht und nicht nur "kopiert", um "die Heiden zu überzeugen".
sondern "begehe" es wie jeden anderen Besuchstag bei den Grosseltern des Kindes. Wenn Du dich an frohe Ostern beisst, dann sag halt nur: schön euch zu sehen. Ob und wieviel bez.was geschenkt wird, muss eben vorher abgeklärt werden. Das ist doch auch an Weihnachten das gleiche. Meist sind diese Feste heutezutage nur dazu da, sich zu besuchen und sich eine Freude zu machen. An all solchen Festen schenken sich bei uns die Erwachsenen von jeher nichts, die Kinder bekommen nie grossartiges und immer nur das, was vorher mit uns abgesprochen wurde.
Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen. Aber mit Ostern ist es doch genau das gleiche wie mit Weihnachten. Man kann es auch ohne Christentum begründen. Weihnachten fällt ja nun nicht aus purem Zufall auf die schon in vorchristlicher Zeit gefeierte Wintersonnwende. Und Ostern (Auferstehung) ist mit Sicherheit auch nicht zufällig im Frühling, wenn die Erde wieder "erwacht" und die lieben Vögelchen und Enten ihre Eier legen. Nährreiche Eier, die man, wenn am Ende des Winters die Vorräte mitunter gänzlich zur Neige gegangen sind natürlich sehr gut gebrauchen kann! In österlichen Kaufrausch verfalle ich mit Sicherheit auch nicht, aber mir ist das herzlich egal, wenn andere meine ihren Nachwuchs gnadenlos überladen zu müssen.
hey, heißt das auch du feierst kein weihnachten? so als "nichtgläubige" ? lg
ich bin auch atheist, feiere aber auch ostern , so wie ich es als kind gefeiert habe. bei uns gibts eine kleinigkeit ( dieses jahr ein buch), ein paar süssigkeiten und gefärbte eier. für mich ist es irgendwie auch das ende des winters und *feiern* des frühlings. man kann natürlich auch alle sachen tot diskutieren. wenn dir die schenkerei zuviel ist, dann sage es denen oder geh nicht zu ihnen hin. nimm deine familie und fahre weg.
Kopier dir mal was aus Wikipedia rein: Frühlingsfeste Viele vor- und außerchristliche Religionen verehren die Sonne als Licht- und Lebensspenderin wie einen Gott und feiern deshalb Frühlingsfeste wie das iranische Nouruz. Deren Termin ist oft an das Äquinoktium am 20. oder 21. März angelehnt. Auch einige heutige Osterbräuche werden auf germanische und keltische Sonnenkulte zurückgeführt: etwa die Osterfeuer und das Osterrad. Neuheiden feiern Ostern als Ostara-Fest nach einer angeblich altgermanischen Göttin Ostara, als deren Symbole sie Osterei und Osterhase angeben. Diese Fruchtbarkeitssymbole sind als Osterbräuche im deutschen Sprachraum jedoch erst seit dem 17. Jahrhundert belegt. Ein Hase als Ostersymbol ist in christlichen Quellen aus Südosteuropa seit der Spätantike belegt; seine Herkunft aus einem germanischen Frühlingskult ist unbelegt. Bist du gänzlich ohne Glauben an irgendetwas, was über unsere wahrnehmbare Welt hinausgeht, wird es natürlich schon schwierig. Das Wesen des Menschen ist an sich religiös angelegt und deshalb wurden schon immer Feste gefeiert, die man irgendwie an Götter anlehnte. Ganz ohne Glauben gehörst du einfach zu einer Minderheit, die sich damit abfinden muss, in gewisser Diskrepanz zur Mehrheit (zumindest in unserem Land) zu leben.
Ich wüßte nicht, wieso man sich darüber aufregen sollte. Ich bin auch keine Christin, mein Mann ist Türke. Und wir haben heute sowas von herrlich Ostern gefeiert. Sich darüber aufzuregen, empfinde ich als Verschwendung wertvoller Energie. Wichtig ist mir nur, dass meine Kinder (und natürlich auch mein Mann, wobei ich den in keinster Weise mehr "aufklären" muss) WISSEN, warum bzw. WAS da gefeiert wird. Ich habe einen gewissen Glauben, den ich als äußerst "intim" bzw. privat empfinde. Insofern KANN ich mich nicht wirklich als Christ, aber eben auch ganz und gar nicht als Atheist bezeichnen!!! Wir "feiern" bzw. begehen somit nicht nur christliche, sondern sogar auch islamische Feiertage. Die islamischen Feste fallen natürlich weitaus weniger intensiv aus, aber es wird schonmal ein Gedanke (ggf. mit Freunden zusammen) daran verschwendet. Mehr als Ritual bzw. lieb gewonnen Brauch...., weniger im Hinblick auf den tatsächlichen religiösen Hintergrund. Und so unkompliziert sehe ich die Sache eigentlich auch im Hinblick auf christliche Feiertage. Ich finde, "man darf" auch als Atheist Eier suchen! Ob man sich nun große Geschenke macht oder nicht, steht wieder auf ganz anderem Blatt und hat nichts damit zu tun, wie ernst man den religiösen Hindergrund nimmt. LG
Huhu, ich bin da auch immer sehr ambivalent, gerade nach den jüngsten kirchlichen Katastrophen hatte ich mal wieder eher weniger Lust auf Kirche. Bin trotzdem heute mit meinen 3en gegangen und froh darüber, weil doch danach viele Fragen kamen und wir über die Bedeutung vom Ostern zumindest nochmal etwas gesprochen und nachgedacht haben. Außerdem hat der Chor sehr schön gesungen und es hat uns auf Ostern wirklich gut eingestimmt. Für mich ist es schon ein wichtiges christliches Fest, auch wenn ich sonst weder bibelfest noch regelmässige Kirchgängerin bin. Und dann will ich den Kids irgendwie auch vermitteln, daß es mehr ist als nur Schokoeier suchen. Lg Cosma
aber für mich hat das feiern der christlich (heidnischen) "Großfeste" auch was mit vermitteln unserer "abendländischen" kultur zu tun.
wie schon angemerkt, sind viele bräuche (z.b eier färben, eier pitschen etc.) eher kultureller als religiöser natur, können also meines erachtens auch durchaus von nichtchristen gefeiert werden. ich war bei bekannten auch schon mal beim zuckerfest eingeladen, da hat auch keiner gesagt: "du darfst nicht mitmachen, bist kein muslim"
wir gehen halt nicht in die kirche, aber ich respektiere die abläufe (karfreitagsruhe zum beispiel: ich glaub unsere familie war die einzige, die nicht am auto gebastelt oder im garten gearbeitet hat
) und was das wichtigste ist: ich KENNE sie, und habe mir mein urteil gebildet: der institution will ich nicht angehören, aber am kultur- und gesellschaftsbedingten brauchtum nehme ich gerne teil.
ich spende auch den meßdienern beim gründonnerstagslauf und den sternsingern etc, weil ich denke, dass das zum gemeinschaftsleben dazugehört.
außerdem gehe ich allerheiligen auf den friedhof, weil das (familien)tradition ist...und nebenbei auch ein ursprünglich heidnischer brauch :-)
also, ein positiver ekklektizismus ist denke ich auch bei religion(en) angebracht.
LG
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